Community

Foren-Suche

Login

Forum > Help-Forum

In diesem Forum kannst du nur lesen, nicht mehr neu posten. Hier geht es zum neuen Pointer-Forum, wo du dich über Fragen zu Uni und Studium, Job, Ausbildung und Freizeit austauschen kannst.

20.04.2005 15:56 Zitieren Zitieren

AnNa
Pointer-User
Benutzerbild

20.04.2005 15:56 Zitieren Zitieren

zuhause raus- mit 16?

ich habe lange überlegt...aber inzwischen bin ich zu der festen überzeugung gekommen, dass es mir mit ein bisschen abstand zu meiner familie besser gehen würde. heißt: ich würde gerne ausziehen - bin aber erst 16. das ganze möchte ich nicht aufgrund von irgendwelchen streitigkeiten, sondern aufgrund der gesamtsituation die sich bei mir zuhause in den letzten 2 jahren entwickelt hat. mein Vater ist vor 2 jahren (endlich) gegangen. Er hat uns ziemlich mies behandelt und hat bis jetzt auch nicht damit aufgehört. er ist psychisch krank und sich auch keiner schuld bewusst...überhauot nicht selbstreflektierend und kann nicht verstehen warum wir behaupten das er uns weh getan hat und das wir Distanz brauchen. Meine Mutter ist durch den ganzen STress in 20 Jahren Ehe auch depressiv geworden und seit JAhren in behandlung, meine schwester ist nur noch agressiv und ich hatte letztes jahr ebenfalls probleme mit autoagression und depressionen. ich konnte inzwischen eine gewisse distanz zu meinem vater aufbauen, was mir eine gewisse chance gelassen hat mich etwas zu erholen, aber dadurch das meine mutter die distanz nicht haben kann, da sie rechtlich immer wieder gegen ihn vorgehen muss und sich mit ihm auseinandersetzen muss, werde ich immer noch ziemlich (wenn auch indirekt) von ihm gestresst. wir haben eine gewaltschutzverfügung gegen ihn, aber er ruft immer noch dauernt hier an, bedroht uns, taucht auf, schreit, erzählt lügen.... ich habe einfach immer noch eine ungeheure angst vor ihm, weil uns (meine ma, meine schwester und mich) früher auch geschlagen hat. ich denke durch eine eigene wohnung könnte ich einfach auch abstand zu meiner mutter bekommen. ich habe gar keine richtige chance mich um mich selber zu kümmern, weil ich sie dauernt auffangen muss ( obwohl sie halt auch in behandlung ist...).
ich habe jetzt seit einem jahr starke probleme mit kopfschmerzen, hatte vor einem monat einen krampfanfall und war jetzt 3 wochen im krankenhaus... man geht zwar von einer epilepsie und einer komplizierten migräne aus, aber ich merke natürlich auch das die probleme größer werden wenn ich stress habe. ich will endlich eine chance haben mir meine eigene zukunft aufzubauen...
was haltet ihr/Sie von meiner "idee"?
gibt es denn noch alternativen? wie ist der auszug rechtlich möglich? würde ich hilfe vom staat kriegen? ich ruiniere sonst meine ma und sie muss mit meiner schwester aus dem haus ausziehen...
bin jetzt in der 11... mach also keine ausbildung und hab somit keine eigenen verdienste...
Ist das möglich?
wer entscheidet ob ich das darf? nur meine mutter( die hat alleiniges sorgerecht)?

21.04.2005 14:22 Zitieren Zitieren

Susanne
Gast

21.04.2005 14:22 Zitieren Zitieren

Also ich weiß nicht... So ein Wohnheim ist doch total stressig, da sind doch nur Leute mit Problemen, die dadurch "komisch" oder anders sind. Das ist doch für jemanden der seine eigenen Probleme hat nervig, wenn er nur mit solchen zu tun hat. Da ist es besser, wenn man alleine lebt oder mit normalen Leuten zusammen. Also ich hätte da keine Lust drauf.
Gruß, Susanne

