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05.03.2011 21:59 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

05.03.2011 21:59 Zitieren Zitieren

Stimmungsschwankungen ! Bitte Antwort ! Sehr wichtig !!!!

Hallo Frau Dr.Anderson!
Wie Sie ja wissen, bin ich in eine Reha-Einrichtung. Mein Arzt und meine Betreuerin sagten zu mir, dass die Rehabilitation bei mir gut läuft. Ich hätte gute Fortschritte gemacht. Das sehe ich aber oftmals nicht so. Denn ich habe noch zu oft Stimmungsschwankungen innerhalb eines Tages. Der Arzt und meine Betreuerin sagten es auch. Die beiden sagten, dass es sonst wohl gut läuft. Ich muss nun ein Praktikum machen, weil die sehen wollen, ob ich belastbar bin oder auch nicht. Die erste Praktikumswoche ist schon vorbei. Die Einrichtung ist extra für Menschen, die in irgendeinerweise eine Behinderung haben. Deswegen bin ich nun auch erst in so einer Einrichtung, weil die erst sehen wollen, ob ich schon belastbar bin oder auch nicht. Wenn es gut läuft, dann soll noch ein weiteres Praktikum erfolgen, aber dann auf den 1. Arbeitsmarkt. Jetzt, wo ich das Praktikum mache, ist in eine Schlosserabteilung. Macht mir total viel spaß dort. Die Kollegen sind auch sehr nett zu mir. Aber eigentlich ist das ja nicht mein Arbeitsbereich, sondern ist mein Bereich in der Hauswirtschaft. Da aber in dieser Einrichtung in dem hauswirtschaftlichen Bereich kein Platz frei ist, sollte ich erst im Schloserberich rein, weil da ein Platz frei war. Aber die Tätigkeit,die ich dort ausübe, ist überhaupt nicht schwierig. Ich muss nämlich ca. 3 verschiedene Teile ineinanderstecken und diese dann mit einem elektrischen Handbohrer verschrauben. Das macht mir wirklich sehr viel spaß. Das hätte ich nie von mir gedacht. Das blöde ist nur, dass ich immer noch zu oft Stimmungsschwankungen habe. Meine stimmung schlägt sich oft stündlich um. Meine Beträuerin und mein Arzt sagten mir, dass sich dass natürlich bald ändern muss. Desweiteren musste der Arzt in der letzten Zeit ständig für mich Medikamente umstellen, um herauszufinden, welche die richtigen für mich sind. Zur Zeit bekomme ich so einiges. (Anm.d.Red. Markennamen dürfen nicht genannt werden) Ab und an bin ich auch noch zusätzlich auf Bedarfsmedikation angewiesen. Ohne Medikamente würde es bei mir gar nicht gehen. Aber immer diese Stimmungsschwankungen sind immer so anstrengend für den Körper, ich bin dann immer so ausgelaugt, habe keine Kraft, um irgendwas zu machen, stattdessen ziehe ich mich zurück aufs Zimmer, weil ich dann kaum jemanden ummich haben kann. Die Phase hält dann meistens dann ca.1 Woche oder auch mal nur 1 Stunde an bin dann auf einmal gut drauf, also die extremen Schwankungen machen mich echt zu schaffen. Desöfteren habe ich noch immer Selbstmordgedanken und denke zu oft, dass ich nichts wert bin und dass ich nichts kann. Als ich vor ca. 3 Wochen wieder so schlecht zurecht war, wollte mein Arzt mich schon beinahe wieder in eine Klinik einweisen. Mittlerweile ist meine Stimmung so mittelmäßig. Meine Frage ist nun, ob diese extremen Schwankungen immer noch normal sind nach so langer Zeit?. Ich bin im nächsten Monat, also im April 1 Jahr in Therapie. Wie lange dauert eigendlich so im Schnitt eine Depression? Das interessiert mich wirklich sehr! Heute habe ich auch noch erfahren, dass eine gute Bekannte von mir, die ich im Krankenhaus kennengelernt habe, die aber allerdings vor 4 Wochen 84 Jahre alt geworden ist, verstorben ist. Im Krankenhaus habe ich sehr viel Spiele gespielt und war auch so viel mit ihr zusammen. Das hat mich auch sehr mitgenommen. Bitte Antwort ! Danke ! Ist sehr wichtig ! Lg ! Flocke (Kerstin)

