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02.01.2009 19:52 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

02.01.2009 19:52 Zitieren Zitieren

Behinderung in Bewerbung für Ausbildungsplatz angeben?

Hallo zusammen,
ich werde im Juni die Fachhochschulreife machen, danach möchte ich eine Ausbildung in der Verwaltung in einer sozialen Einrichtung beginnen (also Klinik, Schule, Sozial- oder Jugendamt oder was in der Art). Hört sich einfacher an, als es ist...

Denn es ist so, dass ich vor rund 2,5 Jahren eine Hirntumor-OP hinter mir habe. Der Tumor konnte durch OP und anschließende Behandlung zwar entfernt werden, aber seit der OP (kam dabei auch zu einer Hirnblutung auf der rechten Seite) habe ich gewisse Einschränkungen (ich mag das Wort "Behinderungen" nicht, ist so stigmatisierend und negativ besetzt): Zum einen eine spastische Lähmung in der linken Körperhälfte. Dann noch eine Epilepsie, die sich medikamentös nicht befriedigend einstellen lässt mit mehreren Anfällen pro Woche. Und eine leichte Einschränkung des Gesichtsfeldes beim Sehen (die kann ich aber relativ gut ausgleichen im Alltag). Ich habe aber gelernt, mit Krücken und einer Schiene am linken Fuß wieder zu gehen. Und auch im Alltag mache ich das meiste mit entsprechenden Hilfsmitteln alleine, wohne seit dem Wechsel auf die neue Schule seit Beginn der 11. Klasse, also seit 1,5 Jahren, nicht mehr bei meinen Eltern, sondern in einer anderen Stadt in einer WG. Beim Putzen, Haare waschen/duschen, morgens Socken und Schiene anziehen, Haare zusammenbinden und teilweise einkaufen habe ich Unterstützung durch 3 nette HelferInnen von der AWO, die täglich vorbeikommen.
In der Schule benutze ich auch Hilfsmittel, eine rutschfeste Unterlage auf dem Tisch für den Block zum Schreiben und eine auf dem Stuhl, damit ich einen besseren Halt habe und nicht so leicht nach vorne rutsche. An der Tafel (beim "Vorrechnen" in Mathe oder Wirtschaft) darf ich mich setzen. Ist zwar nicht die optimale Lösung, weil ich dadurch nur an einen Teil der Tafel hinkomme, aber stehen klappt nicht, wenn ich gleichzeitig schreiben soll. Ohne Krücken (bzw. nur mit einer, aber links kann ich mich nur schlecht abstützen) verliere ich zu leicht das Gleichgewicht und habe auch zu wenig Kraft in den Beinen, um das volle Gewicht längere Zeit zu übernehmen. Für Geometrie haben wir die Lösung gefunden, dass ich die Schaubilder nicht exakt zeichnen brauche (fällt mir schwer, da ich Parabel, Lineal usw. mit links nicht sicher genug halten kann), sondern eine beschriftete Skizze genügt. In der Übungsfirma (gleichzeitig unser PC-Unterricht) habe ich mit einer Lehrerin ein individulles Schreibsystem entwickelt, während die anderen das 10-Fingersystem geübt haben. Damit bin ich zwar nicht ganz so schnell, aber ich kann am PC alles machen. Es ist ganz praktisch, dass in der Übungsfirma immer 2 Lehrer da sind, so kann mir die eine Lehrerin immer ein bisschen helfen und zusammen austüfteln, mit welcher Methode ich das motorisch am besten hinbekomme. Gerade auch bei den anderen Sachen, die wir dort machen. Briefe eintüten, ausdrucken, scannen, laminieren, Kataloge spiralisieren usw.
Für die Abschlussprüfungen hat die Schulleitung für Mathe und PC eine Regelung im Sinne von Nachteilsausgleich beantragt (in Mathe kein Punkteabzug wegen Skizze statt exakter Zeichnung und bei mündlicher Prüfung Assistenz an der Tafel mit Lineal, Zirkel usw, am PC Zeitzugabe wegen verringerter Tippgeschwindigkeit). Bei den Klassenarbeiten handhaben wir das auch schon immer so und ich komme gut damit zurecht.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich mich in der Klasse und der Schule super wohl fühle und sehr froh darüber bin, dass sich die Schulleitung und Lehrer auf das Experiment eingelassen haben, mich aufzunehmen und mir eine Chance zu geben, die Fachhochschulreife zu machen. Ich habe dort nach ein paar Anlaufschwierigkeiten (die üblichen Berührungsängste gegenüber Menschen mit einer Behinderung) einige gute Freundinnen gefunden und fühle mich dort gut aufgehoben und akzeptiert. Und schließlich habe ich mich in den letzten 1,5 Jahren zur Klassenbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,3 entwickelt, was mich umso mehr freut :-) Denn meine alte Realschule wollte mich in der 10. Klasse nicht wieder aufnehmen. Anfangs war ich schon noch auf einen Rollstuhl angewiesen, aber nicht sehr lange. Als ich wieder zur Schule gehen konnte nach der Klinik konnte ich bereits wieder laufen, wenn auch nur kurze Strecken. Aber trotzdem haben sie sich geweigert... Da es nur noch ein paar Monate waren bis zur Mittleren Reife und es auch keine andere Schule ind er Nähe gab, die erreichbar gewesen wäre und mich aufgenommen hätte, habe ich den Rest per Fernunterricht mit der Unterstützung von meiner Tante gelernt (sie ist Grund- und Hauptschullehrerin) und dann als Externe an einer Schule für Körperbehinderte die Mittlere Reife gemacht. Ich war zwar nur 2 Wochen dort im Internat über die Prüfungszeit (waren über 500m entfernt), aber das hat mir gereicht. Der Vorteil war, dass die Schule dort mit Nachteilsausgleich (also Zeitzugabe, Hilfsmittel sind zugelassen usw) bei den Prüfungen natürlich viel Erfahrungen hatte und ich das gut für mich nutzen konnte.
Und dann gab es glücklicherweise hier das Berufskolleg, das mich aufgenommen hat, eine "ganz normale" Schule also, wo ich die 11. und 12. Klasse machen darf. Das ist so super!!

