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24.11.2008 18:09 Zitieren Zitieren

Mausi91
Pointer-User

24.11.2008 18:09 Zitieren Zitieren

Adhs

Also.... mein kleiner Bruder(11) hat schon sehr lange ADHS. Er hat anfangs Medikinet retard genommen. Ich weiß die Dosis jetzt nicht, aber morgens und mittags glaube ich. Iwann hat er dann stärkere bekommen. Dann andere wie z.b. Equasym retard und Ritalin. Die haben alle den gleichen Wirkstoff : Methylpenidathdrochlorid. Seit er in die 5. Klasse geht (dieses Jahr) hat er nur noch Probleme. Ärgert andere Kinder erzählt viel rum..nicht nur über sich sondern auch über unsere Familie... ABER er kann sich an nichts mehr errinnern... er hat uns schon das ein oder andere mal angelogen... und als wir ihn gefragt haben ob er das gemacht hat, fing er hoffnugslos an zu heulen und schrie die ganze zeit: Ich hab doch nichts gemacht!!Heute hat seine Lehrerin schon wieder angerufen und will sogar ein Gespräch mit meinem vater zusammen der ja schon lange nicht mehr bei uns wohnt. Er hatte einen kleinen zwischenfall mit dem neuen Freund meiner Mutter wo ich ihm aber auch recht gebe. Er kam von der Schule nach 9 Std. und sollte alles mögliche machen. Kann ich verstehen wenn er dann nicht sofort darauf eingeht und da keine lust zu hat. Er wird aber gezwungen das jetzt sofort zu tun. und ihm wird gedroht. Ich bin natürlich dazwischen gegangen. 9Std schule sind eine harte Zeit selbst für mich in der 12. Klasse noch! Danach habe ich mich mit ihm zusammengesetz und ihn mal gefragt, ob er sich vielleicht denken kann warum die Lehrerin schon wieder angerufen hat. Erst hatte er gar keine Ahnung.. nach und nach kam ein bisschen.... Aber er ist sich keiner einzigen Schuld bewusst.... Kann es vielleicht mit den Medikamenten zusammenhängen?!?! Er hat auch einschlafstörungen und hatte hautausschlagund ist ein bisschen aggresiv hat in letzter zeit häufig Kopfschmerzen.


Kann mir vielleicht jemand helfen?? Er tut mir so leid. Er geht shcon auf eine Hauptschule und ich möchte nicht, dass er wegen seiner Krankheit auf eine Sonderschule muss, wo sich keine um ihn kümmert..


Bitte.

28.11.2008 17:54 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

28.11.2008 17:54 Zitieren Zitieren

Wenn das ärztlich doagnostiziert ist, dann muss man da wohl gutgläubig an die Sache ran gehen, dass der Arzt weiss, was er macht! Gegebenenfalls könnt ihr euch ja auch noch eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einholen, beziehungsweise eine psychotherapeutische Behandlung hinzu ziehen.
Aber ich persönlich halte das nicht für schlecht, wenn er auf einer Sonderschule kommen würde- da dort die Klassenstärken geringer sind und die Leherer meistens durch heilpädagogisches Personal unterstützt werden, oftmals selbst eine heilpädagogische Ausbdildung haben um so bestmöglich die Kinder zu fördern und auf sie einzugehen. Ich selber bin Erzieher und weiss, dass die Sonderschule nach wie vor einen schlechten Ruf hat. Es gibt ja aber verschiedene Förderschulen, von Lernbehinderungen bis zur Erziehungsauffälligkeit- wo das "Programm" bestens auf die Kids abgestimmt ist.
Und im Nachhinein kann dein Bruder ja immernoch alle anderen Schulabschlüsse auf zweitem Bildungsweg nachholen, ist doch kein Problem.
Aber ich würde die Problematik, vor Allem auch mit dem Ausschlag noch mal mit einer medizinischen Fachkraft durchkauen.
Wünsch Euch alle Gute!

02.12.2008 15:38 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

02.12.2008 15:38 Zitieren Zitieren

Dankeschön!!!

03.12.2008 15:14 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

03.12.2008 15:14 Zitieren Zitieren

sicher, in den sonderschulen sind die klassen kleiner und die lehrer haben eine andere ausbildung (ich habe selbst schon in verschiedenen sondershculen gearbeitet und studiere heilpädagogik, weis also wovon ich rede). aber der besuch einer sonderschule bedeutet auch heutzutage leider immer noch eine stigmatisierung, ausgrenzung und ist nicht immer leicht fr die schüler zu verarbeiten. zu viele leute (auch spätere arbeitgeber!) haben vorurteile. ich kenne das auch von meinem bruder her.
außerdem ist es das ziel der sonder- und heilpädagogik, die kinder in ihrem normalen umfeld zu belassen, sie nicht auszusondern, abzugrenzen, sondern sie in ihrem umfeld zu ünterstützen und die hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen. vielleicht wäre eine heilpädagogische begleitung (finanziert über eingliederungshilfe des sozial- und jugendamtes, nach diagnostik eines kinderarztes - formblatt a ausfüllen!) eine möglichkeit. oder eine therapeutisch geleitete gruppe eines örtlichen kinder- und jugendlichen psychotherapeuten oder eine einzeltherapie. vielleicht gibt es bei euch auch einen heilpädagogischen hort.
es gibt auch erziehungberatungsstellen, die unterstützung in form von familiengesprächen und pädagogischer unterstützung anbieten.
habt ihr schon mit den lehrern deines bruders gesprochen? durch eine entsprechend gestaltete umgebung und aufgabenstellung können kinder mit ads/adhs positiv gefördert werden
oder eine alternative schule (freie, nicht staatliche schulen sind da oftmals sehr gut in ihrem konzept) mit kleinen klassen, in denen ganzheitlich gelernt wird, zb. montessorischulen, freinet usw. eine reguläre waldorfschule fände ich weniger angebracht, da meiner erfahrung nach die klassen dort noch größer sind, außer es gäbe eine heilpädagogische oder eine mit einem heilpädagogischen zweig.
liebe grüße rebekka

