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13.05.2005 12:29 Zitieren Zitieren

Irina
Gast

13.05.2005 12:29 Zitieren Zitieren

Problem mit depression und kaufsucht

hallo!
ich bin 15.
mein vater ist seit 3 jahren depressiv.
er kauft auch lauter sachen, die kein mensch braucht, die ziemlich teuer sind und wenn wir etwas brauchen, kauft er eine ganz teuere ausgabe davon (z.b. computer)
ich war einmal krank und hätte tabletten gebraucht, hab
euch ein rezept vom arzt bekommen,
konnte aber nicht zur apotheke und sonst hatte auch keiner
zeit also habe ich ihn gebeten nach der arbeit mir das zu besorgen. es gab 100, 200 und 800er packungen.
wobei die 100er ca. 10 euro kostet und die 800er über 100 euro. man spart also nichts und soviel brauche ich auch nicht.
das ist echt schlimm für mich.
er rempelt auch alles an, und muss alles haben was andere haben.
oft weine ich nur noch.
mittlerweile werde ich schon traurig wenn jemand erzählt dass er z.b. eine party gemacht hat und viel zuviel eingekauft hat und deswegen sehr viele lebensmittel wegwerfen musste weil sie schlecht wurden (zum beispiel)
er kauft immer viel zu viele lebensmittel, und isst auch viel zu viel.
wenn ich 3 joghurt kaufe, die ihm nicht schmecken,
isst er alle 3 auf einmal. dabei lässt er aber die hälfte im becher und lässt es einfach stehen.
ich weiss echt nicht was ich tun soll.
vielen ist das vielleicht egal, aber mir leider nicht
wie kann ich mit dieser verschwendungs- und kaufsucht besser umgehn, so dass es mir nicht mehr so viel ausmacht??
bitte helft mir!!!hat jemand ähnliche probleme?
ich hoffe ich bekomme hilfreiche antworten
irina

13.05.2005 21:46 Zitieren Zitieren

emily
Gast

13.05.2005 21:46 Zitieren Zitieren

ja meine mutter kauft auch ziemlich viel, vor allem lebensmittel aber auch anderes. das ist mir auch schon aufgefallen und es nervt auch, denn es ist einfach zuviel aber ich selber mache nichts dagegen. wir haben alles, chips... sie hat einmal ein paar scheren gekauft, die halt günstig waren aber bitte.....wer braucht denn schon 5 scheren... ich kann dich verstehen, ich kenne das auch.

14.05.2005 17:18 Zitieren Zitieren

irina
Gast

14.05.2005 17:18 Zitieren Zitieren

an emily: mein vater kauft leider keine sonderangebote.
wenn er sonderangebote sieht (z.b. scheren) dann kauft er die selben produkte in teuer. also er würde 5 teure scheren kaufen.
vor kurzem hat er sich eine hose um 290 euro gekauft...
ich weiss nicht, mich bedrückt das...
ist deine mutter depressiv??
lg, irina

15.05.2005 14:22 Zitieren Zitieren

emily
Gast

15.05.2005 14:22 Zitieren Zitieren

nicht dass ich wüsste, es kommt schon mal vor...denke ich, es gibt schon solche tage.

