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16.05.2005 15:39 Zitieren Zitieren

Alexandra
Pointer-User

16.05.2005 15:39 Zitieren Zitieren

Schule

Hallo!
Ich mache im Moment Abitur, d.h ich bin eigentlich schon fertig, warte nur noch auf die Ergebnisse und Zeugnisverleihung. Es macht mir schwer zu schaffen, dass ich nicht mehr zur Schule gehe. Ich bin immer sehr gerne hingegangen und habe nur für die Schule gelebt. Unsere Schule ist auf einer kleinen Anhöhe gelegen, sie sieht aus wie eine Burg, mitten in der Natur gelegen in einem kleinen sächsischem Dörfchen, einfach schön halt. Ich bin nur noch schlecht gelaunt, könnte die ganze Zeit heulen weil ich das Gefühl hab, mir wird ein Teil von mir weggenommen. Hört sich vielleich bescheurt an, aber ich KANN NICHT GEHEN! Ich weiß nicht wie ich ohne alle jeden Tag zu sehen auskommen soll, Schüler, und auch Lehrer, von denen mir einige ans Herz gewachsen sind und die ich total vermissen werde. Allein die Atmosphäre, die Schule an sich (weil es da eben so schön ist) wird mir total fehlen. Ich habe keine Lust auf das, was jetzt kommt! Ich weiß, dass das Abschiednehmem immer ein schwieriger Prozess ist, irgendwann sollte das Gefühl ja eigentlich vorbeigehen, aber mir fällt es sooooooooooooo schwer!Es ist so ein Gefühl, als wird man zuhause rausgeworfen oder so....
Was soll ich tun???
Viele Grüße, Alexandra

16.05.2005 19:48 Zitieren Zitieren

Günter
Gast

16.05.2005 19:48 Zitieren Zitieren

Hallo, Alexandra.

Ich habe da eine Idee: Frag doch in der Schule nach, ob es nicht sowas wie Hausaufgabenhilfe gibt, so dass du dich auch nach deinem Abitur in deiner Schule und für andere Schüler einsetzen kannst. Vielleicht gibt es auch Neigungskurse, wo sich Lehrer über die Unterstützung erwachsener (Ex-)-Schülerinnen freuen würden. In Projektwochen geht da auch einiges.
Mir ging es übrigens mal ähnlich - nur viel später im Leben. Als mein Referendariat in einem Hamburger Gymnasium zu Ende ging, wollte ich auch nicht Knall auf Fall dort weg. Damals habe ich ein Videoprojekt ins Leben gerufen und mit Oberstufenschülern Filme gemacht. Das hat mir den Abschied sehr viel leichter gemacht.
Alles Gute
Günter

16.05.2005 22:14 Zitieren Zitieren

Karolina
Gast

16.05.2005 22:14 Zitieren Zitieren

Liebe Alexandra,

ich verstehe dich, aber Abschiednehmen gehört zum Leben dazu. Was hast du denn nach dem Abi vor? Studieren? Da lernst du doch tausend neue Leute kennen, freu dich doch darauf.
Ich glaube, wenn du dich ersteinmal in deiner neuen Situation zurechtgefunden hast, dann willst du gar nicht mehr weg. Wie langweilig wäre das Leben, wenn man immer das gleiche tun würde? Sieh das Neue als Chance und trauer deiner Schulzeit nicht hinterher. Nach 13 Jahren reicht es wirklich.
Es ist ja nicht so, als ob dein Leben vorbei ist.

Außerdem soll man gehen, wenns am Schönsten ist.

Viel Glück, Karolina.

29.05.2005 01:01 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

29.05.2005 01:01 Zitieren Zitieren

Liebe Alexandra, ich kann mir gut vorstellen, dass es dir schwerfaellt, dich innerlich von deiner Schule loszuloesen, die dir ja offenbar ausser Wissen auch sehr viel Geborgenheit und Miteinander vermittelt hat. Mit dem Abschluss der Schulzeit geht schliesslich auch deine Kindheit zuende und du musst den Schritt ins Erwachsenwerden tun. Was nun kommt, ob Studium oder Berufsausbildung, findet vielleicht an einem anderen Ort statt, du musst dich voellig umgewoehnen, bist auf dich selbst gestellt, lauter neue Gesichter, neue Regeln, eine neue Umgebung - nichts ist mehr vertraut, alles ist erstmal fremd.
Besonders, wenn du eigentlich noch nicht so recht weisst, was du jetzt machen willst oder was nun auf dich zukommt, wenn du keine klare Vorstellung von deinem neuen Lebensabschnitt als Studentin oder Auszubildende hast, kann so ein Abschied eine grosse Leere hinterlassen und der Gedanke an die Zukunft Angst statt Hoffnung machen.
Du sagst, dass du "fuer die Schule gelebt" hast, also offenbar eine gute Schuelerin bist, die Spass am Lernen hat. Diese Freude am Lernen, diese positive Erfahrung, fuer gute Leistungen Bestaetigung und Anerkennung zu erhalten, sind eine sehr wertvolle Grundlage fuer deine zukuenftige Berufsausbildung.
Auch deine offenkundig ausgepraegte Faehigkeit, Kontakte zu schliessen und mit anderen Menschen gut zurechtzukommen, wird dir in deinem neuen Umfeld ebenfalls sehr nuetzlich sein. Waerest du naemlich keine beliebte Schuelerin, haettest du dich in deiner Schule kaum so wohl gefuehlt.
Jeder Uebergang in eine neue Lebensphase bedeutet immer auch eine Art Krise. Du fuehlst erst einmal nur den Verlust des Alten, Vertrauten, Gewohnten, und spuerst Angst und Unsicherheits angesichts des Neuen, Fremden, Unvertrauten. Es wird eine Weile dauern, bis das Neue weniger fremd sein wird und du dich wieder heimisch fuehlst.
Wenn du an deinem Heimatort bleibst, koennte es dir den Uebergang tatsaechlich erleichtern, wenn du, wie Guenter vorschlaegt, in irgendeiner Weise mit der Schule in Kontakt bleiben kannst. Wenn du aber auswaerts lernen oder studieren solltest, und dieser Kontakt nicht stattfinden kann, gesteh dir wirklich eine Phase des Abschiednehmens und eine gewisse Trauer zu. Aber sag dir auch, dass deine Sehnsucht nach der Schulzeit mit dem vielen Guten zu tun hat, was du in dieser Zeit erlebt hast, und mit guten, starken Gefuehlen. Diese positiven Erfahrungen gehen dir nicht wirklich verloren, du hast sie ja verinnerlicht, und sie bilden eine stabile Ausgangsbasis fuer dein weiteres Leben.
Es gibt ein wunderschoenes Gedicht von Hermann Hesse: "Stufen" zum Thema Abschied und Neubeginn, worin es heisst: "und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns bestaerkt und der uns hilft zu leben.." Lies das mal, wenn du magst, ich finde es sehr hilfreich und troestlich.
Liebe Gruesse und alle guten Wuensche fuer deine Zukunft, Dr. Karin Anderson

 
 

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