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13.12.2009 14:43 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

13.12.2009 14:43 Zitieren Zitieren

Probleme mit meiner jetzigen Ausbilderin !

Liebe Frau Dr. Anderson!
Ich habe schon seit einiger Zeit, riesen Probleme mit meiner Ausbilderin. Diese Woche war ich krankgeschrieben, weil meine Hausärztin mir gesagt hat, ich sollte meinen heftigen Infekt richtig auskorrieren und hat mir somit verboten, die ganze Woche zu arbeiten. Ich konnte auch nicht. Als ich bei meiner Ausbilderin anrief, um ihr das mitzuteilen, flippte sie total aus. Sie schrie mich heftig an und meinte, dass ich es mir verdammt einfach machen würde. Und dabei mache ich es mir überhaupt nicht einfach. Denn ich hatte letzte Mal eine heftige Nierenbeckenentzündung, die ich auch nicht auskorriert habe, obwohl ich es von meiner Hausärztin aus auch hätte machen sollen. Meine Hausärztin meinte zu mir, dass ich den Infekt auch daher haben könnte. Außerdem hat sie auch mein Blutdruck gemessen, der viel zu niedrig war. Daraufhin, hat sie mich für eine komplette Woche krankgeschrieben. Jedenfalls hat meine Ausbilderin mich sehr heftig angeschnauzt und sagte zu mir, dass ich wohl mit einem Infekt arbeiten könnte. Aber das ist ja auch nicht das einzigste Problem, was ich mit ihr habe. Sie macht mich ständig für irgendwelche Sachen doof an, obwohl ich doch gar nichts dafür kannn. Immer mault die mich ohne Grund an. Und es gibt auch noch einige andere Sachen, womit ich mit ihr nicht klar komme. Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich eine neue Ausbilderin habe, weil die andere Ausbilderin, die ich vorher hatte, ernsthaft krank war und jetzt nicht weiter die Praxis macht. Jedenfalls komme ich mit der neuen Ausbilderin überhaupt nicht klar. Sie gewehrt mir auch keinen Urlaub, obwohl ich ja auch Urlaubsanspruch habe und allzumall ich auch noch Überstunden habe, die ich auch noch abbauen müsste. Eine andere Azubi, die noch bei uns ist, hat von ihr Urlaub bekommen. Das ist sehr unfair. Denn ich habe noch so einige Urlaubstage und ich bekomme ja im Januar wieder neue dazu. Die muss ich ja bis zur Endprüfung alle weghaben inklusive Überstunden, die ich ja noch habe. Aber wie soll ich die bis dahin weghaben, wenn sie mir überhaupt gar keinen Urlaub gewehrt? Ich habe das Gefühl, dass sie mich von Anfang an nicht leiden konnte und das es auch immer noch so ist. Meine jetzige Ausbilderin ist zum Chef gegangen und hat sich bei ihm beschwert, weil ich mich krankmelden musste von meiner Hausärztin aus. Hinterher rief dann der Chef bei mir zuhause an, um zu fragen, wie es mir geht. Zu dem Zeitpunkt lag ich im Bett. Mama hat mich dann ans Telefon geholt. Da hat er mir gesagt, dass sich meine Ausbilderin über mich beschwert hätte. Der Chef sagte zu mir, dass er am Montag, also morgen, den 14.12.09 mit mir und meine Ausbilderin sprechen möchte, um die Probleme zu besprechen. Ich bin ja mal echt gespannt, was dabei herauskommt. Ich fühle mich mittlerweile bei der Arbeit gar nicht mehr wohl, seitdem die da ist. Sie macht mir da alles kaputt. Sie hat mich auch bei den anderen Kollegen schlecht gemacht. So eine Ausbilderin bringt mir echt nichts. Ich möchte mal ganz gerne wissen, was sie für ein Problem mit mir hat. Was habe ich ihr bloß getan, dass sie so zu mir ist ? Ich glaube, da frage ich auch mal nach. Momentan gehe ich dort richtig ungerne hin. Das habe ich dem Chef auch schon durch die Blume verlauten lassen. Ich finde, dass es schon Mobbing ist, was meine jetzige Ausbilderin mit mir treibt. Oder ? Was soll ich bloß tun, wenn das so weiter geht. Und vor allem, bin ich schon kurz vor der Endprüfung. Ich kann mich doch so gar nicht richtig darauf konzentrieren , wenn das so weiter geht. Die andere Azubi, die bei uns ist, also die, die den Urlaub gewehrt bekommen hat, ist ja auch die Nachbarin von unserer jetzigen Ausbilderin. Also wird sie auch noch bevorzugt. Das dürfte auch nicht sein. Oder ? Naja. Ich warte erst das Gespräch mit ihr und dem Chef ab und warte, was dabei herauskommt. Bitte Schnelle Antwort ! Es ist sehr wichtig ! LG ! Flocke (Kerstin)

