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Klassische Philologie

Otto-Friedrich-Universität Bamberg „Bamberg-KleinVenedig1-Asio“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Foto: „Bamberg-KleinVenedig1-Asio“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Klassische Philologie, Master

Studienort, Standort
Bamberg
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Master of Arts
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Nein
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Vollzeitstudium; Teilzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch

Was ist "Klassische Philologie"?

Klassische Philologie (auch Altphilologie) ist die Philologie, die sich mit den beiden (als „klassisch“ betrachteten) Sprachen Latein und Altgriechisch sowie den literarischen Zeugnissen der griechischen und römischen Antike beschäftigt. Sie kann unterteilt werden in Gräzistik (Altgriechische Philologie) und Latinistik (Lateinische Philologie).
Im Gegensatz zur Altphilologie bezeichnet die Neuphilologie eine Reihe von Fächern, die sich mit modernen Sprachen und Literaturen beschäftigen.

Während das Wort classical im englischen Sprachraum schon ab Ende des 16. Jahrhunderts auf die antiken griechischen und lateinischen Autoren bezogen wurde, kam diese Verwendung im deutschen Sprachraum erst wesentlich später auf.

Der älteste bekannte Beleg kommt bei Erduin Julius Koch um 1792 in Halle vor. Die amtliche Bezeichnung „Klassische Philologie“ für Latinistik und Gräzistik taucht erstmals 1803 als „altclassische Philologie“ im Vorlesungsverzeichnis der Universität Dorpat auf. Karl Morgenstern ist der erste, der diesen Terminus als „Prof. der Beredsamkeit und altclassischen Philologie, der Ästhetik und der Literatur und Kunst“ trug.

Die Sprachen Altgriechisch und Latein werden in der europäischen Kultur als klassische Sprachen bezeichnet, und waren die beiden im Römischen Imperium üblichen Verwaltungssprachen. Diese Sprachen wurden von allen gebildeten Bürgern des Römischen Reiches verstanden und dienten der Kommunikation und effizienten Verwaltung der verschiedenen Provinzen mit ihren jeweiligen regionalen Sprachen. Als „klassisches Latein“ gilt dabei das Lateinische aus der Spätphase der Römischen Republik bis zum Konsulat Caesars, so dass streng genommen „klassische Sprachen“ nur die beiden Verwaltungssprachen des Römischen Reiches im Entwicklungszustand in dieser Zeit angesehen werden können. Autoren aus dieser Zeit, etwa Cicero, aber mitunter auch noch Seneca werden daher auch als „klassische Autoren“ bezeichnet.

Mit dem Untergang des Römischen Reiches hätten sie ohne die Christianisierung Roms vermutlich ihre Bedeutung verloren und wären durch Italienisch, Mittelgriechisch etc. ersetzt worden. Da durch Konzilsbeschluss die Vulgata als verbindliche Version der Bibel erklärt wurde, waren für theologische Dispute Lateinkenntnisse unumgänglich. Die römisch-katholische Kirche sowie die Kanzleien der Kaiser des fränkischen und später des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation benutzten das Lateinische als Verwaltungs- und Gerichtssprache. Zudem war es Umgangssprache in den Klöstern, was zur Folge hatte, dass Latein zur lingua franca der Wissenschaft wurde, was sich an den später entstehenden Universitäten fortsetzte.

In theologischen Kreisen war Griechisch von vergleichsweise zweitrangiger Bedeutung. Erst mit dem Humanismus und in der Renaissance wurde das Interesse an der griechischen Literatur neu erweckt. Latein- und Griechischkenntnisse waren auch ein zentraler Bestandteil der Studienreform von Philipp Melanchthon. Diese Tradition schließlich führte sich fort in der Idee des deutschen Gymnasiums, das in Preußen von Wilhelm von Humboldt entwickelt wurde. Der Erwerb der klassischen Sprachen war eines der vorrangigsten Ziele, siehe auch Humboldtsches Bildungsideal. Erst nach der kulturellen Wende, die mit der Studentenbewegung von 1968 einherging, verloren die klassischen Sprachen im deutschen Bildungssystem ihre Bedeutung.

