Community

Foren-Suche

Login

Forum > Forum

Tausche dich hier mit der Pointer-Community über Fragen zu Uni und Studium, Job, Ausbildung und Freizeit aus. Das Pointer-Forum wird moderiert, weshalb die Beiträge zeitverzögert online gehen.

15.12.2011 18:49 Zitieren Zitieren

kathilein
Gast

15.12.2011 18:49 Zitieren Zitieren

WG- Probleme

Hallo, ich hoffe, hier kann mir weitergeholfen werden!

Ich bin im April vom elterlichen Zuhause mit einer Mitstudentin in eine gemeinsame WG gezogen. Wir haben beide unser 1. Staatsexamen zusammen gemacht und kannten uns davor nur flüchtig, jedoch war sie mir sonst sehr sympathisch. Wir haben uns, da wir beide endlich ausziehen wollten wegen dem langen Weg zur Uni, zusammengesetzt und WG´s angeschaut, haben dann auch eine tolle WG gefunden. Jeder hat was beigesteuert (Möbel, Geschirr, ect). Anfangs lief alles soweit gut und es gab auch ein Miteinander!
Probleme kamen nach und nach. Ich möchte einige Beispiele nennen:

1) Internetanschluss, den ich vorgeschlagen hatte (weil sehr günstig) wollte sie nicht, weil zu hohe Strahlenbelastung.
2) Sie isst vorwiegend nur Bioprodukte, gemeinsames Kochen wurde dadurch schwierig.
3) Sie hat einen anderen Geschmack als ich (sehr viel in grau, braun, eher altmodisch)
4) Sie telefoniert sehr oft mit ihrer Mutter.
5)Sie hatte noch nie einen Freund. In der Zeit wo wir gemeinsam dort wohnen, habe ich Kumpels mitgebracht. Anfangs haben wir viel zusammen unternommen. Mit einem davon bin ich nun ein Paar. Seit dem ist sie ihm gegenüber recht kühl und kaum noch interessiert, selbst wenn wir sie fragen, ob sie mit uns kochen möchte ect.
6) Sie bringt sich nicht ein. Ich habe z.b. ganz allein die Wohnung weihnachtlich geschmückt, habe sie zuvor gefragt, ob sie einverstanden ist. Aber von ihr kommt nix.
7) Sie war einfach mal während der Unizeit über 1 Woche weg, hat mir null Bescheid gesagt. Wurde ich auf sie angesprochen, konnte ich nichts sagen und dass obwohl ich ihre Mitbewohnerin bin.
8) Sie ist höchst genau, wenn es um Abbrechnungen und gemeinsame (unausweichliche) Anschaffungen geht.
9) Bei Reparaturdingen, auf die ich sie erst ansprechen muss, unternimmt sie nix. Selbst wenn ich sage, lass es uns zusammen reparieren, kommt wenig Feedback.
10) In letzter Zeit macht jeder sein Ding, man isst kaum mehr zusammen (wie anfangs) und lebt nebeneinander her. Auch wenn ich sie frage, ob wir denn nicht gemeinsam essen wollen, ist sie super nett, aber hätte immer was vor.
11) Sie ist fast nur in ihrem Zimmer und kommt kaum raus.
ect....

Ich habe fast alle Probleme angesprochen. Habe ihr mitgeteilt, dass ich mich damit nicht wohl fühle, wenn man nebeinanderher lebt und ob sie sich denn nicht auch ein wenig mehr einbringen könnte.
Sie streitet immer alles ab, sieht das Problem nicht, muss sich ständig verteidigen, kann nix hinnehmen.

Eines Tages kam ich in die WG und sie hatte ohne mich zu fragen die Küche umgeräumt und alles Geschirr/Besteck/Geschirrtücher fein getrennt und auf Schränke aufgeteilt. Hat obwohl wir sonst so viel gemeinsam benutzt haben (was fast alles von mir beim Einzug kam), sich noch das von ihrer Mutti mitgebracht, was ihr fehlte (eigenes Besteck, Töpfe, ect.)
Ich habe sie nett gefragt, was das auf einmal solle, warum diese kindische Trennung. Sie meinte, sie würde an ihr Zeug nicht rankommen, was totaler Schwachsinn ist, weil alles bestens geordnet war! Daraufhin habe ich ihr mal meine Meinung gesagt. Seit dem ist mehr oder weniger Funkstille, man begrüß und verabschiedet sich, ansonsten gehe ich ihr aus dem Weg, weil es mir sonst weh tut, wie sie sich verhält. Es kommt immer wieder was neues und das obwohl ich ihr erst einige Tage zuvor gesagt habe, dass ich mich nicht wohl fühle, wenn wir auf einmal jeder sein Ding machen, dass es doch kein WG-Leben ist!

Ich weiß nicht mehr weiter... Sie ist weiterhin einfach manchmal nicht da ohne Bescheid zu sagen... und ich will eigentlich nur noch raus Stirnrunzeln

16.12.2011 13:47 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

16.12.2011 13:47 Zitieren Zitieren

Kathilein, ich würde mir den Mietvertrag noch anschauen und ev. mit Vermieter/in sprechen. Vielleicht musst nicht du gehen, sondern es ist besser, wenn sie auszieht.
Ich kann mir vorstellen, dass deine Mitbewohnerin krank oder krankhaft ist oder ein gebrochenes Herz hat und zu sehr unter zu starkem und damit ungesundem Einfluss ihrer Mutter steht. Wenn sie ein ernsthaftes Problem hat und ihr euch vor dem Zusammenziehen nicht kanntet, wird sie es dir nicht anzuvertrauen wagen.
Gibt es bei euch eine Art psychologische Studierendenberatung an der Universität? Kannst du ihr vielleicht eine nette Weihnachtskarte an die Zimmertür kleben, in der du nochmal deine Sorge um sie ausdrückst mit einer Nummer der Telefonseelsorge oder eben anderer psychologischer Hilfe für sie reinlegst? Wenn sie sehr viel Wert auf Bioqualität legt, übernimmt sie sich finanziell sicher, denn die ist im Studentenbudget nun mal nicht möglich… sie überfordert sich/dich. Sie scheint übergesundheitsbewusst zu sein – ist sie magersüchtig/

bulimisch/bingeaterin… oder am Weg dazu? Wenn sie das ist, nimm den Druck raus.