16.12.2009 03:03 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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16.12.2009 03:03 Zitieren Zitieren

Liebe Kerstin,
Du hast wirklich Pech, dass deine Ausbilderin so kurz vor deiner Abschlusspruefung gewechselt hat! Nach dem, was du schilderst, verstoesst deine Ausbilderin sicher gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen.
Wenn ein Arbeitnehmer an einer so ernstlichen Erkrankung leidest, wie es eine Nierenbeckenentzuendung nun einmal ist, und er deswegen krankgeschrieben werden muss, darf ein Vorgesetzter nicht von ihm verlangen, dass er trotzdem zur Arbeit zu erscheinen hat. So ein Ansinnen schadet schliesslich nicht nur der Gesundheit des betreffenden Arbeitnehmers, sondern koennte sogar auch andere Mitarbeiter oder gar die Produktivitaet des ganzen Betriebes gefaehrden (denk nur mal an die Schweinegrippe!).
Ausserdem hat auch eine junge Auszubildende hat ein Recht darauf, respektvoll und hoeflich behandelt und nicht etwa angeschrieen zu werden - auch wenn es sich um eine Kritik an ihrer Arbeit handelt.
Leider kann es immer wieder einmal vorkommen, dass man mit Menschen zu tun hat, die einen nicht leiden koennen, selbst wenn man sie kaum kennt, immer hoeflich zu ihnen war und ueberhaupt nichts getan, um diese Ablehnung zu verdienen.
Du hast sicher damit Recht, dass deine neue Ausbilderin dich nicht leiden kann – so wie sie mit dir umgeht! Das hat vermutlich mit deiner Person gar nichts zu tun, und es ist leider daher auch fraglich, ob sich daran etwas aendern oder klaeren laesst, auch wenn du den Versuch machst, sie direkt darauf anzusprechen, was sie eigentlich an dir auszusetzen hat.
Ob ihr deine Nase nicht passt, oder ob sie ein Vorurteil gegen dich hegt, weil sie moeglicherweise gehoert hat, dass deine alte Ausbilderin sich besonders um dich gekuemmert hat – wer weiss. Vielleicht ergibt sich ja aus dem Gespraech mit deinem Chef und ihr doch etwas, und ihr koennt noch mal einen neuen Anfang machen.
Du solltest versuchen, deinem Chef den Sachverhalt mit deiner Krankheit und deine Erfahrungen mit deiner Ausbilderin so sachlich wie moeglich mitzuteilen und dich nicht zu sehr von ihr (und der Situation) einschuechtern zu lassen.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

