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15.05.2008 18:24 Zitieren Zitieren

Marika
Pointer-User

15.05.2008 18:24 Zitieren Zitieren

Raus von zu Hause ?

Hallo ihr lieben ,

ich habe lange drüber nachgedacht ob ich mein Problem hier mal reinschreibe. Beim mir zuahsue sieht es momentan ziemlich übel aus . Mein Vater ist Alkoholiker , auch wenn er das noch nicht zugeben will , doch auch ohne alko ist er ziemlich agressiv (zumindest mir gegenüber). Ich bin die älteste von 5 Kindern und wünsche mir mittlerweile nur noch ruhe , da ich die in der Woche nur zuhause bin um den Haushalt zu machen und meine Geschwister zu versorgen und unter der woche bei meiner Tanze zum Babysitten. Soziale kontake habe ich kaum noch , und egal wo ich bin ich bekomme jedesmal sprichwörtlich den "karren mit dreck" ab. Was meinen vater angeht , sobald er getrunken hat bij ich wieder fällig , indem sinne das ich mir das sprüche wie : du eiskaltes Miststück , verblödete Schlampe und der gleichen anhören muss.Wenn ich es dann mal wage was zurück zusagen kann es auch seind as er handgrieflich wird. Zurzeit sieht es aber noch schlimmer aus. Er ist dahinter gekomemn das meine mutter ein verhältniss hat , seid einem jahr und ich davon wusste. Ich habe den Freund meiner mutter bereits kennen gelernt , und mag ihn wahnsinnig. Er trinkt kein alkohol , und war der erste der mich in den Arm genommen hat. Als er es herausgefunden hat wurde wohl so ziemlich das ganze haus in schutt und asche gelegt (herrausgekommen ist es gestern in den frühen morgenstunden). Ich werde damit nicht mehr fertig und habe beschlossen so schnell wie möglich hier rauszukommen da es so langsam aber sicher auch auf meine gesundheit schlägt und ich mich nicht mehr für die blauen flecken schämen will. Es gibt da noch eine reihe anderer gesundheutlicher probleme die jetzt aber nicht zur sache tun.
Nun war ich bereits vor zwei jahren schon einmal beim Jugendamt (da war ich 14/15) doch dieses hat mich zurück geschickt sodass ich jetzt euch fragen will was ihr mir raten würdet. Ich habe in der hinsicht keine ahnung wie ich da ohne das jugendamt rauskomme da ich noch 17 bin und kein eigenes einkommen habe und kürzlich erst Bafög beantragt habe.


Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir helfen würdet.
~Marika

16.05.2008 10:58 Zitieren Zitieren

Sonja
Pointer-User
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16.05.2008 10:58 Zitieren Zitieren

Hallo Marika,
ich bin tief berührt von Deinen Schilderungen. Wir haben auf Scoolz einen Artikel, in dem es um Hilfe für Opfer von Gewalt geht. Dort findest Du Hotlines für Gewaltopfer. Ich könnte mir vorstellen, dass man Dir dort weiterhelfen kann. Melde Dich unbedingt bei einer der angegebenen Stellen, denn Deine Situation Zuhause kann und darf so nicht weiter gehen. Den Artikel findest Du unter dem Link:
http://www.scoolz.de/3402,Hilfe_gegen_Gewalt.htm.

Außerdem wird Frau Dr. Anderson bald auf Deinen Beitrag antworten. Falls das nicht sofort heute der Fall sein sollte, bitte ich Dich um ein wenig Geduld. Aber eine Antwort ist gewiss.

Viele Grüße
Sonja

16.05.2008 19:51 Zitieren Zitieren

Marika
Pointer-User

16.05.2008 19:51 Zitieren Zitieren

Danke für deine Antwort !

