Die Integrierten Europastudien (IES) sind ein interdisziplinärer Studiengang mit einem sozial- und einem kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Während der beiden ersten Semester vermitteln die obligatorischen Vorlesungen und Seminare Grundlagen der Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften mit einem klaren Europabezug. Die Europäische Union wird als politischer, sozialer und kultureller Kontext umfassender Wandlungs- und Integrationsprozesse kritisch analysiert.
Dabei liegt ein besonderer Akzent auf den Zäsuren der europäischen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts wie z. B. dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und dem Beginn der Integration in Westeuropa oder dem Ende der Spaltung Europas 1989 und der Ausweitung des Integrationsprozesses auf Ostmittel- und Osteuropa. Die aktuellen Krisen (wie z. B. die Auswirkungen der verstärkten Migration, der bevorstehende Brexit oder der Rechtsruck in Italien) und ihre Bewältigung durch die EU-Institutionen stehen im Fokus begleitender Vortragsreihen und Seminare. Außerdem werden regelmäßig Exkursionen zu politischen und kulturellen Zentren der EU und ihrer Nachbarregionen organisiert (z. B. nach Brüssel, Moskau oder zu Gedenkstätten).

Die Studierenden sind angehalten, sich vertieft mit einem Land oder einer Region der EU oder ihrer geographisch-politischen Nachbarschaft zu befassen und so selbständig zu eigenen Forschungsthemen für Hausarbeiten bzw. die Bachelorarbeit zu gelangen. Deswegen ist das Erlernen slawischen (des Polnischen bzw. Russischen) oder romanischen Sprache (des Italienischen bzw. Portugiesischen) fest im Lehrplan verankert.

Studienrichtungen:

Sozialwissenschaftliche Europastudien
Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Studienrichtung sind europäische Politik­felder und Prozesse der Europäisierung. Darüber hinaus werden die im Ländervergleich variablen Institutionen und Strukturen von Staat und Gesell­schaft, deren gesell­schafts­theoretische Grundlagen sowie ihre sich in Ge­schichte und Gegenwart verän­dernden Formen und Funktionen untersucht. In Modulen aus den Disziplinen Politikwissenschaft und Soziologie werden disziplinäre Grundlagen und methodologische Ansätze der Sozialwissenschaften vermittelt.

Kulturwissenschaftliche Europastudien
Gegenstand dieser Studienrichtung ist ein Überblick über kulturwissenschaftliche Theorien und Methoden und eine Anleitung zu ihrer praktischen Anwendung. Dabei steht im Mittelpunkt die Untersuchung des europäischen Erinnerungsraums, der sich vom Ende der Sowjetunion bzw. des kommunistischen Blocks bis in die unmittelbare Gegenwart herausgebildet hat. Die Studierenden werden mit Entstehung und Wandel konkreter Gedächtnisorte vertraut gemacht und angeleitet, die Funktion und Symbolik von Medien des Gedächtnisses (z. B. Denkmäler, Literatur, Film) zu analysieren. Das an die Forschungsstelle Osteuropa angegliederte Archiv bietet reichhaltige Quellen zur Analyse von Geschichte, Kultur und Politik in Ost-Mittel-Europa.

Quelle: Universität Bremen vom 06.11.2018

  • Studienfeld(er)
    Europäische Studien; Soziologie, Sozialwissenschaft
  • Schwerpunkt(e)
    EU-Politics and Policy-Making; Gedächtnisorte, Öffentlichkeit und Kommunikation; Grundlagen der Europäischen Integration; Kulturhistorische Europastudien; Sozial- und Kulturgeschichte Ost- und Mitteleuropas; Sozialwissenschaftliche Europastudien; Theorien und Methoden empirischer Sozialforschung; Transformation Europas im 20. Jh und Fallstudien; Vergleichende Politikfeldanalyse
  • Zulassungsmodus
    Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
  • Studienbeginn
    nur Wintersemester
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung) Englischkenntnissen auf dem Niveau B 2 des Europäischen Referenzrahmens. Weitere Femdsprachenkenntnisse Schwerpunkt Westeuropa: Westeuropäische Fremdsprache, Kompetenzniveau B1 des Europäischen Referenzrahmens Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa: Russisch oder Polnisch, Kompetenzniveau A1 des Europäischen Referenzrahmens Teilnahme an einem Online-Selfassessment (Studiengangsspezifischer Selbsteinstufungstest) zur Einschätzung der individuellen Eignung für das Studium
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Zugangsbedingungen
  • Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
  • Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
    • einem Probestudium
  • Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung ohne fachlicher Nähe zum Studienfach
    • in Verbindung mit dem Erwerb der fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung durch Prüfung
Zugangsbedingungen
Ein Probestudium kann auch ohne fachliche Nähe zur Berufsausbildung und/oder Berufstätigkeit aufgenommen werden.
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  • Kontaktvermittlung zu Einrichtungen der Hochschule
  • Vorbereitung auf den Beruf
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