16.12.2009 23:21 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

16.12.2009 23:21 Zitieren Zitieren

Liebe Frau Dr. Anderson!
Danke, für ihr Beitrag! An dem Tag, als das Gespräch sein sollte, also vorgestern, hatte ich erst richtig Angst davor. Ich war total nervös und war sehr zittrig. Denn ich hatte riesen große Angst davor, meine Ausbilderin zu begegnen. Die Angst hatte ich auch schon am Sonntag. Am Sonntag hatte ich auch nichts runter bekommen, ich konnte nichts essen, weil ich sehr große Angst hatte. Stattdessen habe ich mich auf nur in meinem Schlafzimmer verkrochen oder vor dem Computer. An dem Tag hatte ich zu nichts lust. An dem Tag hatte ich auch noch eine Verabredung mit meiner besten Freundin, die ich dann abgesagt habe, weil ich einfach zu nichts lust hatte und sehr schlecht drauf war. Denn ich hatte auch sehr, sehr viel geweint und wollte das schlechte Draufsein meine beste Freundin nicht antun. Sie hatte viel Verständnis! Aber sie wusste nicht, warum ich so schlecht drauf bin, weil ich es ihr erst da noch nicht gesagt habe, was bei meiner Arbeit abgeht. Gestern abend bin ich zu meiner besten Freundin gefahren und habe mit ihr darüber gesprochen. Daraufhin sagte sie zu mir, dass es ganz schön heftig wäre, was da ablaufen würde. Als ich dann am Montag, also vorgestern mit dem Bus zur Arbeit gefahren bin, war die Situation ganz schön angespannt zwischen meiner jetzigen Ausbilderin und mir. Wir haben kein Wort miteinander gewechselt, nichteinmal "guten Morgen" gewünscht. Wir haben uns also gegenseitig ignoriert. Sie war mir gegenüber sehr kleinlaut, sie hat sich auch nicht getraut mir was zu sagen. Das Gespräch mit ihr, mit mir und dem Chef ist ausgefallen. Aber mittags, als wir Pause machten, bin ich zum Salatbuffet hingegangen, um mir was zu nehmen. Da kam der Chef zu mir und fragte mich, wie es mir gehen würde, ob ich wieder gesund wäre. Da sagte ich, dass es mir nicht so sonderlich gut gehen würde, auch wegen der Situation. Da sagte er zu mir, dass er mich verstehen würde. Er meinte auch zu mir, dass, wenn wieder was sein sollte, also wenn ich wieder ein Problem mit ihr haben sollte oder wenn was anderes ist, sollte ich mich jederzeit bei ihm melden. Ich finde es sehr nett von ihm. Er stand auf meiner Seite, er fand es gar nicht gut, wie sich meine jetzige Ausbilderin sich mir gegenüber verhalten hat. Er hat meine Ausbilderin echt die Meinung gegeigt. Später nach der Pause, als ich wieder bei der Arbeit war und mit dem Backen anfangen wollte, kam meine Sozialpädagogin, sie arbeitet auch in dem Betrieb, wo ich arbeite, nur ich halt in der Dienstleistung und sie im Büro und sagte zu mir, dass ich mit in ihrem Büro kommen sollte, sie hat mir aber nicht gesagt, worum es ging. Ich bin dann mitgegangen. Sie hat mich gefragt, was mit mir los sei. Sie sagte zu mir: " Ich sehe dir doch an, dass dich was bedrückt." " Du siehst schon seit einer ganzen Weile sehr schlecht und vor allem sehr traurig aus." Sie sagte auch, dass ich nicht die Kerstin bin, die ich ursprünglich mal war. Desweiteren meinte sie auch, dass ich sonst immer so eine fröhliche und eine ausgeglichene junge Frau war und immer sehr viel spaß hatte und sehr viel gelacht hat und wie ich jetzt drauf bin, mich nicht kennt. Dann habe ich es ihr erzählt, was meine jetzige Ausbilderin die ganze Zeit, mit mir gemacht hat. Sie fiel aus allen Wolken. Sie sagte auch zu mir, dass ich mir so etwas nicht gefallen lassen müsste. Sie sagte zu mir noch, dass Azubis sich schon einige Dinge gefallen lassen müssten, aber noch längst nicht alles, sagte sie noch dabei. Das Gespräch war sehr gut. Ich konnte sehr gut mit ihr darüber reden. Das hatte mir auch sehr gut getan. Zum Schluss sagte sie mir das gleiche, was auch unser Chef mir sagte, dass ich jeder Zeit, wenn ich Probleme mit ihr habe oder auch bei anderen Problemen, immer zu ihr kommen