Die seite hat mir schon ein wenig geholfen , aber eher in dem sinne das ich darüber reden kann was normalerweise für mich eine große schwierigkeit ist . Probleme kann man schriftlich irgendwo formolieren , aber beim reden kann man schlecht die Gefühle dabei rauslassen. Gegen den Rat der Berater vom Telefon ,hoffe ich das ohne hilfe das Jugendamtes schaffen kann , da ich diesen nicht mehr vertraue und die mir schon einmal ihre hilfe verweigert haben , obwohl die sehr wohl gesehen haben wie mein vater mich geschlagen hat als er mich dort abholen sollte.

Gibt es vielleicht irgendein Gesetz das es in sollchen Fällen gestattet das eltern Haus zu verlassen. Ich habe schon einmal etwas über vorgezogene Volljährigkeit gelesen, meine aber auch gelesen zu haben das dieses Gesetz abgeschafft wurde.

18.05.2008 01:47 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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18.05.2008 01:47 Zitieren Zitieren

Liebe Marika,
Du befindest dich wirklich in einer sehr schwierigen Situation! Wichtig finde ich, dass du deine Lage veraendern willst und bereits aktiv Schritte dazu unternommen hast.
Es war mutig, von dir, dich damals ans Jugendamt zu wenden. Warum die Behoerde daraufhin allerdings nichts unternommen, sondern dich zurueckgeschickt und damit weiteren Misshandlungen ausgesetzt hat, ist mir unbegreiflich!
Inzwischen wuerde die Sache sicher anders ausssehen, denn du bist jetzt schon 17 und kein Kind mehr. Ausserdem ist in letzter Zeit viel in den Medien ueber Kindesmisshandlungen berichtet worden, dadurch sind die Jugendaemter sensibilisiert und sicherlich eher zum Eingreifen bereit.
Mit deinem Bafoeg-Antrag hast du jedenfalls bereits die Weichen gestellt, dir einen Auszug finanziell ermoeglichen zu koennen.
Ich stimme dir voellig zu, du musst so schnell wie moeglich aus dieser untragbaren Familiensituation heraus!. Von deiner Mutter kannst du ja leider offenbar keine tatkraeftige Unterstuetzung erwarten, denn sie ist anscheinend ebenso ein Opfer deines gewalttaetigen Vaters wie du (hat sie in ihrer Kindheit eigentlich auch Misshandlungen erlebt?) und hat weder dich (noch deine Geschwister?) vor ihm schuetzen, noch ihre katastrophale Ehe beenden koennen.
Auch wenn du ihren neuen Freund gern leiden kannst, eine echte Hilfe wirst du von dieser Seite sicher nicht erwarten koennen, denn es ist ja anscheinend voellig unklar, ob deine Mutter jetzt, nachdem alles herausgekommen ist, endlich etwas unternehmen, deinen Vater verlassen und ihren Kindern ein sicheres Zuhause bieten wird.
Ich wuerde dir empfehlen, dich trotz deiner negativen Erfahrungen noch einmal ans Jugendamt zu wenden - auch deiner juengeren Geschwister wegen! Jetzt bist du ja schon wesentlich aelter und das, was du sagst, wird vermutlich ernster genommen. Notiere dir am besten vorher, was du alles sagen moechtest, mach dir eine Liste dessen, was dein Vater dir und anderen Familienmitglieder angetan hat - auch die ueblen Beschimpfungen gelten uebrigens als Misshandlungen (!) - Und fuehre Nachbarn oder Verwandte als Zeugen fuer die unhaltbaren Zustaende zuhause an. Falls du blaue Flecken oder sonstige koerperliche Zeichen von Schlaegen und Misshandlungen hast, geh zum Arzt und lass sie dokumentieren.
Es gibt Jugendwohngruppen, wo Jugendliche wohnen koennen, wenn sie wegen untragbarer haeuslicher Konflikte nicht mehr zuhause wohnenbleiben koennen. Der Alkoholmissbrauch deines Vaters, seine Gewalttaetigkeit, die koerperlichen und seelischen Misshandlungen und dazu noch massive eheliche Auseinandersetzungen - das alles sollte jetzt wirklich als Gruende ausreichen, dich aus dieser unertraeglichen Umgebung herauszunehmen. Und ausserdem bist nicht nur du, sondern deine Geschwister sind ja auch duch diese Atmosphaere der Gewalt gefaehrdet!
Vielleicht koenntest du ja auch zu deiner Tante, anderen Verwandten, oder, unter Umstaenden, zu Freunden ziehen, zumindest zur Ueberbrueckung, bis eine andere Unterbringung fuer dich moeglich ist. (Dein Vater kann dich nicht mehr mit Gewalt zurueckholen, denn Missbrauch ist strafbar und du bist ausserdem bald volljaehrig).
Du sagst, dass angesichts der Umstaende bei dir zuhause kaum soziale Kontakte geblieben sind. Es waere aber sehr wichtig, dass du dich anderen Erwachsenen anvertraust, besonders auch deinen Lehrern, damit sie deine Situation kennen und dich seelisch bei dem, was du vorhast, unterstuetzen koennen.
Ich druecke dir den Daumen und wuensche dir alles Gute, den noetigen Mut und die Kraft, dein Leben in die Hand zu nehmen und eine sichere und gluecklichere Zukunft zu gestalten.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

