Die gesellschaftliche Bedeutung von beruflicher und betrieblicher Bildung wächst nicht zuletzt unter den Vorzeichen des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels, der steigenden kulturellen und leistungsbezogenen Heterogenität von Auszubildenden weiter rasch an.

Hinzu kommen tiefgreifende technologische Veränderungen in Folge der Digitalisierung von Arbeits- und Lernprozessen sowie eine starke Ausdifferenzierung von Lebenslagen und Einstellungen bei Jugendlichen, die die Arbeit des Bildungspersonals in Unternehmen, Bildungsinstitutionen und beruflichen Schulen beeinflussen.

In dieser Gemengelage hat sich die Rolle des betrieblichen Bildungspersonals spürbar verändert, soll es auf Basis berufspädagogischer Qualifikationen seine Funktion als Coach, Lernbegleiter, Mentor etc. wahrnehmen.

Im Zentrum unseres seit 2012 angebotenen berufsbegleitenden Studiengangs steht eine spezifische berufspädagogische Prozesskompetenz zur Planung, Gestaltung, Durchführung und Evaluation von beruflichen Lernprozessen. Wissen über pädagogische Theorien, didaktische Modelle und Interkulturalität sowie Methodenkompetenz sind für die Ausbildung einer pädagogischen Professionalität unabdingbar. Darüber hinaus zielt der Studiengang auf die Entwicklung von Kompetenzen für weitere Aufgabenfelder ab:

- Weiterbildungsbedarfe sollen erkannt und die notwendigen Schulungen, Personal- oder ggf. Organisatonsentwicklungen eingeleitet werden,
- die geeigneten Auszubildenden sollen für das Unternehmen gewonnen und nach der Ausbildung gehalten werden uvm.
Weiterhin bringt die deutlich ausgebaute Beteiligung von Unternehmen an Berufsakademien / Dualen Hochschulen eine neue Zielgruppe in die Ausbildungsabteilungen, die mit dem Bachelor selbst einen akademischen und damit im Vergleich zum ausbildenden Personal häufig höherwertigen Abschluss anstrebt.

Inhaltliche Schwerpunkte des Studiengangs sind:

- Konzeption und Durchführung von selbstorganisierten, projektorientierten und arbeitsplatznahen Lernprozessen sowie Unterrichten in der betrieblichen Bildung unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Zielgruppen (Heterogenität und Interkulturalität).
- Konzeption und Organisation der Ausbildung, Einsatz wissenschaftlicher Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation in der beruflichen Bildung, Bildungsmarketing und diagnostische Verfahren der Kompetenzmessung und Lernstandkontrolle.
- Pädagogische Kompetenzentwicklung durch fundierte Reflexion der eigenen Rolle und des eigenen Selbstverständnisses als Ausbilder/in.
- Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens werden vermittelt und eingeübt, um in der Gestaltung von schulischen bzw. betrieblichen Lernprozessen kompetent auf wissenschaftliche Studien zurückgreifen zu können.

Quelle: Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd vom 16.09.2019

  • Studienfeld(er)
    Berufspädagogik; Bildungsforschung
  • Schwerpunkt(e)
    Berufsbildungsforschung; Bildungsmanagement, -planung, -controlling; Gestaltung und Begleitung von Lehr-/Lernprozessen; Grundlagen der Handlungsorientierung und Lernen im Prozess der Arbeit; Insitutionelle Beratung und Organisationsentwicklung; Interkulturalität und Diversity Management; Messen und Beurteilen von Leistungs- und Kompetenzentwicklung
  • Zulassungsmodus
    Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
  • Studienbeginn
    Sommer- und Wintersemester
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Gleichgestellt sind beruflich Qualifizierte mit Meisterprüfung oder mit einer gleichgestellten beruflichen Fortbildung oder mit einem Fachschulabschluss i.S. von § 14 Schulgesetz und § 59 LHG. Bewerber mit mind. 2-jähriger Berufsausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können nach Ablegen einer Eignungsprüfung zum Studium zugelassen werden.
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Zugangsbedingungen
  • Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
    • einem Beratungsgespräch an der Hochschule
  • Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
    • einem Beratungsgespräch an der Hochschule
    • einer Eignungsprüfung
Internetseite
weitere Informationen zu "Studieren ohne Abitur"
  • Vorlesungszeit
    02.11.2020 - 13.02.2021
    Semesterbeginn: 01.10.2020 Semesterende: 31.03.2021
  • Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
    20.05.2020 - 20.08.2020
  • Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
    20.05.2020 - 20.08.2020
  • Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
    20.05.2020 - 20.08.2020
  • Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
    20.05.2020 - 20.08.2020
  • Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt.
    Stand: 26.12.2020
Thomas Knabel
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