Hochschulkarte

Politikwissenschaft

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main „Campus Westend Frankfurt 01“ von Shadowcat45 - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Foto: „Campus Westend Frankfurt 01“ von Shadowcat45 - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Politikwissenschaft, Master of Arts

Studienort, Standort
Frankfurt
Abschluss
Master of Arts
Abschlussgrad
Master of Arts
Zielgruppe
Der konsekutive und forschungsorientierte Masterstudiengang Politikwissenschaft wird vom Institut für Politikwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main angeboten und vermittelt vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse im Fach Politikwissenschaft in seiner ganzen Breite. Das politikwissenschaftliche Institut ist eines der größten der Bundesrepublik und ermöglicht daher ein umfangreiches Angebot von Lehrveranstaltungen. In der Frankfurter Tradition des international renommierten Fachbereiches "Gesellschaftswissenschaften" vermittelt der M.A. Politikwissenschaft die Fähigkeiten, nach wissenschaftlichen Grundsätzen selbständig zu arbeiten und wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden sowie gesellschaftliche Zusammenhänge kritisch zu reflektieren. \ Im Einzelnen ermöglicht der M.A. Politikwissenschaft die vertiefte Einsicht in die paradigmatischen, theoretischen und methodischen Grundlagen des Faches und in exemplarische Fragestellungen der Politischen Theorie, der Vergleichenden Politikwissenschaft und der Internationalen Beziehungen. Im Rahmen eines Forschungspraktikums (Projektstudium) und eines obligatorischen berufsfeldbezogenen Praktikums können außerdem Erfahrungen für eine spätere Berufstätigkeit gesammelt und systematisch reflektiert werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss des M.A. Politikwissenschaft erwerben die Absolventinnen und Absolventen Kompetenzen für spätere Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen von Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, für die eine solide wissenschaftliche Ausbildung und eine politik- und sozialwissenschaftliche Spezialisierung erforderlich sind. Das Masterstudium dient auch der Vorbereitung auf eine anschließende Promotion
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Nein
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Anmerkungen zum Studiengang
Bewerbungsfrist 01.04. - 31.05.

Was ist "Politik"?

Politikwissenschaft (auch Politische Wissenschaft, Wissenschaft von der Politik, Wissenschaftliche Politik oder Politologie) ist als Integrationswissenschaft ein Teil der modernen Sozialwissenschaften und beschäftigt sich mit dem wissenschaftlichen Lehren und Erforschen politischer Prozesse, Strukturen und Inhalte sowie den politischen Erscheinungen und Handlungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Politikwissenschaft zählt von ihrer Entwicklung als Wissenschaftsdisziplin im weiteren Sinne auch zu den Staatswissenschaften. Mit Nachbardisziplinen wie der Soziologie, der Rechtswissenschaft, der Geschichtswissenschaft, den Wirtschaftswissenschaften und der Psychologie erschloss sie sich inzwischen einen interdisziplinär angelegten Untersuchungsgegenstand, der über den Staat und seine Institutionen als Forschungsgegenstand hinausreicht.

Das Fach wird in verschiedene Teilbereiche untergliedert. Grundlegend ist die Differenzierung zwischen den Bereichen Politische Theorie (einschließlich Politische Philosophie und Ideengeschichte), Vergleichende Politikwissenschaft (früher Vergleichende Regierungslehre oder Vergleichende Analyse politischer Systeme) und Internationale Beziehungen (einschließlich Internationale Politik). Im Fall eines breiter angelegten Lehrangebots, wie es an manchen Universitäten betrieben wird, werden beispielsweise zusätzlich die Teildisziplinen System- bzw. Regierungslehre, Politische Soziologie, Politische Ökonomie, Politische Methodenlehre, Verwaltungswissenschaft, öffentliches Recht und Politikfeldanalyse oder in jüngerer Zeit Geschlechterforschung unterschieden.

Die Politikwissenschaft befasst sich mit dem gesellschaftlichen Zusammenleben der Menschen und untersucht, wie dieses Zusammenleben geregelt ist und geregelt werden kann. Ihr Gegenstandsbereich reicht demnach grundsätzlich über eine Beschäftigung mit der Tagespolitik hinaus. Ihr Untersuchungsinteresse erfordert die Analyse von grundlegenden Prinzipien, Zusammenhängen und von Ursache- und Wirkungsmechanismen des menschlichen Zusammenlebens in seinen unterschiedlichen Formen. Dabei berücksichtigt sie u. a. institutionelle, prozedurale, sachlich-materielle und politisch-kulturelle Gesichtspunkte. Ein besonderes Augenmerk richtet die moderne Politikwissenschaft auf die Frage, wie staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure agieren, wie politische Entscheidungsprozesse ablaufen, wie Machtverhältnisse entstehen und auf gesellschaftliche Strukturen einwirken.

Schon in der Antike beschäftigte sich die politische Philosophie und Staatsphilosophie (s. a. Chanakya) nahezu normativ-ontologisch mit der Frage, wie das Zusammenleben der Menschen am besten gestaltet werden könne. Dies lässt sich bis zu den altgriechischen Philosophen – vor allem auf Platon (Politeia - Der Staat) und Aristoteles – zurückführen und ist bis heute Gegenstand der philosophischen und ideengeschichtlichen Politischen Theorie. Als normative Wissenschaft wurde die Politikwissenschaft auch nach ihrer Gründung als akademische Disziplin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 verstanden und konzipiert („Demokratiewissenschaft“). Die deutsche Tradition policeywissenschaftlicher und kameralwissenschaftlicher Forschung war vom 19. bis 20. Jahrhundert abgebrochen. Im Verbund mit der Rechtswissenschaft entstand die Politikwissenschaft zunächst als Teil der Staatswissenschaften, zu denen sie auch heute noch gezählt werden kann, obwohl der Staat und seine Funktionen nicht mehr ihr ausschließliches Untersuchungsobjekt ist.

