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07.11.2009 19:51 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

07.11.2009 19:51 Zitieren Zitieren

Ratlos !

Liebe Frau Dr. Anderson!
Die letzten ca. 8 Wochen bin ich schon immer nur schlecht drauf, bei der Arbeit. Alles ging schief, was nur schief laufen konnte. Ich war sogar schon so schlecht drauf, dass ich meine Ausbilder angemeckert habe, obwohl ich das gar nicht wollte. Ich hatte ja auch sogar ein schlechtes Gewissen hinterher gehabt und bin später zu ihnen hingegangen und habe mich bei denen entschuldigt. Sie fragten mich, was los sei. Ob es immer noch mit der einen Sache zu tun hätte. Da sagte ich nur, dass es nicht nur das sei. Da wollten sie wissen, was ich sonst noch habe. Ich konnte es denen nicht sagen. Dann haben die mich erstmal einige Tage in Ruhe gelassen. Dann einige Tage später sagten sie zu mir, dass ich um 10.15 Uhr ins Büro kommen sollte, weil die mich nochmal sprechen wollten und das noch der Abteilungsleiter von der Hauswirtschaft, weil ich ja Hauswirtschaft lerne, von unserem Betrieb, wo ich die Ausbildung mache, auch mit bei dem Gespräch dabei sein wird. Ich hatte den ganzen morgen Bammel vor dem Gespräch. Meine Ausbilder sagten zu mir, das ich keine Angst haben muss. Dann, als es 10.15 Uhr war, bin ich dann zum Büro hingegangen. Der Abteilungsleiter saß auch schon da. Er sagte, ich sollte mich erstmal setzen. Dann tat ich es auch. Er hat mich ganz langsam angesprochen, was mit mir los sei. Das es nicht nur mit der einen Sache zu tun hat. Er sagte zu mir, dass es ihm doch schon die ganze Zeit aufgefallen ist, dass es mir nicht gut gehen würde. Er sagte auch zu mir, dass ihm aufgefallen ist, dass ich mich in der letzten Zeit immer mehr zurück gezogen habe und dass ich nichts mehr sage, dass ich richtig in mich gekehrt wäre, so wie in eine ganz anderen Welt. Das konnte ich nicht haben, das er so redete, obwohl mir klar war, dass er doch irgendwie recht hat und ich fing an zu weinen. Mir wurde das alles zu viel und fing an zu weinen. Ich habe es denen dann doch gesagt, was mich noch so alles belastet. Ich habe denen gesagt, dass ich wahnsinnige Prüfungsangst jetzt schon habe und dass ich nicht weiß, was ich machen soll. Ich habe auch gesagt, dass ich momentan nicht weiß, wo noch hinten und vorne ist. Desweiteren habe ich denen auch gesagt, dass ich schon kurz davor war, die Ausbildung zu schmeißen. Sie waren richtig baff, als sie das von mir hörten. Sie fragten mich, warum ich das denn tun wollte. Da sagte ich, dass ich die ganze Zeit schon glaube, dass ich die Endprüfung nicht schaffen werde, die ich bald habe. Das ich riesen große Angst davor habe, zu versagen. Sie sagten zu mir, ob ich gar kein Selbstvertrauen, kein Selbstwertgefühl habe. Da sagte ich, dass ich das nicht besitze. Ich habe mich die ganze Zeit schon selbst runter gemacht. Ich bin schon so weit, dass ich mich selber nicht mehr schätze. Ich habe denen außerdem gesagt, dass ich mehr wie 100 prozentig sein möchte, ich möchte doch nur mal auch das schaffen, was andere schaffen. Ich möchte nicht nur die kleine dumme sein, die nie irgendwas hinbekommt. So komme ich mir nämlich vor und das habe ich denen gesagt. Daraufhin haben sie versucht, mich zu bestärken, indem sie mich hochgelobt haben, weil ich vor einigen Wochen eine Bewirtung selber planen und organisieren musste, was auch sehr gut war. Denn die Gäste haben mich auch gelobt und mein Chef auch. Ich war sogar in der Zeitung mit Bild, wo auch darüber berichtet wurde. Aber das reicht mir noch nicht. Ich bin trotzdem mit meinen Leistungen nicht zufrieden. Bis heute noch nicht. Wie gesagt, ich möchte einfach mehr, wie hundertprozentig sein. Meine Ausbilder sagten dann zu mir, dass ich mit so einer Einstellung, erst recht Fehler mache und vor allem schlimmere Fehler. Meine Ausbilder haben dieses Gespräch protokolliert. Sie haben sogar hingeschrieben, dass ich psychisch angeknackst wäre und dass ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Als ich nach Feierabend zu Hause ankam, sagte Mama mir, Dass meine Ausbilder sich bei ihr gemeldet hätten. Sie wollten mit meiner Mama und mir noch mal ein Gespräch haben, wo noch einmal alles besprochen wird. Bei dem Gespräch hatten meine Ausbilder mit meiner Mama über das Gespräch gesprochen, dass ich vorher mit ihnen hatte. Das ich mich sehr schlecht fühle. Sie sagten auch zu meiner Mama, dass ich psychisch sehr angeknackst wäre und dass es doch besser wäre, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie meinten dass auch, deswegen, weil ich so dermaßen Prüfungsangst habe. Die Frage ist nur, ob ich das wirklich machen soll. Kann man wirklich wegen einer Prüfungsangst, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen ? Ist das nicht ein wenig übertrieben ? Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll ! Soll ich es wirklich machen ? Ich glaube, ich würde mir dabei irgendwie dumm vorkommen, nur weil es mir nicht gut geht und mehr wie hundertprozentig sein will und ich eine sehr heftige große Prüfungsangst habe, mir deswegen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich weiß es einfach nicht. Ich habe schon versucht, das Problem mit Baldrian zu lösen, aber ohne Erfolg. Das bringt gar nichts bei mir. Ich werde dadurch auch nicht ruhiger. Das Problem ist sogar schon so schlimm, dass ich kaum noch schlafe. Was raten Sie mir ? Was kann ich oder soll ich tun ? BITTE SCHNELLE ANTWORT! IST SEHR WICHTIG FÜR MICH ! DANKE SCHONMAL IM VORAUS ! LG ! FLOCKE (KERSTIN)

