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02.06.2013 23:40 Zitieren Zitieren

TrueEpiiC
Gast

02.06.2013 23:40 Zitieren Zitieren

Was ist mit mir los?

Hey Lächeln\r\n\r\nAlso seit paar Monaten denke ich, das ich echt tief in der Depressionsfalle sitze.\r\nAlso ich habe eh paar Probleme mit meiner Persönlichkeit und auch so mit meinem Leben Probleme die mir schon genug zu schaffen machen aber zur Zeit habe ich echt keinen Antrieb mehr und überlege manchmal einfach das Messer rauszuholen und aufzugeben.\r\nIch hatte eigentlich keinen Schicksalsschlag oder habe starke Probleme im Leben (Schule etc.) darum verwundert es mich das ich einfach nicht mehr kann.\r\nIch kann es schlecht beschreiben aber manchmal gibt es Tage wo ich einfach Abends im Bett sitze und weine. \r\nEs ist aber kein weinen das von Angst oder Selbst-Bemitleidung kommt sondern einfach von zufällige Depressive Gefühle.\r\n\r\nIch fühle mich echt mies und denke echt nach wie schön es sein kann einfach einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen. \r\nDas einzige was mich noch so hält ist der Gedanke an meine kleine Schwester und meinen kleinen Bruder weil ich echt traurig wäre wenn ich es nicht mehr miterleben kann wie sie wachsen.\r\nEs ist manchmal wirklich sehr schlimm weiß aber nicht den Grund, Aber ich habe es nicht jeden Tag obwohl ich manchmal echt eine "Ist doch alles egal"- Einstellung hab aber das liegt wohl noch an meiner Persönlichkeit (Habe kleine Persönlichkeitsprobleme).\r\n\r\nIch finde manche Menschen echt erstaunlich wie eine gute Freundin von mir, denn sie hatte echt viele Probleme und ist trotzdem noch aus dem Loch rausgekommen. \r\nIch glaube mein Problem liegt bisschen später zurück. \r\nAber ich weiß kein Rat und alleine schaffe ich es eh nicht und zu einem Psychologen will ich nicht weil ich das erstmal meinen Eltern sagen muss. (Bin 13 Jahr alt)\r\n\r\nEine Theorie ist von mir noch die Pubertät weil der Körper verändert sich und natürlich nicht nur physisch sondern auch mental. Bloß ich bin jetzt schon seit jetzt ca. seit 1 12 in der Pubertät und jetzt ist es sehr ausgeprägt.\r\n\r\nIch hoffe Sieihr habenhabt ein paar Theorien und Vorschlägen. Falls jemand meine starken Probleme wissen will soll einfach Bescheid sagen.\r\n\r\n(Frühe Trennung der Eltern -> Esssucht, etc.)\r\n\r\nAlso Danke für die Zeit ) Bye\r\n

04.06.2013 20:44 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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04.06.2013 20:44 Zitieren Zitieren