In der Zeit hatten wir auch schon 2 mal ein Praktikum. Das erste hätte in der Pflege sein sollen, aber ich durfte es in einer Beratungsstelle machen, das zweite habe ich dann in der Verwaltung einer Heimsonderschule gemacht. Wieder so ein Glücksfall, dass ich die Stelle bekommen habe, dass die Mitarbeiter sich darauf eingelassen haben! Meine Lehrerin aus der Übungsfirma hat mir eine Art "Empfehlung" geschrieben, wo genau drinstand, was wir dort gemacht haben, wie ich meine Einschränkungen kompensieren kann usw. Die beiden Praktika haben mir dann ziemlich geholfen was die Zukunftsperspektive betrifft, ich möchte eine Ausbildung in der Verwaltung machen. Von dem zweiten Praktikum in der Heimsonderschule habe ich dann auch noch ein extra Zeugnis bekommen, wo nochmals alles drinsteht, was ich in der Zeit gemacht habe, wo meine Stärken sind, was ich ausgleichen kann. Ich kann zwar nicht alle Tätigkeiten machen, weil mir einfach manche motorischen Kompetenzen fehlen. Aber ich kann doch einiges so abwandeln an Bewegungsabläufen, dass ich es machen kann, also Sachen, die andere im Stehen machen, einfach im Sitzen machen, mit rutschfester Unterlage arbeiten, am Telefon die Freisprechfunktion nutzen, dann habe ich die Hand frei und kann nebenher notieren um was es geht usw. Am PC arbeite ich viel mit der automatischen Wortergänzung und kann die Tippgeschwindigkeit erhöhen.