Sie hat sich ja schon getrennt, wenn sie alles auseinander räumt, würde sich dein neuer Freund als Mitbewohner eignen?



05.01.2012 19:03 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

05.01.2012 19:03 Zitieren Zitieren

Hallo, Kathilein,
Nach deiner Beschreibung fallen mir einige Umstände ins Auge.
Der erste ist eine unterschiedliche Weltanschauung zwischen dir und deiner Mitbewohnerin.
Deine Mitbewohnerin hat etwas, das ich mal etwas flapsig “Birkenstock-Bewusstsein” nennen möchte (nichts gegen Birkenstocks, ich trage selbst welche). Sie isst nur Bioprodukte - sehr lobenswert, aber nicht unbedingt billig, was gemeinsames Wirtschaften angeht. Du kannst - oder willst - weniger Geld für Lebensmittel aufwenden, daher entfallen gemeinsam Mahlzeiten
Sie ist aus ideologischen Gründen gegen einen Internetanschluss (eine wissenschaftliche Basis für ihre Angst vor übermässiger Strahlenbelastung besteht hier meines Wissens nach nicht - hat sie eigentlich ein Handy?)
Der fehlende gemeinsame Lebensmittelkauf bringt zwar gewisse Unbequemlichkeiten mit sich, der fehlende Internetanschluss ist aber ganz sicher ein grösseres Ärgernis, denn er kann dir im Studium Nachteile verschaffen, und behindert heutzutage völlig übliche Aktivitäten wie Informationszugang, Online-Banking, aber auch billiges Telefonieren mit Freunden im Ausland - ganz abgesehen von Email und Facebook etc., wenn du kein Smartphone besitzt.
Das zweite ist eine Art kindlicher Passivität. Sie verhält sich nicht wie eine erwachsene Partnerin, die bereit ist, gemeinsam Verantwortung für anfallende Reparaturen zu übernehmen, sondern “sitzt” deren Erledigung solange “aus”, bis es dir zu bunt wird, und du die Sache allein in die Hand nimmst.
Sie hat einen anderen Geschmack als du. Das braucht als solches kein Hindernis für ein gemeinsames Miteinander sein, zeigt aber wiederum eure Verschiedenheit.
Aber nun kommt das Wesentliche - du hast mittlerweile einen Freund und sie nicht! Der Rückzug und das passiv-aggressive Verhalten deiner Mitbewohnerin hat doch offenbar angefangen, als du eine feste Beziehung eingegangen bist.
All die Dinge, die dir in letzter Zeit aufgefallen sind, und die dich stören, sind Ausdruck einer latenten Feindseligkeit - das Desinteresse an jeglicher Gemeinsamkeit, der passive Widerstand, und, gewissermassen als offene “Kriegserklärung” (“Mit dir nicht!&rdquoblinzeln die plötzliche Trennung der Küchengeräte usw.
Darüber ärgerst du dich verständlicherweise und fühlst dich verletzt - und gerade das ist auch die unterschwellige Absicht, die hinter dieser scharfen Grenzziehung steckt. Deine Mitbewohnerin ist ganz sicher eifersüchtig und neidisch, und fühlt sich dir gegenüber im Nachteil (sie hat ja ohnehin leicht die Befürchtung, dass sie übervorteilt wird).
Mit diesen negativen Gefühlen im Hintergrund ist, wie du bereits feststellen musstest, eine rationale Klärung eurer WG-Probleme nicht sehr wahrscheinlich. Du hast dein Bestes versucht, und auch, soweit ich beurteilen kann, alles Erdenkliche getan, um euer Beziehungsproblem zu lösen.
Du kannst - und solltest - nicht versuchen, deiner Mitbewohnerin diese Zusammenhänge aufzuzeigen. Du bist nicht ihre Therapeutin, und sie würde sich ganz sicher auch nicht darauf einlassen, sondern, wie bei früheren Auseinandersetzungen, alles von sich wehren. Ich glaube auch nicht, dass sie ernstlich auf irgendwelche Lösungsversuche eingehen würde, die ein Einlenken und Umdenken ihrerseits verlangen.
Daher sehe ich im Grunde keine andere Möglichkeit, als einen Auszug - entweder ihren oder deinen - je nachdem, was euer Mitvertrag erlaubt.
LG, Dr. Karin Anderson

10.01.2012 12:36 Zitieren Zitieren

Unregistriert
Gast

10.01.2012 12:36 Zitieren Zitieren

Kathilein,
ich wünsche dir alles Gute!!!!! dass du das hinkriegst und alles besser wird!!!!!!

Aktuell im Forum gelesen

Thema / Erstellt von

Letzter Beitrag

Antw.

Hits

21.09.2015 um 17:09
von Unregistriert Direkt zum letzten Beitrag springen

14

2.036

06.09.2016 um 17:01
von expertin Direkt zum letzten Beitrag springen

17

9.368

Klausur durchgefallen
Unregistriert

06.09.2016 um 16:58
von expertin Direkt zum letzten Beitrag springen

6

6.677

29.09.2016 um 15:53
von Tara Direkt zum letzten Beitrag springen

1

5.353

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung