Hochschulkarte

Supervision

Evangelische Hochschule Freiburg „Evang Hochschule 1“ von Jörgens.mi - own worh. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Evangelische Hochschule Freiburg (Foto: „Evang Hochschule 1“ von Jörgens.mi - own worh. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Supervision, Master of Arts

Studienort, Standort
Freiburg
Abschluss
Master of Arts
Abschlussgrad
Master of Arts
Zielgruppe
Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Pädagogen, Religionspädagogen, Heilpädagogen, Psychologen, Sozialwissenschaftler, Mediziner, Theologen, mind. Fachhochschulabschluss in einem humanwiss. Studium
Regelstudienzeit
5 Semester
Akkreditierung
Ja
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
weiterbildend
Studienformen
Teilzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Weitere Informationen

Was ist "Supervision"?

Supervision (lateinisch für Über-Blick) ist eine Form der Beratung für Mitarbeiter. Supervisionen werden von einem Supervisor, der zumeist eine entsprechende Qualifikation oder Zusatzausbildung hat, geleitet. Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen lernen in der Supervision, ihr berufliches oder ehrenamtliches Handeln zu prüfen und zu verbessern. Dazu vereinbaren die Teilnehmer mit dem Supervisor Ziele. Inhalte sind die praktische Arbeit, die Rollen- und Beziehungsdynamik zwischen Mitarbeiter und Klient, die Zusammenarbeit im Team oder auch in der Organisation. Supervision wird hauptsächlich im medizinischen, sozialen, pädagogischen und therapeutischen Bereich genutzt (Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Erzieher, Ärzte, Pflegepersonal, Psychotherapeuten, Lehrer, Pfarrer etc.), und zunehmend auch in der Wirtschaft (Führungskräfte). Eine zunehmend wichtige Rolle spielt die Supervision weiterhin im akademischen Bereich, wo sie regelmäßig im Forschungskontext angewendet wird.

Je nach Zielvereinbarung liegt der Fokus auf Methodenkompetenz, Werten und Normen, Persönlichkeitsmerkmalen, Gefühlen, Gedanken und Verhalten, persönlicher Entwicklung, Spiritualität, Zielen und Strategien, Beziehung zwischen Supervisand und Klient, Zusammenarbeit im Team bzw. in der Organisation, Schnittstellen und Synergien, Rollenerwartungen und Rollenverhalten, Diagnose von Klienten (Fallsupervision), Aufbau- und Ablauforganisation, Macht und Verantwortung, Entscheidungsprozessen, Information und Dokumentation, Qualitätsmanagement, (Sozial-)Politik, Rolle von Berufsanfängern, Einführung und Integration neuer Mitarbeiter, Führung, nachbarschaftlichen Beziehungen, Beziehungen zu Interessengruppen, Zusammenarbeit mit dem Träger. Nicht zuletzt ist die Beziehung zwischen Supervisor und Supervisand(en) wichtig und auch oft modellhaft Thema. Supervision beinhaltet oft auch Elemente von Psychotherapie und Organisationsentwicklung.

Fokus und Inhalt sind eng mit dem Setting verknüpft.

Die Erforschung der Supervision ist eine junge Disziplin und noch nicht lange an Universitäten und Forschungseinrichtungen verankert (z. B. FU Amsterdam, Kassel, Würzburg, Krems, Salzburg, EAG Hückeswagen, zak Basel). So steht die Forschung, aber auch die Theorieentwicklung noch in den Anfängen. Eine fundierte, eigenständige und allgemein anerkannte Supervisionstheorie liegt nicht vor. Eine übergreifende Praxeologie fehlt. Nach einer Dokumentation der internationalen Forschungslage („Supervision auf dem Prüfstand“) gibt es bislang nur wenige kontrollierte Studien. Von einer generellen Wirksamkeit aller Supervisionsverfahren ist bisher nicht auszugehen, und schulenspezifische Wirksamkeitsstudien gibt es bislang nur vereinzelt. Wirkungen auf der Ebene des Supervisandensystems sind (unspezifisch) nachgewiesen: die Supervidierten geben an, von Supervision zu profitieren, Teamkommunikation verbessert sich, Problembewusstsein wächst. Nachgewiesen wurden positive Veränderungen der Kommunikationsstrukturen in einer Supervisionsgruppe, was eine neue Forschungsperspektive auf Supervisionsprozesse eröffnet (Diskursanalyse) und die Annäherung von Methoden der Wirkungsforschung schulischer und supervisorischer Lernprozesse nahelegt. Burnoutprophylaktische Wirkungen auf der Ebene des Klienten/Patientensystems sind bislang, anders als vielfach angenommen, noch nicht nachgewiesen worden. Zahlreiche Studien zeigen: die Akzeptanz in den verschiedenen Feldern ist sehr unterschiedlich, in sozialpädagogischen Bereichen ist sie gut, in klinischen und gerontologischen Bereichen ist sie nicht sehr hoch. So werden in drei Multicenterstudien (D-A-CH) von den befragten Schwestern, Pflegern, Altenhelfern bei ihren Supervisoren mangelnde Feldkompetenz (z. B. Institutionswissen) und Fachkompetenz (pflege- und gerontowissenschaftliche Kenntnisse) beklagt (nur knapp 30 % der Supervisoren wurden in diesem Bereich als feld/fachkompetent attribuiert!). Es besteht also ein großer Forschungsbedarf, um Supervision als Instrument der Qualitätssicherung zu bestätigen. Initiativen hierzu wurden in jüngster Zeit unternommen.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Supervision
Schwerpunkt(e)

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Studienbeginn
nur Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Mind. 5 Jahre Berufserfahrung; mind. 30 Sitzungen Supervision in 2 versch. Supervisionsformen in den letzten 5 Jahren bei einem anerkannten Supervisor (DGSV); Vertiefte Kenntnisse in Beratung o. Gruppenarbeit durch Fortbildungen (ca. 400 Std.)

Studienbeitrag

Studienbeiträge
Anmerkung zum Studienbeitrag

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
-
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
Einschreibefrist für die Rückmeldung
-
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
-
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen

Kontakt/Ansprechpartner

Studiengangsleitung Supervision, Fachbereich III
Hausanschrift
Bugginger Str. 38, 79114 Freiburg
Telefon
0761 / 47812-59
Telefax
0761 / 47812-30
Internetseite
Ansprechpartner weiterführendes Studium
Ansprechpartner
Frau Prof. Dr. Susanne Ehmer /Frau Prof. Dr. Kerstin Lammer
Telefon
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