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11.01.2009 13:23 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

11.01.2009 13:23 Zitieren Zitieren

Sehr vorsichtige Eltern

Hallo liebe Community,
ich habe sehr vorsichtige Eltern. Damit meine ich ,sie halten mich einfach fest. Ich darf mit Freunden nichts unternehmen ,weil mir dadurch etwas zustößen könnte. Ich wollte neulich mit meinen Freunden Schlitten fahren gehen ,aber sie hatten Angst ,dass ich mir ein Bein oder Arm brechen könnte. Abends darf ich auch nicht weg ,weil da "Penner" rumlaufen und mich vergewaltigen könnten. Ich fühle mich einfach nur eingesperrt. Immer fällt meiner Mutter ein völlig absurder Grund ein ,womit sie dann behauptet ,es wäre zu gefährlich. Wie kann ich meinen Eltern klar machen ,dass sie völlig um die Ecke denken? Wie kann ich ihre Ängste um mich stillen? Oder meint ihr ich sollte lieber zuhause vor dem PC oder Fernseher sitzen. Sport darf ich auch nicht machen ,weil mir da bestimmt irgendwas zustößen könnte. Es ist echt zum Verzweifeln. Übrigens ich bin 14 Jahre alt ,männlich.
Ich bitte euch um Hilfe.

12.01.2009 13:36 Zitieren Zitieren

Gast207490
Gast

12.01.2009 13:36 Zitieren Zitieren

Hallo Du,

ich glaube DIE Lösung für dein Problem wird es gar nicht so einfach geben. Deine Eltern, allen voran deine Mutter scheint dich ja förmlich in Watte packen zu wollen.
Ich kann natürlich verstehen, dass du dich dadurch sehr eingeengt fühlst und eigentlich mal etwas mehr machen willst. Ich denke aber, dass die Methode Brechstange (du machst das einfach und basta) nicht funktionieren wird.
Deine Mutter wird wahrscheinlich immer noch "Ihr kleiner Junge" vor dem geistigen Auge erscheinen, wenn sie dich sieht und sie wird sich schwer damit tun, dass du allmählich auch eigene Erfahrungen sammeln möchstest. Das wird sie keinesfalls aus Boshaftigkeit oder Gemeinheit machen, sondern aus Liebe zu dir (wenn auch zu Teilen etwas übertriebener Liebe).
Ich persönlich hatte eine sehr sehr überängstliche Oma, bei der ich fast nix machen durfte. Das führte letztendlich dazu, dass ich mich heutzutage viele Sachen nicht traue, aus Angst, es köönte ja was passieren.

--> Ich würde dir raten, dass du ein klärendes Gespräch mit deinen Eltern (allen Beiden am Besten) suchst und direkt ansprichst, dass du dir irgendwie gefangen vorkommst. Sage, dass du keinesfalls ein Stubenhocker werden möchtest und dass es für dich wichtig ist, eigene Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig überlegt euch kleine Schritte in die Unabhängigkeit: z.B. du gehst mal mít einem Kumpel ins Kino (es bietet sich bei ängstlichen Eltern immer an, wenn sie die Freunde kennen--> ich weiß ja nicht, ob die wenigstens zu dir kommen dürfen und ob deine Eltern deine Freunde kennen?). Zurück zum Kino: Wenn deine Mutter Angst hat, es könnte ja was passieren, dann biete ihr doch an, dass sie euch zum KIno brin gt und ggf,.auch wieder abholt. Biete ihr an, dass du immer ein Handy am Mann hast, dass sie dich erreichen kann un umgedreht (sage aber, dass sie dich nciht im Stundentakt kontrollieren soll)
Dann weiß ich ja nicht, welchen Sport du gern machen würdest, aber prinzipiell kannst du dir ja auch einen Zeh brechen, wenn du zu schnell mit deinem Fuß gegen den PC stößt *fg*....Sage deinen Eltern, dass du gern mal Sport machen würdest. Dann könnt ihr euch ja überlegen, welcher es werden soll. Du kannst ja auch gemeinsam mit deinen Eltern (mit 14 geht das alles noch einigermaßen mit den Eltern wohinzugehen...ab 16 oder so wird es dir nur noch unangenehmer) in den Sportverein deines Wunsches gehen und ihr guckt euch das gemeinsam an. Ich meine, wenn du dir was brichst, dann ist es halt so, aber es sind deine Schmerzen. Außerdem mal am Rande: Ich habe mir im Sportunterrricht mal das Schlüsselbein gebrochen und zu Hause die Hand.....es kann also immer mal was passieren.
Wenn du dich gar nicht trauen solltest, mit deinen Eltern zu sprechen, dann schreibe ihnen doch einen Brief.
Versuche MIT DEINEN ELTERN GEMEINSAM eine Lösung zu finden, das ist besser für beide Seiten.