01.04.2011 19:07 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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01.04.2011 19:07 Zitieren Zitieren

Hallo, Kerstin,
Ich freue mich, wieder einmal von dir zu hören. Ich kann mir vorstellen, dass du manchmal den Mut verlierst, wenn du wieder mal in so ein Stimmungstief abrutschst, und dass du dich oft erschöpft und wie ausgelaugt durch dieses Auf und Ab fühlen musst.
Auch wenn dein Praktikum in der Schlosserei nicht unmittelbar etwas mit deiner Hauswirtschaftslehre zu tun hat - das Wichtige ist, dass dir die Tätigkeit Spass macht, und dass du auch durch das, was du lernst, deine Gehirnzellen trainierst. Und sicher kommt dir das technische Verständnis, das du dir dabei aneignest, auch beim Hauswirtschaften zugute.
Bei Depressionen dauert es oft längere Zeit, bis man die richtige Wirkstoffkombination gefunden und der Körper sich darauf eingestellt hat. Eine gültige Vorhersage darüber, wie lange Depressionen normalerweise dauern, lässt sich aber leider nicht machen.
Einige Betroffene erleben kürzere, dramatischere Phasen, andere mildere, aber sich länger hinziehende Verstimmungen. Ebenso können Jahre zwischen einzelnen Episoden vergehen, oder sie tauchen mit Regelmässigkeit jedes Frühjahr und jeden Herbst auf. Jeder Mensch ist verschiedenen, und gerade bei Depressionen sind die Verläufe sehr unterschiedlich.
Wenn dir dein Leben manchmal auch vorkommt wie ein Kampf, jeden Tag irgendwie zu überstehen - du musst dir klarmachen, dass kleine Erfolge und Überwindungen auch zählen und dich innerlich bestärken, auch wenn sich das oft keineswegs so anfühlt.
Treibst du eigentlich irgendeinen Sport? Regelmässiges Ausdauertraining wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder auch Tanzen hat nämlich eine wissenschaftlich erwiesene, antidepressive Wirkung, weil es die Produktion des Stresshormons Cortisol reduziert und gleichzeitig die Ausschüttung des Wohlfühlhormons Serotonin stimuliert.
Der bekannte Arzt und Neurowissenschaftler Prof. Dr. David Servan-Schreiber, einer der Begründer der Organisation “Ärzte ohne Grenzen”, hat in seinen klinischen Studien bewiesen, dass man Depressionen nicht nur mit Medikamenten und Gesprächstherapie, sondern auch mit regelmässiger Bewegung beeinflussen kann. Er hat mehrere, sehr lesenswerte Bücher verfasst, vielleicht kannst du dir dort einige Anregungen zur Selbsthilfe holen.
Abschied von einem liebgewonnenen Menschen zu nehmen ist immer schwer, auch wenn der Verstorbene schon alt war. Aber es ist schön, dass du solch gute Erinnerungen an eure gemeinsame Zeit habt - und ihr hat das Zusammensein mit dir sicher auch gutgetan.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute für deine Rehabilitation.
LG, Dr. Karin Anderson

