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28.10.2004 13:39 Zitieren Zitieren

Fallen-Angel03
Gast

28.10.2004 13:39 Zitieren Zitieren

borderline syndrom

hallo. also mir gehts ja nikcht immer so gut und ich hab gestern eine homepage über das borderline syndrom gefunden und festgestellt das ich alle merkmale habe. danach hab ich noch so einen test gemacht und , ja ich hab fast alle fragen bin 3 beantwortet und da steht ich habe borderline verdacht.


Borderline-Verdacht.
Ihr Ergebnis im Detail:
Erfüllte Borderline-Indikatoren gemäß DSM IV*: 9
Festgestellte Nebenmerkmale gemäß DSM IV*: 1
Festgestellte Borderline-Zusatzindikatoren*: 2


Was soll ich denn jetz machen? Ich will nich zu einem Phsyciologen und ich will auhc nicht das dass jemand weiss.

29.10.2004 13:11 Zitieren Zitieren

Monika
Gast

29.10.2004 13:11 Zitieren Zitieren

Hallo Fallen-Angel03
also ich hab auch mal diesen Test gemacht, und bei mir gibts auch Verdacht auf Borderline. Ich habs dann meinem Freund erzählt, er hat den Test auch gemacht, und rausgekommen ist, daß ebenfalls der Verdacht darauf besteht.

Ich mein, es ist glaub ich nicht so fürchterlich tragisch, solange man damit leben kann. Ich zB hab sicherlich noch viele andere Leiden und Syndrome, da ich mich ziemlich oft selbst in Gedanken verletzte und immer wieder Sachen im Kopf projeziere, die nicht existieren - mich aber schrecklich quälen.
Also DAS ist wirklich schlimm.

Ich habe schon daran gedacht zum Psychologen zu gehen, aber es ist halt sooo teuer, und die Kasse zahlt in Österreich nicht viel dazu.
Probiers mal mit einem Psychologen, es kann ja nur besser werden (hoffentlich :-))

LG
Monika

03.11.2004 15:09 Zitieren Zitieren


Gast

03.11.2004 15:09 Zitieren Zitieren

solange du damit leben kannst und nicht plötzlich ausrastest, durchdrehst und für die oder die anderen gefährlich wirst, lass es und mach dir keinen Kopf darüber

04.11.2004 23:03 Zitieren Zitieren

Dr. Karin AndersonExpoerte
Pointer-Expertin
Benutzerbild

04.11.2004 23:03 Zitieren Zitieren

Liebe Fallen-Angel, das DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 4. Ausgabe) wird von der American Psychiatric Association herausgegeben und gilt als das Welt-Standard-Werk fuer Bewertung und Diagnosen psychischer Stoerungen. Ich zitiere mal, was mein Buch "DSM-IV Made Easy" zur Diagnose "Borderline-Persoenlichkeitsstoerung" sagt:
"Obwohl nur 1 - 2% (!) der Bevoelkerung zu Recht fuer die Diagnose einer Borderline-Persoenlichkeitsstoerung in Frage kommt, wird sie moeglicherweise einem wesentlich groesseren Anteil von Patienten zugeschrieben, die sich in psychiatrische Behandlung begeben. Sie duerfte immer noch die am haeufigsten ueberdiagnostizierte Stoerung im DSM-IV sein."
Ich koennte manchmal die Wut kriegen, wie leichtfertig mit dieser Diagnose umgegangen wird. Das DSM ist ein Schema, um zu standardisieren, was oft nicht standardisiert werden kann. Um eine wirkliche Diagnose zu stellen, die dem ganzen Menschen gerecht wird, bedarf es einer sehr gruendlichen Untersuchung und Befragung durch einen qualifizierten Fachmann (Psychiater, Psychotherapeut, Psychologe). Dabei werden nicht nur ein paar Symptome beruecksichtigt, die, wie Monika ja schon schreibt, praktisch auf jeden Menschen irgendwann einmal in seinem Leben zutreffen, sondern die gesamte Biografie, Familiengeschichte, das Verhalten in allen erdenklichen Lebenssituationen, die Gefuehle und Beschwerden des betreffenden Patienten bewertet.
Besonders bei jungen Leuten trifft man Gefuehlsschwankungen und Verhaltensweisen an, die typisch fuer diese Reifungsphase sind. Wenn jeder Teenager mit Liebeskummer als Depression diagnostiziert wird, jede Pubertierende mit starken Stimmungsschwankungen als Manisch-Depressiv und jeder 6-jaehrige, der nicht lange stillsitzen kann, als hyperaktiv verhaltensgestoert (ADHD) gilt, ist eigentlich wohl bald niemand mehr normal.
Diese Diagnosen, die eigentlich nur schweren psychiatrischen Stoerungen vorbehalten bleiben sollten, erleben heutzutage wirklich eine Inflation. Jede Stimmungsschwankung, jede Befindlichkeitsstoerung, alles was unbequem ist und nicht wegerklaert werden kann, bekommt ein psychiatrisches Etikett. Der naechste Schritt ist dann die Behandlung mit Psychopharmaka! Bis Wissenschaftler ploetzlich herausfinden - wie gerade vor kurzem - dass Jugendliche, die mit bestimmten antidepressiven Medikamenten behandelt werden, signifikant haeufiger Selbstmord begehen als andere, die keine derartigen Pillen nehmen.
Bitte, nimm dir diesen zweifelhaften Test nicht so zu Herzen! Er hat mit Sicherheit keine wirkliche Aussagekraft. Das Internet ist zwar eine wunderbare Informationsquelle, aber jeder kann etwas hineinstellen und keiner kontrolliert den Wahrheitsgehalt!
Liebe Gruesse, Dr. Karin Anderson

14.11.2004 11:55 Zitieren Zitieren


Gast

14.11.2004 11:55 Zitieren Zitieren

Hi !
Ich habe ein eigenes Forum ins Netz gestellt in dem ich über Erfahrungen mit meiner Borderline Krankheit und meine Geschichte schreiben möchte.
Ich würde mich freuen wenn Ihr auch mit schreibt.

Schaut doch mal rein :
www.sandra-diegmann.info

Ich freue mich auf Euch

Liebe Grüße

Sandra

 
 

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