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Interdisziplinäre Antisemitismusforschung

Technische Universität Berlin „TU Berlin Hauptgebaeude070710 UlrichDahl“ von TU Berlin/Pressestelle/Ulrich Dahl - TU Berlin/Pressestelle. Über Wikimedia Commons. Technische Universität Berlin (Foto: „TU Berlin Hauptgebaeude070710 UlrichDahl“ von TU Berlin/Pressestelle/Ulrich Dahl - TU Berlin/Pressestelle. Über Wikimedia Commons.)

Interdisziplinäre Antisemitismusforschung, Master

Studienort, Standort
Berlin
Internetseite
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Master of Arts
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Nein
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Teilzeitstudium; Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch

Was ist "Antisemitismusforschung"?

Die Antisemitismusforschung untersucht die Ursachen und Formen des Antisemitismus, seine Wurzeln in antiker Judenfeindschaft und im Antijudaismus sowie seine Fortsetzungen und Wandlungen seit 1945. Ihre Vertreter entwickeln, diskutieren und veröffentlichen wissenschaftliche Theorien zu den Themen und dokumentieren antisemitische Tendenzen, Methoden und Praktiken.

Erklärungen für Judenfeindlichkeit werden seit dem 18. Jahrhundert gesucht. Eine systematische wissenschaftliche Forschung entwickelte sich daraus erst nach dem Holocaust. Seither versucht die Antisemitismusforschung vieler Länder besonders dessen direkte und indirekte, kurz- und langfristige Ursachen aufzuklären.

Sie ist jedoch kein fest umrissenes Fachgebiet, sondern umgreift vielfältige Forschungsansätze und beteiligte Disziplinen, darunter Geschichtswissenschaft, Psychologie, Soziologie, Theologie und Literaturwissenschaft. Diese nähern sich dem Phänomen von verschiedenen Seiten und mit verschiedenen Fragestellungen. Sie thematisieren sowohl die Einzelepochen wie auch übergreifende Zusammenhänge – etwa zwischen christlichem Antijudaismus und Rassismus –, sowohl die Kontinuitäten in allen Formen von Judenfeindlichkeit wie auch ihre Differenzen und Transformationen im Lauf der Geschichte Europas.

Zudem widmet sich die Antisemitismusforschung der Analyse gegenwärtiger qualitativer und quantitativer Formen von Judenfeindlichkeit. Dabei wird auch der 1879 von Wilhelm Marr eingeführte Antisemitismusbegriff selbst immer neu und kontrovers diskutiert, etwa seine sprachliche Richtigkeit, die Anwendbarkeit auf frühere Epochen, die Breite der darunter zu behandelnden Phänomene und die Problematik seiner Abgrenzung zu verwandten Begriffen.

Die vielfältigen und multinationalen Forschungsansätze haben eine Institutionalisierung der Antisemitismusforschung lange Zeit erschwert. Erst 1982 kam es unabhängig voneinander zur Einrichtung zweier universitärer Zentren:

dem Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism an der Hebräischen Universität Jerusalem und
dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.
Das Jerusalemer Institut verwendet Antisemitismus als Oberbegriff für alle Formen von Judenfeindlichkeit und untersucht diesen weltweit von der Antike bis zur Gegenwart. Einen Überblick über seine wie auch amerikanische und deutsche Forschungsergebnisse bietet die vierbändige Reihe Current Research on Antisemitism, herausgegeben von Herbert A. Strauss und Werner Bergmann.

Das Berliner Institut dagegen verwendet den Begriff vorwiegend für die „moderne“, völkisch-rassistisch geprägte Judenfeindlichkeit, die im 19. Jahrhundert entstand. Sein Schwerpunkt liegt auf der europäischen, besonders der deutschen Geschichte. Dazu gibt es das Jahrbuch für Antisemitismusforschung heraus. Es wurde von 1982 bis 1990 von dem Historiker Herbert A. Strauss geleitet, dem von 1990 bis 2011 Wolfgang Benz folgte. Am 1. Juni 2011 trat Stefanie Schüler-Springorum seine Nachfolge an. Sie leitete zuvor das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Interkulturelle Studien; Kulturgeschichte; Kulturwissenschaft
Schwerpunkt(e)

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Örtliche Zulassungsbeschränkung,zwingend mit NC
Studienbeginn
nur Wintersemester
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Bitte folgen Sie dem Weblink:
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Studieren ohne Abitur: Zugangsbedingungen und Kontakt

Zugangsbedingungen
Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
  • einem Beratungsgespräch an der Hochschule

Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
  • einem Beratungsgespräch an der Hochschule

Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung ohne fachlicher Nähe zum Studienfach in Verbindung mit
  • dem Erwerb der fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung durch Prüfung
Anmerkung
Vorbereitende Kursangebote
Ja

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.10.2018 - 16.02.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
01.06.2018 - 15.07.2018
Achtung! Im Master ggf. abweichende Bewerbungsfristen. Bitte informieren Sie sich unter: www.tu-berlin.de/?id=159054
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
15.06.2018 - 31.08.2018
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Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
In zulassungsbeschränkten Studiengängen gemäß Zulassungsbescheid.
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
01.06.2018 - 15.07.2018
Achtung! Im Master ggf. abweichende Bewerbungsfristen. Bitte informieren Sie sich unter: www.tu-berlin.de/?id=159054
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
01.06.2018 - 15.07.2018
Achtung! Im Master ggf. abweichende Bewerbungsfristen. Bitte informieren Sie sich unter: www.tu-berlin.de/?id=159054
Einschreibefrist für die Rückmeldung
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
Informieren Sie sich bitte hier zum Hochschulewechsel: Bachelor NC- www.tu-berlin.de/?id=97805 Bachelor ohne NC - www.tu-berlin.de/?id=122080 Master - www.tu-berlin.de/?id=140207
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen
Fristen für mögliche Auswahlgespräche und Eignungsprüfungen für zulassungsbeschränkte Masterstudiengänge werden Ihnen vom jeweiligen Studiengang mitgeteilt. Im Master ggf. abweichende Bewerbungsfristen. Informationen zum Auswahlverfahren in zulassungsbeschränkten Masterstudiengängen erhalten Sie hier: www.tu-berlin.de/?id=153144

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Telefax
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