Hochschulkarte

Politikwissenschaft

Otto-Friedrich-Universität Bamberg „Bamberg-KleinVenedig1-Asio“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Foto: „Bamberg-KleinVenedig1-Asio“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Politikwissenschaft, Master

Studienort, Standort
Bamberg
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Master of Arts
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Ja
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Vollzeitstudium; Teilzeitstudium; Internationaler Studiengang
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Weitere Informationen
Anmerkungen zum Studiengang
Onlinebewerbung erforderlich:

http://www.uni-bamberg.de/studium/interesse/bewerben/bewerbung-fuer-einen-masterstudiengang/
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Studienbeginn zum Wintersemester wird empfohlen

Was ist "Politik"?

Politikwissenschaft (auch Politische Wissenschaft, Wissenschaft von der Politik, Wissenschaftliche Politik oder Politologie) ist als Integrationswissenschaft ein Teil der modernen Sozialwissenschaften und beschäftigt sich mit dem wissenschaftlichen Lehren und Erforschen politischer Prozesse, Strukturen und Inhalte sowie den politischen Erscheinungen und Handlungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Politikwissenschaft zählt von ihrer Entwicklung als Wissenschaftsdisziplin im weiteren Sinne auch zu den Staatswissenschaften. Mit Nachbardisziplinen wie der Soziologie, der Rechtswissenschaft, der Geschichtswissenschaft, den Wirtschaftswissenschaften und der Psychologie erschloss sie sich inzwischen einen interdisziplinär angelegten Untersuchungsgegenstand, der über den Staat und seine Institutionen als Forschungsgegenstand hinausreicht.

Das Fach wird in verschiedene Teilbereiche untergliedert. Grundlegend ist die Differenzierung zwischen den Bereichen Politische Theorie (einschließlich Politische Philosophie und Ideengeschichte), Vergleichende Politikwissenschaft (früher Vergleichende Regierungslehre oder Vergleichende Analyse politischer Systeme) und Internationale Beziehungen (einschließlich Internationale Politik). Im Fall eines breiter angelegten Lehrangebots, wie es an manchen Universitäten betrieben wird, werden beispielsweise zusätzlich die Teildisziplinen System- bzw. Regierungslehre, Politische Soziologie, Politische Ökonomie, Politische Methodenlehre, Verwaltungswissenschaft, öffentliches Recht und Politikfeldanalyse oder in jüngerer Zeit Geschlechterforschung unterschieden.

Die Politikwissenschaft befasst sich mit dem gesellschaftlichen Zusammenleben der Menschen und untersucht, wie dieses Zusammenleben geregelt ist und geregelt werden kann. Ihr Gegenstandsbereich reicht demnach grundsätzlich über eine Beschäftigung mit der Tagespolitik hinaus. Ihr Untersuchungsinteresse erfordert die Analyse von grundlegenden Prinzipien, Zusammenhängen und von Ursache- und Wirkungsmechanismen des menschlichen Zusammenlebens in seinen unterschiedlichen Formen. Dabei berücksichtigt sie u. a. institutionelle, prozedurale, sachlich-materielle und politisch-kulturelle Gesichtspunkte. Ein besonderes Augenmerk richtet die moderne Politikwissenschaft auf die Frage, wie staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure agieren, wie politische Entscheidungsprozesse ablaufen, wie Machtverhältnisse entstehen und auf gesellschaftliche Strukturen einwirken.