10.11.2009 13:33 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

10.11.2009 13:33 Zitieren Zitieren

Hallo, Kerstin,
Ich finde es gut, dass du es über dich gebracht hast, deinen Ausbildern zu sagen, welche Zweifel dir zusetzen. Wenn sie wissen, warum du so deprimiert wirkst, können sie dich besser einschätzen und werden sich dann auch eher bemühen, dich zu unterstützen, wie du es ja jetzt auch erlebt hast.
Ich würde dir auch empfehlen, dir professionelle Hilfe zu suchen. Prüfungsangst ist eine innere Blockade, die nichts mit mangelndem Können oder Wissen zu tun hat, sondern vor allem auf einem schlechten Selbstwertgefühl beruht.
Du merkst ja selbst, dass es deinem Selbstwertgefühl nicht hilft, wenn du von anderen gelobt wirst und eine Aufgabe gut erledigt hast. Du hast eine überkritische innere Stimme in dir, die das alles nicht gelten lassen will und dir wahrscheinlich sofort sagt, dass die Leute dich nur deshalb loben, weil sie dich entweder nicht richtig kennen, oder weil sie Mitleid mit dir haben, und dass dein gutes Ergebnis nur purer Zufall war, und dass du all das eigentlich gar nicht verdient hast.
Ein schlechtes Prüfungsergebnis würde dich sehr zurückwerfen, und dieser bösen Stimme in dir zusätzlich bestätigen, dass sie recht hat, wenn sie dir immer wieder sagt, du kannst eben nichts, taugst nichts und bist eine Niete!
Probleme mit dem Selbstwertgefühl können sich zwar mit der Zeit und mit mehr Lebenserfahrung langsam bessern, aber wenn eine wichtige Prüfung ansteht, darfst du darauf nicht warten.
Daher nimm bitte diese Notsituation zum Anlass, ruf bei einem Therapeuten an und vereinbare einen Termin. Sag gleich am Telefon, dass du unbedingt rasche Hilfe brauchst, weil dein Examen ansteht. Bei solchen Notfällen können die meisten Therapeuten nämlich extra Termine einrichten.
Liebe Grüsse, Dr. Karin Anderson