08.06.2008 21:22 Zitieren Zitieren

Marika
Pointer-User

08.06.2008 21:22 Zitieren Zitieren

ich war , nachdem es zuhause so schlimm gewesen ist das ich die polizei rufen musste , beim jugendamt . Aber die haben wieder nicht reagiert , nicht im geringsten . Statt dessen wurde mir geraten einen Psychologen aufzusuchen ! Kann das wirklich sein das ich es alles schlimmer erlebe als es ist ? Aber wenn das so wäre , hätte die polizei doch ganz anders reagiert oder ?

11.06.2008 21:41 Zitieren Zitieren

easy
Pointer-User

11.06.2008 21:41 Zitieren Zitieren

Hey...

also ich will jetzt auch mal was dazu sagen. Vor allem weil ich in einer ähnlichen Situation bin. Und das Problem ist: es wird jungen Menschen EXTREM schwer gemacht sich selbst aus einer solchen Lage zu befreien.

Zu meiner Hintergrundgeschichte: Ich bin eigtl. soweit man das sagen kann ein ganz vernünftiger junger Mann von jetzt 23 JAhren. Ich habe mein Abitur mit guten Noten gemacht, habe meinen Zivildienst geleistet so wie es sich gehört und war und bin immer nett und hilfsbereit allen Menschen gegenüber. Ich habe dann auch eine Ausbildung bei einer großen Firma bekommen aber da hab ich mich nur 1 Jahr und 10 Monate durchkämpfen können. Jetzt haben mich die Kräft absolut verlassen und ich hätte mir bereits das Leben genommen wenn ich wissen würde wie ich das am besten mache...nur ist das nicht ganz so einfach wie man sich das vielleicht denkt.

Um es vorweg zu sagen: das Problem sind meine Eltern. - wenn man die noch so nennen kann. Und vielleicht bin auch etwas "zu gut" für diese Welt.
Also mein Vater ist vom Arzt bestätigter Choleriker und er nimmt jeden Tag Berge von Tabletten -u.a. auch welche die aggressiv machen können bzw. welche die die Hemmschwelle senken. Er schreit und keift von morgens bis abends (ich übertreibe nicht!) und wird auch schonmal handgreiflich. Ich habe leider auch schon eine Narbe davon getragen Stirnrunzeln
Dann ist da noch meine geisteskranke Mutter die auch schon in psychatrischer Behandlung ist und wenn ein guter Bekannter da nicht "was gedreht" hätte würde sie auch schon in der geschlossenen sein. Sie hat Ihre Phasen- teils schreit und heult sie nur und will sich mit Tabletten umbringen - teils schlägt sie wild umsich, keift und beleidigt was das Zeug hält.
Übrigens darf ich mir hier zu Hause jeden Tag so viele und starke Beleidigungen anhören dass ich manchmal ...naja ihr könnt seuch denken...
Ich muss auch wieder aufhören jetz weil die gleich wohl wiiderden Stecker vom Internet ziehen weil ich nicht mit meinen Freunden sprechen soll.....Telefonverbot habe ich ja schon....
ok also hoffentlich überfährt mich demnächst mal irgendwer ...wäre sehr viel besser für mich ...