Aber trotz den 2 Schreiben von meiner Lehrerin und dem Praktikum ist das mit dem Ausbildungsplatz nicht so ganz einfach, die Chefs trauen mir das einfach nicht zu. Wegen den Anfällen bräuchte ich lediglich einen flimmerfreien Bildschirm (kann aber über das Arbeitsamt bzw. Integrationsamt finanziert werden, habe mich schon erkundigt), alles andere verursacht keine Kosten.
Bisher habe ich die Einschränkungen - inklusive Möglichkeiten zum Ausgleichen - in der Bewerbung erwähnt. Das Resultat waren bisher nur Absagen, mal mehr mal weniger direkt darauf bezogen, dass ich für die Ausbildung nicht geeignet sei...
Die Stadtverwaltung hat mich zumindest mal zu einem Test (Assessment) eingeladen mit vielen anderen. Aber ich glaube, ich habe dort nicht so gut abgeschnitten. Es ging fast alles auf Zeit, so dass ich nur immer einen Teil der Aufgaben geschafft habe. Die auf Papier mit logischem Denken, Mathe, Allgemeinbildung usw, war eigentlich kein Problem, aber die dann am PC schon eher, da hätte ich das Zehnfingersystem gut brauchen können. Aber wie gesagt tippe ich nur mit der rechten Hand, was dann natürlich entsprechend länger dauert. Also konte ich nur einen teil der Aufgaben bearbeiten. Und dann bei den Sachen in Gruppenarbeit war auch irgendwie so eine Unsicherheit, ein Vorbehalt mir gegenüber. Da ist es mir total schwer gefallen, wirklich zu zeigen, was ich kann... In ein paar Wochen erfahre ich das Ergebnis, ob ich dann eine Runde weiter, also zum Vorstellungsgespräch kommen kann oder obs nicht geklappt hat. Aber irgendwie finde ich das schon ein bisschen ungerecht, denn unter anderen Bedingungen hätte ich bestimmt besser abgeschnitten und den Personalchefs zeigen können, was wirklich in mir steckt.
Jetzt bin ich wirklich am Überlegen, ob ich zukünftig in den Bewerbungen nicht mehr erwähnen soll, dass ich einen GdB von 100% habe und motorisch nicht ganz fit bin und bei manchem länger Zeit brauche. Vielleicht liesen sich die Personalleute leichter überzeugen, wenn sie mich beim Vorstellungsgespräch persönlich kennenlernen können? Sicher, spätestens dann kommt eh alles raus, da man mir die Einschränkungen ansieht. Aber ich wäre dann immerhin schon mal da und könnte in einem Gespräch vielleicht doch das ein oder andere Vorurteil aus dem Weg räumen...

So, das war jetzt ein sehr langer Beitrag, aber ich musste das ganze einfach mal loswerden und es lässt sich auch nicht in ein paar Sätzen beschreiben.
Vielleicht hat ja irgendwer, oder Sie, Frau Dr. Anderson, da schon Erfahrungen damit.
Denn mein Ziel ist relativ klar: Ich möchte einen Ausbildungsplatz!
Liebe Grüße und danke fürs Lesen des "Romans".
Annalena

05.01.2009 16:27 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

05.01.2009 16:27 Zitieren Zitieren

wollte dir nur mal Glück wünschen für deine weiteren Bewerbungen. Was du so schreibst, kommst du ja trotz allem relativ gut zurecht, finde ich toll!
Ich drück dir die Daumen, dass du es auch weiterhin schaffen wirst!!
LG
Steffi

05.01.2009 18:53 Zitieren Zitieren

BladeTheVampire
Pointer-User

05.01.2009 18:53 Zitieren Zitieren

erstmal toller Beitrag sehr ausführlich! :-)

Du musst deine Einschränkungen auf jeden Fall in der Bewerbung angeben. Ganz ehrlich du hast sonst weniger chancen. Die Chefs lesen die Bewerbung und denke gut die laden wir ein. Wenn du dann ankommst und sie deine Einschränkungen sehen dann ist es fast wie eine Lüge. Sie denke der Mitarbeiterin könnte man nicht vertrauen. Gehe auf selbstbewusstsein und schreib es einfach rein. Wenns dir möglich ist gib doch vielleicht sogar die Bewerbung persönlich ab...

Wegen deinem Test: Es kommt nicht nur drauf an wie die Ergebnisse in dem Test sind. Die meisten Chefs sind mittlerweile nicht nur auf die nackten Zahlen fixiert.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles gute und drücke dir die Daumen das du dein Wunschberuf bekommst. Gib nicht auf und gehe immer deinen Weg!!!