09.04.2011 12:38 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

09.04.2011 12:38 Zitieren Zitieren

Hallo Frau Dr.Anderson!
Danke schön für Ihre Antwort. Ja, ich mache Sport. Ich fahre immer wenn gutes Wetter ist mit Inliner mit meiner Mitbewohnerin meiner Wohngruppe. Desweiteren gehe ich walken, gehe spazieren und fahre sehr viel Fahrrad. Aber in Moment nützt es mir alles nicht viel. Ich bin schon wieder oder eher gesagt immer noch in einem Stimmungstief. Mir geht es einfach nur miserabel. Ich habe auch immer noch, seitdem es mir nicht gut geht, Selbstmordgedanken, gehe auch seitdem nicht mehr raus, vernachlässige ich den Sport und ich bin einfach ausgelaugt, kann nachts nicht mehr als 3 bis 4 Stunden schlafen, trotz Schlaftablette . Desweiteren komme ich ganz, ganz schlecht aus dem Bett, wenn ich raus muss.Außerdem habe ich auch keine Motivation, keinen Antrieb mehr und ich habe wieder solche schlechte Gedanken. Zum Beispiel denke ich, dass es für mich besser gewesen wäre, wenn ich gar nicht erst auf die Welt wäre. Ich habe einfach keine Lust mehr zu leben. Ein weiteres Problem ist auch,dass ich kein Selbstwertgefühl habe und ich mich auch unter anderem selbst selbst runter mache. Ich sehe das Leben total negativ und weiß auch nicht, warum ich lebe. Dann habe ich auch noch ein weiters Problem und zwar, meine Mutter setzt mich immer noch unter Druck, indem sie mir ständig sagt, dass die Reha mir nichts bringen würde, obwohl das gar nicht so ist. Mein Arzt und meine Betreuerin haben mit mir und meinen Eltern schon ein Familiengespräch geführt, um den meine Erkrankung zu erklären und wie es in Zukunft aussehen könnte. Aber offensichtlich haben es meine Eltern es noch nicht verstanden. Meine Eltern wissen gar nicht genau, wie ich mich fühle. Die meckern immer, wenn ich mit meinen Eltern in Kontakt bin, entweder telefonisch oder wenn ich jedes zweite Wochenende zuhause bin. Die regen sich wegen jeder Kleinigkeit herum, sodass ich riesen Angst habe,vor der Reaktion meiner Eltern. Ich kann einfach nicht vernünftig mit meinen Eltern sprechen, die wissen immer alles besser, obwohl ich das besser beurteilen kann, als die. Das regt mich auch noch zusätzlich so auf. Dann habe ich außerdem noch ein Problem und zwar, ich muss mit hoher Wahrscheinlichkeit in 5 Wochen aus der Reha-Einrichtung raus, wenn mein Kostenträger die Verlängerung nicht mehr genehmigen und weiß auch nicht genau, was ich dann machen soll, wie es mit mir weiter geht. Ich soll unbedingt von zuhause raus und stattdessen ins Betreute Wohnen rein. Mein Arzt und meine Betreuerin wissen auch noch nicht genau, wie es dann mit mir weiter gehen soll. Ich habe echt Probleme damit. Mir geht das alles durch den Kopf und dann noch zusätzlich die negativen Gedanken, die ich hier schon benannt habe. Mir geht es damit total scheiße. Ich kann bald nicht mehr. Ich bin wieder so in einem Tief drin, dass ich nicht mehr lange es aushalten kann und ich sehr bald wieder durchdrehe. Ich bin kurz davor zu explodieren. Ich bin auch fast nur noch am Weinen. Ich muss mal sehen, wie ich da wieder rauskomme. Aber nun muss ich leider wieder offline gehen, da ich noch Arbeit zu erledigen habe. Bye ! Und danke nochmal. LG ! Flocke(Kerstin)

