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07.01.2009 21:27 Zitieren Zitieren

ANika
Pointer-User

07.01.2009 21:27 Zitieren Zitieren

Stillstand

Ich würde mich freuen, wenn ihr mal einfach eure Gedanken zu dem kleinen Text aufschreibt. Vielleicht hilft es mir oder euch.



Stillstand

Ich laufe,
die Farben ziehen an mir vorbei.
Nicht stehen bleiben, nichts spüren, nichts fühlen.
Immer weiter ohne Halt, ohne Pause.
Meine Gedanken rasen,
ein Kurzschluss leitet mich.
Ich kann nicht stehen bleiben.
Die Welt hört sich nicht auf zu drehen.
Meine Motivation ist die Angst,
sie treibt mich an. Sie quält mich.
Ich darf nicht aufhören zu laufen.
Immer weiter. Ich renne.
Die Angst holt mich ein.
Das Laufen führt mich zum Abgrund.
Die Bewegung ist der Stillstand,
doch der Stillstand ist der Abgrund und
ich kann nicht ruhen.

09.01.2009 09:19 Zitieren Zitieren

der-mo
Pointer-User

09.01.2009 09:19 Zitieren Zitieren

Liebe Anika,

was ist das für eine Angst, die Dich derart treibt, ja eigentlich durchs Leben jagt?

Liebe Grüße

Mo

09.01.2009 14:16 Zitieren Zitieren

O.Gee
Pointer-User

09.01.2009 14:16 Zitieren Zitieren

Also, wenn es einfach nur ein Gedicht sein soll, fand ich es wundervoll.

LG

09.01.2009 16:40 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

09.01.2009 16:40 Zitieren Zitieren

Liebe Anika,
Ich freue mich, wieder etwas von dir zu hoeren, auch wenn du offenbar immer noch sehr zu kaempfen hast.
Dein Gedicht ist schoen und schmerzlich. Nach meiner eigenen Erfahrung nach dem Tod meines damaligen Mannes koennen Gedichte eine grosse Hilfe bei der Auseinandersetzung mit traurigen und schwer zu ertragenden Gefuehlen sein.
Jede Form des Ausdrucks, egal, ob das Bild mit Farben, Noten oder mit Worten gemalt ist, bedeutet auch ein Stueck Bewaeltigung - auch wenn es zunaechst ueberhaupt nichts zu veraendern scheint. Was "draussen" ist, ist eben nicht mehr "drinnen" und die innere Wunde schliesst sich ein ganz kleines Bisschen.
Herzliche Gruesse, Dr. Karin Anderson

09.01.2009 20:40 Zitieren Zitieren

ANika
Pointer-User

09.01.2009 20:40 Zitieren Zitieren

@der-mo:
Lieber mo,

ich kann dir leider nicht sagen, was das für eine Angst ist. Wenn ich das herausfinden könnte, wäre ich schon ein ganzes Stück befreiter. Ich fühle einfach nur, dass die Angst ständig da ist. Ich nehme an, dass ich den Grund auch nicht einfach so finden werde.


@O.Gee:
Dankeschön für dein Kommentar. Ja, es soll so ein Art Gedicht sein. Es freut mich, wenn es dir gefällt, auch wenn ich die Gedanken, die mich zum Schreiben bewegt haben, lieber nicht hätte.


@Frau Dr. Anderson:
Liebe Frau Dr. Anderson,

auch Ihnen Danke ich für das Kommentar.
Sie haben recht; ich kämpfe immer noch, aber den Kampf werde ich am Ende verlieren. Ich gestehe mir langsam ein, dass viele Dinge tief in mir brodeln und mir Kraft rauben, aber gleichzeitig merke ich, dass sie immer tiefer sinken. Ich werde sie nie alleine hochholen können bzw. wollen. Höchstens mehr oder weniger erfolgreich verdrängen, auch wenn ich daran zu Grunde gehe.
Es wäre schön, wenn Gedichte wirklich etwas von drinnen nach draußen tragen könnten. Die Gedanken gelangen zwar nach draußen, aber der Grund für die Gedanken bleibt drinnen. Bei mir haben solche Gedankenausbrüche eher zur Folge, dass ich meine inneren Wunden auch körperlich spüren muss. Ich würde das nicht Bewältigung nennen. Vielmehr laufe ich dadurch im Kreis und möchte gar nicht, dass die Gedanken raus kommen.

Liebe Grüße,
ANika

 
 

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