Schon in der Antike beschäftigte sich die politische Philosophie und Staatsphilosophie (s. a. Chanakya) nahezu normativ-ontologisch mit der Frage, wie das Zusammenleben der Menschen am besten gestaltet werden könne. Dies lässt sich bis zu den altgriechischen Philosophen – vor allem auf Platon (Politeia - Der Staat) und Aristoteles – zurückführen und ist bis heute Gegenstand der philosophischen und ideengeschichtlichen Politischen Theorie. Als normative Wissenschaft wurde die Politikwissenschaft auch nach ihrer Gründung als akademische Disziplin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 verstanden und konzipiert („Demokratiewissenschaft“). Die deutsche Tradition policeywissenschaftlicher und kameralwissenschaftlicher Forschung war vom 19. bis 20. Jahrhundert abgebrochen. Im Verbund mit der Rechtswissenschaft entstand die Politikwissenschaft zunächst als Teil der Staatswissenschaften, zu denen sie auch heute noch gezählt werden kann, obwohl der Staat und seine Funktionen nicht mehr ihr ausschließliches Untersuchungsobjekt ist.

Ausgehend von der Entwicklung des Faches in den Vereinigten Staaten wurde die Politikwissenschaft seit den 1960er Jahren methodisch stärker vom Aufkommen des Behavioralismus sowie von den sozialwissenschaftlich orientierten empirisch-analytischen Methoden beeinflusst. Damit einher ging eine zunehmende Orientierung des Faches hin zu positivistischen Fragestellungen.

Ziel der modernen empirischen Politikwissenschaft ist es, aus der Beschäftigung der Gesellschaft und ihren Strukturen Zusammenhänge zu bestimmen, die das Zusammenleben von Menschen erklären und beschreiben. Dieser Zweig des Faches ist stark methodisch geprägt und arbeitet sowohl quantitativ als auch qualitativ. Eine abschließende Wertung der Untersuchungsergebnisse muss hierbei entfallen. Damit orientiert sich dieser prominente Zweig des Faches analytisch und methodisch an den Naturwissenschaften und wird im Allgemeinen nach wie vor wesentlich durch US-amerikanische Entwicklungen und Innovationen geprägt. Dies betrifft vor allem die analytische Stringenz (Einsatz mathematischer Modelle, die sogenannte Theorie der rationalen Entscheidung) sowie methodische Rigorosität (Einsatz statistischer Verfahren).

Etwas anders stellt sich das Fach im Bereich der modernen theoretischen bzw. normativen Politikwissenschaft dar, der größtenteils mit dem eher geisteswissenschaftlich orientierten Teilfach der Politischen Theorie zusammenfällt: In Anknüpfung an die lange normative Tradition der Politischen Wissenschaft, werden hier gesellschaftliche Werthaltungen auf ihren normativen Gehalt hin analysiert und vor dem Hintergrund ideen- und philosophiegeschichtlicher Kontexte diskutiert und bewertet. Dabei bedient man sich beispielsweise der Methode der analytisch-hermeneutischen Textinterpretation oder anderer qualitativer Verfahren. Die Beschäftigung mit Werturteilen steht dementsprechend mitunter im Zentrum der Politischen Theorie als Teilfach der Politikwissenschaft. Im Besonderen gilt dies für die Politische Philosophie als betont normativer politischer Theorie.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Politikwissenschaft
Schwerpunkt(e)
Internationale und europäische Politik; Moderne Politische Theorie; Politische Einstellungen und politisches Verhalten; Politische Systeme; Öffentliche Verwaltung

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Auszug aus der Prüfungs- und Studienordnung für den Masterstudiengang Politikwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (letzte Änderung vom 15. März 2018):

"§ 24 Zugangsvoraussetzungen

(1) 1Der Zugang zum Masterstudiengang ?Politikwissenschaft? setzt einen Hoch-schulabschluss oder einen gleichwertigen in- oder ausländischen Abschluss eines grundständigen mindestens sechssemestrigen Studiengangs im Umfang von mindestens 180 ECTS-Punkten, in dem mindestens die Gesamtnote ?gut? (2,5) erreicht wurde, sowie den Nachweis von Leistungen des Fachs Politikwissenschaft einschließlich methodischer Kompetenzen (Methoden der empirischen Sozial-forschung und der Statistik) im Umfang von mindestens 70 ECTS-Punkten, von denen mindestens 50 ECTS-Punkte Leistungen des Fachs Politikwissenschaft sein müssen, voraus. 2Abweichend von Satz 1 wird bei Nachweis von Leistungen des Fachs Politikwissenschaft einschließlich methodischer Kompetenzen (Methoden der empirischen Sozialforschung und der Statistik) im Umfang von mindestens 90 ECTS-Punkten, davon Leistungen des Fachs Politikwissenschaft im Umfang von mindestens 70 ECTS, im qualifizierenden Abschluss eine Gesamtnote von mindestens 3,0 für den Zugang vorausgesetzt.