01.05.2011 15:43 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

01.05.2011 15:43 Zitieren Zitieren

Liebe Frau Dr.Anderson!
Mir geht es seit ca. 2 bis 3 Wochen wieder einigermaßen gut. Ich habe ja jemandem im Praktikum kennengelernt. Ich hatte mich nach meinem Praktikum weiterhin getroffen, sind Kaffeetrinken gegangen. Jetzt sind wir beide seitdem zusammen. Seitdem bin ich auch wieder sehr gut drauf. Aber jetzt fängt das schonwieder mit der schlechten Stimmung an. Mein Freund hat mich auch schon ein bisschen getröstet und versucht auch mich abzulenken. Ich hatte mich so darauf gfreut, dass ich endlich wieder gut drauf bin. Noch nicht lange gut drauf, dann wird meine Stimmung wieder sehr schlecht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich bin wieder nur am Weinen und habe zu nichts mehr wirklich lust. Warum habe ich schon wieder diese schlechte Stimmung ? Es gibt keinen Grund dafür. Einen Grund ist vielleicht, meine Mutter setzt mich schonwieder unter Druck, sie ist nur am Meckern. Grund ist außerdem noch, dass ich es meine Familie verheimlichen muss, dass ich nun einen Freund habe. Mein Arzt sagte mir, dass ich es denen noch nicht sagen soll, da meine Eltern nur am Meckern sind. Ich wünschte mir so sehr, dass ich nicht mehr alles verheimlichen müsste. Ich möchte so gerne meine Familie es sagen. Ich habe einfach sehr große Angst davor, dass sie wieder ausrasten, obwohl ich es doch selbst entscheiden kann, da ich jetzt bald 25 Jahre alt werde. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Ich bin ich mit meinen Nerven am Ende. Ich kann einfach nicht mehr. Wieso habe ich immer in kürzlichen Abständen so extreme Stimmungsschwankungen ? Das strengt mich so sehr an, dass ich nur noch weinen muss. Ich kann einfach nicht mehr! Ich bin so müde, ausgelaugt und so fix und fertig! Außerdem habe ich schonwieder diese blöden negativen Gedanken. Und ich war so froh darüber, dass ich diese die letzten 2 bis 3 Wochen nicht hatte. Ich hasse es, dass es schonwieder alles anfängt. Was mache ich bloß ? Ich habe jetzt in diesen Monat (Mai)noch mit meinen Eltern, meinem Arzt und meine Betreuerin einen Familiengespräch. Wir besprechen noch so einige Probleme an, zum Beispiel, das Problem, dass meine Mutter mich immer so unter Druck setzt und auch noch so einige andere Probleme. Ich finde es ja eigentlich ganz gut, dass wir so einen Gespräch machen wollen, nur mein Problem ist, dass ich sehr große Angst davor habe, vor allen Dingen Angst vor meinen Eltern. Warum muss es mir schonwieder schlecht gehen ? Warum ? Ich weiß einfach nicht, womit ich das verdient habe. Was soll ich bloß machen ? Ich habe schonwieder eine Medikamentenumstellung bekommen, um zu schauen, wie es sich entwickelt. Aber ich merke einfach keine Änderung. Ich fühle mich einfach sehr beschissen. Ich hatte auch schonwieder am Donnerstag und heute einen Nervenzusammenbruch, bin einfach wieder durchgedreht. Desweiteren fühle ich mich sehr schlapp. Was mache ich bloß jetzt ? Muss ich etwa wieder ins Krankenhaus ? Ich habe Angst davor, da wieder hin zu müssen. Ich möchte das nicht. Ich möchte es gerne so schaffen, ohne Krankenhausaufenthalt. Denn, wenn meine Familie erfährt dass ich eventuell wieder dort hin muss, dann ticken die wieder sehr aus und machen mir wieder Vorwürfe. Denn, als ich letztes Jahr dort hingekommen bin, hat meine Familie mir auch an den Tag noch heftige Vorwürfe gemacht, sodass ich ein schlechtes Gewissen hatte. Was soll ich bloß tun ? Ich komme einfach nicht mit den ganzen Situationen klar! Ich habe einfach keine Lust mehr auf das scheiß Leben. Ich wünsche mir so sehr, dass ich endlich sterbe. Ich denke sehr oft darüber nach. Heute morgen durfte ich nach Hause und jetzt bin ich es auch noch, dewegen, kann ich jetzt schreiben am PC. Aber heute Abend muss ich wieder in der Reha-Einrichtung zurück sein. Ich freue mich schon sehr auf morgen, da ich dann wieder morgens Sport habe, walken. Ich hoffe sehr, dass ich dann meinen Kopf frei bekomme. So, nun muss ich leider wieder offline gehen, da ich noch zu meinen Tieren muss (Kater, Hunde und Kaninchen)und dann muss ich ja auch schon bald wieder zurück fahren, damit ich auch pünktlich wieder in Reha bin.
Ich sage mal bis bald ! Danke schön, dass ich Ihnen immer schreiben kann und dass Sie mir auch immer antworten! Danke!!!! LG! Flocke (Kerstin)

17.05.2011 16:32 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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17.05.2011 16:32 Zitieren Zitieren

