Das Studium vermittelt sehr passgenau die Kompetenzen, die Sie für eine interessante und herausfordernde Aufgabe an der Schnittstelle zwischen Firmen im internationalen Rahmen benötigen. Es umfasst ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliche Fächer sowie Sprachen und ist gleichermaßen für die weiblichen und männlichen Studierenden interessant, die ein gewisses Faible für Mathematik, Physik und Naturwissenschaft mitbringen, aber auch initiativ, kompetent und eigenbestimmt im Beruf arbeiten möchten.

Die Ausbildung ruht auf den drei Säulen Betriebswirtschaft, Technik und Kommunikation. Weiterhin hat der Studiengang eine starke internationale Prägung.

Betriebswirtschaftliche Ausbildung:
Hier werden Sie in die betriebswirtschaftlichen Grundlagen, das Vertragsrecht, die Wirtschaftsinformatik und das Marketing eingeführt. Die strategische Unternehmensführung unterstreicht die Notwendigkeit, das Gesamtunternehmen verstehen zu können und im Blickfeld zu haben. Ein wesentlicher Baustein Ihrer Ausbildung ist die Kosten- und Leistungsrechnung, da das tiefgreifende Verständnis dieser Materie oft über den Erfolg und Misserfolg im technischen Vertrieb entscheidet. Dies wird vertieft durch „International Finance Management“, bei dem eine globale Sichtweise das einzelbetriebliche Verständnis ergänzt. Die weitere Vertiefung in Richtung Vertriebsingenieur geschieht durch die Fächer „International Marketing“, „Innovations- und Produktmanagement“ und „operativer und strategischer Vertrieb“.

Technische Ausbildung:
In den ersten Semestern werden die technischen Grundlagen gelegt mit Mathematik, Mechanik, Physik und Werkstoffkunde. Im Fach „technisches Zeichnen/CAD“ werden Sie fit im Lesen und Erstellen von Zeichnungen. Zusammen mit der Fertigungstechnik und Festigkeitslehre haben Sie dann die Voraussetzungen für das Erlernen der Funktion und die Berechnung der wichtigsten Maschinenelemente (drittes Semester).

Dies vertiefen Sie anschließend durch Projekte, in denen Sie eigenständig in Gruppenarbeit kleinere Maschinen konstruieren und berechnen. Im Hauptstudium schließen sich dann interessante Fächer wie Automatisierung, Projekt- und Qualitätsmanagement und Messtechnik an. Damit sind Sie weitgehend gerüstet für die Kommunikation mit den Ingenieuren. Da der Umfang der Fächer, die im engeren und weiteren Sinn zur Ingenieurausbildung gezählt werden, ungefähr 60% des Studiums umfassen, erhalten Sie zu Recht den Titel „Bachelor of Engineering“, Sie sind also Ingenieur und können stolz darauf sein.

Kommunikationsausbildung:
Die Sprachen kommen nicht zu kurz: mit Englisch und später einer weiteren Fremdsprache (meistens Spanisch) können Sie sich perfekt auf dem internationalen Parkett bewegen. Sie legen bis zum vierten Semester ein international gültiges Sprachzertifikat mit dem anspruchsvollen Level B2 ab, mit dem Sie verhandlungssicher fürs Ausland sind. Nach dem Absolvieren des Auslandssemesters sprechen die allermeisten Englisch oder Spanisch fließend, was die Durchführung von englischsprachigen Vorlesungen, Projekten und Seminaren möglich macht.

Praktische Kommunikation erleben Sie im Fach „Präsentationstechnik“ und in einem Sales Lab, in dem Sie verschiedene Verhandlungssituationen durchspielen und dies im Anschluss besprochen und analysiert wird. In mehreren Vorlesungen sind kleinere Präsentationen integriert, so dass Sie später beim Kunden glänzen können. Auch die schriftliche Kommunikation wird gefordert und gefördert: neben Projektprotokollen erstellen Sie eine Studienarbeit und eine Bachelorarbeit, in der Sie Ihre wissenschaftliche Denk- und Ausdrucksweise unter Beweis stellen können.

Den Abschluss des Studiums bildet ein umfangreiches Projekt, in dem Sie mit ihrer Gruppe ein virtuelles Start-Up Unternehmen gründen, ein Produkt technisch definieren und seine Herstellung planen. Weiterhin müssen Sie den Markt untersuchen und den Vertrieb planen. Hinzu kommen die Investitionsplanung und eine Risikobetrachtung. Sie präsentieren die Zwischenergebnisse auf Englisch und schreiben einen Bericht hierzu.

Internationalität:
Basierend auf der Sprachenausbildung in den ersten Semestern werden verschiedene Vorlesungen auf Englisch gehalten, so dass Sie den notwendigen Wortschatz beherrschen lernen. Das Studium ermöglicht Ihnen, an Studentenaustauschprogrammen teilzunehmen und ausländische Studenten kennenzulernen. Weiterhin werden immer wieder ausländische Dozenten eingeladene, die Gastvorlesungen auf Englisch halten, so dass sie Ihre Sprachkenntnisse vertiefen können und in die Kultur und Denkweise anderer Länder eintauchen.

Im fünften Semester gehen Sie für ein Semester ins Ausland. Dies stellt einerseits eine kleine Hürde dar, da Sie sich aktiv um eine Stelle bemühen müssen. Andererseits können Sie stolz sein, wenn Sie dies erfolgreich absolviert haben und im Ausland Ihren Mann oder Ihre Frau gestanden haben. Das ganz überwiegende Feedback aus dem Auslandsaufenthalt ist sowohl auf Seiten der Studenten als auch auf Seiten der Firmen sehr positiv. Unsere Studenten gehen oft nach Spanien, Finnland, Südafrika oder nach Costa Rica, Singapur, China und Australien. Sie können Ihre Internationalität aber noch weiter stärken, ohne länger studieren zu müssen, indem Sie das Praxissemester UND ein Studiensemester im Ausland absolvieren. Ebenfalls können Sie die Bachelorarbeit im Ausland anfertigen. Damit werden Sie dann endgültig dem Anspruch „International“ gerecht. Diese Prägung ist für alle Managementaufgaben ideal, nicht nur für den technischen Vertrieb, da mittlerweile fast alle Geschäftsbeziehungen global ablaufen und händeringend nach international einsetzbarem Personal gesucht wird.

Lehrkonzept:
Die Ausbildung erfolgt in den ersten Semestern überwiegend über klassische Vorlesungen, manchmal in Zusammenarbeit mit anderen Studiengängen. In den höheren Semestern findet dann die Ausbildung im Wesentlichen in kleinen Gruppen (20-30 Teilnehmer) statt. In vielen Fächern werden Übungen oder Tutorien angeboten, bei denen der theoretische Stoff an Praxisbeispielen plausibel umgesetzt und gefestigt wird. Labore und Gruppenarbeiten sind an der Tagesordnung, bei denen die Studenten sich in Eigeninitiative den Stoff erarbeiten oder Lösungen für gestellte Aufgaben erarbeiten. Hier kann Teamwork geübt werden!

In vielen Veranstaltungen halten die Studenten Vorträge, um zusätzlich zum Stoff auch die vertriebliche Schlüsselqualifikation „Präsentationstechnik“ zu erlernen. Mehrere Fächer werden auf Englisch gelehrt, so dass sich der Sprachgebrauch festigt und das internationale Fach-Vokabular geläufig wird. „Visiting Professors“ halten Vorlesungen im angelsächsischen Stil, der erfrischend von der deutschen Praxis der Wissensvermittlung abweicht.

In dem Sales Lab lernen Sie, ein Verkaufsgespräch zu führen oder ein telefonisches Vertriebsgespräch zu führen und bereiten sich auf diese Weise praktisch auf Ihre spätere Berufstätigkeit vor. Projekte werden in Kleingruppen durchgeführt, sei es die Erstellung einer Konstruktion oder die Erarbeitung eines Business-Cases. Zunehmend werden internationale Partner-Universitäten in die Gruppenübungen eingebunden.

Der starke internationale Bezug wird durch eine klare Anerkennungspraxis unterstützt. Fächer, die beispielsweise bei einem Auslands-Studienaufenthalt absolviert wurden, werden anerkannt und die erzielte Note auf Ihren Wunsch hin in das Abschlusszeugnis aufgenommen.

Praxisbezug:
Der gesamte Studienplan wurde im Hinblick auf die Qualifizierung für den betrieblichen Einsatz aufgebaut und garantiert die Praxisrelevanz. Der Industriebeirat des Studiengangs hat laufend ein kritisches Auge auf die Ausbildung und bringt regelmäßig Anregungen und Aktualisierungen ein. Bei Exkursionen lernen Sie verschiedene Firmen und Organisationen kennen und können sich ein Bild der betrieblichen Abläufe machen. Der Studiengang organisiert Fachvorträge von Industrievertretern, bei denen einzelne Aspekte der industriellen Tätigkeit beleuchtet werden. Hier können Sie sich ein Netzwerk an Kontakten zulegen, was Ihnen später zu Gute kommt.

Quelle: Hochschule Aalen - Technik und Wirtschaft Campus "Burren" vom 10.11.2018

  • Studienfeld(er)
    Industrie und Handel
  • Schwerpunkt(e)
    BWL; Internationales Marketing; Vertrieb + Technisches Wissen; Werkstoffkunde
  • Zulassungsmodus
    Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
  • Studienbeginn
    Sommer- und Wintersemester
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Auswahlsatzung der Hochschule Aalen
Zugangsbedingungen
  • Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
    • einem Beratungsgespräch an der Hochschule
  • Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
    • einem Beratungsgespräch an der Hochschule
    • einer Eignungsprüfung
  • Vorlesungszeit
    01.09.2021 - 28.02.2022
  • Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
    05.11.2018 - 05.11.2018
  • Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
    05.11.2018 - 05.11.2018
  • Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
    05.11.2018 - 05.11.2018
  • Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
    05.11.2018 - 05.11.2018
  • Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt.
    Stand: 28.08.2021

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