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24.01.2005 18:18 Zitieren Zitieren

Vanessa
Pointer-User

24.01.2005 18:18 Zitieren Zitieren

TrennungScheidung

Mein Bruder und seine Frau trennen sich. Seine Frau will aus der Ehe heraus. Sie hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Vater von 3 Kindern. Dieses Wochenende habe sie ihrer Tochter es gesagt. Die Kleine will es nicht und möchte dass Vati und Mama zusammenbleiben. Sie will eine Familie haben, ist was sie andauernd sagt. Meine Schwägerin will dass mein Bruder so schnell wie möglich auszieht. Sie weiss nicht dass mein Bruder von dem Verhältnis weiss. Sie waren 12 Jahre verheiratet. Sie sagt dass sie eigentlich schon vor der Hochzeit Bedenken gehabt hatte!! aber dennoch geheiratet hat. Sie hätte allen Respekt für ihn verloren! und auch das Vertrauen wäre nicht mehr da. Nie hat sie was meinem Bruder davon gesagt oder Hilfe gesucht. Ihr Mutter mischt sich in die Sache ab und zu auch ein. Sie wusste von allem schon längere Zeit. Ich kann das alles nicht begreiffen wie meine Schwägerin so etwas machen kann. Ich bin über 35 Jahre mit dem selben Mann verheiratet. Die Mutter und der Vater von meiner Schwägerin wohnen im Haus neben dem meines Bruders. Meine Schwägerin gibt als Grund der Trennung an, dass mein Bruder scharcht, nie bei der Kindererziehung hilft, nie aufraümt, nie hilft die Wohnung zu saübern. Alles banale Sachen. Ich kann verstehen dass sie sich einsamt gefühlt hat da mein Bruder oft sehr lange arbeitet. Mein Mann tut das auch, aber da muss man doch etwas zum Partner sagen. Oder? Übrigens ist dies die zweite Ehe für beide. Meine Nichte hat sich in den letzten zwei Tagen sehr verändert. Sie lacht nicht mehr, ist in sich selbst hineingekehrt. Kann mir jemend etwas an Rat geben? Ich finde mein Bruder sollte der Frau des anderen Bescheid geben über die Sache. Oder nicht? Ich wohne leider zo weit vom Schuss weg- in Amerika -. Ich bin jeden Tag mit ihm per email in Verbindug. Kann ich meine Schwägerin anrufen und mit ihr sprechen? Ich weiss sie wird sich nicht in ihrer Absicht ändern. Was soll ich bloss machen? Mir tut meine Nichte so leid. Was ein Quatsch. Vielen Dank für die Hilfe und Rat.

09.02.2005 16:22 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
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09.02.2005 16:22 Zitieren Zitieren