(2) 1Bewerberinnen und Bewerber, die im qualifizierenden Abschluss gemäß Abs. 1 weniger als 20 ECTS-Punkte in Methoden der empirischen Sozialforschung und der Statistik nachweisen, können mit der Auflage zugelassen werden, dass eines oder mehrere Module aus dem Teilgebiet Politische Soziologie und der Modulgruppe 4 ?Methoden der empirischen Sozialforschung und Statistik? gemäß Anhang 1 der geltenden Prüfungs- und Studienordnung für den Bachelor-studiengang Politikwissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Rahmen des Masterstudiengangs Politikwissenschaft zu absolvieren sind. 2Der Umfang der im Einzelfall zu absolvierenden Module ist von den im Rahmen der Bewerbung nachgewiesenen Kompetenzen abhängig.

(3) Die im Rahmen von Auflagen absolvierten Module können in die Modulgruppen ?Erweiterungsbereich? eingebracht werden.

(4) 1Die Aufnahme des Studiums ist bereits vor dem Nachweis der Zugangs-voraussetzungen zulässig. 2Die Zugangsvoraussetzungen müssen innerhalb des ersten Semesters nachgewiesen werden. 3Die Zulassung wird in diesem Fall nur vorläufig ausgesprochen. 4Die Immatrikulation erfolgt befristet für ein Semester. 5Die Befristung wird bei Nachweis der Zugangsvoraussetzungen von Amts wegen aufgehoben. 6Werden die Nachweise der Zugangsvoraussetzungen nicht inner-halb der Frist erbracht, ist der bzw. die Studierende aus dem Masterstudiengang zu exmatrikulieren. 7Das Erbringen von einzelnen Modulprüfungen und Modulteilprüfungen erfolgt bis zum endgültigen Nachweis der Zugangsvoraussetzungen nur unter Vorbehalt."
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Internationalität

Internationaler Doppelabschluss möglich
Ja
Partnerhochschule, Staat
University of Macedonia Thessaloniki, Hellenische Republik
Abschlussgrad
Double Masters Degree in Political Science & Politics and Economics of Contemporary Eastern and Southeastern Europe

Partnerhochschule, Staat
University of Essex, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Abschlussgrad
Double Masters Degree in Policial Science

Partnerhochschule, Staat
Aston University in Birmingham, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Abschlussgrad
Double Masters Degree in Governance and International Politics

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.10.2018 - 09.02.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
15.05.2018 - 15.07.2018
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
08.08.2018 - 05.10.2018
keine Bewerbung erfoderlich - direkte Einschreibung möglich!
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
08.08.2018 - 05.10.2018
Zulassungsbeschränkte Studiengänge: laut Zulassungsbescheid.
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
15.05.2018 - 15.07.2018
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
15.05.2018 - 15.07.2018
Einschreibefrist für die Rückmeldung
18.06.2018 - 06.07.2018
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
08.08.2018 - 05.10.2018
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen

Kontakt/Ansprechpartner

Otto-Friedrich-Universität Bamberg\ \ Fakultät Sozial- und Wirtschaftwissenschaften
Hausanschrift
Feldkirchenstr. 21, 96045 Bamberg
Telefon
0951 / 863-2624;-2607
Telefax
0951 /
Ansprechpartner weiterführendes Studium
Ansprechpartner
Dr. Frank Bandau

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Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt. Stand: 25.11.2018

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