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09.04.2005 13:02 Zitieren Zitieren

fallenangel
Gast

09.04.2005 13:02 Zitieren Zitieren

Raus in die Freiheit

Ich habe zur Zeit ein ziemlich dickes Problem das mir schwer im Magen liegt... Ich fühle mich mit meinem Leben nicht mehr wohl. Ich bin derzeit in der 11ten Klasse, werde bald 18 und fühle mich vollkommen angebunden und gefangen in meinem Leben... Manchmal denke ich mir so dass das ganze Leben ein Gefängnis is, weil ich nicht damit machen kann was ich will!! Ich möchte endlich unabhängig werden... Nebenjobs hab ich schon so viele hinter mir, ich möchte eine Ausbildung beginnen und mein eigenes Leben leben, mit eigenem Verdienst und eigenen Plänen etc...Ich möchte nicht mehr auf mein Taschengeld angewiesen sein und genausowenig möchte ich mir in der Schule ständig irgendwas anhören was ich sowieso nie wieder brauchen werde...!! Ich hab nämlich nicht vor zu studieren nach dem Abitur, ich möchte einen ganz normalen Job annehmen bei dem ich genug verdiene um gut leben zu können, ich möchte mit meinem Freund zusammen ziehen und mich endlich frei fühlen...
in meinem Leben wie es jetzt ist fühle ich mich wie in Ketten!!!
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

09.04.2005 23:45 Zitieren Zitieren

Susanne
Gast

09.04.2005 23:45 Zitieren Zitieren

Überdenk vielleicht mal deine Einstellung. Man ist irgendwie immer in "Ketten", das ganze Leben lang. Man muss versuchen, sich trotz dieser "Ketten" selbst zu verwirklichen. Das ist ja gerade das interessante. "In der Beschränkung erst zeigt sich der Meister." (ich glaube Schiller)

14.04.2005 21:58 Zitieren Zitieren

xxx
Pointer-User

14.04.2005 21:58 Zitieren Zitieren

Hey,
mir ging es ganz genauso wie dir.Als ich damals in der 11.Klasse war.Wollte nur noch weg und endlich selbstständig sein und so.naja ich hab trotzdem weitergemacht, weil ich mir gesagt hab jetzt hab ich soviele Jahre mit schule verbracht und wenn ich jetzt geh hab ich so gut wie keinen Abschluss,also wofür dann die ganzen Jahre die ich mich bis jetzt durch die Schule gequält hatte?!(will auch nicht studieren)
In der 12. hab ich dann gemerkt das ich nicht mehr kann und ich dringend ne Pause brauch!hab dann kurz nach dem Halbjahr beschlossen das ich die 12.Klasse wiederhole weil dann kann ich mir ein gechillteres zweites halbjahr machen ohne gleich ganz abzubrechen.Und voilà da bin ich das zweite mal in der 12.Klasse.D.h. ich hab freiwillig obwohl ich eigentlich nichts als weg wollte ein Jahr drangehängt.Und ganz im ernst ich würde es jeder Zeit wieder tun!!hab jetzt viel bessere noten und mir fällt auch einiges leichter.Nicht nur weil ich es letztes Jahr schon mal hatte denn hab z.T. andere Fächer gewählt.Tja das liebe Geld, das ist echt scheiße aber wenn man mal einen Nebenjob gefunden hat der einem wenigstens ein bisschen gefällt und du die Zeit dafür hast dann würde ich ihn behalten und nicht geich den nächsten versuchen.Denn umso länger ich in meiner Arbeit bin(jetzt seit 2 1/2 jahren) umso besser kenn ich die Leute dort und ich hab dort auch schon echt gute freunde und bekannte gefunden!Das du mit deinem Freund zusammenziehen willst soll kein Hindernis für dich darstellen.Überleg dir wie lange du schon mit ihm zusammen bist und wie gut ihr euch wirklich kennt,oder ob das vielleicht nur eine Laune ist um aus allen rauszukommen.Rede doch mal mit deinen Eltern bei mir an der schule gibt es eineige Mädels die alleine oder mit ihren Freunden Zusammenwohnen,vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit das dich deine Eltern dabei unterstützen auch finanziell.Trotzalledem muss ich sagen das ich an manchen Tagen immer noch am liebsten alles hinschmeißen würde, aber ich kämpfe!mach doch mal ein paar praktikas um in ein paar berufe reinzuschauen,ich weiß es gibt kaum welche aber wenn man sich lang genug darum bemüht findet man schon welche!
lass den kopf nicht hängen es kommen auch wieder bessere Zeitn!Lg