LG Daniel

06.01.2009 21:50 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

06.01.2009 21:50 Zitieren Zitieren

@ Steffi:
Danke!! Hat also doch jemand den Roman durchgelesen ... :-)
Annalena

07.01.2009 04:44 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

07.01.2009 04:44 Zitieren Zitieren

Liebe Annalena,
Ich kann mir vorstellen, welche Kaempfe du durchstehen musst, um nicht nur mit den koerperlichen und seelischen Folgen deiner Tumoroperation umzugehen, sondern auch mit den Beruehrungsaengsten und dem Unverstaendnis vieler Menschen deiner Umgebung.
Zum Glueck besitzt du ja aber die Tatkraft und den Optimismus, die notwendig sind, um die vielen Huerden auf deinem Weg zu einer befriedigenden, deiner Intelligenz entsprechenden Berufstaetigkeit aktiv anzugehen.
Leider setzen viele uninformierte Zeitgenossen immer noch "Schwerbehinderung" mit "Leistungsunfaehigkeit" gleich, oder schliessen von Stoerungen des Bewegungsablaufs auch auf mangelhaftes Denkvermoegen. Daher musst du dich, wie du ja auch erlebst, extra anstrengen, um moegliche Arbeitgeber von deinen Faehigkeiten zu ueberzeugen.
Wie du sicher weisst, muessen Betriebe mit mehr als 20 Angestellten 5% ihrer Arbeitsplaetze Behinderten zur Verfuegung stellen, oder eine Abgabe bezahlen. Leider ziehen viele Firmen es vor, diese Abgabe zu zahlen, um sich nicht die Muehe machen zu muessen, einen Arbeitsplatz behindertengerecht einzurichten, obwohl ihnen die Kosten fuer diese Umstellung vom Staat erstattet wird.
Du hast Recht, ein persoenliches Gespraech ist sicher besser dazu geeignet, einen Personalchef von dir und deinen Faehigkeiten zu ueberzeugen, als eine schriftliche Bewerbung, deren Ausfuehrungen vielleicht gar nicht erst gelesen werden, wenn das Wort "Behinderung" ins Auge sticht.
Aber zu diesem persoenlichen Gespraech muss es ja erst mal kommen! Daher musst du entweder deine Suche auf Auzbildungsplaetze bei sozialen oder staatlichen Einrichtungen eingrenzen, bei denen am ehesten mehr Verstaendnis oder mehr Entgegenkommen gegenueber behinderten Menschen zu erwarten ist. Oder du musst tatsaechlich ungewoehnliche oder sehr originelle Methoden anwenden, um Interesse fuer dich zu erwecken.
Vielleicht waere es wirklich gar nicht so schlecht, sich zu bewerben ohne gleich von deiner Behinderung zu sprechen. Dafuer muesstest du dir dann aber eine ueberzeugende Strategie zurechtlegen, um die Verblueffung deines Gespraechspartners auszunutzen, um zu erwartenden Vorbehalten gleich entgegenzutreten.
In vielen Städten und Gemeinden gibt es spezielle Integrationsfachdienste, die als zentrale Ansprechpartner fuer arbeits-, bzw. ausbildungsplatzsuchende Behinderte und potentielle Arbeitgeber zur Verfügung stehen. Vielleicht kann dir eine solche Stelle bei deiner Ausbildungsplatzsuche weiterhelfen.
Lass dich auf keinen Fall entmutigen, auch wenn es laenger dauern sollte, bis du einen Treffer landen kannst! Ich druecke dir jedenfalls beide Daumen (hier in den USA sagt man "cross your fingers"blinzeln und wuensche dir alles Gute fuer deine Zukunft.
Ganz herzliche Gruesse, Dr. Karin Anderson

09.01.2009 09:37 Zitieren Zitieren

der-mo
Pointer-User

09.01.2009 09:37 Zitieren Zitieren

Hallo Annalena,

auch von mir erst mal ein dickes Lob, dass Du Dich nicht unterkriegen läßt von Deinem Handicap!
Meinen Vorrednern möchte ich mich anschließen - auch ich kann Dir nur raten, die gesundheitlichen Einschränkungen anzugeben. Vielleicht nicht detailliert, doch erwähnen solltest Du sie - in welchem Ausmaß, kann Dir sicherlich ein Bewerbungstrainer vom Arbeitsamt (ach neee, der Apparat heißt ja jetzt "Agentur für Arbeit...) sagen. Frag einfach mal dort!
Und wie Du vielleicht in meinem Beitrag gelesen hast, gibt es schönere Umschreibungen für das leider negativ behaftete Wort mit einem "B" vorne und einem "ehinderung" hinten :-) - selbst die "denglische" Version "gehandicapped" ist ja heute mehr als gebräuchlich...