könnte. Das finde ich auch sehr nett von ihr. Dann habe ich wenigstens schonmal, 2 Gesprächspartner, die sehr nett und verständnisvoll sind und mit denen ich auch super gut reden kann. Ich bin sehr froh darüber, dass ich die beiden im Betrieb habe. Aber mir geht es trotzdem noch nicht besser, wegen meiner heftigen Prüfungsangst, die ich habe. Denn, mit meiner Prüfungsangst, ist es immer noch nicht besser geworden, denn ich habe mich auch noch nicht bei einem Therapeuten oder einer Therapeutin angemeldet, weil ich mich einfach nicht traue, mich dort zu melden. Ich kann mich auch nicht dazu aufraffen. Ich komme mir total blöd vor, als wenn ich sie nicht ganz dicht hätte. Verstehen sie, was ich meine? Das Problem ist auch, dass dort, wo ich wohne, keine Psychotherapeutischen Ärzte sind und wenn, dann nur für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Denn ich habe schon nachgeschaut, deswegen weiß ich das. Dort, wo ich lebe, sind auch keine vernünftigen Busverbindungen, dass ich irgendwo anders hinkomme. Ich komme gerade mal mit dem Bus zur Arbeit und das wars auch schon fast. Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll. Denn meine Eltern und meine Schwestern möchte ich damit auch nicht belasten und ich möchte auch nicht, dass sie mich fahren müssen, allzumahl möchte ich auch nicht, dass sie wissen, dass ich zu einem Therapeuten oder ehergesagt zu einer Therapeutin gehen möchte, denn meine Eltern und Schwestern haben schon genug eigene Probleme. Deswegen mochte ich es meiner Family nicht sagen, dass ich zu einer Therapeutin möchte. Die würden mich für blöd erklären, wenn sie das wüssten. Ich möchte es denen Verheimlichen, nur ich weiß nicht, wie ich das machen kann. Aber wahrscheinlich kann ich das mit der Therapeutin eh knicken, weil ich ja nirgends hinkommen kann und bei uns nichts an Therapeuten gibt, die für Erwachsene Leute. Echt blöd. Ich schlafe auch wegen diesen ganzen Sachen, die mich seit eine ganze Weile sehr belasten sehr schlecht. Wenn ich schlafe, dann meistens nur 1 bis 2 Stunden. Meistens in der Stunde oder die Stunden träume ich immer von meiner Arbeit und meine jetzige Ausbilderin, wie sie mich schon wieder nur schikaniert. Ich nehme mir zwar jeden Tag Baldrian, damit ich ruhiger werde, aber ohne Erfolg. Sie bringen mir rein gar nichts. Ich liege immer sehr lange wach im Bett und weine dort auch sehr viel, weil mich das alles sehr belastet. Ich komme mit allem, was mich bedrückt, einfach nicht zurecht. Einfach alles nur Mist momentan. Ich habe auch seit dem auch zu nichts mehr lust, auch zu Dingen nicht, die mir sonst immer sehr wichtig waren. Ich ziehe mich nur noch zurück, bin kaum noch bei meiner Family oder sonst wo. Ich bin fast nur noch für mich allein und grüble und weine so vor mich hin. Meine beste Freundin und die anderen Freunde von mir, haben auch keine Zeit mehr für mich, weil sie alle einen Freund haben, womit sie ihre Freizeit verbringen, was ich ja auch gut verstehen kann. Selbst wenn ich sie brauche, zum Beispiel zum Reden oder einfach mal um spaß zu haben, haben sie keine Zeit für mich. Irgendwie blöd. Aber das war vorher nicht so. Erst als sie alle einen Freund bekommen haben. Das macht mich manchmal auch sehr traurig. Freude habe ich nur dann, wenn ich mit meiner Nichte, die jetzt inzwischen scho 4 Monate alt ist, zusammen bin. Wenn ich dann irgendwo so einsam und zurückgezogen da sitze, denke ich dann immer, dass das Leben so total ätzend ist und das es mir keinen Spaß macht, so zu leben. Ich hatte es mir eigendlich viel schöner vorgestellt. Was soll ich bloß machen? So, jetzt muss ich leider gehen, weil ich noch ein Tagesbericht schreiben muss und ich morgenfrüh erst arbeiten muss und morgen Nachmittag zur Berufsschule muss und ich eine Arbeit schreibe. Bitte schnelle Antwort ! Es ist sehr wichtig ! Danke schonmal im voraus ! LG ! Flocke (Kerstin)

