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28.06.2009 22:17 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

28.06.2009 22:17 Zitieren Zitieren

Daten bei Krankenkasse

Hallo,
welche Daten werden bei der Krankenkasse gespeichert (außer Name, Adr. Geb.datum natürlich) - auch Diagnosen, wann ich warum bei welchem Arzt war usw?
Kann ich darüber Auskunft bekommen? Und können falsche Daten (bsp. Fehl-/Verdachtsdiagnosen, die später wiederlegt wurden) auf Antrag gelöscht werden?
Werden die Daten bei einem Krankenkassenwechsel weitergegeben an die neue Kasse oder an andere Versicherungen?

30.06.2009 14:56 Zitieren Zitieren

jens
Pointer-User

30.06.2009 14:56 Zitieren Zitieren

Hallo,

um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können, benötigen Krankenkassen bestimmte Daten von ihren Versicherten. Diese werden auch Sozialdaten genannt.

Diese Daten sind per Gesetz besonders geschützt, sie unterliegen dem Sozialdatenschutz nach dem Sozialgesetzbuch.

Konkret heißt das: Nur besonders befugte Mitarbeiter der Krankenkasse dürfen auf die Daten zugreifen und sie dürfen die Daten nur dafür verwenden, ihre Aufgaben zu erledigen. Zum Beispiel um zu entscheiden, ob eine bestimmte Leistung von der Kasse gezahlt werden kann oder nicht.

Wer gegen diese Datenschutzbestimmungen verstößt, macht sich strafbar und muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Auf der folgenden Seite kannst Du Dich darüber informieren, welche Daten gespeichert werden:

http://www.tk-online.de/tk/datenschutzerklaerung/oeffentliches-verfahrensverzeichnis/arten-der-gespeicherten-sozialdaten/93220

Die anderen Fragen, die Du ansprichst, werde ich ebenfalls beantworten, bitte aber um etwas Geduld.

Viele Grüße
Jens

30.06.2009 17:55 Zitieren Zitieren

jens
Pointer-User

30.06.2009 17:55 Zitieren Zitieren

Hallo,

nun zu Deinen anderen Fragen:

Zitat von =Unregistriert]Und können falsche Daten (bsp. Fehl-/Verdachtsdiagnosen, die später wiederlegt wurden) auf Antrag gelöscht werden?[/QUOTE]
Die Krankenkasse erhält die Diagnosedaten ja (in der Regel) von dem behandelnden Arzt, eine Korrektur dieser Daten müsste also ebenfalls von ihm ausgehen.

Es gibt übrigens auch gesetzlichen Vorschriften, ab welchem Zeitraum Sozialdaten gelöscht werden müssen. Hinweise zu diesen Vorschriften gibt es hier:

http://www.tk-online.de/tk/datenschutzerklaerung/oeffentliches-verfahrensverzeichnis/regelfristen-fuer-die-datenloeschung/93228

[QUOTE==Unregistriert
:
Werden die Daten bei einem Krankenkassenwechsel weitergegeben an die neue Kasse oder an andere Versicherungen?


Auch hierfür gibt es gesetzliche Vorschriften(§ 304 Abs. 2 SGB V). Eine Weitergabe erfolgt generell nur auf Antrag der neuen Kasse und nur soweit dies für die Fortführung der Versicherungsleistung erforderlich ist.

01.07.2009 07:42 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

01.07.2009 07:42 Zitieren Zitieren

Hallo,

also ein gewissen Teil der Diagnosen kann man sehen weil das ja für die Abrechnung von Krankengeld usw. erforderlich ist. Warum du bei welchem Arzt warst ist dabei aber egal.

Deine Krankenkasse MUSS dir einblick in deine Daten gewähren.

PS Arbeite bei einer :-)

01.07.2009 09:59 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

01.07.2009 09:59 Zitieren Zitieren

Hallo Jens,
danke für den Link. Da wird ja noch einiges mehr gespeichert, als ich dachte. Dass die Daten zur Abrechnung etc. benötigt werden, leuchtet mir aber ein.
Bei einer längeren Psychotherapie wird ja auch ein Gutachten geschrieben, ist das ebenfalls bei der Krankenkasse irgendwo aufbewahrt, so dass man evtl. eine Kopie davon bekommen könnte?

Und wenn ein Arzt (Psychiater) eine Leistung ("Klinikeinweisung"blinzeln abrechnet, obwohl ich bei dem Arzt schon ein 3/4 Jahr nicht mehr in Behandlung bin und ich persönlich ihn auch nicht darum bat, sondern davon ausging, dass seine Kollegin (ärztliche Psychotherapeutin im gleichen Haus, aber keine Gemeinschaftspraxis - unterschiedliche Tel.nr. andere Klingel) die Einweisung ausstellte, weil ich bei ihr in Behandlung bin? SIE gab ihm (ohne mich zu fragen) meine Versichertenkarte, den Einweisungsschein sah ich nie und auch den Arzt sah ich an dem Tag nur kurz auf dem Gang (was aber öfters vorkommt, da die beiden Räume im gleichen Stockwerk liegen). Ich meine, ICH war schon seit Monaten nicht mehr bei ihm und wäre auch an dem Tag nicht zu ihm gegangen, weil ich jede weitere Behandlung durch ihn ablehnte (hat seine Gründe). Kann meine Ärztin dann einfach mit meiner Karte zu ihm gehen? (sie sagte mir, dass sie sie benötigt, um sie nochmals einzulesen - das tat sie zwar am Anfang des Quartals schon wie sonst auch, aber ich dachte, wegen der Einweisung muss sie es vielleicht nochmal machen) Und da er (wie gesagt ohne mein Wissen und schon gar nicht mit meinem Einverständnis) der "einweisende Arzt" war, bekam er natürlich auch einen Bericht aus der Klinik, obwohl ich dort sagte welche Ärzte einen Bericht bekommen sollen (die bekamen dann keinen...) zwecks Weiterbehandlung und auch erwähnte, dass ich bei ihm schon seit Monaten nicht mehr bin. Speziell gesagt, dass er KEINEN Bericht bekommen soll, habe ich selbstverständlich nicht, da ich ja wie gesagt gar nicht wusste, dass er die Einweisung rausschrieb und nicht meine eigentliche Ärztin... (Und in dem Bericht standen Dinge drin, von denen ich absolut nicht wollte, dass er sie erfährt, da ich ja nicht mehr bei ihm bin und ihn auch nicht sonderlich mag, kein Vertrauen habe).

Ich habe aber mal irgendwo gelesen, dass man nur die Daten des vergangenen Jahres und nicht des laufenden erfahren kann, weil das irgendwie über die Kassenärztliche Vereinigung läuft und länger dauert, bis es bei der jeweiligen Krankenkasse angekommen ist. Ist das richtig oder stimmt die Info nicht?

Puh, viele Fragen, aber vielelicht kann sie mir hier ja einr beantworten, wäre super!
Danke nochmal
Xenia

01.07.2009 14:03 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

01.07.2009 14:03 Zitieren Zitieren

Zitat von =jens:

Die Krankenkasse erhält die Diagnosedaten ja (in der Regel) von dem behandelnden Arzt, eine Korrektur dieser Daten müsste also ebenfalls von ihm ausgehen.



Mh, verstehe - aber wenn die Diagnose von einer anderen Ärztin wiederlegt wurde und ich zu dem, er sie ursprünglich gestellt hat, nicht gehe (eben weil er keine anständige Diagnostik gemacht hat)? Wird das bei der Krankenkasse dann automatisch berücksichtigt, z.B. wenn eine Diagnostik nur dem Zweck diente, eine bestimmte Erkrankung auszuschließen (die zuvor als Diagnose angegeben wurde von dem anderen Arzt)? Rechnet die Ärztin dann z.B. mit einem Vermerk wie "Ausschluss von XX" mit der Kasse ab?
Ich weis, recht komplexe Fragen, aber ich möchte einfach nicht, dass Diagnosen, die definitiv nicht stimmen und zudem - wenn sie bekannt werden - auch noch ziemnliche Nachteile nach sich ziehen können bei anderen Versicherungen oder Arbeitgeber etc. weitergegeben werden.
Wenn es heißt, dass die Daten nur "auf Antrag" einer neuen Krankenkasse weitergegeben werden dürfen - erfahre ich dann etwas von diesem Antrag, muss ich z.b. ein Formular unterschreiben mit dem ich mich bereiterkläre dass Infos übermittelt werden oder wird das zwischen den Kassen selbststädnig und ohne dass ich im Normalfall etwas davon erfahre gemacht?
Xenia

01.07.2009 16:08 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

01.07.2009 16:08 Zitieren Zitieren

Wichtige Daten werden natürlich einer neuen Krankenkasse übermittelt. In der Regel sind es aber daten die man auch wieder zur Abrechnung braucht und diese werden dann auch nicht automatisch übermittelt sondern tatsächlich auf Antrag der neuen Krankenkasse. Davon wirst du als VS aber nichts merken. Das läuft im Hintergrund.

Daten an einen Arbeitsgeber übermitteln dürfen wir als Krankenkasse nicht. Nur mit einverständisserklärung (schriftlich) von dem VS dürfen wir Daten preisgeben aber auch das nur in Sonderfällen.

LG

06.07.2009 23:58 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

06.07.2009 23:58 Zitieren Zitieren

Zitat von =Unregistriert:
Wichtige Daten werden natürlich einer neuen Krankenkasse übermittelt. In der Regel sind es aber daten die man auch wieder zur Abrechnung braucht
LG



Dabke für die Antwort - aber was genau soll ich mir unter "wichtigen Daten vorstellen"? Frühere Diagnosen und Behandlungen, Verdienst, Geburtsdatum? Ich meine, die ganzen Daten zu Adresse, Geb. Datum, Arbeitgeberschreibe ich doch auf das Formular, wenn ich mich bei der neune Kasse anmelde - wozu müssen die dann nochmal mit der alten Daten austauschen?

 
 

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