Liebe Grüße

der-mo

11.01.2009 15:05 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

11.01.2009 15:05 Zitieren Zitieren

Wow, da kamen ja doch ein paar Antworten zusammen, herzlichen Dank an alle!!
Nächste Woche habe ich nochmal einen Termin beim Arbeitsamt bei der Berufsberatung und dem Integrationsdienst (große Aktion mit psychologischer und ärztlicher Untersuchung und nochmal Beratung). Ich hoffe mal, das ganze bringt etwas. Eigentlich wäre mir eine einfache Beratung lieber gewesen, aber laut den Menschen von dort können sie nur individuell beraten und unterstützen, wenn eben ein ärztliches und psychologisches Gutachten vorliegt. Nun ja, dann tue ich ihnen eben den Gefallen. Ich glaube, manche Behörden muss man nicht verstehen... :-)

@ Blade: Das mit der Unehrlichkeit, also dass es fast wie eine Lüge rüberkommen könnte, wenn ich meine Einschränkungen nicht angebe in der Bewerbung, ist ein guter Gedanke. Muss ich nochmal genauer darüber nachdenken.

@ Der-mo: Da stimme ich dir voll und ganz zu - das Wort mit "B" vorne und "ehinderung" hinten kann ich auch nicht leiden, aber das hatte ich ja in meinem ersten Beitrag glaube ich schon geschrieben.

Im Februar kommt auch nochmal eine Frau vom Arbeitsamt zu uns in die Schule und bespricht Bewerbungen mit uns, vielleicht kann ich da auch nochmal was mitnehmen aus dem Gespräch, was ich evtl. noch optimieren könnte bei meinen Schreiben.

Und was die Beratung vom Integrationsfachdienst betrifft: So ganz konkret werden die guten Leute ja leider nie (so zumindest meine Erfahrung) - aber dass ich die vorliegenden Einschränkungen erwähnen soll/muss, sind sie sich immer schnell einig.
Vor ein paar Tagen habe ich mich nochmal auf eine Stelle bei der Stadtverwaltung im Jugendamt beworben, da stand sogar extra dabei "Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt". Gibt es ja nicht immer in den Aussschreibungen und ob es dann auch wirklich so gemacht wird von den Chefs ist die nächste Frage...

Da haben Sie ganz Recht, Fr. Dr. Anderson: Die "Mühe" einen Arbeitsplatz individuell anzupassen machen sich leider kaum welche der Betriebe, trotz der 5% Regelung...

So, und jetzt werde ich mich wieder ins Bett legen, habe mir leider eine Erkältung und Fieber eingefangen... Das Fieber sollte schnellstens runter, habe keine sonderliche "Lust" auf Grand Mal und Co... Hoffe, die Tablette wirkt bald. - Aber das ist ein anderes Thema.

Herzliche Grüße an euch alle und nochmals DANKE für eure Beiträge und Ideen!

Annalena

15.01.2009 14:16 Zitieren Zitieren

BladeTheVampire
Pointer-User

15.01.2009 14:16 Zitieren Zitieren

Dann wünsche ich dir gute Besserung... :-)

23.01.2009 21:24 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

23.01.2009 21:24 Zitieren Zitieren

Nochmal ein kleiner "Nachtrag" von mir :-)
Das Gespräch und die Tests beim Arbeitsamt und Integrationsfachdienst waren ganz ok, jetzt geht es dann an die konkrete Unterstützung zwecks Stellenvermittlung.
Und bei der Stadtverwaltung habe ich in einer Woche ein Vorstellungsgespräch :-)
Grüße
Annalena

30.01.2009 22:01 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

30.01.2009 22:01 Zitieren Zitieren

Melde mich doch nochmal:

das Vorstellungsgespräch bei der Stadtverwaltung war ganz gut, es war nicht nur der Personalchef da, sondern auch noch eine Frau vom Sozial- und Jugendamt, die für die Azubis zuständig ist und eine aus dem Betriebsrat (oder ein anderer rat, weis ich nicht mehr so ganz genau - auf jeden Fall ist sie für Mitarbeiter mit einer Behinderung Ansprechpartnerin in allen Bereichen).

Vom Personalchef hatte ich zwar das Gefühl, dass bei ihm die üblichen Vorbehalte da sind, in Richtung: "die hat eine Behinderung, die stellen wir nicht ein, kann das ja doch nicht usw."
Aber bei den anderen 2 Frauen habe ich ein besseres Gefühl. Das Zeugnis fanden sie toll und sie haben sich auch recht ausführlich dafür interessiert, welche Hilfsmittel ich einsetze, um die motorischen Einschränkungen möglichst zu kompensieren.
Mit dem Intergationsfachdienst vom Arbeitsamt haben sie wohl auch schon mal zusammengearbeitet.

In der nächsten Woche bekomme ich Bescheid, ob ich dort die Ausbilung machen kann oder nicht... Also Daumen drücken :-)

Grüße
Annalena

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