16.06.2008 03:43 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

16.06.2008 03:43 Zitieren Zitieren

Liebe Marika,
Es ist sehr bedauerlich, dass die Zustaendigen dieses Jugendamts es anscheinend nicht fuer noetig hielten, sich mit deinem Problem auseinanderzusetzen. Ich finde es aber trotzdem gut, dass du dort hingegangen bist (so ist wohl wenigstens ein Aktenvermerk eingetragen worden) und auch, dass du dich an die Polizei gewandt hast, so wissen die Beamten dort wenigstens Bescheid ueber eure haeusliche Situation, auch wenn sie zur Zeit keine Handhabe zum Eingreifen haben.
Natuerlich kann dich ein Psychologe oder Psychotherapeut bei der Verarbeitung deiner seelischen Verletzungen unterstuetzen. Aber momentan brauchst du ja eine aktivere Hilfe und deswegen hast du dich an die Behoerde gewandt.
So bist du nun leider doch wieder auf dich gestellt. Gibt es denn irgendwelche Verwandte, oder Freunde, wo du zumindest so lange wohnen koenntest, bis ueber deinen Bafoeg-Antrag entschieden ist und du dir ein Zimmer in einer WG leisten koenntest?
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

20.06.2008 20:44 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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20.06.2008 20:44 Zitieren Zitieren

Zitat von =easy:
Hey...

also ich will jetzt auch mal was dazu sagen. Vor allem weil ich in einer ähnlichen Situation bin. Und das Problem ist: es wird jungen Menschen EXTREM schwer gemacht sich selbst aus einer solchen Lage zu befreien.

Zu meiner Hintergrundgeschichte: Ich bin eigtl. soweit man das sagen kann ein ganz vernünftiger junger Mann von jetzt 23 JAhren. Ich habe mein Abitur mit guten Noten gemacht, habe meinen Zivildienst geleistet so wie es sich gehört und war und bin immer nett und hilfsbereit allen Menschen gegenüber. Ich habe dann auch eine Ausbildung bei einer großen Firma bekommen aber da hab ich mich nur 1 Jahr und 10 Monate durchkämpfen können. Jetzt haben mich die Kräft absolut verlassen und ich hätte mir bereits das Leben genommen wenn ich wissen würde wie ich das am besten mache...nur ist das nicht ganz so einfach wie man sich das vielleicht denkt.

Um es vorweg zu sagen: das Problem sind meine Eltern. - wenn man die noch so nennen kann. Und vielleicht bin auch etwas "zu gut" für diese Welt.
Also mein Vater ist vom Arzt bestätigter Choleriker und er nimmt jeden Tag Berge von Tabletten -u.a. auch welche die aggressiv machen können bzw. welche die die Hemmschwelle senken. Er schreit und keift von morgens bis abends (ich übertreibe nicht!) und wird auch schonmal handgreiflich. Ich habe leider auch schon eine Narbe davon getragen Stirnrunzeln
Dann ist da noch meine geisteskranke Mutter die auch schon in psychatrischer Behandlung ist und wenn ein guter Bekannter da nicht "was gedreht" hätte würde sie auch schon in der geschlossenen sein. Sie hat Ihre Phasen- teils schreit und heult sie nur und will sich mit Tabletten umbringen - teils schlägt sie wild umsich, keift und beleidigt was das Zeug hält.
Übrigens darf ich mir hier zu Hause jeden Tag so viele und starke Beleidigungen anhören dass ich manchmal ...naja ihr könnt seuch denken...
Ich muss auch wieder aufhören jetz weil die gleich wohl wiiderden Stecker vom Internet ziehen weil ich nicht mit meinen Freunden sprechen soll.....Telefonverbot habe ich ja schon....
ok also hoffentlich überfährt mich demnächst mal irgendwer ...wäre sehr viel besser für mich ...