07.01.2010 00:40 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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07.01.2010 00:40 Zitieren Zitieren

Liebe Kerstin,
Ich finde es gut, dass du dich deiner Freundin anvertraut hast – Freundinnen sind schliesslich auch dafuer da, sich gegenseitig ihre Sorgen anzuhoeren. Selbst wenn deine Freundin dir nicht direkt helfen kann, dass sie dir zuhoert und dich versteht, ist das Wichtigste. Und ausserdem bestaerkt so ein gegenseitiges Vertrauen auch die Freundschaft!
Es muss dich sehr erleichtert haben, dass dein Chef und die Sozialpaedagogin so viel Verstaendnis fuer dich haben. Und deine jetzige Ausbilderin scheint gemerkt (oder von deinem Chef klargemacht bekommen) zu haben, dass sie mit ihrem Verhalten dir gegenueber erheblich zu weit gegangen ist.
Ich verstehe, wie schwer die Situation fuer dich ist, und es ist wirklich bedauerlich, dass du so schlechte Nahverkehrsverbindungen hast und es daher fuer dich ohne Auto kaum moeglich ist, regelmaessige Therapietermine wahrzunehmen.
Ich wuerde dir daher raten, dir von deinem Hausarzt vor der Pruefung ein leichtes Beruhigungsmittel verschreiben zu lassen, eins, was dir die Angst nimmt, dich aber nicht muede macht (ich hab das frueher vor meiner Physikpruefung, die mir sehr bevorstand, auch getan). Dann bist du bei der Pruefung nicht so aufgeregt, und kannst dich besser auf deine Aufgaben konzentrieren.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