Hallo,
Du hast Recht, du bist sehr depressiv. Es ist gut, dass du dich hier an unser Forum wendest, denn offenbar hast du ja niemanden in deinem Umfeld, dem du dich anvertrauen magst.
Ganz sicher hast du bereits sehr belastende Erfahrungen in deinem Leben machen müssen, und dadurch vielleicht das Gefühl, deine Eltern nicht mit deinen Problemen belasten zu dürfen - oder zu können.
Depressionen entstehen oft dadurch, dass dein Gehirn unter starkem Stress anfängt, Botenstoffe zu produzieren, die dem Körper falsche Signale geben. Er kann dann die Funktionen nicht mehr gut ausführen, die ihn normalerweise entspannen und beruhigen. Du merkst das daran, dass du keinen Antrieb mehr hast, dich zu nichts aufraffen magst, und Lust an Dingen verlierst, die dir Spass machen oder dich ablenken könnten.
Genau, wie du beschreibst, ist mit diesem Zustand kein richtiges Gefühl des Traurigseins verbunden, und Tränen entlasten dich auch nicht, sondern du fühlst dich einfach kraftlos und leer, vielleicht wie unter einer Glasglocke von allem abgeschnitten.
Dazu kommen bei dir, wie du zu Recht vermutest, die massiven Veränderungen, die dein Körper und deine Seele während der Pubertät durchmachen. Solche Lebensabschnitte, wo wir uns von einem in ein anderes Stadium begeben, sind sowieso immer Zeiten, wo wir besonders anfällig für Stimmungsschwankungen und emotionale Krisen sind.
Ich bin froh, dass dir bei all dem, was dich belastet, doch klar ist, welchen Verlust es für dich bedeuten würde, deine jüngeren Geschwister nicht mehr aufwachsen zu sehen, wenn du dir das Leben nehmen würdest. Aber nicht nur das: der Tod ihrer grossen Schwester würde das ganze zukünftige Leben deiner kleinen Schwester und deines kleinen Bruders überschatten.
Da eure Eltern euch mit ihren Konflikten ja offenbar nicht genügend seelischen Halt geben können, bist du es, die grosse Schwester, zu der sie aufsehen, und auf die sie sich verlassen. Wer wird für sie da sein, wenn du plötzlich aus ihrem Leben verschwinden würdest?
Dazu kommt ausserdem noch, dass sich kleine Kinder am Tod eines Geschwisters oder Elternteils unbewusst immer schuldig fühlen, auch wenn das völlig unsinnig erscheint. Sie glauben, dass sie verlassen wurden, weil sie schlecht waren, und weil der Verstorbene von ihnen enttäuscht war und sie deswegen nicht genügend geliebt hat.
Da du in dieser Situation wirklich mehr Hilfe brauchst, als wir sie dir hier in unserem Forum geben können, bitte ich dich, einen Erwachsenen, dem du vertraust, von deinen depressiven Gefühlen zu erzählen. Wenn du dich nicht an deine Eltern wenden kannst, sprich mit irgendeiner anderen erwachsenen Person, die dir nahesteht, oder deinem Vertrauenslehrer.
Warte nicht damit, sondern hole dir diese Hilfe. Depressionen, wie du sie beschreibst, sind kein unausweichliches Schicksal, sie können überwunden und hinter sich gelassen werden, auch wenn sie durch schwere seelische Verletzungen in der Kindheit entstanden sind. Und es sind Leute da, die dir helfen können, bitte gib dir und ihnen diese Chance!
LG, Dr. Karin Anderson

05.06.2013 14:49 Zitieren Zitieren

TrueEpiiC
Gast

05.06.2013 14:49 Zitieren Zitieren

Danke für die Antwort Lächeln

Aber ich kann es keinem Erwachsenen sagen.. Auf gar keinen Fall meinen Eltern. Ich würde damit nicht klar kommen weil sie es wahrscheinlich übertreiben würden und mich einschränken würden.

Ich kann es irgendwie keinem sagen.

04.07.2013 15:14 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

04.07.2013 15:14 Zitieren Zitieren

Hallo,
Du hast doch schon einen ersten Schritt getan, und über deine Gefühle hier im Forum gesprochen!
Gibt es denn keinen Menschen in deiner Umgebung, zu dem du Vertrauen hast?
Hast du deiner Freundin, die auch mit grossen Problemen zu kämpfen hatte, offenbart, dass du so depressiv bist? Sie könnte dir doch sicher durch ihr Beispiel helfen und ermutigen, über deinen Schatten zu springen, und dir die notwendige Unterstützung von einem Arzt oder Therapeuten zu holen.
Wären die Eltern deiner Freundin, die mit ihrer Tochter ähnliche Erfahrungen gemacht und eine Lösung gefunden haben, nicht Leute, mit denen du vielleicht sprechen kannst?
Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit ihrer Tochter könnten sie doch möglicherweise auch zwischen dir und deinen Eltern vermitteln, damit du sinnvolle Hilfe bekommst (und nicht einfach nur Einschränkungen).
Bitte, gibt nicht einfach auf, deine Probleme sind lösbar und deine Depression ist behandelbar. Und es gibt Menschen, die dir helfen können, du musst es ihnen nur ermöglichen!
LG, Dr. Karin Anderson

 
 

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