03.12.2008 15:16 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

03.12.2008 15:16 Zitieren Zitieren

ach ja, es gibt auch elternseminare/-kurse. die sind auch immer sehr informativ und man bekommt viele tipps für den umgang im alltag. und ich gehe davon aus, dass ihr schon fachbücher daheim habt?
rebekka

04.12.2008 23:29 Zitieren Zitieren

Galileo
Pointer-User

04.12.2008 23:29 Zitieren Zitieren

Ich selber habe ADS, einer... sagen wir nicht mehr so schlimmen Form. Bei mir ist es ohne Ritalin besser geworden, da ich es nicht nehmen wollte. Ich und meine Mutter haben auch hart daran gearbeitet. Ich hatte einen Arzt in Meppen dafür und: was die Vorperson da sagt, dass der Arzt schon recht hat.... stimmt nicht. Viele Ärzte wissen sich immer noch nicht zu helfen. Ri (Anm. d. Red. Marken- und Produktnamen dürfen nicht genannt werden) ist einfach in dem Fall ein Ruhigstellungsmittel, natürlich kann es helfen, aber damit will ich sagen, wenn man Kindern ein Mittel für Depressionen oder Schizophrenie gibt, hat man noch keine anderen guten Wege gefunden.
Wie wäre es, wenn dein Bruder extra Gruppen besucht, die vielleicht viel Sport machen, Sport für Kinder mit ADHS oder so (Oft in der Stadt, KInderbund oder Kinderkliniken oder Psychologische Kliniken bieten das an). Sozialpädagogen sind oft extra dazu da, um sich einen Nachmittag im monat oder so nur mit ihm zu beschäftigen, es gibt viele Wege mit ihm zu arbeiten. Fragt ruhig bei solchen stellen, wie psychologischen Kliniken, es ist keine Schande, dein Bruder ist sicherlich nicht doof. Die Sonderschule.... ich weiß nicht... es sind mehrere Seiten, einerseits wird mehr auf ihn eingegangen, andererseits ist die Chance, dass er... in die Allgemeinheit sozialisiert wird oder er weitere Bildungschancen hat sehr gering. Ich würde mir vielleicht ersteinmal von vielen Anlaufstellen Angebote machen lassen und mich dazu professionell beraten. Ich kann deinen Bruder ja auch nicht einschätzen.

05.12.2008 03:05 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

05.12.2008 03:05 Zitieren Zitieren

Liebe Mausi,
Ich kann verstehen, dass du dir wegen deines kleinen Bruders Sorgen machst. Du sagst, dein Bruder leidet schon seit langem an ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitaetsstoerung) und ist bereits mit verschiedenen methylphenidathaltigen Medikamenten behandelt worden.
Im allgemeinen gelten diese, als Stimulantien bezeichneten, Medikamente als gut vertraeglich und helfen Kindern mit ADHS, sich besser konzentrieren zu koennen.
Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass die Verhaltensauffaelligkeiten, die du von deinem Bruder schilderst, Nebenwirkungen dieser Medikamente sind. Sie haben vermutlich eher etwas mit seinen psychischen Problemen zu tun.
Ich gehe mal davon aus, dass die Diagnose sorgfaeltig und von Experten gestellt wurde und nicht einfach nur eine Vermutung ist, weil dein Bruder unruhig ist und den Unterricht stoert (hier in den USA wird diese Diagnose leider viel zu haeufig gerade Jungen als jugendlichen Stoerenfrieden verpasst).
Haben die Medikamente denn seine Konzentrationsfaehigkeit und seine Leistungsfaehigkeit verbessert? Erhaelt dein kleiner Bruder eigentlich irgendeine psychotherapeutische Unterstuetzung?
Nach deiner Beschreibung gibt es ja auch einige Problemen in eurer Familie, die sein Verhalten sicher unguenstig beeinflussen (Eltern geschieden, neuer Partner der Mutter usw.)
Andere Kinder aergern, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen (und Aggressionen abzureagieren), Luegengeschichten und Ausreden erfinden und sich angeblich an Dinge nicht erinnern koennen, die man nicht tun sollte, aber doch getan hat, abstreiten, dass man Fehler begangen hat - so vehalten sich auch Kinder, die nicht an ADHS leiden, aber unter grossem seelischen Druck stehen.
Eine Sonderschule ist zwar sicher eine Moeglichkeit, unter weniger Leistungsdruck und mit mehr individueller Foerderung zu lernen. Leider gilt ein Sonderschulabschluss aber vielerorts immer noch als Makel und foerdert bei einem Kind mit normaler Intelligenz sicher nicht gerade das Selbstvertrauen.
Die Lehrerin deines Bruders, die ein Gespraech mit beiden Eltern moechte, liegt vielleicht gar nicht so falsch (wie ist denn das Verhaeltnis eures Vaters zu deinem kleinen Bruder? Besteht ein regelmaessiger Kontakt?). Auf jeden Fall moechte sie ja offenbar deinem Bruder helfen (und ihm nicht einfach schlechte Zensuren geben).
Ich denke, dass in dieser kritischen Situation Medikamente allein vermutlich nicht ausreichen, sondern dass zusaetzlich eine kinderpsychotherapeutische Betreuung fuer deinen Bruder wichtig waere. Vielleicht gibt es ja auch eine Moeglichkeit in eurer Naehe, psychomotorisch mit ihm zu arbeiten.
Ich hoffe, dass es euch gelingt, bald eine Loesung zu finden,
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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