13.01.2010 23:05 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

13.01.2010 23:05 Zitieren Zitieren

Liebe Frau Dr.Anderson!
Danke, für Ihren Beitrag. Meine jetzige Ausbilderin und ich verstehen uns jetzt wohl ganz gut. Seitdem der Chef mit ihr gesprochen hat, ist sie sehr freundlich zu mir. Seitdem geht sie auch auf mich ein, wenn ich Fragen habe. Seitdem redet sie auch viel mit mir, was mich allerdings sehr wundert. Wir verstehen uns jetzt ganz gut, was mich natürlich sehr freut. Denn somit habe ich schonmal ein Problem weniger. Den Vorschlag, den Sie mir geschrieben haben, mit dem leichten Beruhigungsmittel, bringt mir leider nichts mehr. Denn, ich nehme schon seit Jahren Beruhigungsmittel, auch dann, wenn normale Klassenarbeiten oder Tests in der Berufsschule anstehen. Denn ich bin immer schon sehr nervös gewesen, auch schon als kleines Kind. Deswegen bringen mir Beruhigungsmittel nichts mehr. Ich habe es auch schon mit Entspannungsübungen ausprobiert, aber auch das leider ohne Erfolg. Das Problem ist auch, dass meine Prüfungsangst immer heftiger wird. Vor gut 2 Wochen, hatte ich einige Nächte hintereinander, den gleichen Alptraum. Ich hatte geträumt, dass ich in verschiedene Fächer geprüft wurde und dass ich in allen Fächern durchgefallen wäre. Ich bin schweißgebadet aufgewacht und konnte auch nicht mehr einschlafen. Ich mache mir täglch seit Monaten Gedanken, ob ich die Endprüfung überhaupt schaffe. Ich zweifel schon seit Monaten daran. Ich habe riesengroße Angst davor, bei der Abschlussprüfung zu versagen. So geht es mir schon sehr lange. Ich habe auch das Gefühl, dass ich das nicht in den Griff bekomme. Denn, ich merke, dass das alles immer schlimmer wird. Aber die Beruhigungsmittel helfen mir nicht mehr und Entspannungsübungen bringen mir auch alles nichts. Ich weiß nicht, was ich noch machen kann, damit sich das bessert. Echt nicht. Ich bin echt fertig! Ich bin mit meinen Gedanken fast nur bei diesen Problemen. Ich lasse mir anderen Leuten gegenüber nichts anmerken, denn dann verstelle ich mich ein wenig, indem ich den gegenüber fröhlich tue, aber nur, damit sie mir nichts anmerken. Aber wenn ich alleine bin Zum Beispiel, wenn ich mich in meinem Zimmer verkrieche und niemanden sehen will, denke ich da immer sehr viel daran und weine dann auch sehr viel. Das geht meistens soweit, dass ich mich ins Bett lege und meine Bettdecke über meinem Kopf ziehe und nur noch meine Ruhe haben will. Wenn das dann so ist, dann kommen sogar meine Freunde nichteinmal an mir heran. Ich komme mir irgendwie wie eine Versagerin vor,die ihre Prüfung nicht schaffen wird. Das macht mich sehr, sehr traurig. Oftmals denke ich soagr bei der Arbeit, an den ganzen Mist und fange dann auch öfters an zu Weinen. So wie vor kurzer Zeit. Da habe ich auch an den ganzen Problemen gedacht, sodass ich deswegen am Weinen war. Zu diesem Zeitpunkt, hatte ich die Aufgabe, Zwiebeln zu schälen und zu schneiden. Da fragte eine Arbeitskollegin mich, ob ich irgendwas hätte, ob alles ok wäre, oder ob ich einen Problem hätte ? Da habe ich ihr gesagt, dass ich wegen den Zwiebeln weinen würde, weil sie ja nichts merken sollten. Das klappte gut. Aber in Wirklichkeit geht es mir ja nicht so besonders gut. Eher schlecht. Ich könnte nur noch weinen. Wissen Sie vielleicht, was ich machen soll, damit ich die Prüfungsangst los werde und dass es mir generell wieder besser geht ? Ich weiß echt nicht mehr weiter! Ich habe sehr oft Alpträume. Alle Alpträume, die ich hatte in der letzten Zeit, habe ich versagt. So, jetzt muss ich leider wieder ins Bett, weil ich morgen Berufsschule habe und mein Unterricht von 08.00 Uhr bis 14.45 Uhr geht. Bitte schnelle Antwort! Sehr wichtig! Danke schön im voraus. LG ! Flocke (Kerstin)

28.01.2010 02:24 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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28.01.2010 02:24 Zitieren Zitieren