Liebe Kerstin,
So schön es für dich ist, einen Partner gefunden zu haben, den du lieben kannst und der dich liebt - die Notwendigkeit, deine neue Beziehung vor deinen Eltern zu verheimlichen, konfrontiert dich wieder mit deinem ungelösten Familienkonflikt.
Du wünschst dir offenbar immer noch so sehr, von deinen Eltern akzeptiert zu werden, so wie du bist, und sie endlich doch noch zufriedenzustellen. Das bleibt aber möglicherweise eine ewig unerfüllbarer Wunsch, und du musst es lernen, dich selbst als erwachsene Person zu akzeptieren und zu lieben, und nicht mehr als die unzulängliche Tochter zu sehen, die es ihren Eltern nicht recht machen kann.
Ich kann verstehen, dass dir der Gedanke an ein Familiengespräch erstmal Angst vor neuerlichen Konfrontationen macht. Dein Arzt und deine Betreuerin sind aber hoffentlich in der Lage, dieses Gespräch zu moderieren und eine Eskalation zu verhindern.
Regelmässiger Ausdauersport ist ein erprobtes Mittel gegen Depressionen, mit dem Walken tust du auf jeden Fall das Richtige.
Und dein Freund, ebenso wie deine Tiere, zeigen dir auch jeden Tag, dass du eine liebenswerter, wertvoller Mensch bist - du musst es nur noch selber glauben.
Ich weiss, dass du sehr kämpfen musst, und Rückschläge gehören leider zum Heilungsprozess dazu. Ich denke aber doch, nach allem, was ich von dir höre, dass du Fortschritte machst, und es letztendlich trotz aller Hindernisse schaffen wirst!
LG, Dr. Karin Anderson

21.05.2011 14:06 Zitieren Zitieren

Unregistriert
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21.05.2011 14:06 Zitieren Zitieren

Hallo, Frau Dr. Anderson!
Ich danke Ihnen für die Antwort. Ich habe inzwischen ein Familiengespräch gehabt. Es war am Dienstag, den 17. Mai 2011 abends. Das Gespräch ist sehr gut gelaufen. Desweiteren habe ich meinen Eltern und Geschwistern erzählt, das ich jetzt wieder einen Freund habe. Sie haben sich sehr gefreut für mich. Desweiteren wurde in diesem Gespräch angesprochen, wie es nun weitergehen kann mit mir. Auch da habe ich sehr gute Aussichten. Ich bin jetzt schon 9 Monate in der Reha-Einrichtung. Das kommt mir noch gar nicht so vor, das es schon 9 Monate sind. Die Frist ist nun ausgelaufen. Ich muss jetzt von meinem Kostenträger(Rentenkasse) eine Ablehnung rechnen, da ich noch einige Zeit noch nicht fit bin, um auf den ersten Arbeitsmarkt arbeiten zu können. Das Ziel der Rentenkasse ist nämlich, dass man wieder in der nächsten Zeit auf den ersten Arbeitsmarkt arbeiten kann. Aber das ist bei mir noch lange nicht der Fall, wie mein Arzt und meine Betreuerin sagten. Deshalb muss ich nun mit einer Ablehnung rechnen, weil die sich ja auch sagen, warum sie weiterzahlen sollen für mich, wenn ich da noch nicht arbeiten kann. Aber wenn wir die Ablehnung bekommen, habe ich noch die Möglichkeit eine Soziale Reha zu machen. Das bedeutet in erster Linie, Ablösung vom Elternhaus. Für mich bedeutet das, entweder in ein Betreutes Wohnen oder in einer WG zu leben. In der Zeit wo ich die Soziale Reha mache, kann ich noch weitere 9 Monate in dieser Reha-Einrichtung leben, wo ich jetzt noch zur Zeit eine medizinische Reha mache. Also in der gleichen Einrichtung. Nach Abschluss der Sozialen Reha, soll auch noch eine berufliche Reha erfolgen, die 2 Jahre dauert.
In dem Familiengespräch haben wir das auch besprochen und meine Familie steht auch hinter mir und bekomme auch von den Unterstützung, was auch sehr gut ist. Meine Familie versteht mich jetzt auch ein bisschen besser. Mein Arzt und das ganze Team sagten zu uns, dass ich sehr gute Aussichten habe dass das alles klappt und das ich diese 2 Rehaformen machen kann. Wir beantragen das auch schon. Das Gespräch war dann am Dienstag Abend um ca. 20.30 Uhr zu Ende. Danach bin ich noch mit meinen Eltern noch Essen gegangen und haben noch anschließend einen Spaziergang gemacht und habe meinen Eltern den Ort gezeigt. Unterwegs haben wir noch mal das Ganze noch mal durchgesprochen und ich habe festgestellt, dass meine Eltern sehr begeistert sind von der ganzen Sache. Da bin ich auch sehr froh drüber. Nach dem Familiengespräch spürte ich eine große Erleichterung. Mir gings danach schon viel besser. Ich finde es auch sehr gut und positiv, dass ich doch meiner Familie sagen konnte, dass ich nun einen Freund habe und dass sie mir keine Vorwürfe und Vorhaltungen gemacht haben und das mein Freund bei meine Familie willkommen ist. Dieses Wochenende darf ich mit eine Übernachtung nach Hause. Das bedeutet, ich bin heute morgen nach Hause hin und muss morgen abend wieder zurückfahren. Das ist sehr schön. Ich freue mich auch schon wieder darauf, meine Nichte zu sehen bekomme, die jetzt in 2 Monaten mittlerweile 2 Jahre alt wird. Jedes mal wenn ich da bin und die mich sieht freut sich sehr und kommt auf mich zugelaufen und möchte bei mir auf den Arm und dann möchte sie erst immer eine Runde kuscheln. Die heitert mich auch zwischendurch immer wieder auf, wenn ich so schlecht drauf bin. Die tut mir einfach sehr gut. Ich habe auch zwischendurch auch immer wieder so Tiefphasen, die eine Zeitlang anhalten. Die meinten auch, dass ich noch nicht stabil genug bin. Ich habe erfahren vor kurzer Zeit, dass ich wieder Tante werde. Meine Nichte bekommt entweder eine Schwester oder einen Bruder. Die Frauenärztin meiner Schwester,meinte, dass es diesmal ein Junge wird. Mal abwarten. Im Oktober dieses Jahres soll es geboren werden. Ich bin schon sehr gespannt darauf. So, leider muss ich nun schonwieder offline gehen, da ich noch das Wohzimmer sauber machen muss und noch eine Runde mit den Inliner drehen möchte. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Beiträge ! Danke schön, dass ich Ihnen immer schreiben kann, wann immer mir danach ist. Danke ! LG ! Flocke (Kerstin)

28.05.2011 01:59 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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28.05.2011 01:59 Zitieren Zitieren

Liebe Kerstin,
Ich freue mich sehr, dass alles so gut abgelaufen ist. Familientherapeutische Gespräche können wirklich sehr hilfreich sein.
Der erste Schritt ist ja schon getan, wenn alle eingeladenen Familienmitglieder bereit sind, sich überhaupt darauf einzulassen. Sie haben ja oft Angst, der Therapeut könne sich als Richter aufspielen, ihnen Vorwürfe machen, und alle Schuld an den Problemen des Patienten geben.
Die Möglichkeit, in Gegenwart eines neutralen, kompeteten Therapeuten über hoch emotionale Dinge sprechen zu können, ohne dass die Sitzung zu einem aggressiven Streitgespräch mit gegenseitigem Anschreien, Beleidigungen und Anschuldigungen eskaliert, ist ungeheuer wertvoll.
Ohne geschulten Vermittler ist so ein Familiengespräch meist gar nicht möglich, weil er immer dann rechtzeitig eingreifen kann, wenn Grenzen überschritten und Teilnehmer nicht mehr respektiert werden.
Hochs und Tiefs werden dich sicher noch längere Zeit begleiten, aber es gibt ja mittlerweile eine klare Zielvorgabe, und Leute, die dich gern haben, und dir zur Seite stehen wollen.
LG, Dr. Karin Anderson

 
 

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