Lieber Easy,
Ich weiss, dass Angehoerige von Eltern mit ernsthaften psychischen Stoerungen es sehr schwer haben. Das Zusammenleben mit einem tablettensuechtigen (?), gewalttaetigen Vater und einer zeitweilig psychotischen (?) Mutter fuehrt beinahe unausweichlich dazu, dass Kinder ein schlechtes Selbstwertgefuehl entwickeln, Angst vor Entscheidungen haben, sich nichts zutrauen und oft depressiv werden, so, wie du es ja auch von dir schilderst.
Diese "duenne Haut" hat moeglicherweise auch bewirkt, dass du deine Ausbildung abgebrochen hast, weil du, wie du sagst, "vielleicht zu gut fuer diese Welt" bist. Mit anderen Worten: du bist sehr sensibel, kannst nicht "nein" sagen, dich nicht durchsetzen und hast nie gelernt, Konflikte konstruktiv auszutragen, weil zuhause alle Unstimmigkeiten zu verbalen und physischen Gewalttaetigkeiten fuehren.
Es scheint, dass du nun nahe daran bist, die Flinte nach diesem ersten Misserfolg ins Korn zu werfen. Du siehst es offenbar als unausweichliches Schicksal an, dich entweder in deine Dauerrolle als seelisch und koerperlich misshandeltes Kind zweier psychisch kranker Eltern zu fuegen - oder dir sogar das Leben zu nehmen!
Du hast es schwer und bist durch deine problematischen Familienverhaeltnisse zweifellos einer enormen seelsichen Belastung ausgesetzt. Aber du musst dich nicht in diese Verliererrolle ergeben, von der du offenbar annimmst, dass du ihr nicht entrinnen kannst. Du bist intelligent und hast den ersten Schritt in eine positive Zukunft bereits geschafft - du hast trotz dieses massiven Drucks ein gutes Abitur geschafft und deinen Zivildienst abgeleistet. Damit hast du bewiesen, dass du etwas leisten und mit dieser Ausgangsbasis einen Beruf erlernen kannst, der dir Freude macht und ein selbststaendiges Leben - unabhaengig von deinen kranken Eltern - ermoeglicht.
Was dir im Weg steht, ist nicht nur der Konflikt mit den Eltern, sondern vor allem dein mangelndes Selbstwertgefuehl Das ist es naemlich, was es deinen Eltern immer noch ermoeglicht, dich so unter Druck zu setzen und weiterhin wie ein kleines Kind zu behandeln - obwohl du bereits 23 bist!
Du kannst es schaffen, diese Hindernissse aus dem Weg zu raeumen und selbststaendig zu werden. Natuerlich fuehlt es sich scheusslich an, einen solchen Misserfolg zu erleben, und natuerlich muss dich das erstmal mutlos und depressiv machen. Aber Krisen sind dazu da, sie zu ueberwinden und daran zu wachsen. Wenn du dir selbst so den "Versager"-Stempel aufdrueckst, gibst du doch innerlich deinen Eltern Recht, die dir bestimmt immer wieder vermittelt haben, dass du nichts wert bist und dass aus dir auch werden kann!
Aber es sind deine Eltern, die krank sind und die am Leben versagen, nicht du. Du hast eine Zukunft, und brauchst ihr Schicksal nicht zu wiederholen. Um mit den seelischen Wunden deiner schwierigen Kindheit fertigzuwerden und dich innerlich frei von deinen Eltern zu machen, solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe bei einem Psychotherapeuten holen.
Eine qualifizierte Psychotherapie wird dir dabei helfen, ein gesundes Selbstwertgefuehl aufzubauen und die notwendige Losloesung von deinem krankmachenden Elternhaus zu vollziehen. Dann kannst du auch einen Neuanfang mit einer Berufsausbildung oder einem Studium wagen (du wirst sicherlich Bafoeg erhalten).
Bitte, gib dir die Chance und lass dir die Rolle des Opfers nicht weiter aufdruecken! Du kannst es schaffen, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen!
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

22.06.2008 19:32 Zitieren Zitieren

Marika
Pointer-User

22.06.2008 19:32 Zitieren Zitieren

ich kann nicht zu verwandten , die wollen alle nichts mit mir zutun haben bis auf meine tante. (meine mutter hat keine geschwister mehr etc) ich weiss solangsam nicht mehr was ich machen soll , den es steht momentan so wackelig mit dem bafög antrag , da ich den nur auf der grundlage von meinem relaschullabschluss bekomme ! und ob ich den bekomme liegt nur noch an dem wohlwollen meiner lehrer so das ich mehr als nur unsicher bin den zu bekommen .

