Hochschulkarte

Schulforschung und Schulentwicklung

Eberhard-Karls-Universität Tübingen Universität Tübingen Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Foto: Universität Tübingen)

Schulforschung und Schulentwicklung, Master

Studienort, Standort
Tübingen
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Master of Arts
Zielgruppe
Schulforschung und Schulentwicklung ? das heißt an der Universität Tübingen: Schule anspruchsvoll gestalten, forschungsbasiert über Unterricht reflektieren, Kompetenzen für Innovationen entwickeln. Was sind die Ziele und Besonderheiten dieses Studienganges? Der Master-Studiengang ?Schulforschung und Schulentwicklung? wurde mit doppelter Zielsetzung konzipiert: Einerseits soll es darum gehen, Studierenden Wissen und Kompetenzen für ihr berufliches Handeln zu vermitteln und einen Beitrag zu ihrer Professionalisierung zu leisten; andererseits ist es ein wichtiges Ziel, Innovationen in Schulen anzuregen und Grundlagen für fundierte Reformen zu schaffen. Der Studiengang ist eine Antwort auf gestiegene gesellschaftliche Erwartungen an das Bildungssystem und seine Akteure sowie auf die zugestandene und zugemutete Eigenverantwortung von Schulen. Der Studiengang versucht aber auch eine Antwort auf die Frage, wie mit der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft kompetent umgegangen werden kann. Mit der Bezeichnung ?Schulforschung und Schulentwicklung? wird die in einer weiteren Weise doppelte Ausrichtung des Studienganges deutlich: Forschung und Entwicklung werden zusammen gedacht und verweisen aufeinander. Ziel forschender und entwickelnder Aktivitäten ist eine hohe Qualität von Schule und Unterricht. \ Der Studiengang profitiert von den Möglichkeiten eines ausdifferenzierten erziehungswissenschaftlichen Instituts, wie es in Tübingen besteht: Gemeinsame Seminare mit Studierenden der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit, ein Austauschprogramm mit der Lehigh-Universität (USA) sowie Lehrveranstaltungen aus allen Abteilungen stehen Ihnen zur Verfügung.
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Nein
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Anmerkungen zum Studiengang
Kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit 50 % studiert werden.

Was ist "Schulentwicklung"?

Als Schulentwicklung wird der systematische, zielgerichtete, selbstreflexive und für die Bildungsprozesse der Schüler funktionale Entwicklungsprozess hin zu einer Professionalisierung der schulischen Prozesse bezeichnet. Eine so definierte Schulentwicklung dient der Verbesserung der Qualität der Schule als Institution und des Unterrichts. Subjekte der Schulentwicklung sind Schulen, Schulnetzwerke und Bildungsregionen im Kontext des gesamten Bildungswesens.

Handlungen, die die Schulentwicklung betreffen, finden auf fünf Ebenen statt:

-- der direkten Interaktion
- der schulinternen Handlungsverbände
- der Einzelschule als Handlungseinheit
- der Schulen als Teil des Bildungssystems
- dem Bildungssystem als Teil des gesellschaftlichen Gesamtsystems.

Die Ebenen eins bis drei bilden die Mikroebene, die Ebenen vier und fünf die Makroebene der Schulentwicklung. Jede Ebene ist – in aufsteigender Reihenfolge – jeweils ein Subsystem der darüber befindlichen Ebene. Subsystem soll heißen, dass das nächsthöhere System alle darunter befindlichen Handlungsprozesse einschließt. Jede dieser Ebenen stellt einen für Theorie und Praxis ausgrenzbaren Teil des schulischen Gesamthandelns dar. Wenn nun Schulentwicklung thematisiert und beschrieben werden soll, sind grundsätzlich die zweite und dritte Ebene gemeint.[2]

Die Mikroebene der Schulentwicklung ist mit der Makroebene verzahnt: Gesetze und Erlasse (Schulrecht) markieren den Entwicklungskorridor der Schule. Zentrale Tests und Benchmarks sind an den Schulen operativ umzusetzen. Externe und interne Evaluationen gilt es aufeinander abzustimmen. Am Ende dieses Prozesses koordinieren sich die Schulen selbst, mit dem Risiko einer begrenzten „Balkanisierung“ des Schulwesens.[3]

Die Steuerung des Prozesses der Schulentwicklung durch den Schulträger bzw. die ihm übergeordnete Instanz, z. B. durch die Landkreise, wird auch als Schulentwicklungsplanung bezeichnet.

Das Niedersächsische Kultusministerium legitimiert das Zusammenspiel der Ebenen folgendermaßen:

Schule in Niedersachsen bleibt staatlich verantwortet. Das bezieht sich sowohl auf das Recht, verbindliche Vorgaben für Bildungs- und Erziehungsziele der Schulen festzulegen als auch auf die staatliche Pflicht, die Erreichung der vorgegebenen Ziele in den Schulen zu überprüfen.
„Eigenverantwortlichkeit“ der Schulen bedeutet in diesem Kontext, dass die Schulen selbst in allen ihr tägliches Handeln betreffenden Bereichen deutlich stärker als bisher die Verantwortung für die von ihnen erreichte Qualität schulischer Bildung und den Prozess der Qualitäts- und Organisationsentwicklung übernehmen werden. Wenn die Schulen aber Verantwortung übernehmen sollen, benötigen sie dafür auch Freiräume für eigene Entscheidungen.
In neueren Ansätzen wird zwischen drei Ebenen der Schulentwicklung unterschieden:

- der Ebene der Ministerien/Schulaufsicht (Makroebene)
- der Ebene der Bildungsregionen (Intermediale Ebene)
- der Ebene der Einzelschule und individueller Netzwerke (Mesoebene).[1]

Vorgaben des Staates (des Bundes, v. a. aber des betreffenden Bundeslandes) werden von den Ebenen unterhalb der Makrobene autonom umgesetzt. Eine Ausweitung der autonomen Schulentwicklung entspricht einer Entstaatlichung des Schulwesens. Als Datenbasis für die Schulentwicklung bieten sich hierbei Instrumente der Selbstevaluation wie beispielsweise SEIS an.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Bildungsforschung; Bildungswissenschaften
Schwerpunkt(e)

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Örtliche Zulassungsbeschränkung,zwingend mit NC
Studienbeginn
nur Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.04.2018 - 27.07.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
01.12.2018 - 15.01.2019
Bitte abweichende Fristen für Masterstudiengänge beachten ! Losverfahren vom 01.09.2018 bis einschließlich 20.09.2018
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
15.01.2019 - 31.03.2019
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
15.01.2019 - 31.03.2019
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
01.12.2018 - 15.01.2019
Bitte abweichende Fristen für Masterstudiengänge beachten !
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
01.12.2018 - 15.01.2019
Bitte abweichende Fristen für Masterstudiengänge beachten !
Einschreibefrist für die Rückmeldung
15.01.2019 - 15.02.2019
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
15.01.2019 - 31.03.2019
Sofern zulassungsbeschränkt gemäß Einschreibefrist im Zulassungs-Bescheid.
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen

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