Ausgehend von der Entwicklung des Faches in den Vereinigten Staaten wurde die Politikwissenschaft seit den 1960er Jahren methodisch stärker vom Aufkommen des Behavioralismus sowie von den sozialwissenschaftlich orientierten empirisch-analytischen Methoden beeinflusst. Damit einher ging eine zunehmende Orientierung des Faches hin zu positivistischen Fragestellungen.

Ziel der modernen empirischen Politikwissenschaft ist es, aus der Beschäftigung der Gesellschaft und ihren Strukturen Zusammenhänge zu bestimmen, die das Zusammenleben von Menschen erklären und beschreiben. Dieser Zweig des Faches ist stark methodisch geprägt und arbeitet sowohl quantitativ als auch qualitativ. Eine abschließende Wertung der Untersuchungsergebnisse muss hierbei entfallen. Damit orientiert sich dieser prominente Zweig des Faches analytisch und methodisch an den Naturwissenschaften und wird im Allgemeinen nach wie vor wesentlich durch US-amerikanische Entwicklungen und Innovationen geprägt. Dies betrifft vor allem die analytische Stringenz (Einsatz mathematischer Modelle, die sogenannte Theorie der rationalen Entscheidung) sowie methodische Rigorosität (Einsatz statistischer Verfahren).

Etwas anders stellt sich das Fach im Bereich der modernen theoretischen bzw. normativen Politikwissenschaft dar, der größtenteils mit dem eher geisteswissenschaftlich orientierten Teilfach der Politischen Theorie zusammenfällt: In Anknüpfung an die lange normative Tradition der Politischen Wissenschaft, werden hier gesellschaftliche Werthaltungen auf ihren normativen Gehalt hin analysiert und vor dem Hintergrund ideen- und philosophiegeschichtlicher Kontexte diskutiert und bewertet. Dabei bedient man sich beispielsweise der Methode der analytisch-hermeneutischen Textinterpretation oder anderer qualitativer Verfahren. Die Beschäftigung mit Werturteilen steht dementsprechend mitunter im Zentrum der Politischen Theorie als Teilfach der Politikwissenschaft. Im Besonderen gilt dies für die Politische Philosophie als betont normativer politischer Theorie.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Politikwissenschaft
Schwerpunkt(e)
Grundlagen der Politikwissenschaft; Internationale Beziehungen; Konzepte und Methoden; Kritische Theorie/ Feministische Theorien; Politische Systeme, Akteure und Prozesse; Politische Theorie; Theorieparadigmen der Politikwissenschaft; Vergleichende Politikwissenschaft

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Örtliche Zulassungsbeschränkung,zwingend mit NC
Studienbeginn
nur Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Zugangsvoraussetzungen: Die Zulassung zum Studiengang setzt ein abgeschlossenes Bachelorstudium in Politikwissenschaft oder einen entsprechend erfolgreichen Abschluss in einem verwandten bzw. vergleichbaren Studiengang voraus

◾Um den Zugang zur internationalen Fachliteratur zu ermöglichen, sind gute Englischkenntnisse erforderlich. Diese sind nachzuweisen durch das Sprachniveau B2 des ?Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen des Europarates?. Dies kann beispielsweise nachgewiesen werden durch:

- fünf Jahre Englischunterricht an einer Schule (letzte oder vorletzte Zeugnisnote mindestens ?befriedigend?) oder

- einen UNIcert-Abschluss der Stufe 2 oder

- einen TOEFL-Test (Internet basierter score mindestens 80) oder

- einen vergleichbaren Sprachnachweis des Niveau B2



◾Studienbewerberinnen und -bewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung und ausländischem grundständigen Abschluss müssen zudem ausreichende Deutschkenntnisse entsprechend der DSH-Ordnung nachweisen.





Vorläufige Zulassung

Liegt die Hochschulzugangsberechtigung für den konsekutiven Masterstudiengang (Bachelorzeugnis) noch nicht vor, können Sie sich mit einem vorläufigen Zeugnis (Transcript of Records) auf Grundlage von mindestens 80% der für den Bachelorabschluss erforderlichen CP (in der Regel 144 CP) bewerben. Dieses vorläufige Zeugnis muss von einer für die Notengebung oder Zeugniserteilung autorisierten Stelle ausgestellt sein. Im Falle einer Zulassung erfolgt eine vorläufige Einschreibung.
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.04.2019 - 19.07.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
01.12.2018 - 15.01.2019
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.12.2018 - 28.02.2019
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
gem. Zul.-Bescheid
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
01.12.2018 - 15.01.2019
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
01.12.2018 - 15.01.2019
Einschreibefrist für die Rückmeldung
01.01.2019 - 31.01.2019
Sommersemester: 01.01. bis 31.01. (Nachfrist vom 01.02. bis 28.02. mit zusätzlich 30,- Euro Säumnisgebühr) Wintersemester:01.07. bis 31.07. (Nachfrist vom 01.08. bis 31.08. mit zusätzlich 30,- Euro Säumnisgebühr)
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
gem. Zul.-Bescheid
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen
Bewerbungsschluss für Eignungsprüfungen siehe unter Informationen des Fachbereichs: Lehramt: Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Sport Bachelor: American/English Studies und Kunst-Medien-Kulturelle Bildung

Kontakt/Ansprechpartner

Gesellschaftswissenschaften
Hausanschrift
Theodor-W.-Adorno-Platz 6, 60323 Frankfurt am Main
Telefon
069 / 798-36564
Telefax
069 /
Ansprechpartner weiterführendes Studium
Ansprechpartner
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Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt. Stand: 25.11.2018

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