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15.11.2004 11:24 Zitieren Zitieren

Illy
Pointer-User

15.11.2004 11:24 Zitieren Zitieren

Platonische Freundschaften

Hallo Frau Anderson,

ich habe mal eine Frage, die ich vielleicht gern mal von einem Experten beantwortet hätte.

Mein Freund hat platonische Freundschaften fast nur zu Frauen. Wie ich ihn gefragt hab, warum eigentlich nicht auch mit Männern, hat er geantwortet: na mit denen kann ich nicht!
Und er weiß nicht warum. Er kann mit Männern anscheinend keine Freundschaften schließen. Ich glaub eher, er WILL nicht.
Steckt da irgendwas sexuelles à la Sigmund Freud dahinter? Oder kann das daran liegen, daß er von seiner sehr streng dominierenden Mutter erzogen worden ist?

Ich würde es gern verstehen, warum das so ist. Denn hier und da mach ich mir natürlich schon Gedanken, warum bloß Frauen? Ich mein ja nicht, daß ich eifersüchtig auf all diese wäre, aber es regt zum Denken an.

Bitte um Eure/Ihre Meinung.

Danke, lG
Illy

15.11.2004 12:09 Zitieren Zitieren

Lars
Pointer-User

15.11.2004 12:09 Zitieren Zitieren

Hallo, Illy.
Da würde ich mir an Deiner Stelle mal keine gedanken machen. Ich hatte während meines Studiums auch nur Frauen als "beste Freundinnen". Mit einer bin ich sogar mal drei tage in den Wochenendurlaub gefahren und wir haben uns ein Zimmer in einem Hotel genommen, ohne dass "etwas passierte". denn wir hatten beide Beziehungen und soclhe platonischen reundsxchaften haben damit nichts zu tun. Damals fühlte ich mich von Frauen viel besser versttanden als von Mämmern. das hat sich esrt geändert als ich über dreißig Jahre alt wurde. Jetzt habe ich auch hervorragende Freundschafetn mit Männern. Und ich bin nicht schwul.
Gruß
Lars

15.11.2004 12:38 Zitieren Zitieren

Illy
Pointer-User

15.11.2004 12:38 Zitieren Zitieren

Hallo Lars,

danke für deine Anteilnahme. Sowas scheints wohl wirklich öfter zu geben :-)
Eigentlich mach ich mir ja auch nicht sooo sehr Sorgen; ich will nur verstehen, warum das so ist.
Mein Freund ist jetzt auch schon immerhin über vierzig.

Ich denk mir, vielleicht hat er ja auch ein bisschen eine feminine Ader, so wie ich ein bißchen eine masculine. Ich versteh mich mit Männern auch viel besser als wie mit Frauen. Frauen, find ich, reden oft über so einen Schmarren, daß ich da gar nicht mitreden mag. Männer dafür halt oft nur über Sport, und er ist halt nicht so. Gott sei Dank.

Immerhin, danke, es tut gut zu wissen, daß es mehr solche Fälle gibt (obwohl du der erste bist, der hier antwortet ;-))

LG
Illy

21.11.2004 23:30 Zitieren Zitieren

Walli
Gast

21.11.2004 23:30 Zitieren Zitieren

Bin zufällig in Google über Deinen Namen (=Illy) gestolpert, kannte mal jemanden, den ich sehr mochte, zu dem ich leider keinen Kontakt mehr habe?

Wenn Du Katja bist, dann schreib doch mal an walli75@gmx.de!

Wenn nicht, dann sorry!!!

22.11.2004 12:52 Zitieren Zitieren

Illy
Pointer-User

22.11.2004 12:52 Zitieren Zitieren

Hallo Walli

ich muß dich leider enttäuschen, ich bin nicht die Katja.

Liebe Grüsse und viel Glück noch bei deiner Suche nach ihr

26.11.2004 00:28 Zitieren Zitieren

andrea
Pointer-User

26.11.2004 00:28 Zitieren Zitieren

Hallo Illy,
ich hatte jahrelang platonische Freundschaften zu Männern. Heute muß ich feststellen, dass bei allen diesen Freudnschaften auch eine gewisse sexuelle anziehungskraft vorhanden war und es doch auch dazwischen immer wieder geknistert hat.....zwischen Mann und Frau kann das einfach aufgrund dieser besonderen Nähe passieren

Andrea

27.11.2004 20:13 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

27.11.2004 20:13 Zitieren Zitieren

Liebe Illy, fuer die meisten Maenner gilt, was Lars beschrieben hat: sie fuehlen sich von Frauen besser verstanden. Frauen sind oft mehr an Gespraechen ueber Gefuehle interessiert und haben auch gelernt, besser zuzuhoeren und einfuehlsamer zu reagieren. Viele Maenner haben ausserdem Schwierigkeiten, anderen Maennern gegenueber Schwaechen zuzugeben, sie befuerchten als Schlappschwanz oder Weichei dazustehen.
Hast du einmal beobachtet, wie es dabei zugehen kann, wenn du mit deinem Freund gemeinsam ein anderes Paar triffst, und die beiden Maenner sich zum ersten Mal begegnen? Wie jeder Mann versucht, die gesellschaftliche Position des anderen einzuschaetzen und gleichzeitig die eigene Wichtigkeit herauszukehren? Warst du schon einmal total ueberrascht, dass ein Freund oder Bekannter, dem du so etwas nie zugetraut haettest, bei einer solchen Begegnung ploetzlich "den Gockel" herauskehrt und damit angibt, wie wichtig sein Job ist, welche bedeutenden Leute er kennt, welches tolle Auto er faehrt, usw.?
Jeder Gruppentherapeut kennt das Phaenomen, dass es in reinen Maennergruppen oft viel laenger dauert, bis ein vernuenftiger Gruppenprozess in Gang kommt, weil die Maenner einfach laenger brauchen, ihre Aengste voreinander abzubauen. In einer gemischten Gruppe gelingt ihnen das meist leichter, weil sie von Frauen weniger Konkurrenz und mehr Unterstuetzung erwarten.
Die viel gepriesene beruehmte "Maennerfreundschaft" ist, statistisch gesehen, ein reiner Mythos. Sehr viele Maenner pflegen ihre Maennerfreundschaften nur so lange, bis ihnen die "Frau fuers Leben" begegnet. Dann sind ihre Beduerfnisse nach Kontakt und Kommunikation erfuellt, und die Treffen mit den ehemals besten Kumpeln beschraenken sich auf wenige Male pro Jahr.
Frauen sind da anders. Fuer sie behalten Frauenfreundschaften im Allgemeinen ihre besondere Bedeutung, auch wenn sie in einer befriedigenden Partnerbeziehung leben. Daher koennen sie, wie du, nicht nachvollziehen, warum Maenner oft die Gesellschaft von Frauen der von Maennern vorziehen. Zwar gibt es natuerlich auch zwischen Freundinnen Konkurrenzgefuehle, aber die sind weniger angstausloesend, und Frauen muessen anderen Frauen gegenueber auch nicht ihre "Potenz" beweisen.
Im Idealfall sind Maenner, wenn sie reifer und selbstsicherer geworden sind, wieder eher dazu bereit, Maennerfreundschaften einzugehen - oder alte Faeden wieder aufzunehmen, wie Lars ja auch von sich berichtet. Manche Maenner, besonders, wenn sie nur von Frauen umgeben aufgewachsen sind, verspueren allerdings nie das Beduerfnis zu solch maennlicher Gesellschaft. Es koennte sein, dass dein Freund zu diesen Maennern gehoert.
Natuerlich hat Andrea ein Stueck Recht mit ihrem Hinweis, dass auch in platonischen Freundschaften zwischen Maennern und Frauen immer ein bisschen sexuelle Anziehungskraft mitspielt. Meist bleibt es aber auch dabei.
In jedem Fall ist es, sowohl fuer Maenner als auch fuer Frauen, gesuender, wenn sie nicht nur ihre Partnerin oder ihren Partner als Freundin oder Freund, sondern auch andere gute Freunde haben.
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

 
 

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