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17.11.2008 17:01 Zitieren Zitieren

Flocke
Pointer-User

17.11.2008 17:01 Zitieren Zitieren

Alpträume u. Stimmungsschwankungen !

Liebe Frau Dr. Anderson ! Ich kam jetzt gerade von der Berufsschule wieder nach Hause und habe mir ebend Ihren Beitrag durchgelesen. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich freue mich außerdem auch riesig darüber, dass ich zwischendurch immernoch soviel Ablenkung habe, dass ich dann nicht mehr allzuviel über die ganze Situation nachdenken muss. Und wenn ich dann doch zwischendurch viel drandenke, dann kommt meistens meine Arbeitskollegin, die auch gleichzeitig eine sehr gute Freundin von mir ist, zu mir, und muntert mich immer auf. Sie schafft es immer wieder, mich zum Lachen zu bringen. Das bewundere ich an ihr so richtig. Ich finde sie einfach klasse. Ich bin echt froh, dass ich so eine tolle Freundin habe. Sie merkt auch immer wieder sofort, wenn es mir nicht gut geht. Denn als ich letzte Tage zur Arbeit kam, kam sie zu mir, und fragte, ob es mir wieder schlechter gehen würde. Da sagte ich zu ihr, dass sie immer sofort alles bemerken würde. Sie fragte deshalb, weil es mir einen Tag vorher besser ging. Jedenfalls habe ich ihr gesagt, dass sie recht hat damit, dass es mir wieder schlechter geht. Denn, ich habe seit einiger Zeit auch mittlerweile Alpträume. Jedesmal wenn ich mitten in der Nacht wach werde, weil ich wieder mal einen Alptraum hatte, habe ich jedesmal Angst, wieder einzuschlafen. Meistens stehe ich dann erst für einige Minuten auf und trinke mir erst mal einen Glas Wasser. Dann gehe ich wieder ins Bett und versuche weiterzuschlafen, bis mein Wecker klingelt. Ist das normal, dass, wenn man so eine Zeit durchmacht, wobei es einem schlecht geht, dass man halt auch Alpträume hat ? Heute fragte eine Berufsschullehrerin, wobei ich Unterricht habe, mich, ob alles in Ordnung wäre mit mir. Denn die, die mich gefragt hat, wusste ja noch nichts von meiner Situation. Daraufhin habe ich ihr erst gesagt, dass alles ok sei. Später als Pause war, sagte sie zu mir, dass ich ebend zu ihr nach vorne kommen sollte. Ok, statt ich dann in die Pause gegangen bin, bin ich dann ebend zu ihr nach vorne gegangen. Sie sagte zu mir, dass sie nicht glaubt, dass mit mir alles ok sei. Ja, dann habe ich ihr das erzählt. Daraufhin sagte sie dann, dass sie jetzt versteht, warum ich seit einiger Zeit so zurückhaltend und ruhig bin. Sie hatte sich auch schon länger gewundert. Außerdem sagte sie zu mir, ob es vielleicht nicht besser wäre, wenn ich mit einer Vertrauenslehrerin dieser Schule darüber sprechen würde. Nur das Problem ist, dass ich das selber jetzt noch nicht weiß, ob ich das machen soll. Eigentlich möchte ich das wohl, aber irgendwie traue ich mich auch nicht so wirklich. Denn ich kenne diese Vertrauenslehrerin überhaupt gar nicht. Ich kenne nur ihren Namen, aber mehr auch nicht. Was meinen Sie, soll ich mit der Vertrauenslehrerin sprechen ? Was würden Sie an meiner Stelle tun ? Ich bin echt froh darüber, dass ich mit Ihnen über alles, was mich so bewegt, so offen darüber schreiben kann und vor allem dass Sie auch so viel Verständnis haben ! Riesen Dank erstmal dafür ! Ich schätze Sie sehr ! Ich wünschte, ich könnte auch so offen mit meiner Familie oder mit meinen Eltern über alles sprechen. Aber das kann ich nicht. Das ist sehr schade ! Aber gut, dass ich wenigstens so super gut mit Ihnen und mit meinen Freunden reden bzw. schreiben kann. Ich habe auch schon mittlerweile gemerkt, dass, wenn ich mit jemanden über Probleme rede oder schreibe, dass es mir hinterher ein wenig besser geht, als wenn ich alles nur in mich hineinfresse. Wieso gibt es eigentlich solche starke Stimmungsschwankungen, wie ich sie habe ? BITTE ANTWORTEN ! LG ! Flocke