Ich wünsche dir maximalen Erfolg bei deinem Mammutvorhaben und baldige Freiheiten *fg*

Gruß Patrick

12.01.2009 18:31 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

12.01.2009 18:31 Zitieren Zitieren

Hallo liebe Community und vorallem lieber Patrick,

ich danke dir für die sehr schnelle Antwort. Ich danke dir auch ,dass du die Sache zwischen beiden Seiten beobachtest und nicht nur aus einer. Ich werde versuchen mit meinen Eltern ein ernsthaftes Gespräch zu führen ,auch wenn das in der Vergangenheit nicht sehr oft geklappt hat. Mal sehn was wird. Danke dir nochmal Patrick!

13.01.2009 10:49 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

13.01.2009 10:49 Zitieren Zitieren

hi patrick,

ich habe ein ähnliches prob wie du, meine mutter merkt auch nich, das ich nicht mehr ihr kleines baby bin! ich bin jetzt 15 (weibl) und ich muss immer noch um 18uhr zu hause sein, und freitags und we dann um 20h. sie will einfach nicht merken, das ich äölter werde und auch schon was alleine kann. immer sagt sie mir, vor welchen freunden ich mich in acht nehmen soll, wie ich mich zu kleiden habe und wenn ich mit ihr diskutiere endet das oft mit "das verstehst du in deinem alter noch nicht!"

das macht mich noch wahnsinnig!!!! Vielleicht hat ja frau anderson auch einen tipp, wie man eltern dazu bringen kann, einen nicht mehr wie ein baby zu behandeln????

cheers
minze

13.01.2009 22:36 Zitieren Zitieren

Gast207490
Gast

13.01.2009 22:36 Zitieren Zitieren

Danke dir nochmal Patrick!

Hallo Du..vielen Dank für die kurze Resonanz. Freut mich, dass ich dir nen paar Tipss geben wollte. Was ich in meinem langen Schreiben vielleicht nicht so ganz deutlich rübergebracht habe ist, dass diese Maßnahmen, die ich dir empfohlen habe. dazu dienen euer gegenseitiges Vertrauen auszubauen. Denn nur, wenn dir deine Eltern vertrauen, werden sie dir mehr Freiheiten lassen.

Und wenn diese Maßnahmen allesamt nix bringen, dann (nur dann) kannst du sie ja fragen, was du noch alles machen sollst, um sie überzeugen. Ansonsten frage sie klipp und klar, ob es ihnen lieber wäre, du würdest dich rausschleichen oder andere Sachen heimlich tun.
Aber ich bin zuversichtlich, dass du Erfolg haben wirst.
Gruß Patrick

13.01.2009 22:48 Zitieren Zitieren

Gast207490
Gast

13.01.2009 22:48 Zitieren Zitieren

Hallo Minze,

bei dir ist es ja noch schwieriger eine hilfreiche Antwort zu finden. Du hast ja schon ein klärendes Gespräch gesucht und biste da scheinbar auf taube Ohren gestoßen.
Auch dir würde ich raten zu verstehen, dass deine Eltern aus Liebe und Angst um dich so reagieren.
Ich glaube mit dem Ausgehen ist es wohl so, dassd du bis zum 16. Lebensjahr bis maximal 22 Uhr weggehen darfst.
Du solltest bei deinen Eltern aber wie gesagt nicht die Methode Brechstange versuchen, sondern einen Kompromiss finden. Vielleicht, dass du für den Anfang mit Freunden, die deine Eltern vorher kennen gelernt haben sollten (ist ein ganz wichtiger Punkt) mal einen Abend in der Woche (besser irgendwann von Fr- So) bis 22 Uhr wegdarfst.
Kannst du deinen Eltern anders zeigen, dass du Verantwortung übernehmen kannst? --> z.B. Mal alleine die Oma besuchen (falls vorhanden), freiwillig mal eine Aufgabe im Haushalt übernehmen (Tiere füttern, mal durchsaugen, den Geschirrspüler mal unangekündigt ausräumen usw.....). Das soll jetzt keine Anleitung zur Hauswirtschafterin werden *fg*. Das wird deinen Eltern aber zeigen, dass du aus den Kinderschuhen raus bist (dass man dir nicht alles sagen muss, sondern du allein handelst).
Wenn deine Mutter sagt, dass du Sachen noch nicht verstehst, dann sager ihr halt, sie soll es dir so erklären, dass du es verstehst. Sage ihr, dass du eigene Erfahrungen sammeln möchtest und musst, um erwachsen zu werden.
Versuche es einfach mal und ich wünsche dir dafür viel Glück.

Gruß Patrick

15.01.2009 20:37 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

15.01.2009 20:37 Zitieren Zitieren

Hallo liebe Community,

bei mir ist es dasselbe...meine Eltern suchen bei einem Gespräch immer eine Ausrede und wollen nicht verstehen ,was ich denke. Das ist langsam echt deprimierent für mich. Es geht immer so weiter...Ich darf einfach nichts alleine unternehmen. Ich würde auch Fr.Dr. darum bitten ,eine Antwort zu verfassen.

17.01.2009 04:28 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

17.01.2009 04:28 Zitieren Zitieren

Hallo,
Was du beschreibst, geht allerdings sehr weit. Dass ein gesunder, 14-jaehriger Junge nicht Schlittenfahren oder einen Sport treiben darf, sondern lieber in seiner Freizeit zuhause bleiben soll, anstatt sich zu bewegen, ist nicht nur aus aerztlicher Sicht ungesund, sondern auch aus psychologischer Sicht bedenklich.
Reif und erwachsen zu werden ist ein langsamer Prozess, der schrittweise ueber mehr und mehr Selbstaendigkeit vonstatten geht. Ein Jugendlicher kann nicht mit Erreichen der Volljaehrigkeit urploetzlich vom behueteten Kind zum unabhaengigen Erwachsenen werden. Wie soll ein junger Mensch es lernen, sich in Ausbildung und Beruf zu behaupten, wenn er keinerlei Erfahrung in Richtung selbstaendiges Handeln gemacht hat?
Eine Pflanze, die im Glashaus unter Schonbedingungen zu lange hochgezuechtet wird, hat keinerlei Widerstandskraft und geht daher ein, wenn sie dann schliesslich doch noch nach draussen gepflanzt wird.
Da du dich sehr gut ausdrueckst, bist du offenbar recht reif fuer dein Alter. Trotzdem sehen deine Eltern scheinbar in dir das kleine Kind, was rundherum behuetet werden muss, damit es nicht zu Schaden kommt. Ich denke auch, du solltest deinen Eltern vorschlagen, dir stufenweise mehr Selbststaendigkeit zu gewaehren.
Zwar zieht es bei Eltern meist nicht, wenn ihre Kinder sie um etwas bitten mit den beruehmten Worten: "Alle anderen duerfen das aber auch". In deinem Fall solltest du es aber doch erstmal damit versuchen, darauf hinzuweisen, was die Eltern deiner gleichaltrigen Freunde diesen erlauben. Schlag deinen Eltern ruhig vor, die anderen Eltern anzurufen und sich zu informieren, was an Eigenstaendigkeit in deiner Altersgruppe ueblich und normal ist.
Die meisten Eltern haben es naemlich nicht besonders gern, wenn ihre Kinder gegenueber allen anderen Kindern ihrer Umgebung im Hintertreffen sind - und andere das merkwuerdig finden.
Falls dieser Vorschlag nichts hilft und deine Mutter immer noch der Meinung ist, dass dir nur dann nichts passieren kann, wenn sie, wie die Amerikaner sagen, "twentyfour/seven" (rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche) ueber dich wachen, solltest du versuchen, einen deiner Lehrer als Vertrauens-/Autoritaetsperson einzuschalten.
Ein Hinweis von der Schule, dass es fuer deine gesunde Entwicklung sehr wichtig ist, wenn du nicht mehr in Watte gepackt wirst, sondern dich genauso draussen bewegen kannst, wie deine KIassenkameraden, koennte deine Eltern vielleicht ueberzeugen und ihnen ihre Bedenken nehmen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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