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08.01.2011 01:01 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

08.01.2011 01:01 Zitieren Zitieren

Ist eine Beziehung zwischen Arzt und (offizieller) Vertrauenperson eines Patienten rechtliche zulässig?

Ich habe schon seit fast einem Jahr ein großes Problem.

Ich bin die offizielle Vertrauensperson eines alten Mannes, der fast taub ist und daher Hilfe beim "übersetzen" des gesprochenene Wortes benötigt.

Diese Person begleite ich deshalb mindestens einmal im Monat oder öfter zu seinem behandelnden Arzt.

Von Anfang an war zwischen dem besagten Arzt und mir eine Große Symphatie und Anziehungskraft, die sich im Laufe der Zeit noch verstärkt hat.

Ich habe den Arzt darauf angesprochen und er hat zugegeben, daß er mich auch mag.

Nach einer Bedenkzeit hat er allerdings gesagt, daß er sich NICHTS zwischen und vorstellen kann, obwohl er sich SPONTAN GANZ ANDERS geäußert hatte.

Ich habe versucht, den beruflichen Kontakt zu minimieren, was aber auch nicht immer geht.

Jedenfalls macht er jetzt sein Interesse noch deutlicher als vorher, macht aber bisher keine Anstalten mich privat zu treffen.

Und noch eine Bitte hier: Das ist keinesfalls ein Wunschdenken oder eine Einbildung von meiner Seite aus (die Zuneigung vom Arzt), sondern real.

Kann es sein, daß der Arzt Bedenken hat, vor irgendwelchen rechtlichen Konsequenzen?

Wenn ICH die Patientin wäre, wäre es ja einfacher: ER könnte mich zu einem Kollegen überweisen.

Aber so? Er müßte seinen Patienten, den ICH betreue einweihen und ich auch.

Der Patient ist von UNS BEIDEN abhängig. Er der Arzt - ich die Betreuerin.

Ist sowas überhaupt zulässig- wie kann man die Situation lösen, ohne daß es eventuell Gerede geben könnte (wovor der Arzt sicher Angst hat)?

Hoffentlich kann mir hier jemand helfen, ich bin ratlos.

08.01.2011 19:48 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

08.01.2011 19:48 Zitieren Zitieren

kurze Frage: Wie macht der Arzt seine Zuneigung zu dir deutlich?

Sagt er es oder ist es eher nonverbal?

Weiß du ob er verheiratet ist? Dies könnte ja ein Grund sein, warum eher lieber keine Beziehung will.

LG

09.01.2011 11:01 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

09.01.2011 11:01 Zitieren Zitieren

Habt ihr zwei schonmal offen darüber geredet?

11.01.2011 11:44 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

11.01.2011 11:44 Zitieren Zitieren

Zitat von =Unregistriert:
Habt ihr zwei schonmal offen darüber geredet?



Hallo,

er hat es mir verbal bestätigt, daß er mich mag und auch gefragt, wie es jetzt zwischen uns weitergehen soll. Dann hat er aber wieder (beim darauf folgenden Gespräch) gesagt, daß er sich nichts zwischen uns vorstellen kann.

Ich habe mich dann -beruflich!- mit Ausreden ferngehalten, bis es nicht mehr ging (2-3 Monate). Bei unseren letzten beruflichen Zusammentreffen DANACH hat er dann aber ganz offen mit mir geflirtet (offener als zuvor), hat versucht mir private Fragen zu stellen und hat mich im Flirt an eine Begebenheit erinnert, die bei unserem ersten Zusammentreffen vor ca. einem Jahr stattfand. Das hat er noch gewußt.

Medizinische Dinge, die erst 5 Monate her waren, mußte er dagegen in der Akte nachschauen.

Das er mich anhimmelt, haben auch schon andere gemerkt. Er nimmt sich, wenn ich dabei bin extrem viel Zeit, viel mehr als wenn der Patient alleine dort ist.Er beobachtet alles was ich mache, und will mich auch in seiner Nähe haben, wenn es der Patient gar nicht für erforderlich hält. Irgendwie reagiert der Doc auch eifersüchtig. Z.B. hat er sich NICHT gefreut, daß ich mit dem Patienten an Weihnachten Essen ging, weil der sonst alleine gewesen wäre?!

Der Patient hat sogar gemeint, als ich gesagt habe, daß ich nächstes Mal wieder nicht mitkommen kann: "Da wird der Doktor aber weinen". und hat dabei gegrinst.

Mich macht das alles ziemlich fertig und deshalb versuche ich jetzt auch den Kontakt zwischen dem Doc und mir so weit es geht zu reduzieren.

11.01.2011 12:00 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

11.01.2011 12:00 Zitieren Zitieren

Zitat von =Unregistriert:
Habt ihr zwei schonmal offen darüber geredet?



Nein, haben wir nicht. Und ich werde von mir aus auch nichts mehr zu ihm sagen, nach der verbalen Abfuhr.

Ich versuche mich sachlich und der geschäftlichen Situation angebracht zu verhalten. Was ohnehin nicht leicht ist, wenn man verliebt ist.

Ich wollte mich nie in einen Arzt verlieben und nun sowas. Über verliebte Frauen, die ihren Arzt anhimmeln wurde ja schon oft und überall berichtet. Ich will das eigentlich gar nicht, aber die starken Gefühle sind real.

Und er schaut mich genau so verliebt an und verhalt sich auch nicht gerade rational, würde ich mal sagen.

Ich kann mich nur weiter zurück ziehen- was aus der berulichen Situation heraus nicht einfach ist (Interessenskonflikt) und schauen, was passiert.

Der behinderte Mann braucht MICH; als VERTRAUENSperson bin ich für ihn auch nicht ersetzbar.

Mir geht es echt schlecht, ich habe einen kleinen Sohn (von dem der Arzt weißblinzeln und kann im Moment fast keinen klaren Gedanken fassen und die Alltagsbewältigung fällt mir schwer.

Ich habe auch niemanden hier, dem ich die Geschichte anvertrauen könnte.

25.01.2011 16:28 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

25.01.2011 16:28 Zitieren Zitieren

Hallo,
Im Prinzip sehe ich keinen Grund für ethische oder rechtliche Bedenken gegen eine Beziehung zwischen einem Arzt und der Betreuungsperson eines Patienten (es sei denn, die beiden würden sich in krimineller Absicht zusammentun, um den Patienten zu schädigen).
Hoffnungen solltest du dir allerdings trotzdem lieber nicht machen, denn es sind vermutlich nicht ethische Bedenken, die den Arzt zurückhalten, sondern sein widersprüchliches Verhalten hat eher mit seinen eigenen ambivalenten Gefühlen dir gegenüber zu tun.
In jedem Fall ist sein Interesse an dir nicht gross oder aufrichtig genug, um sich entweder um privaten Kontakt zu dir zu bemühen - oder sich eindeutig und klar dagegen abzugrenzen.
LG, Dr. Karin Anderson

29.01.2011 10:46 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

29.01.2011 10:46 Zitieren Zitieren

Danke Frau Dr. Anderson für Ihre ehrliche und leider wohl auch richtige Einschätzung.

Ich habe zwischenzeitlich für mich auch die Notbremse gezogen.

 
 

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