24.04.2005 23:11 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

24.04.2005 23:11 Zitieren Zitieren

Liebe Fallenangel, wie du an XXXs Beispiel siehst, gibt es viele junge Leute, denen es in der Oberstufe aehnlich geht wie dir: die Schulzeit scheint kein Ende zu nehmen, zuhause aergern die Restriktionen der Eltern, und der Wunsch, auf eigenen Fuessen zu stehen, eigenes Geld zu verdienen und niemandem mehr Rechenschaft schuldig zu sein, wird jeden Tag groesser. Doch so verfuehrerisch die Idee auch ist, der Schule und der Abhaengigkeit von den Eltern den Ruecken zu kehren - die Kurzzeit-Freiheit wird mit Langzeit-Unfreiheit erkauft. Ohne richtigen Schulabschluss hast du, egal, wo du dich bewirbst, die schlechteren Chancen. Langfristig gesehen, wird dein Einkommen immer geringer sein und deine Aufstiegschancen schlechter, als bei Gleichaltrigen, die ihr Abitur gemacht haben. Waehrend man frueher mit einem soliden Hauptschulabschluss noch jedes Handwerk erlernen konnte, und Schuelern mit Mittlerer Reife eine Vielzahl sehr guter Ausbildungsmoeglichkeiten zur Verfuegung standen, verlangen Arbeitgeber bei dem heutigen Mangel an Ausbildungsplaetzen sogar bei handwerklichen Berufen im Allgemeinen die Mittlere Reife und das Abitur ist fuer sehr viele Ausbildungsstaetten ein Muss.
Mal dir einmal aus, wie deine Zukunft ohne vernuenftige Ausbildung aussehen wird. Glaubst du, dass du eine vielseitige, interessante und befriedigende Arbeit finden kannst? Eine Arbeit, die du nicht nur ein paar Monate, sondern jahrelang ausueben magst? Was glaubst du, sagen Personalchefs bei einer Bewerbung zu einem Lebenslauf, aus dem hervorgeht, dass du die Schule abgebrochen hast - glaubst du, dass man dir Zielstrebigkeit und Durchhaltevermoegen zutrauen wird? Und selbst, wenn du dich irgendwo hocharbeiten solltest und die gleiche Arbeit verrichtest, wie ein Kollege, der studiert hat - du wirst immer schlechter bezahlt werden, als dein Kollege mit akademischem Abschluss.
Ich kenne so ein Beispiel einer jungen Frau, die sich in einer Wohnungsbaugesellschaft hocharbeitete und schliesslich sogar eigenverantwortlich Baustellen leitete: sie verdiente bei gleicher Arbeit halb so viel wie ihr Kollege, der ein "richtiger" Ingenieur war. Sie haette sich gern eine andere Stelle gesucht - aber sie wusste, dass sie trotz all ihrer Erfahrung keine Aussicht hatte, irgendwo auf gleicher Ebene eingestuft zu werden, weil ihr im Lebenslauf das Studium fehlte. Und als sie schliesslich arbeitslos wurde, erwartete man von vornherein von ihr, dass sie JEDE Art von ungelernter Arbeit annehmen muesste - wegen ihrer mangelnden Ausbildung, egal, wie qualifiziert ihre fruehere Arbeit gewesen war.
Ich finde den Ratschlag von XXX sehr bedenkenswert, eventuell nochmal eine Klasse zu wiederholen und damit eine neue Ausgangsbasis zu bekommen. Und einmal mit deinen Eltern ueber die Moeglichkeit eines Auszugs vor dem Abitur zu diskutieren.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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