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16.04.2009 23:06 Zitieren Zitieren

Flocke
Pointer-User

16.04.2009 23:06 Zitieren Zitieren

An Fr. Dr. Anderson !

Liebe Fr. Dr. Anderson ! Ich weiß zwar nicht, ob Sie meinen Beitrag vom 19. Februar 09 schon gelesen haben. Aber ich kann Ihn trotzdem noch einmal im Groben schreiben, was da drin stand. Also: Ich bin durch meiner praktischen Zwischenprüfung sehr schlecht durchgekommen. Normalerweise, wenn das jetzt eine Endprüfung gewesen wäre, wäre ich durchgefallen. Als ich einen Tag vor meiner Zwischenprüfung mit meiner Ausbilderin die ganzen Aufgaben durchgegangen bin, war mir alles gut gelungen. Meine Ausbilderin war sehr stolz auf mich. Als ich dann einen Tag später dann die richtige Prüfung hatte, war ich total nervös. Ich hatte furchtbare Angst. Ich war total am Zittern vor Angst. Ich hatte bei der Speisenzubereitung super Aufgaben gehabt. Die ich auch eigentlich ja gut kann, was sich ja auch einen Tag davor bestätigte. Meine Aufgabe war, einen Kartoffelsalat und eine Grünkernmehlsuppe herzustellen, was ja auch nicht schwer ist. Normalerweise. Aber da ich zu nervös war, hatte ich alles vermasselt. Außerdem musste ich auch noch nähen. Ich hatte Probleme mit der Nähmaschine. Obwohl ich die Nähaufgabe auch einen Tag vorher mit meiner Ausbilderin durchgegangen bin, und das auch alles richtig war. Aber mit der Nähmaschine in der Schule kam ich nicht zurecht. Und somit habe ich auch diese Aufgabe total vermasselt. Die Prüferinnen hatten mich total schlecht bewertet. Dann hatten wir alle eine kurze Pause. Die anderen sind drin geblieben, um etwas zu trinken, währenddessen ich aber kurz rausging, um mich innerlich etwas zu beruhigen, was natürlich bei mir nicht klappte, weil ich am Weinen war. Eine von den Prüferinnen kam zu mir, um mich zu trösten. Sie strich mir über die Schultern. Dann war auch schon die Pause zu Ende. Da gingen dann die ganzen Prüfungsgesprächen los. Ich musste zuerst rein. Die fragten mich, was bei mir alles so schief gelaufen ist. Aber ehrlichgesagt, konnte ich die ganzen Fragen gar nicht so beantworten, weil ich so traurig, enttäuscht und geschockt von mir selbst war. Ich war total psychisch fertig. Danach rief meine Mutter mich auf Handy an. Denn sie wollte ja schließlich wissen, wie es gelaufen ist. Ich habe ihr nur gesagt, das es nicht gut geklappt hat. Aber ich habe ihr gesagt, dass ich das alles nicht am Telefon sagen kann. Sie hatte ja auch mitbekommen, dass ich am Weinen war. Dann sagte sie zu mir, dass es in Ordnung sei, wenn ich noch nicht alles sagen kann und dass sie mich jetzt in Ruhe lassen will, um damit klar zu kommen. Das fand ich richtig nett von meiner Mutter, dass sie so Verständnis hatte. Meine Prüfungen fingen morgens um 07.30 Uhr an. Als ich dann abends zwischen 18.30 und 19.00 Uhr wieder zu Hause ankam, fragte meine Mutter mich, ob ich jetzt sofort darüber reden möchte. Da sagte ich zu ihr, dass ich ersteinmal so eine Stunde für mich ganz alleine sein möchte, um mich zu beruhigen. Sie fragte mich das nämlich deswegen, weil ich immer noch sehr viel am Weinen war. Aber sie hatte immer noch Verständnis dafür, was ich ja auch sehr gut von ihr fand. Sie sagte dann zu mir, dass ich wenigstens etwas zu Essen mit auf meinem Zimmer mitnehmen sollte, damit ich etwas im Bauch bekam. Denn ich hatte mich ja auf meinem Zimmer verkrochen. Aber ich sagte zu ihr, dass ich keinen Hunger habe, obwohl ich schon den ganzen Tag nichts gegessen habe. Aber ich hatte einfach keinen Hunger. Den Stress war mir schon genug auf den Magen geschlagen. Ich lag auf meinem Bett, als ich mich zurückgezogen hatte, da rief mein Schatz mich auf Handy an. Er wollte natürlich ja auch wissen, ob sein Daumendrücken sich auch gelohnt hatte. Da sagte ich zu ihm, dass ich die Prüfungen alle vergeigt hätte. Er hatte mich getröstet. Nach dem Telefonat, bin ich dann auch direkt eingeschlafen. Am nächsten morgen musste ich dann wieder früh zur Arbeit. Als ich dort ankam, musste ich ins Büro mit meiner Ausbilderin. Sie wollte ja auch wissen, wie es gelaufen ist. Ich habe ihr das dann alles gesagt. Sie war gar nicht enttäuscht von mir. Sie meinte zu mir, dass es nicht so schlimm wäre, weil das ja nur eine Zwischenprüfung war und es bis zur Endprüfungen schließlich im Schlaf alles könnte. Ich hatte mich sehr gewundert. Meine Ausbilderin hatte mir im Büro angesehen, dass ich immer noch sehr angeschlagen war. Sie hatte mich auch getröstet. Danach fingen wir beide schon mal mit unseren Aufgaben an. Dann kamen auch meine anderen Arbeitskollegen an. Als wir dann mit all unseren Aufgaben fertig hatten, hatten, haben wir noch ein wenig Altweiber gefeiert. Aber ich hatte mich erst ein wenig zurückgezogen, um mir eine zu rauchen, was ich aber jetzt nicht mehr tue. Ich bin jetzt wieder Nichtraucher. Ich habe es Gottseidank geschafft, aufzuhören, zu rauchen. Man fühlt sich auch gleich dann viel besser, wenn man nicht mehr raucht. Die Feier war recht schön. Wir haben zusammen Cocktails getrunken. Die haben mich alle auf andere Gedanken gebracht, worüber ich denen auch sehr dankbar war. Aber jetzt geht es mir wieder richtig gut. Ich hatte auch schöne und friedliche Ostertage gehabt. Ich war aber die ganzen Ostertage nicht zu Hause. Ich war mit meinem Freund und seiner Family in Bayern gewesen und haben dort Urlaub gemacht. Wir haben sehr viel erlebt. Ich habe die Tante von meinem Freund, also die Schwester von der Mutter von meinem Freund kennengelernt und seine Cosinen und den Cosin. Die sind alle so nett, herzlich, einfach unbeschreiblich. Die haben mich sofort herzlich aufgenommen. Die Tante von meinem Freund sagte zu mir, dass ich sie dutzen soll. Das finde ich total toll. Außerdem habe ich ihren Lebensgefährten kennengelernt. Den darf ich auch dutzen. Der Lebensgefährte von ihr sagte zu mir, dass ich jetzt auch auf seinem Geburtstag eingeladen bin. Er feiert Anfang Juli. Das heißt, dass ich dann wieder dort hinfahre, um die alle wiederzusehen. Ich freue mich schon riesig darauf. Denn als wir über Ostern dort waren und es am Ostermontag wieder nach Hause ging, habe ich Rotz und Wasser geheult. Ich wollte gar nicht wieder weg dort. Die haben mich auch alle sehr herzlich verabschiedet. Die Tante von meinem Freund hat mich bei der Verabschiedung umarmt. Auch das fand ich total klasse. Mein Freund und ich haben auch sehr viele schöne Bilder mit unserer Kamera gemacht und diese gestern abend bei mir zuhause angeschaut. Die Bilder sind sehr schön geworden. Wir waren gestern abend um 23.10 Uhr damit durch. Dann saßen wir noch ein wenig bei mir auf der Terasse. Danach fuhr er auch nach Hause, weil er ja 30 bis 40 Kilometer von mir entfernt wohnt. Und wir beiden mussten ja auch schließlich heute wieder um 05.00 Uhr raus. Aber erst, bevor ich ins Bett gegangen bin, habe ich noch meine Mutter noch beim Aufräumen geholfen. Somit kam ich dann erst um 01.00 Uhr ins Bett. Aber das machte mir gar nichts. Ich konnte selbst da gar nicht schlafen, um die Zeit. Ich lag bis 03.00 wach im Bett. Und wurde um 04.00 Uhr schon wieder wach. Das heißt, ich habe nur eine Stunde heute Nacht geschlafen. Das machte mir aber bei der Arbeit heute gar nichts aus. So, aber jetzt muss ich auch leider wieder gehen, weil ich noch die letzten Sachen aus dem Koffer auspacken muss, weil ich noch gar nicht dazu kam, die letzten Sachen auszupacken. Und ich muss noch 3 Tagesberichte bis morgen vorgeschrieben haben muss. Also, man hört voneinander ! Bis demnächst dann ! Liebe Grüße ! Flocke (Kerstin)