17.11.2008 18:57 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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17.11.2008 18:57 Zitieren Zitieren

Liebe Flocke,
Ich bin immer froh, wenn ich hoere, wie sehr sich viele Lehrer fuer ihre Schueler engagieren und versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen, wenn sie merken, dass es einem Schueler nicht gut geht.
Zum Vertrauenslehrer wird meistens eine Lehrkraft gewaehlt, die bei Schuelern beliebt ist und besonders gut mit ihnen umgehen kann. Diese Lehrer geben sich sehr viel Muehe, auf Schueler einzugehen, sie zu beraten und ihnen zu helfen (ich weiss das, weil meine Schwester viele Jahre Vertrauenslehrerin war). Daher halte ich es fuer eine gute Idee, mit der Vertrauenslehrerin zu sprechen, sie wird dir sicher aufmerksam zuhoeren.
Du hast Recht, wenn man sich jemandem mitteilen kann, der einem zuhoert und einen versteht, bedeutet das eine grosse Hilfe, auch wenn die betreffende Person nicht irgendwie eingreifen und "richtig aktiv" helfen kann. Und Frauen, die eine oder mehrere gute Freundinnen haben, leiden deutlich weniger an Depressionen, als welche, die sich nicht mit Freundinnen austauschen koennen (die bekannte Schweizer Analytikerin Verena Kast hat darueber ein Buch geschrieben).
So hart das auch klingen mag, fuer dich ist es in deiner Lebenssituation ganz sicher wichtiger, gute und einfuehlsame Freunde zu haben, als von deiner Familie oder deinen Eltern akzeptiert zu werden. Und offenbar bist du ja jemand, der intensive Freundschaften schliessen kann.
Hab keine Angst vor deinen Traeumen, auch wenn sie als Alptraeume auftauchen. Anstatt zu versuchen, diese Traeume schnell zu vergessen, empfehle ich dir, ein Traumbuch zu fuehren, und, sobald du nach einem Traum aufwachst, ihn aufzuschreiben, bevor du ihn vergisst.
Traeume sind Mitteilungen deines Unbewussten, wenn sie beaengstigend sind, setzt sich dein Unbewusstes mit deinen Konflikten auseinander und versucht, dir in Bildersprache aufzuzeigen, was deine Gefuehle dazu sind.
Ueberlege dir bei jedem Detail deines Traums, was dir spontan dazu einfaellt, und schreib deine Einfaelle mit auf. Auch wenn du vieles sicherlich nicht deuten kannst (dazu braucht es meist professioneller Hilfe), sich damit gedanklich auseinanderzusetzen, hilft bereits ein Stueck bei der Bewaeltigung. Und denk daran, Traumsprache ist nicht gleichzusetzen mit bewusstem Denken, sondern drueckt sich in Bildern und Symbolen aus.
Wenn du magst, kannst du mir einen deiner Traeume in dieser Situation gern schreiben, vielleicht kann ich dir helfen, zu verstehen, was er dir mitteilen will.
Jeder Mensch unterliegt Stimmungsschwankungen, individuell unterschiedlich ist nur die Schwingungsbreite des Pendels. Wer eher sensibel ist und eine "duenne Haut" hat, neigt zu staerkeren Ausschlaegen als jemand, der ueber ein "dickeres Fell" verfuegt. Dazu wirken auch noch aeussere Faktoren wie etwa Jahreszeit, Sonnenbestrahlung auf unsere Stimmung ein, ebenso wie hormonelle Einfluesse.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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