Liebe Vanessa, zwei Versuche, meine Antwort an Sie abzusenden, sind leider an den Tuecken unserer Satellitenschuessel gescheitert, aber jetzt ist dies Problem hoffentlich beseitigt - eine manchmal gestoerte Internetverbindung gehoert offenbar zum Leben auf dem Lande.
Ich kann gut verstehen, wie betroffen und erschuettert Sie ueber die Nachricht ueber die Trennungsabsicht Ihrer Schwaegerin sind. Offenbar hat Ihr Bruder ja nicht geahnt, wie bruechig seine Ehe vermutlich schon seit laengerer Zeit war. Leider werden in vielen Partnerschaften Konflikte und Aergernisse unter den Teppich gekehrt, weil beide Partner es nicht verstehen, Streitigkeiten konstruktiv auszutragen und Meinungsverschiedenheiten zu ueberwinden. Dann sieht die Beziehung nach aussen hin harmonisch aus, ist aber im Inneren zerruettet. Vielleicht hat Ihr Bruder auch, wie es viele Maenner tun, ueber seiner aufreibenden Arbeit haeusliche Alarmsignale nicht wahrgenommen und ist daher aus allen Wolken gefallen, als seine Frau ihm ihre Trennungsabsicht mitteilte.
Eine Aussenbeziehung ist eigentlich nie der Anlass fuer das Scheitern einer Beziehung, sondern nur noch der letzte Stein, der die Lawine ins Rollen bringt. Natuerlich ist es fuer denjenigen Partner, der verlassen wird, immer naheliegender, dass ein Fremder Schuld an der Zerruettung der Ehe ist, als dass die Probleme in der Beziehung selbst entstanden sind. Leider scheint, nach dem was Sie beschreiben, fuer Ihren Bruder und seine Frau die Moeglichkeit, die Ehe mittels einer Eheberatung oder Paartherapie zu retten, nicht mehr in Betracht zu kommen. Fuer Ihre Schwaegerin scheint dieser Zug abgefahren zu sein, und sie moechte nur noch aus der Beziehung aussteigen.
So verstaendlich der Wunsch Ihres Bruders sein mag, die betrogene Ehefrau des Seitenspringers aufzuklaeren - ausser vielleicht einer momentanen Befriedigung eines Rachegefuehls wuerde fuer Ihren Bruder nichts Positives dabei herauskommen, sondern nur noch mehr Bitterkeit und Kraenkung. Und auch wenn Sie versuchen wuerden, mit Ihrer Schwaegerin zu reden - es wuerde Ihrem Bruder wenig helfen, und Sie selbst wuerden eine mit Sicherheit sehr unangenehme Erfahrung machen.
Auch wenn die Argumente Ihrer Schwaegerin fuer die Trennung zum Teil wenig stichhaltig erscheinen - sie sind leider keine Grundlage fuer eine Diskussion, sondern Ausdruck ihres langgehegten Grolls. Natuerlich scheint die Behauptung, das Schnarchen Ihres Bruders sei Mitschuld an der Misere, kindisch und an den Haaren herbeigezogen, und die Erklaerung Ihrer Schwaegerin, sie habe von Anfang an Bedenken gegen die Ehe gehabt, wirkt ausgesprochen unreif. Aber, wie gesagt, es geht dabei nicht um diskussionswuerdige Argumente, sondern um “Verteidungswaffen”, die ihre Entscheidung rechtfertigen sollen.
Sie koennen aber trotzdem einen sehr wichtigen Beitrag dazu leisten, Ihrem Bruder dabei zu helfen, die schwierige Trennungsphase zu ueberstehen. Hoeren Sie sich seine Schilderung seiner Verzweiflung, Enttaeuschung und Wut an. E-mailen ist gut, aber das persoenliche Gespraech am Telefon ist sicherlich noch hilfreicher - und dank der billigen Vorwahlnummern hueben wie drueben auch erschwinglich. Ermuntern Sie ihn, sich abzulenken, sich nicht zu verkriechen (oder zu betrinken) sondern Freunde zu besuchen, vielleicht vernachlaessigte Verbindungen wieder anzuknuepfen, vergessene Hobbies wieder aufzunehmen, Dinge zu unternehmen, die ihm guttun und ihn ablenken. Seelische Unterstuetzung durch Familie und Freunde und Ablenkung sind nachgewiesenermassen die groesste Hilfe bei emotionalen Katastrophen.
Fuer Ihre Nichte ist die Trennung ihrer Eltern natuerlich wirklich etwas Furchtbares. Sie schreiben nicht, wie alt sie ist, aber offenbar ja noch zu jung, um richtig zu begreifen, was da vorsichgeht. Da sie vermutlich bei ihrer Mutter leben wird (?), ist es fuer sie am wichtigsten, dass ihre Eltern ihr zu verstehen gibt, dass sie sich zwar nicht mehr lieben und verstehen, aber dass sie ihr Kind trotz Trennung beide lieben und nicht verlassen. Ihr Bruder sollte - trotz seiner beruflichen Belastung, unbedingt versuchen, seine Tochter ganz regelmaessig zu sehen und ihr so zu zeigen, wie wichtig sie fuer ihn ist. Gerade kleine Kinder haben auch oft das Gefuehl, irgendwie an der Trennung ihrer Eltern Mitschuld zu sein. Diese fantasierte Schuld verschwindet am ehesten, wenn sie sich nicht zusaetzlich noch dadurch “bestraft” fuehlen, das Vater oder Mutter sich nur noch sporadisch um sie kuemmern oder ganz aus ihrem Leben verschwinden. Ermuntern Sie Ihren Bruder deswegen, diesen wichtigen Kontakt zu seiner Tochter zu pflegen, machen Sie ihm klar, wie sehr er dadurch seinem Kind helfen kann.
]Und wenn die Moeglichkeit dazu besteht, laden Sie Ihren Bruder und Ihre Nichte ein, sie in den USA zu besuchen - um Abstand und ein bisschen Trost zu finden.
Best wishes from Maine, Dr. Karin Anderson

 
 

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