21.05.2009 17:01 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

21.05.2009 17:01 Zitieren Zitieren

Hallo, Kerstin,
Deine Schilderung erinnert mich an meine graessliche Physikpruefung im Vorphysikum, wo ich beinahe durchgefallen bin und nur mit Flehen und Traenen den Pruefer bewegen konnte, mir noch eine andere Aufgabe zu stellen (die ich zum Glueck konnte). Ich kann mir daher sehr gut vorstellen, wie elend aufgeregt du dich nach dieser Nervenprobe gefuehlt haben musst, und dass es eine lange Zeit brauchte, bis du dich wieder herunterdrehen und etwas Abstand gewinnen konntest.
Leider kann es in Pruefungen sehr unfair zugehen. Vielleicht haettest du mit einem Anwalt dagegen vorgehen koennen, dass man dir nur nicht funktionierende Naehmaschinen zur Verfuegung gestellt hat, aber wahrscheinlich ist es besser, dir die Einstellung deiner Ausbilderin zueigen zu machen und dir zu sagen, dass es eben wirklich nur eine Zwischenpruefung war.
Vielleicht waere es eine gute Idee, ein ganz leichtes Beruhigungsmittel zu nehmen, bevor du in die naechste Pruefung gehst, damit du weniger nervoes bist. Auf jeden Fall solltest du den Trick mit dem Dreimal-tief-Einatmen anwenden, wenn du merkst, dass du dich aufregst und zu sehr anspannst. Durch die Extraportion Sauerstoff fuers Gehirn loest du naemlich eine automatische Muskelentspannung aus, die wiederum eine emotionale Entpannung bewirkt (diese Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen und wird auch bei der Einleitung einer Hypnose als Mittel zur Entspannung eingesetzt).
Den "Rat" der einen Prueferin in der Pruefungssituation (!), dass du vielleicht lieber nur die Helferinnenausbildung anstatt der Vollausbildung machen solltest, finde ich wenig hilfreich und ausserordentlich uneinfuehlsam. Dein nicht so gutes Abschneiden in der Pruefung hat ueberhaupt nichts mit deiner Eignung fuer deinen gewaehlten Beruf zu tun, sondern etwas mit den Umstaenden und deiner Nervositaet. Dieser Meinung ist ja zum Glueck offenbar auch deine Ausbilderin und deine Kollegen, die dich besser kennen. Lass dich daher bitte nicht entmutigen, ich bin sicher, dass du es beim naechsten Mal besser schaffst.
Ich freue mich fuer dich, dass deine Mutter und deine Familie jetzt viel mehr Verstaendnis fuer dich haben und zu dir halten. Ich druecke dir den Daumen, dass deine Beziehung zu deinem Freund sich weiter so positiv entwickelt und dass du genuegend schoene Erlebnisse und gute Erfahrungen machen kannst, die die aergerlichen und negativen ausgleichen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson
P.S. Bitte wundere dich nicht, wenn ich oft nicht gleich antworten kann- sein, ich lese alle Beitraeg (und nehme sie auch ernst). Und bei Teilnehmern, die, wie du, oefters schreiben, erinnere ich mich auch ziemlich gut an die Vorgeschichte und interessiere mich dafuer, wie es weiter geht.

 
 

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