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Jüdische Studien

Otto-Friedrich-Universität Bamberg „Bamberg-KleinVenedig1-Asio“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Foto: „Bamberg-KleinVenedig1-Asio“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Jüdische Studien, Bachelor

Studienort, Standort
Bamberg
Nur Nebenfach
Ja
Abschluss
Bachelor
Abschlussgrad
Bachelor of Arts
Regelstudienzeit
6 Semester
Akkreditierung
Nein
Studienformen
Vollzeitstudium; Teilzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Anmerkungen zum Studiengang
wahlweise als Hauptfach mit einem zweiten Hauptfach oder als Hauptfach mit zwei Nebenfächern studierbar, auch als Nebenfach wählbar.

Was sind "Jüdische Studien"?

Jüdische Studien und Judaistik sind die offiziellen Bezeichnungen einer wissenschaftlichen Disziplin, die an mehreren deutschsprachigen Universitäten studiert werden kann und nach ihrem Selbstverständnis an die Tradition der Wissenschaft des Judentums anknüpft, die sich im 19. Jh. als eigenständige akademische Disziplin entwickelte.

Die jüngere Bezeichnung Jüdische Studien lehnt sich an die nach der Shoa (Holocaust) zunächst im angloamerikanischen Raum und Israel fortgesetzte Disziplin der oben genannten Wissenschaft des Judentums an (Jewish Studies); als Begründer gilt in den USA Salo W. Baron (1895–1989), Historiker an der Columbia University, ehemals Hochschullehrer in Wien. Hingegen ist Judaistik die traditionelle Fachbezeichnung, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg im deutschsprachigen Raum durchsetzte, in Anlehnung an die Namen anderer Disziplinen wie Orientalistik, Romanistik, Germanistik, Hebraistik. Die ersten Gründungen deutschsprachiger judaistischer Institute an Philosophischen Fakultäten erfolgten seit den 1960er Jahren in Wien (Kurt Schubert), Berlin-West (Jacob Taubes), Köln (Johann Maier) und Frankfurt am Main (Arnold Goldberg). An der Humboldt-Universität in Berlin-Ost gab es das Fach Israelstudien.

Das Fach hat die Vermittlung und Erforschung der über 3000-jährigen Geschichte von Religion und Kultur des Judentums zum Ziel. Jüdische Religions- und Kulturgeschichte werden hierbei nicht als passives Objekt äußerer Einflüsse, sondern als aktiv handelnder Teil der allgemeinen Kultur aufgefasst. Unabdingbar für die Auseinandersetzung mit der jüdischen Religions- und Kulturgeschichte ist die Kenntnis der Quellensprachen des Judentums, insbesondere Hebräisch, aber je nach Spezialisierung auch Aramäisch, Judäo-Arabisch, Jiddisch, Ladino, Judäo-Persisch und Judäo-Griechisch. Das Studium der hebräischen Sprache möglichst in all ihren Entwicklungsstufen (biblisch, rabbinisch, mittelalterlich, modern) wird als Grundvoraussetzung für die kritische Quellenlektüre angesehen. Dieses Prinzip gilt nicht erst für die Postgraduate-Phase, sondern bereits in den Bachelorstudiengängen, in denen an angelsächsischen Hochschulen meist noch mit Übersetzungen, also mit Texten aus zweiter Hand, gearbeitet wird. Mit dieser spezifisch judaistischen Expertise hebt sich Jüdische Studien/Judaistik auch von anderen Fächern der Philosophischen Fakultät ab, die sich punktuell mit Judentum beschäftigen (Geschichte, Philosophie etc.).

Jüdische Studien/Judaistik sieht sich zwar in der Tradition der Wissenschaft des Judentums, was den philologischen und kulturhistorischen Anspruch angeht, dennoch gibt es einen Unterschied: Während die Wissenschaft des Judentums eine Disziplin von Juden für Juden war, die unter anderem der Neudefinition der eigenen Identität im modernen Staat dienen sollte, wird in Jüdische Studien/Judaistik Wert darauf gelegt, das Judentum von einem neutralen Standpunkt aus zu erforschen. Daher ist das Fach normalerweise an Philosophischen Fakultäten (oder, wo diese in ihrer klassischen Form nicht mehr bestehen, in geschichts- und kulturwissenschaftlichen Fachbereichen) angesiedelt und nicht an den Theologischen Fakultäten. Das Fach soll weder konfessionell gebunden noch darauf beschränkt sein, das Judentum allein als Religion zu betrachten.

Jüdische Studien/Judaistik kann an deutschen Universitäten als Ein- oder Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Halle/Saale, Heidelberg, Köln u. a.) sowie zum Teil als Master-Studiengang (Düsseldorf, Hamburg, Heidelberg u. a.) studiert werden. Lehrstühle mit einer kleineren Ausstattung gibt es in Göttingen, Mainz und München. Alle Studiengänge stehen Bewerbern und Bewerberinnen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit offen. Ausgenommen davon ist die in Kooperation zwischen dem Institut für Jüdische Studien der Universität Potsdam und dem Abraham Geiger Kolleg angeschlossene Rabbinerausbildung.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Judaistik; Jüdische Studien
Schwerpunkt(e)

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester

Studieren ohne Abitur: Zugangsbedingungen und Kontakt

Zugangsbedingungen
Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
  • einem Beratungsgespräch an der Hochschule

Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
  • einem Beratungsgespräch an der Hochschule
  • einem Probestudium
Anmerkung
Die Anmeldung zum Beratungsgespräch erfolgt über die Studierendenkanzlei der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Kontakt Studieren ohne schulische HZB
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Kapuzinerstraße 25/ Rückgebäude, 96047 Bamberg
Postanschrift
1549, 96045 Bamberg
Telefon
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Telefax
0951 / 863-4042
Ansprechpartner
Maria Steger

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.10.2018 - 09.02.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
15.05.2018 - 15.07.2018
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
08.08.2018 - 05.10.2018
keine Bewerbung erfoderlich - direkte Einschreibung möglich!
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
08.08.2018 - 05.10.2018
Zulassungsbeschränkte Studiengänge: laut Zulassungsbescheid.
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
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Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
15.05.2018 - 15.07.2018
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18.06.2018 - 06.07.2018
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
08.08.2018 - 05.10.2018
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen

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