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21.12.2013 10:25 Zitieren Zitieren

sopita
Pointer-User

21.12.2013 10:25 Zitieren Zitieren

Vergewaltigung

Hallo!
Ich wurde vor knapp 2 jahren von einem mann morgens an der bushlatestelle vergewaltigt. Ich habe nie mit irgendjemandem darüber geredet, da ich 3 wochen danach ins ausland gegangen bin für einen 11 monatigen schüleraustausch. In dem jahr ausserhalb deutschlands habe ich versucht alles zu verdrängen, bin aber magersüchtig geworden, habe innerhalb von 5 monaten 20 kg abgenommen, mit bulimischen ansatzen. Vor der vergewaltigung hatte mich manchmal schon geritzt und hatte kcal gezählt, denn ich wurde immer wegen meinem damals pummeligen körpers immerwieder gemobbt. Von der vergewaltigung habe ich nie jemandem erzählt, aus scharm, angst und peinlichkeit. Nach dem auslandsjahr kam ich auf eine neue, schule und habe richtige freunde und einen freund gefunden. Ich hatte mir geschworen, dass ich nirmals über meine vergangenheit reden würde,aber es hat nicht funktioniert, da mein freund irgendwann mit mir schlafen wollte, ich es aber nicht wollte und ich ihm gesagt hatte, dass ich mein erstes mal schon hatte und ich es nie wieder machen könnte. das hatte ihn sehr irritiert. Und dann habe ich meiner jetzt besten freundin alles erzählt, da sie mich angdsprochen hat und gefragt hat was in meiner vergangenheit mit mir passiert ist, da ich so unglaublich wenig esse und sie sich sorgen macht, weil sie von ihrer mutter, die sebst mal magersüchtig war weiß was die symptome sind. Auf jeden fall wissen es jetzt meine besten freunde(2mädchen und ein junge) und mein freund. Sie alle sagen, ich muss es anzeigen. Soll zum psychologen und vor allem mit meinen etern reden. Ich kann aber nichts von dieseb drei sachen tun, da ich mich viel zu sehr schäme. Ausserdem bin ich ja selbst an allem, was passiert ist selbst schuld, denn ich hätte ja nicht zu dieser bushaltestelle gehen müssen. Ich weiß nicht was ich noch machen soll, bin vollkommen am ende, wegen den ganzrn flashbacks und habe keinen lebensmut mehr.
Ich hoffe auf eine antwort schon im vorraus danke, sopita

23.12.2013 14:41 Zitieren Zitieren

Bernd_97
Pointer-User

23.12.2013 14:41 Zitieren Zitieren

Hallo,
ich kann Dir auch nur den Rat geben, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, und das sehr schnell.
Ob eine Anzeige nach so langer Zeit noch etwas bringt weis ich nicht, für Dein Befinden wäre es aber bestimmt hilfreich.
Und NIEMAND ist selbst daran Schuld Opfer eines Verbrechens zu werden.
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.

Ich bin mit wenig zufrieden, aber bekommen tu ich gar nix...

23.12.2013 14:52 Zitieren Zitieren

Claudi
Gast

23.12.2013 14:52 Zitieren Zitieren

Ich finde es ganz toll, dass du dich an dieses Forum gewandt hast. Das ist sehr mutig von Dir! Auch super, dass Du Deinem Freund und deinen Freundinnen vertraut hast und es ihnen erzählt hast. denn Du musst Dich für garnichts schämen. Du hast garkeine Schuld. Der Täter ist es, der alleine Schuld hat.
Natürlich kannst du immer noch eine Anzeige gegen den Typen bei der Polizei erstatten, das ist rechtlich völlig okay, so schnell verjährt das nicht. Aber viel wichtiger fände ich, dass Du erstmal Dir Hilfe suchst und beispielsweise mit einer Therapeutin die Sache besprichst. Natürlich erst, wenn Du bereit dafür bist. Aber ich glaube, dass kann einem sehr helfen. Denn so wie es ist, versaut Dir diese Tat ja bis in die Gegenwart Dein Leben und Deine Beziehung zu deinem Freund. Ich finde, dass Du sehr mutig und stark bist und wünsche Dir von Herzen alles Gute!
Claudi

23.12.2013 14:57 Zitieren Zitieren

Claudi
Gast

23.12.2013 14:57 Zitieren Zitieren

Die Verjährungsfrist für eine Vergewaltigung beträgt in deutschland meiner Ansicht nach 20 Jahre. Du hast also noch Zeit genug, diesen Verbrecher zur Verantwortung zu ziehen.
Claudi

27.12.2013 05:41 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

27.12.2013 05:41 Zitieren Zitieren

Hallo,
Angst, sich anderen anzuvertrauen, grosse Scham, unsägliche Peinlichkeit und die Überzeugung, schuld an der Vergewaltigung zu sein, sie möglicherweise irgendwie sogar verdient zu haben - diese Gefühle sind leider ganz typisch für Opfer sexueller Gewalt.
Natürlich bist nicht du schuld, sondern der Täter! Bei Vergewaltigungen geht es sowieso meist nur vordergründig um sexuelle Befriedigung - eine viel grössere Triebkraft ist die berauschende Lust an der Gewalt über ein hilfloses Opfer, dass sich nicht wehren kann.
Die Täter hoffen auch darauf, dass die betreffenden Frauen sich so schämen, dass sie es nicht wagen, anderen davon zu erählen oder sie gar anzuzeigen. Oft reden sie den Opfern auch direkt ein, dass ihnen sowieso niemand glauben werde. Oder dass alle Leute denken würden, das Opfer hätte den Täter provoziert, und sich den Überfall selbst zuzuschreiben.
Verschweigen, und Verdrängen hilft aber nicht, wie du ja auch selbst erfahren musstest. Die Seele kann mit dem Trauma nicht fertigwerden, und zeigt durch vielfache Symptome, dass du Hilfe dabei brauchst, dich davon zu befreien und zu heilen.
Den ersten, mutigen Schritt hast du zum Glück ja schon getan, indem du dich jetzt deinen besten Freunden und deinem Freund offenbart hast. Und du hast dich an unser Forum gewandt!
Als Psychotherapeutin habe ich mit mehreren Opfern sexueller Gewalt gearbeitet, und ich kann dir versichern, dass Darübersprechen hilft. Wenn du mit anderen über die Sache redest, baust du ein kleines Stück der inneren Last ab, was du aus dir herauslässt, ist draussen.
Das Einweihen der Freunde wird aber nicht reichen, du brauchst jemanden, der geschult ist, mit solch extrem belastenden Gefühlen umzugehen, und der dir dabei helfen kann, sie zu verarbeiten.
Ich versichere dir, du kannst dich wirklich davon befreien und diesen Schatten loswerden, der dir wichtige Beziehungen kaputtmachen kann.
Den ersten Schritt hast du ja schon getan, jetzt tu bitte auch den nächsten. Wende dich an eine qualifizierte Psychotherapeutin und vereinbare einen Gesprächstermin, deine Kasse wird die Kosten sicher übernehmen.
Eine Anzeige bei der Polizei ist dann eine zweite Sache, dazu kannst du dich immer noch entschliessen, wenn du mit Hilfe der Therapeutin bereits ein bisschen mehr Distanz gewonnen hast.
Es wäre auch gut, wenn du dich irgendwann dazu überwinden könntest, mit deinem Eltern über das Erlebnis zu sprechen, sie merken doch sicher, dass es dir nicht gut geht, und machen sich Sorgen um dich.
LG, Dr. Karin Anderson

 
 

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