Liebe Kerstin,
Deine Alptraeume spiegeln lediglich deineAengste wieder, sie sind keine Prophezeiungen! Ich verstehe, dass du derzeit keine Moeglichkeit hast, dir psychotherapeutische Hilfe wegen deiner Aengste zu holen, und dass du auch nicht einfach nur mehr Beruhigungsmittel schlucken moechtest. Es ist schade, dass es mit den Entspannungsuebungen nicht klappt – im Allgemeinen muss man sie unter sachkundiger Anleitung ausreichend oft ueben, damit man sich genuegend darauf einlassen kann.
Zuspruch von aussen kannst du dir zwar von Freunden und Kollegen holen, indem du mit ihnen ueber deine Gefuehle sprichst (und das solltest du auch wirklich tun!), aber Hilfe gegen deine Pruefungsangst musst du dir von innen, aus dir selbst, holen.
Dein Hauptproblem ist jetzt ja deine Angst vor der Angst und dein taegliches Eintauchen in negative Gedanken und Gefuehle. Wie es in der Hypnose heisst: „Action follows thought“ (deine Handlungen folgen deinen Gedanken). Wenn du dich also staendig in negativen, pessimistischen Gedanken ueber deine Pruefung ergehst, besteht auch die Gefahr, dass du ein moegliches Versagen vorprogrammierst.
Daher ist es jetzt ausserordentlich wichtig, dass du damit aufhoerst, dich selbst mit deinen negativen Erwartungen zu bombardieren, und deinem Unbewussten erlaubst, dir aus deinen eigenen inneren Quellen zu helfen. Das hoert sich vielleicht wie oberflaechliches Dahergerede an, ist aber eine erprobte Technik in der Hypnotherapie.
Versuche diese einfache Uebung, wenn du dich abends ins Bett legst. Mach es dir in Rueckenlage bequem und leg deine Haende auf die Oberschenkel, die rechte Hand aufs rechte Bein, die linke aufs linke Bein. Schliess deine Augen und konzentriere dich erst auf deine rechte Hand, dann auf deine linke, frage dich, welche Hand leichter, und welche schwerer ist als die andere. Achte darauf, wie sich deine Haende anfuehlen, eine wird schwerer, die andere leichter sein.Es koennte auch sein, dass du diese Unterschiede eher in den Fuessen spuerst, das ist auch in Ordnung. Warte einfach darauf, welche Antwort dir dein Koerper gibt.
Wenn du die Reaktion deines Koepers spuerst, lass deine Gedanken zu einer Zeit gehen, in der du dich nicht so unter Druck gefuehlt hast.Ruf dir eineangenehme Erinnerung vor Augen, eine Begebenheit, ein Ereignis, wo du dich wohl und entspannt gefuehlt hast. Vielleicht waren das Ferien, oder eine anderes schoenes Erlebnis. Erinnere dich genau an jede Einzelheit, fuehre sie dir vor Augen. Was sich dabei zugetragen hat, was du gesehen und wie du dich gefuehlt hast, die Farben, die Gerueche, jedes Detail, dass du erinnern kannst.
Waehrend du daran denkst, wie es damals war und wie gut sich das angefuehlt hat, erlaubst du deinem Koerper, sich ganz natuerlich zu entspannen und allmaehlich in Schlaf hinueberzugleiten. Am naechsten Morgen wirst du entspannter und erholter aufwachen.
Wiederhole diese einfache, angenehme Uebung jeden Abend im Bett, bevor du einschlaefst. Sollten sich unliebsame Gedanken einschleichen, sag dir diese Formel: Dieser Gedanke ist jetzt nicht wichtig, ich brauche jetzt nicht daran zu denken, meine Erinnerung an (dein Erlebnis) ist wichtig!
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