Die Klassische Philologie ist – neben Archäologie und Alter Geschichte – ein Teilgebiet der Klassischen Altertumswissenschaft. Der von der Altphilologie abgedeckte Bereich umfasst dabei den Zeitraum vom Beginn der griechischen Literatur (Homer, Hesiod) im späten 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum weitgehenden Erlöschen der spätantiken Literatur um das Jahr 600 n. Chr.

Zu beachten ist, dass die Klassische Philologie neben den künstlerisch-literarischen Texten der Lyrik, Epik, des Dramas und der Kunstprosa anders als die neuphilologische Literaturwissenschaft auch philosophische, historiographische und sogar naturwissenschaftliche Texte behandelt. Nicht zur Klassischen Philologie zählt man die Beschäftigung mit griechischen oder lateinischen Überrest-Texten, also reinen Gebrauchstexten nichtliterarischer Provenienz, die man in Papyri, Inschriften oder als Münzlegenden findet. Für diese Schriftdokumente gibt es die Wissenschaften Papyrologie, Epigraphik und Numismatik, die wiederum als Hilfswissenschaften den drei Hauptwissenschaften ja nach Qualität und Umfang der Quellen zu variierenden Anteilen beigeordnet werden. Weitere verwandte Disziplinen sind die Mittellateinische Philologie, die Neulateinische Philologie, die Byzantinistik sowie die Indogermanistik.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Gräzistik; Latinistik
Schwerpunkt(e)
Griechisch; Latein

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Auszug aus der Studien - und Fachprüfungsordnung für den M aster studienga ng Klassische Philologie (letzte Änderung vom 26. M ai 2015):

?§ 32 Zugangsvoraussetzungen

(1) Der Zugang zum Masterstudiengang ?Klassische Philologie? setzt einen einschl ä- gigen Hochschulabschluss oder einen gleichwertigen einschlägigen in - oder au s- ländischen Abschluss eines grundständigen sechssemestrigen Studiengangs im Umfang von mindestens 180 ECTS - Punkten mit einer Prüfungsgesamtnote von ? gut? (2,5 ) oder besser voraus. (2) Als einschlägig gemäß Abs . 1 gilt ein Abschluss im Bereich der Klassischen Phil o- logie oder der Kulturwissenschaften im Bereich der Alten Welt, wenn mindestens 50 ECTS - Punkte im Bereich der lateinischen und/oder der griechischen Philologie e r brac ht wurden . (3) 1 Bewerberinnen und Bewerber, die im qualifizierenden Abschluss gemäß Abs . 1 nicht oder nicht in hinreichendem Umfang Kompetenzen in den Bereichen Sprachkompetenz Gri e chisch inklusive mindestens einer Stilübung (mindestens 8 ECTS - Punkte) und Spr achkompetenz Latein inklusive mindestens einer Stilübung (mindestens 8 ECTS - Punkte) nachwe i sen, werden mit der Auflage zugelassen, dass nach Wahl der Bewerberin oder des Bewerbers mindestens eines der folgenden Module spätestens bis zum Ende des zweiten Fa chsemesters zu absolvieren ist:

-Sprachkompetenz Griechisch - Aufbaumodul -Sprachkomp e- tenz Gräzistik

Schriftliche Prüfung (Klausur) 8 ECTS;

-Sprachkompetenz Latein -Aufbaumodul Sprachkomp e- tenz Latinistik Schriftliche Prüfung (Klausur) 8 ECTS.

2 Werden die Auflagen nicht fristgerecht erfüllt, erlischt die Zulassung zum Maste r- studiengang. 3 Eine Fortsetzung des Studiums ist in diesem Fall ausgeschlossen."
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.10.2018 - 09.02.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
15.05.2018 - 15.07.2018
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
08.08.2018 - 05.10.2018
keine Bewerbung erfoderlich - direkte Einschreibung möglich!
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
08.08.2018 - 05.10.2018
Zulassungsbeschränkte Studiengänge: laut Zulassungsbescheid.
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
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Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
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