26.04.2005 13:50 Zitieren Zitieren

AnNa
Pointer-User
Benutzerbild

26.04.2005 13:50 Zitieren Zitieren

Hy MÖ & Susanne..
...erstmal danke für die antworten...
dann werd ich mich also als nächstes ans jugendamt wenden...
ich hab auch noch die idee vorher mit meiner ma & schwester zu ner beratungsstelle zu gehen. haben hier irgendwo in der stadt eine... dann könnte ich die situation unter uns vielleicht noch anders geregelt kriegen, aber das ändert auch nichts an meinem vater...
ich brauch einfach distanz... das hab ich im krankenhaus gemerkt. die einzige alternative seh ich darin, in ne jugendpsychiatrie zu gehen, aber ich bin eigentlich der meinung das ich inzwischen soviel an mir gearbeitet habe, dass das nich mehr nötig ist. außerdem gehört mein vater eher dahin und ich sehs irgendwie nich ein. wär ja auch keine langfristige lösung. wenn ich da rauskommen würde könnt ich das schuljahr wiederholen und alles wäre wie früher...
aber ich kann ja auch nicht vor meiner vergangenheit weglaufen...irgendwie will ich das halt einfach manchma nicht mehr hören und sehen...was mein vater noch für mist baut...wie er meine familie fertig macht... mir gehtz ohne ihn hier schon eindeutig besser als vorher, aber wir haben halt alle nen schaden von der situation mitgenommen...
ich muss doch irgendwann mal eine erwachsene selbstbewusste frau werden... daran hat mich mein vater ja gehindert...
und wie soll ich das werden mit einer so niedergeschlagenen mutter.....verzweifelten großeltern..... und einem vater vor dem ich immer noch angst habe?

30.04.2005 02:26 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

30.04.2005 02:26 Zitieren Zitieren

Liebe Anna, ich finde deine Idee sehr vernuenftig, ausziehen zu wollen, damit du etwas Abstand zu deinen Familienproblemen bekommst und in Ruhe dein Abitur machen kannst. Deine Depression, deine Autoaggressionen und deine Koerpersymptome (auch wenn dabei sicherlich eine gewisse Veranlagung eine Rolle spielen mag) sind ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass du durch diesen jahrelangen Konflikt viel zu stark belastet bist. Dein Koerper und deine Seele zeigen dir gewissermassen die Gelbe Karte, damit du etwas unternimmst, weil es so nicht weitergehen darf.
Auch wenn du deine Mutter liebst und ihr helfen moechtest, es ist nicht gut fuer dich und sie, wenn sie bei dir zu sehr Unterstuetzung und Trost sucht. Sie muss ihren Weg der Abloesung von ihrer katastrophalen Ehe selber gehen, mit professioneller psychotherapeutischer Unterstuetzung, sie darf sich nicht an ihre Toechter klammern, sondern muss sich endlich auf sich selbst besinnen und ihre eigenen inneren Kraefte finden, auch wenn es ein langer und muehevoller Heilungsprozess sein wird.
Moe hat dir ja bereits den richtigen Weg aufgezeigt. Das Jugendamt ist die richtige Addresse und eine betreute Jugendwohngruppe sicher die beste Loesung. Auch wenn es vielleicht viel verlockender klingt, gleich eine eigene Wohnung zu beziehen, wie Susanne meint, aus finanziellen, aber auch aus psychologischen Gruenden ist das keine gute Idee. Moe hat Recht, du brauchst erstmal Ruhe, und solltest in deinem Alter nicht bereits total allein auf dich gestellt sein. Und natuerlich ist eine WG, welcher Art auch immer, ein Ort, wo man aufeinander Ruecksicht nehmen, Kompromisse eingehen und miteinander umgehen muss. Das mag zwar manchmal stressig sein, aber es ist normalerweise ein gesunder Stress und sicher eine positive Lebenserfahrung, wie Moe bestaetigt.
Am besten waere es sicherlich, wenn deine Mutter dich bei diesem Schritt unterstuetzen wuerde und du dich gemeinsam mit ihr und deiner Schwester vom Jugendamt beraten lassen koenntest. Sollte das allerdings nicht der Fall sein, musst du trotzdem bei deinem Entschluss bleiben, damit du seelisch und koerperlich gesund werden kannst. Mach dein Abitur, auch wenn du unter Umstaenden ein Jahr wiederholen musst. Denk an deine Zukunft, an dass, was du gern im Leben erreichen moechtest. Du hast ja deine Staerke und deinen Mut bereits bewiesen, in dem du den Entschluss getroffen hast, den Schritt aus der Familie in die Selbststaendigkeit zu machen. Ich bin sicher, dass du es schaffst, und, genau wie Moe, diesen Entschluss nicht bereuen wirst.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

Aktuell im Forum gelesen

Thema / Erstellt von

Letzter Beitrag

Antw.

Hits

14.06.2006 um 02:38
von Dr. Karin AndersonExpoerte Direkt zum letzten Beitrag springen

3

1.308

25.09.2006 um 22:04
von Dr. Karin AndersonExpoerte Direkt zum letzten Beitrag springen

1

1.411

Rot werden Seiten 1, 2 ... 8
Tatiana

23.04.2014 um 12:07
von Ella-Marie Direkt zum letzten Beitrag springen

83

29.078

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung