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23.10.2012 20:40 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

23.10.2012 20:40 Zitieren Zitieren

Das Problem mit dem Essen

Hallo, ich habe seit längerer Zeit ein ziemlich großes Problem: Seit 2 Jahren leide ich an Magersucht. Ich weiß nicht, was der Auslöser dafür war oder wie alles anfing, aber nach einer Weile war ich (das weiß ich selbst) viel zu dünn. Da es mir aber körperlich immer gut ging, ich immer motiviert war und auch nie Schwächeanfälle oder ähnliches hatte, konnte ich immer alles gut abstreiten und verstecken.\r\nDie einzige, die sich wirklich Sorgen gemacht hat, war meine Mutter. Meiner Meinung nach hat sie aber an der falschen Ecke angesetzt, mir helfen zu wollen: Sie hat mich gezwungen zu essen, anstatt zu erkennen, dass der Grund in der Psyche liegt und der Körper nur das Ventil ist. Einfach essen - das macht ja nichts besser, das war nur Folter. Außerdem musste ich mich täglich vor ihr wiegen.\r\nVerständlicherweise war das für mich die schlimmste Zeit überhaupt, und gebracht hat das alles gar nichts. Über den Herbst und Winter nahm ich dann allerdings wieder zu und hatte Normalgewicht. Meine Mutter war der Meinung, jetzt sei alles gut. \r\nEigentlich war aber nichts gut, und ich stecke nach wie vor da drin und bin schon wieder am abnehmen. Meine Freunde sowie auch meine Mutter bemerken das. Ich glaube nicht, dass ich es noch länger verstecken kann. \r\nGenauer genommen bin ich sogar gewillt, Hilfe in Anspruch zu nehmen, allerdings weiß ich nicht, an wen ich mich wenden soll: Meine Mutter meint, am besten bescheid zu wissen, aber eig. weiß sie nichts. Von ihr möchte ich mir nicht noch einmal "helfen" lassen. Außerdem würde sie nicht auf die Idee kommen, mit mir professionelle Hilfe anzunehmen, da sie dafür gar nicht der Typ ist, sie ist da eher simpel. Weiterhin habe ich das Gefühl, meine Freunde nehmen das Thema nicht ernst und außerdem wissen die sich doch auch keinen Rat. Von alleine irgendwas auf die Beine zu stellen und vielleicht zu einer Beratungsstelle zu gehen kommt mir natürlich gar nicht erst in den Sinn. Mein Vater ist viel zu beschäftigt und ebenfalls uninformiert. Und ich denke, ich bin unfähig, meine Gedanken in Worte zu formen und ihnen alles zu erklären.\r\n\r\nWas denkt ihr dazu? Und was kann ich machen?

27.10.2012 18:09 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

27.10.2012 18:09 Zitieren Zitieren

Du hast ehrlich gesagt schon einen SEHR großen Schritt geschafft...! Und zwar dir einzugestehen, dass du ein Problem hast. Und das ist wirklich ein sehr großer Schritt!

Ich habe eine Freundin, die auch Magersüchtich war (+ bulemisch). Und zwar über 4 jahre. Das Wichtigste ist in der Tat sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht und sich dann auch Hilfe sucht.

Ich würde dir wirklich raten, zu einer Beratungsstelle zu gehen. Und dort wird dann weiter geguckt, wie man dir helfen kann.
Es empfiehlt sich dann sicherlich, professionelle Hilfe zu bekommen. Aber das lohnt sich, denn meist lassen sich die Probleme (der Psyche) beheben.

Meine Freundin war knapp 1 Jahr 1 Mal wöchentlich bei der Psychologin. Es war sicherlich viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt.

Sicherlich muss man sich bei diesem Prozess auch anderen Menschen öffnen (die auch lernen müssen damit umzugehen). Aber das kannst du ja auch "langsam" machen.
Und deine Mutter soll dir so nicht "helfen", daher ist es gut, wenn ihr darüber sprecht, dass sie es so nicht besser macht.

Bleib am Ball!!! Und alles Gute dir!!!

28.10.2012 00:40 Zitieren Zitieren

Lorenzo
Gast

28.10.2012 00:40 Zitieren Zitieren

Hallo\r\nIch denke du brauchst eine Vertrauensperson, mit der du deine Gefühle teilen kannst und auch tiefere Themen ausführlich diskutiert werden können.\r\nDu sprichst es ja auch an, dass du innerlich nicht mehr ganz im Einklang bist und du gerne darüber sprechen möchtest. Persönlich finde ich auch, dass äussere Probleme von innen kommen. \r\nEine Vertrauensperson zu finden ist nicht ganz einfach, da du ihr euch gegenseitig auch die eigenen Gefühle anvertraut.\r\nVieleicht musst du deinen Freundeskreis erweitern oder stehst einem verwandten sehr nahe. Wenn du jemanden findest mit dem du sprechen kannst, wirst du automatisch deine Gedanken mitteilen können. Je grösser das Vertrauen desto einfacher kannst du deine Gedanken aussprechen.\r\nEinen Psychologen aufsuchen kann auch helfen, da auch eine Schweigepflicht herrscht, fällt es vieleicht leichter Persönliche Dinge anzuvertrauen. Zudem hat er auch das Fachwissen zu den Themen.\r\nIn deinem Fall finde ich das aber nicht für notwendig.\r\nGibt es bei dir in der Umgebung Veranstaltungen über Magersucht oder Gesprächsgruppen die über persönliche Probleme diskutieren. An solchen Orten findet man auch Personen mit ähnlichen Problemen mit denen man sprechen kann. So können auch neue Freundschaften entstehen.\r\nManchen hilft auch ein Persönliches Tagebuch wo sie ihre Gedanken loswerden und ein sehr persönlicher Gegenstand ist.\r\nZu dem Thema gibt es auch Bücher, vieleicht willst du dein inneres besser verstehen, eine Fachliteratur über Magersucht, etwas Spirituelles oder Meditation.\r\n\r\nGruss Lorenzo\r\n

05.12.2012 14:44 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

05.12.2012 14:44 Zitieren Zitieren

Hallo,
Du bist dabei, in eine schwere seelsiche und körperliche Krankheit abzugleiten!
Noch kannst du umdenken, und dir Sorgen machen, dass du am Beginn einer Magersucht stehst. Wenn du aber nicht bald in eine fachgerechte Behandlung gehst, verändert sich mit dem Fortschreiten der Anorexie auch deine Körperwahrnehmung bis zu dem Punkt, dass du dich noch dann als zu dick erlebst, obwohl du bereits vollkommen abgemagert bist.
Du brauchst unbedingt Hilfe, und, du hast Recht, deine Mutter, so besorgt sie auch ist und soviel Mühe sie sich auch macht, kann diese Hilfe nicht leisten. Das kann nur ein Arzt oder Therapeut, der entsprechend geschult ist. Ein Tagebuch kann zwar eine gute Unterstützung sein, reicht aber allein bei einer ganz sicher nicht aus.
Eine Gesprächsgruppe hilft nur dann, wenn sie von einer Therapeutin oder einem Therapeuten geleitet wird, eine reine Selbsthilfegruppe ohne fachliche Leitung bietet nicht den nötigen Schutzraum bei einem so schwierigen Problem.
Deine Mutter macht sich doch Sorgen um dich, sie will dir doch helfen und hat ihr Bestes versucht, daher bin ich sicher, dass du ihr klarmachen kannst, dass du therapeutische Hilfe brauchst.
Am besten wäre es, wenn du gemeinsam mit ihr einen Termin bei deinem Hausarzt abmachst. Der Arzt oder die Ärztin kann ihr sicher auch besser klarmachen, dass eine Anorexie eine Krankheit ist, die eine darauf spezialisierte Behandlung braucht.
LG, Dr. Karin Anderson

 
 

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