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Governance and Public Policy - Staatswissenschaften

Universität Passau Universität Passau Universität Passau (Foto: Universität Passau)

Governance and Public Policy - Staatswissenschaften, Master

Studienort, Standort
Passau
Internetseite
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Master of Arts
Zielgruppe
Absolventen eines gesellschafts- oder wirtschaftswissenschaftlichen Faches
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Ja
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Internationaler Studiengang; Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Weitere Sprachen
Englisch
Weitere Informationen
Anmerkungen zum Studiengang
Der Studiengang wurde in das Public Policy and Good Governance Programm des DAAD aufgenommen; die Zusatzqualifikation in ?Digital Humanities? ist möglich.

Was ist "Governance"?

Governance (von französisch gouverner, „verwalten, leiten, erziehen“, aus lateinisch gubernare; gleichbedeutend griechisch κυβερνάω bzw. κυβερνῶ (kontr.) / kybernáo bzw. kybernō: das Steuerruder führen) – oft übersetzt als Regierungs-, Amts- bzw. Unternehmensführung –, auch Lenkungsform, bezeichnet allgemein das Steuerungs- und Regelungssystem im Sinn von Strukturen (Aufbau- und Ablauforganisation) einer politisch-gesellschaftlichen Einheit wie Staat, Verwaltung, Gemeinde, privater oder öffentlicher Organisation. Häufig wird es auch im Sinne von Steuerung oder Regelung einer jeglichen Organisation (etwa einer Gesellschaft oder eines Betriebes) verwendet. Der Begriff governance wird häufig unscharf verwendet.

Für den aus dem Französischen kommenden Begriff (Gouvernance) gibt es keine deutsche Entsprechung. Bisherige Eindeutschungsversuche wie „Gouvernanz“ haben sich nicht durchgesetzt, jedoch bietet sich der Begriff Lenkungsformen an. Im politischen Umfeld ist der Ausdruck alternativ zum Begriff Government (Regierung) entstanden und soll ausdrücken, dass innerhalb der jeweiligen politisch-gesellschaftlichen Einheit Steuerung und Regelung nicht nur vom Staat („Erster Sektor“), sondern auch von der Privatwirtschaft („Zweiter Sektor“) und vom „Dritten Sektor“ (Vereine, Verbände, Interessenvertretungen) durchgeführt werden. Unter Corporate Governance versteht man die Kontroll- und Steuerungsstruktur innerhalb, gelegentlich – bezüglich rechtlicher Regelungen – auch außerhalb privatwirtschaftlicher Unternehmen.

In der staats- bzw. politikwissenschaftlichen, aber auch in der organisationssoziologischen bzw. betriebswirtschaftlichen Diskussion kennzeichnet der Begriff oftmals zugleich die Abkehr von vornehmend auf „imperative Steuerung“ (engl.: command and control) ausgerichteten Strukturen. Vielmehr sollen, unter Rückgriff auf Elemente der Eigenverantwortung, die zu steuernden Organisationen, Einheiten oder Einzelakteure eine aktive Rolle in der Bewältigung der jeweiligen Aufgaben bzw. Herausforderungen einnehmen. Zusätzlich beinhaltet der Begriff Governance häufig auch Formen der Kooperation mehrerer Akteure.

Governance bezieht sich auf die jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen und beinhaltet sowohl materielle Vorgaben als auch prozedurale Elemente (Transparenz, Berichtspflichten, Kooperationsanforderungen; allgemein: Information, Kommunikation und Kooperation – IK&K, paradigmatisch ausgebildet etwa in der REACH-Verordnung). Governance zielt darauf ab, das Management einer Organisation bzw. einer politischen oder gesellschaftlichen Einheit im Sinne einer besseren Zielerreichung zu verbessern.

Allerdings wird – rein empirisch – das Wort Governance häufig nicht im hier definierten Sinne, sondern als modische Alternative zu Government (Regierung) verwendet. In gewissen Begriffsverständnissen wird „Governance“ sogar nur dann verwendet, wenn gerade nicht der Staat (= Government). sondern private Stakeholder Steuerungswirkung entwickeln. Eine integrative Beurteilung bezieht sämtliche Akteure ein, wobei – je nach Gegenstand und Sachlage – den einen eine höhere, anderen eine geringere Priorität eingeräumt werden muss.

Dementsprechend unterscheidet man zwischen einem eng- und einem weitgefassten Governance-Begriff. Der enggefasste Begriff steht in Abgrenzung zu „Government“ (Regierung) und betont das Zusammenwirken von staatlicher und privater Seite, während der weitgefasste Governance-Begriff jegliche Art politischer Regelung mit dem Ziel des „Managements von Interdependenzen“ (Benz) – von einseitiger staatlicher Lenkung über kooperative Formen der Verhandlung bis hin zur gesellschaftlichen Selbststeuerung – umfasst. Klassischerweise werden die Lenkungsstrukturen Hierarchie, Gemeinschaften, Markt und Netzwerk, welche in unterschiedlichen Formen auftreten und kombiniert werden können, unterschieden. Ferner werden alle möglichen Regelsysteme, welche die Entscheidungsorganisation festlegen, als Governance-Mechanismen bezeichnet. Im Zusammenhang mit dem Europäischen Integrationsprozess wurden weitere Lenkungsstrukturen entwickelt, die in der Forschung auch unter New Governance geführt werden.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Internationale Beziehungen; Politikwissenschaft; Verwaltungswissenschaft
Schwerpunkt(e)
Neuere und Neueste Geschichte; Politikwissenschaft; Soziologie; Öffentliches Recht

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
- überdurchschnittlicher Hochschulabschluss (Note 2,3 oder besser) aus dem In- oder Ausland in einem gesellschafts- oder wirtschaftswissenschaftlichen Fach

- gute Englischkenntnisse

- internationale Bewerber: gute Deutschkenntnisse
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Internationalität

Internationaler Doppelabschluss möglich
Ja
Partnerhochschule, Staat
Andrássy Universität Budapest, Ungarn
Abschlussgrad
M.A. "Internationale Beziehungen"

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
23.04.2019 - 27.07.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
für grundständige, zulassungsfreie Studiengänge keine Anmeldung erforderlich, direkte Einschreibung (siehe Einschreibefrist); Fristen für Masterstudiengänge siehe http://www.uni-passau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung-und-einschreibung/bewerbung-master/
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.02.2019 - 15.03.2019
abweichende Einschreibefrist für Rechtswissenschaften: 01.08. bis 15.09.2018 Fristen für Masterstudiengänge siehe http://www.uni-passau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung-und-einschreibung/bewerbung-master/
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
Bewerbungsfristen für Masterstudiengänge: http://www.uni-passau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung-und-einschreibung/bewerbung-master/ Hinweise für ausländische Bewerberinnen und Bewerber: http://www.uni-passau.de/uni-assist/
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
Hinweise für ausländische Bewerberinnen und Bewerber: http://www.uni-passau.de/uni-assist/
Einschreibefrist für die Rückmeldung
15.01.2019 - 26.01.2019
Rückmeldung zum Sommersemester 2018
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
Es gelten für alle die gleichen Fristen.
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen
Für die Masterstudiengänge finden teilweise Eignungsprüfungen bzw. Auswahlgespräche statt. Termine und weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Informationsschriften zu den Studiengängen unter www.uni-passau.de/studienangebot und der Homepage des Studierendensekretariats unter http://www.uni-passau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung-und-einschreibung/bewerbung-master/.

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