Was soll ich den noch tun ?! Ich habe das gefühl nichts gegen die situation tun zu können ,als könnte ich in keine richtugn flüchten ! Mit jeden tag , an der mein erzeuger wieder irgendeinen vorwandt findet um weiterzumachen drängen sich mr immer mehr die gedanken an sterben auf ! Meine arme sind mitlerweile total aufgeschnitten , habe auch versucht mich von meinem arzt wegen suizid gefährund einwesen zu lassen , aber er scheint die situation nicht ernst zu nehmen !

30.06.2008 00:15 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

30.06.2008 00:15 Zitieren Zitieren

Lieber Marika,
Ich kann mir vorstellen, wie sehr dich die haeusliche Situation belasten muss. Aber bitte, lass die Alkoholkrankheit deines Vaters nicht noch mehr Schaden anrichten, als es ohnehin schon der Fall ist! So belastend sein unberechenbares Verhalten auch wirklich ist, dein Leben ist viel zu wertvoll, als dass du deine Enttaeuschung und Verzweiflung gegen dich selbst richten musst!
Du bist doch fast erwachsen und kannst dir doch dein zukuenftiges Leben fern von deinem gewalttaetigen Erzeuger aufbauen. Bitte, richte alle Kraft (die du ganz gewiss hast) darauf, diese Situation fuer dich zu veraendern.
Ganz wichtig finde ich, dass du mit deinen Lehrern ueber deine Sitation sprichst. Sie sollten, gerade angesichts der extremen Belastung, unter der du stehst, wissen, was bei euch los ist, und was dich vielleicht daran hindert, dein volles Leistungspotential in den Unterricht einzubringen. Sag ihnen auch, wie wichtig der Realschulabschluss fuer dich ist, damit du so schnell wie moeglich auf eigenen Fuessen stehen kannst. Mit ihrem Wohlwollen kannst du bestimmt eher rechnen, wenn dein Handicap eine nachfuehlbare Begruendung hat und du sie ins Vertrauen ziehst.
Ein voruebergehender Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik kann zwar moeglicherweise eine gewisse Entlastung bringen, aber sie sollte sicher nur fuer den aeussersten Notfall in Frage kommen, d. h. wenn du wirklich ueberhaupt nicht mehr weiter weisst. Denn du bist zwar eine Zeit lang aus dem haeuslichen Chaos heraus, aber wirklich veraendern tut sich dadurch ja nichts, und dein Realschulabschluss ist dann vielleicht auch noch gefaehrdet.
Ich wuerde dir doch sehr empfehlen, dich an ALANON (Selbsthilfe fuer Angehoerige von Alkoholikern) oder ALATEEN (Selbsthilfegruppe fuer Kinder von Alkoholikern) zu wenden, damit du seelische Rueckenstaerkung erfaehrst von Leuten, die das Gleiche durchmachen wie du. Vielleicht ergeben sich daraus ja auch Kontakte, die dir beim Selbstaendigmachen weiterhelfen.
Es waere natuerlich wirklich sehr wuenschenswert, wenn du bis zum Ende der Schulzeit woanders wohnen koenntest. Du erwaehnst deine Tante - koennte sie dich denn nicht notfalls voruebergehend bei sich aufnehmen? Weiss sie denn wirklich genau, was bei dir so zuhause ablaeuft, sodass sie die Dringlichkeit deines Problems einschaetzen kann?
Ich wuensche dir sehr viel Mut und Kraft!
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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