11.11.2009 18:43 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

11.11.2009 18:43 Zitieren Zitieren

Liebe Frau Dr. Anderson!
Danke für Ihren Rat. Inzwischen bin ich auch der Meinung, dass ich professionelle Hilfe brauche. Denn das wird immer schlimmer mit meiner Prüfungsangst und Nervösität. Ich muss jetzt jeden MOntag und jeden Dienstag eine Prüfungssimulation in meinem Betrieb durchführen. Das ist so, dass mir meine Ausbilderin eine Aufgabe gibt, Z.B. ein Rezept und das muss ich dann so machen,wie es in der Prüfung auch gemacht werden muss. Die Prüfungssimulation hatte ich auch schon vorgestern und gestern, den ganzen Tag. Das war sehr anstrengend. Ich war so nervös und hatte richtig Panik davor. Da ist mir ein kleines Mißgeschick passiert. Aber so passieren Fehler. Wenn da die richtige Prüfung gewesen wäre, wäre ich so durchgerasselt. Echt ätzend. Ich war froh, als der Tag rum war.Deswegen habe ich auch große Panik davor, dass das gleiche auch in meiner Echten Prüfung passieren kann. Und dann ist es auch noch so, dass meine Eltern und wir Kinder noch einige Probleme haben. Eine schwieriges Problem. Das habe ich dann auch noch zusätzlich. Desweiteren habe ich auch immer noch das Problem, dass ich immer noch an meinem Exfreund denken muss, obwohl ich ja weiß, dass das nicht gut ist, allzumal ich ja auch weiß, was er für einer ist. Ich bin wirklich sehr froh darüber, ihn los zu sein, aber trotzdem muss ich zwischenzeitlich immer noch an ihn denken, obwohl ich das gar nicht möchte. Seit einiger Zeit ist einfach alles nur noch Mist. Ich schlafe sehr schlecht, wenn ich dann mal schlafe. Ich träume nur noch von meinen Ausbildern und alles dreht sich in meinen Träumen um die Arbeit. Das alles ist sehr heftig, finde ich. Manchmal ist mir echt nur zum Weinen zumute. Wenn ich alleine bin, tue ich das dann auch, wenn mir danach ist. Aber wenn jemand bei mir ist, unterdrücke ich das Weinen, weil mir das peinlich ist, wenn ich weine und dann jemand bei mir ist. Naja, wie gesagt, es ist momentan einfach alles scheiße. Ich würde am liebsten einfach alles hinschmeißen. Einfach für eine gewisse Zeit, nur für mich sein. Aber das geht ja nicht. Was soll ich bloß tun ? Mir geht es echt mieserabel. Danke nochmal für alles ! LG ! Flocke (Kerstin)

07.12.2009 22:38 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

07.12.2009 22:38 Zitieren Zitieren

Liebe Frau Dr. Anderson!
Das mit meiner Prüfungsangst wird immer schlimmer. Ich nehme zwar täglich was pflanzliches zur Beruhigung, aber leider ohne Erfolg. Das ganze bringt mir rein gar nichts. Inzwischen denke ich auch, ob es nicht vielleicht doch besser wäre, mir professionelle Hilfe zu suchen. Ich denke da schon länger darüber nach. Aber dann bekomme ich einfach die Überwindung nicht dazu. Ich traue mich einfach nicht, bei einem Therapeuten anzufragen. Wahrscheinlich, weil ich mich schäme und Angst davor habe, blöd dazustehen, wenn ich mich dort melde. Ich überlege schon seit Tagen, wie ich es doch noch schaffen kann, mich dort zu melden und ich deswegen die Angst wegbekomme. Aber ich weiß es einfach nicht. Ich denke, dass es eigentlich nicht so schlimm ist, wenn man mit einem Therapeuten spricht, aber letztendlich komme ich mir bei dem Gedanken, mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin zu sprechen, der oder die direkt vor mir steht, irgendwie doch dumm vor. Ich habe halt richtig Angst davor. Deswegen kann ich mich vermutlich auch nicht dazu überwinden, bei einem Therapeuten oder einer Therapeutin zu melden. Was kann ich tun, dass ich es schaffe, mich dort zu melden ? Denn, ich möchte ja wohl, mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin über meine große Prüfungsangst und was mich sonst noch so bewegt, sprechen. Aber das Problem ist, dass bei mir die innerliche Sperre ist, die so etwas nicht zulässt. Ich weiß einfach nicht, wie ich das ändern kann. Wenn ich dann mal so ein Gespräch mit einem Therapeuten oder einer Therapeuten habe, also, wenn ich mal einen Termin habe, wie läuft so was ab ? Wie gehen Therapeuten auf die Leute ein ? Und welche Fragen werden dabei gestellt ? Ich möchte das gerne wissen, weil ich das einfach nicht weiß und mir auch nicht vorstellen kann, wie das alles vonstatten geht. Bitte um Antwort ! Es ist sehr Wichtig ! Denn ich schlafe deswegen sehr schlecht, weil mir das immer wieder durch den Kopf geht. Danke schonmal im Voraus! LG ! Flocke (Kerstin)

06.01.2010 23:14 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

06.01.2010 23:14 Zitieren Zitieren

Liebe Kerstin,
Wenn du deine Pruefungsangst erfolgreich angehen willst, solltest du dir tatsaechlich lieber psychotherapeutische Hilfe suchen. Gluecklicherweise ist das in Deutschland ja wesentlich einfacher als hier in den USA (wo sich sehr viele Menschen sowieso keine Krankenversicherung leisten koennen), denn Therapien werden von den Krankenkassen uebernommen, wenn eine medizinische Notwendigkeit dafuer besteht (wie bei einer schweren Pruefungsangst).
Wenn du glaubst, dich deswegen zu blamieren, weil du zugibst, unter diesem Problem zu leiden und deine Aengste nicht allein ueberwinden zu koennen – fuer Therapeuten sind solche Aengste weder selten, noch etwas Besonderes, ebenso wie Zahnschmerzen fuer einen Zahnarzt weder selten noch etwas Besonderes sind!
Ausserdem weisst du ja selbst, was fuer deinen erwachsenen Anteil das Wichtigste ist – naemlich dass du deine Pruefung erfolgreich ueberstehst - nicht dieAngst des kleinen Maedchens in dir vor einer gefuerchten Blamage!
Fuer die Behandlung von Pruefungsangst ist sowohl eine tiefenpsychologisch fundierte, als auch eine Verhaltenstherapie geeignet, und auch ein auf Hypnose spezialisierter Arzt oder Psychologe koennte dir bei ihrer Ueberwindung helfen.
Du musst dir als erstes einen (kassenzugelassenen) aerztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten aus den Gelben Seiten oder von einer Liste deiner Krankenkasse heraussuchen, und dich dort telefonisch anmelden. Meistens triffst du dabei auf einen Anrufbeantworter, der dir entweder eine Sprechzeit nennt oder die Moeglichkeit eines Rueckrufs anbietet (Psychotherapeuten haben naemlich meist keine Sprechstundenhilfen und koennen waehrend ihrer Sitzungen nicht ans Telefon gehen).
Erklaer dem Therapeuten bei dem Telefonat, dass du an schwerer Pruefungsangst leidest und dass daher deine anstehende Pruefung gefaehrdet ist. Fuer Notfaelle koennen Therapeuten meist einen rascheren Termin einschieben – oder der Therapeut nennt dir einen Kollegen, der dir eher einen Termin ermoeglichen kann.
Ein Erstgespraech dauert 50 Minuten. Der Therapeut (oder die Therapeutin) bittet dich, dein Problem, bzw. deine Symptome zu beschreiben, und du wirst nach einigen biografischen Daten gefragt. Daran ist nichts Beaengstigendes und du kannst ihm (oder ihr) sagen, was du moechtest. So ein Erstgespraech dient dazu, sich gegenseitig kennenzulernen, und entweder schlaegt dann der Therapeut noch weitere Vorgespraeche vor, um noch mehr aus deinem Leben vorab zu erfahren, oder er macht dir einen Vorschlag, wie die Therapie vonstatten gehen kann.
Wenn dir der Therapeut (oder die Therapeutin) aber unsympathisch ist, und du das Gefuehl hast, keinen richtigen Draht zu ihm (oder ihr) zu bekommen, kannst du ohne weiteres ein weiteres Erstgespraech bei einem anderen Arzt oder Psychologen fuehren, denn es ist fuer eine erfolgreiche Behandlung unbedingt notwendig, dass du eine gute Beziehung zu deinem Therapeuten aufbaust und Vertrauen zu ihm (oder ihr) hast.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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