15.02.2010 21:00 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

15.02.2010 21:00 Zitieren Zitieren

Liebe Frau Dr. Anderson !
Sorry, dass ich mich jetzt erst zurückmelde, aber, ich hatte in der letzten Zeit sehr wenig Zeit, am Pc zu kommen. Ich musste in der letzten Zeit für die Schule noch sehr viel tun und auch für meinen Ausbildungsbetrieb. Denn ich musste in der ganzen letzten Zeit von morgens 08.00 Uhr bis abends 17.00 Uhr arbeiten und musste dann als ich zuhause war noch für meinen Ausbildungsbetrieb, eine Feier organisieren und Bewirtungen durchplanen und dazu auch verschiedene Pläne, wie zb. Fristenpläne, Mitarbeiterpläne, Arbeitszeitpläne, etc. ausarbeiten. Desweiteren, musste ich auch noch zusätzlich für die Berufsschule viel lernen, weil in der gleichen Zeit soviele Klausuren und Tests anstanden. Auch letzte Woche musste ich wieder für Bewirtungungen, die jetzt diese ganze Woche im Betrieb stattfindet durchplanen und alles ausarbeiten. Das Planen und organisieren und die entsprechenden Pläne dazu ausarbeiten, konnte ich ja nur nach Feierabend machen, weil ich das ja nicht während meiner Arbeitszeit machen konnte, weil wir da wenig Personal waren. Also ging es nur abends, als ich zuhause war. Ich muss zugeben, es war sehr stressig, weil ich erstens vorher ganz normal meine Arbeitsstunden hatte, also von morgens 08.00 Uhr bis abends 17.00 Uhr und dann noch zusätzlich abends die zusätzliche Arbeit hatte, die bis nachts ca. zwischen 01.00 Uhr und 02.00 Uhr dauerte. Den Morgen darauf, klingelte mein Wecker dann wieder um 05.00 Uhr und musste dann wieder raus, weil ich mich dann wieder für die Arbeit fertig machen musste, weil ich ja wieder um 08.00 Uhr anfangen musste. Aber ich musste ja schon um 06.50 Uhr mit dem Bus fahren, der Bus ist ja auch erst um 07.35 Uhr in dem Ort, wo ich arbeite. Da ich an der letzten Haltestelle ausgestiegen bin, mussteich dann auch noch 10 bis 15 min. bis zum Betrieb laufen. Ich merkte wohl, dass ich noch sehr müde war. Das ganze Spiel ging dann eine ganze Woche so. Als ich dann auch an diesem Tag um 17.00 Uhr Feierabend hatte, ging das Planen und organisieren und Pläne schreiben weiter. Auch fast bis tief in die Nacht. Als ich dann müde war und ich mich hinlegen wollte, um zu schlafen, konnte ich es nicht, weil ich dann zu aufgekratzt war und war somit noch bis morgens 04.00 Uhr wach und mein Wecker klingelte dann wieder um 05.00 Uhr. An diesem Tag musste ich meine ganzen Ausarbeitungen und Vorbereitungen, die ich bislang erarbeitet habe, meine Ausbilderin vorzeigen. Sie sagte, dass ich da noch mal ran müsste, weil es noch nicht genau wäre, wie das sein sollte. Also musste ich dann nach Feierabend noch einmal ran. Danach habe ich es ihr nochmal vorgezeigt und es war dann wohl in ordnung. Ich war froh, als ich das fertig hatte. In der geichen Woche, als ich das ganze machen musste, musste ich ja auch für die Klausur, die ich in der Berufsschule schreiben musste,lernen. Das war ganz schön stressig und sehr heftig.
Aber, was ich jetzt tollfand, war, dass ich jetzt dieses Wochenende, langes Wochenende hatte, auch heute hatte ich frei. Ich habe mich heute so richtig ausgeschlafen. Ich bin gestern um ca. 20.30 Uhr ins Bett gegangen und bin sofort eingeschlafen bis heute Mittag, ca. 11.30 Uhr, so in eins durchgeschlafen. Aber das war ja auch kein Wunder, denn mein Körper musste das alles nachholen, was er zu wenig hatte.
Somit bin ich erst jetzt wieder hier on und habe diese Naricht von Ihnen gesehen und schreibe Ihnen wieder. Danke erstmal für Ihren Beitrag. Ich probiere diese Übung heute Abend einfach mal aus, den Sie mir beschrieben haben. Ich hoffe, es funktioniert. Die Übung hört sich nämlich nicht schlecht an. Die könnte wohl gut sein. Ich probiere die Übung mal öfters aus. Ich bin sehr gespannt. Ich werde mich auf jeden Fall wiedermelden, denn Sie möchten ja bestimmt gerne wissen, ob es bei mir klappt, oder ? Aber jetzt muss ich leider wieder off, weil ich jetzt schlafen muss, damit ich morgen für die Arbeit wieder fit bin, denn ich muss morgen auch wider von 08.00 Uhr bis abends 17.00 Uhr arbeiten. Bis nächste Mal ! Danke nochmal ! Lg ! Flocke (Kerstin)

09.03.2010 15:41 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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09.03.2010 15:41 Zitieren Zitieren

Liebe Kerstin,
Deine Schilderung hat mich sehr lebhaft an mein Examen erinnert, in der schlimsten Phase alle zwei Tage eine Pruefung in einem anderen Fach, die Naechte hindurch lernen, bis der Kopf voellig wuselig war und man das sichere Gefuehl hatte, absolut nichts mehr behalten zu koennen.
Probier die Uebungen - und bleib damit am Ball, auch wenn du anfangs vielleicht noch nicht den Eindruck hast, dass sich irgendetwas dadurch veraendert. Achte auf deine Gefuehle und koerperlichen Empfindungen, aber bewerte sie nicht, sondern nimm sie einfach nur zur Kenntnis.
Alle derartigen Praktiken, sei es Meditation, Autogenes Training oder Selbsthypnose, wirken durch regelmaessige Wiederholungen. Koerper und Psyche stellen sich allmaehlich darauf ein, bis sie immer schneller in einen Entspannungszustand gleiten.
Ich druecke dir jedenfalls weiterhin die Daumen,
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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