22.05.2005 20:13 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

22.05.2005 20:13 Zitieren Zitieren

Liebe Irina, ich kann mir vorstellen, dass dich dein Problem mit deinem Vater wirklich sehr belastet. Da du nur deinen Vater erwaehnst, gehe ich davon aus, dass deine Mutter nicht mehr fuer dich erreichbar ist, sei es, weil sie gestorben ist, oder getrennt von dir und deinem Vater lebt. Gibt es eigentlich irgendeinen Erwachsenen in deinem Umfeld (Familienmitglied, Lehrer, Eltern einer Freundin), dem du vertraust und mit dem du ueber dein grosses Problem reden koenntest, damit du seelische oder praktische Unterstuetzung bekommen kannst?
Die Verhaltensweisen, die du bei deinem Vater beobachtest, sind nicht einfach
einer Depression zuzuordnen. Seine Kritiklosigkeit, sein schlechtes Urteilsvermoegen und seine Kaufsucht koennten allerdings sehr wohl auf die Kehrseite einer Depression hinweisen, eine manische Phase, die noch nicht so stark ausgepraegt ist, dass sein Zustand auch anderen richtig auffaellt. Geht dein Vater eigentlich wegen seiner Depression regelmaessig zum Arzt und nimmt er regelmaessig Medikamente ein? Koennte es sein, dass er seinem Arzt seine Kaufsucht verschweigt und dieser daher gar nichts von diesen Symptomen weiss? Dann solltest du unbedingt seinen Arzt anrufen und deine Besorgnis und deine Beobachtungen schildern, denn dann braucht dein Vater eine Umstellung seiner Medikamente.
Du sagst, dass dein Vater seit drei Jahren unter Depressionen leidet. Wenn er diese dich so belastenden Verhaltensweisen vorher nie gezeigt hat, ist anzunehmen, dass er in Wirklichkeit eine manisch-depressive Erkrankung hat, und jetzt in die manische Phase abgleitet. Dann braucht er ganz dringend aerztliche Behandlung. Kannst du ihn vielleicht dazu bewegen, dass er zum Arzt geht, oder hat irgendjemand sonst Einfluss auf ihn, sodass er dessen Rat befolgen wuerde?
Wenn dein Vater sich aber nicht behandeln laesst, oder wenn seine Verhaltensweisen nicht aufgrund einer medikamentoes behandelbaren Krankheit entstanden sind, sondern seiner Persoenlichkeit entsprechen, rate ich dir unbedingt, bei ihm auszuziehen. Wende dich an dein oertliches Jugendamt und schildere dein Problem. Fuer Jugendliche, die nicht mehr mit ihren Eltern zusammenleben koennen, gibt es gute, betreute Jugendwohngruppen.
Auch wenn dir ein solcher Schritt schwerfallen sollte - ein weiteres Zusammenleben mit deinem Vater unter solchen Umstaenden waere sehr schaedlich fuer dich, du merkst ja selbst, wie sehr belastet und verzweifelt du bist. Du hast ja schon einen wichtigen Schritt zur Selbsthilfe unternommen, indem du dein Problem hier im Forum geschildert hast. Und du wirst bald erwachsen sein, daher ist es sehr wichtig, dass du dich schuetzt und dir so bald wie moeglich Hilfe holst.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

28.05.2005 19:02 Zitieren Zitieren

irina
Gast

28.05.2005 19:02 Zitieren Zitieren

hallo!!
nein, meine mutter lebt auch noch bei uns. mit meinem Vater kann man aber nicht reden da er immer meint "wir sind gegen ihn" und inzwischen ist es so weit, dass ich mit ihm am tag ca. 50 worte rede. wenn man irgendwas sagt, ist er gleich beleidigt und legt sich ins bett oder geht.
er sagt auch meine mutter stiftet mich dazu an, gegen ihn sachen zu sagen. mit "gegen ihn" meint er wenn man fragt "hast du schon wieder etwas gekauft?" oder "warum das?" oder "warum kommst du so spät" oder auch ganz banale sachen.
ich glaube er merkt nicht dass sich in unserer familie etwas geändert hat. er nimmt anti-depressiva, und zwar ganz schön viele, und noch andere medikamente.
er hat auch hautausschläge in letzter zeit, ich weiss nicht ob das mit dem zusammenhängt.
ich glaube aber kaum, dass er seinem arzt was von seiner kaufsucht gesagt hat da er es ja nicht als kaufsucht sieht.
er geht regelmäßig zu mehreren ärzten.
soll ich wirklich dort anrufen??was soll ich dann sagen?
bitte helfen Sie mir!!

31.05.2005 14:42 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

31.05.2005 14:42 Zitieren Zitieren

Liebe Irina, wenn du mit Vater und Mutter zusammenlebst, sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Denn dann ist es eigentlich Sache deiner Mutter, mit den Aerzten deines Vater ueber seine Probleme zu sprechen.
Wie sieht deine Mutter diese Schwierigkeiten mit deinem Vater denn? Du beschreibst, dass dein Vater euch vorwirft, gegen ihn verbuendet zu sein, und meint, dass deine Mutter dich dazu anstiftet. Nimmt deine Mutter das denn alles so klaglos hin, ist sie nicht in der Lage, deinem Vater zu widersprechen oder sich gegen sein Verhalten aufzulehnen? Nach deiner ersten Mail hatte ich den Eindruck, dass du nirgendwoher Unterstuetzung bekommst, und glaubte daher, dass deine Mutter fuer dich nicht erreichbar ist. Unerreichbar kann eine Mutter aber auch dann sein, wenn sie zwar koerperlich in der Familie anwesend ist, aber so schwach, depressiv oder desinteressiert, dass sie ihre Kinder weder gefuehlsmaessig noch mit Taten unterstuetzen kann oder will.
Falls das so ist, und du von ihr keinerlei Hilfe erwarten kannst, rate ich dir dringend, mit einem Lehrer, oder einem anderen Erwachsenen, dem du vertraust, ueber eure schwierige Familiensituation zu reden. Wenn keine bessere Loesung gefunden werden kann, um etwas an dieser Situation zu aendern, ist der Gang zum Jugendamt immer noch ein Ausweg fuer dich, sodass du in eine Jugendwohngemeinschaft vermittelt werden kannst.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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