Hochschulkarte

Musikwissenschaft

Universität Osnabrück „Osnabrueck-Uni-31-2-Informatik“ von User:Kolossos - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Universität Osnabrück (Foto: „Osnabrueck-Uni-31-2-Informatik“ von User:Kolossos - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Musikwissenschaft, Master

Studienort, Standort
Osnabrück
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Master of Arts
Zielgruppe
Absolventen eines Bachelor- oder gleichwertigen Abschlusses in Musikwissenschaft oder Musik (Lehramt)
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Ja
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Weitere Informationen
Anmerkungen zum Studiengang
Der Studiengang beschäftigt sich integrativ und interdisziplinär mit der musikalischen Gegenwart und ihrer Geschichte. Die Forschungsschwerpunkte in Osnabrück liegen im Bereich der Musik der Gegenwart (Populäre Musik, Neue Musik, Tanz, Musik und Medien) der frühen Neuzeit (Renaissance, Barock) und der Musik- und Medientechnologie. Für Arbeiten der Studierenden stehen ein professionell ausgestattetes Tonstudio, eine Vielzahl analoger und digitaler Instrumente und Geräte sowie eine umfangreiche Mediothek zur Verfügung. Musikalischen Ensembles, Bands, Chöre und Orchester bieten vielfältige Möglichkeiten der praktischen Betätigung.
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Das Studienangebot umfasst Veranstaltungen aus der Historischen Musikwissenschaft (Musikgeschichte), der Systematischen Musikwissenschaft (Musikpsychologie, -soziologie, Akustik) und der Musik- und Medientechnologie. Wahlweise kann Instrumentalunterricht in einem für musikwissenschaftliches Arbeiten relevanten Fach belegt werden. Der Studiengang ermöglicht eine Spezialisierungen, so u. a. in der Musik- und Medientechnologie, der Musikgeschichte, der Populären Musik, der Musikinformatik, der Neuen Musik oder der Musiktheorie und bereitet entsprechend auf moderne Berufsfelder der Musikwissenschaft vor. Teil des Studiums sind Veranstaltungen anderer Fächer, um Methodiken und Inhalte anderer Disziplinen kennenzulernen und eigene Interessenschwerpunkte nutzbar zu machen. Praktika bereiten den Einstieg in den Beruf vor.
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Der Masterabschluss

eröffnet die Möglichkeit zur Promotion und bei entsprechender Studiengangsplanung/Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen den Zugang zu etwaigen Promotionsstudiengängen und somit den Weg in wissenschaftliche Karrieren.

Der Abschluss

Qualifiziert zudem für ein weites berufliches Spektrum wie u. a. im Konzert- und Kulturmanagement, in Verlagen, in Redaktionen, für musikwissenschaftliche Editionsprojekte, für den Bereich neuer Lernmedien oder für Kompositionen von Filmmusik und Soundtracks im Edutainment-Bereich.

Was ist "Musik"?

Musik ist eine Kunstgattung, deren Werke aus organisierten Schallereignissen bestehen. Zu ihrer Erzeugung wird akustisches Material, wie Töne und Geräusche innerhalb des für Menschen hörbaren Bereichs, geordnet. Aus dem Vorrat eines Tonsystems werden Skalen gebildet. Deren Töne können in unterschiedlicher Lautstärke bzw. Intensität, Klangfarbe, Tonhöhe und Tondauer erscheinen. Melodien entstehen aus der Abfolge von Tönen sowie gegebenenfalls Pausen in einem zeitlich festgelegten Rahmen (Rhythmus). Aus dem Zusammenklang mehrerer Töne von jeweils anderer Tonhöhe erwächst Mehrstimmigkeit, aus den Beziehungen der Töne untereinander entsteht Harmonik. Die begriffliche Erfassung, systematische Darstellung der Zusammenhänge und deren Deutung leistet die Musiktheorie, mit dem Lehren und Lernen von Musik befasst sich die Musikpädagogik, mit Fragen nach der musikalischen Gestaltung hauptsächlich die Musikästhetik.

Die Musikwissenschaft umfasst als Lehrplan diejenigen wissenschaftliche Disziplinen im geistes-, kultur-, sozial- und naturwissenschaftlich-technischen Kontext, deren Inhalte die Erforschung und reflektierende Darstellung von Musik in ihren unterschiedlichen historischen, sozialen, ethnischen bzw. nationalen Erscheinungen sind. Gegenstand der Musikwissenschaft sind dabei sämtliche Ausprägungen von Musik, ihre Theorie, ihre Produktion und Rezeption, ihre Funktionen und Wirkungen sowie ihre Erscheinungsweisen vom musikalischen Ausgangsmaterial Schall bis zum komplexen Einzelwerk.

Die Musikwissenschaft wird seit dem 20. Jahrhundert in drei Teilbereiche gegliedert, in die historische Musikwissenschaft, die systematische Musikwissenschaft und die Musikethnologie. Diese Gliederung ist nicht immer streng eingehalten. Während einerseits die Musikethnologie auch dem systematischen Zweig zugerechnet werden kann, werden andererseits praktische Bereiche als angewandte Musikwissenschaft bezeichnet.

Historische Forschungsbereiche der Musikwissenschaft sind eher idiographisch, also das Objekt im geschichtlichen Wandel beschreibend, die systematischen eher nomothetisch, d. h. sie suchen allgemeine, von Raum und Zeit unabhängige Aussagen zu treffen. Dessen ungeachtet sind die Wissenschaftsparadigmen der beiden Bereiche nicht als absolut zu betrachten, da auch die historische Musikwissenschaft Gesetzmäßigkeiten über die Zeitläufte hinweg zu erkennen versucht, während Systematik und Ethnologie die geschichtlichen Veränderungen ihrer Gegenstände berücksichtigen.

Die historische Musikwissenschaft umfasst alle Teildisziplinen der musikalischen Geschichtsschreibung und widmet sich hauptsächlich der Erschließung von Quellen zur europäischen Kunst-, Volks- und Unterhaltungsmusik. Die systematische Musikwissenschaft dagegen ist stärker als ihr historisch orientierter Parallelzweig von Geistes- und Sozialwissenschaften, Natur- und Strukturwissenschaften beeinflusst und wendet deren erkenntnistheoretische und empirische Methoden an.

Die Musikethnologie behandelt die im Brauchtum der Ethnien existierende Musik. Von Interesse sind sowohl die Musikkulturen der Naturvölker, die nicht über Schrift und Notation verfügen, als auch – unter historischen Gesichtspunkten – die Musik der Hochkulturen und ihre Einflüsse. Wichtige Forschungsgegenstände sind Tonsysteme, Rhythmen, Instrumente, Theorie, Gattungen und Formen von Musik vor dem Hintergrund von Religion, Kunst, Sprache, soziologischer und wirtschaftlicher Ordnung. Angesichts von Migration und Globalisierung werden auch inter- und transkulturelle Phänomene berücksichtigt.

Über den Kanon der musikwissenschaftlichen Disziplinen hinaus ist Musik Gegenstand der Forschung z. B. in Mathematik und Kommunikationswissenschaft, Medizin und Neurowissenschaft, Archäologie, Literatur- und Theaterwissenschaft. Dabei ist im Einzelfall zu unterscheiden, ob es sich um Musik als das Forschungsobjekt anderer Wissenschaften handelt oder ob die Musikwissenschaft außermusikalische Bereiche untersucht. Eine Sonderstellung nimmt die Musiktherapie ein, die medizinische und psychologische Erkenntnisse und Methoden mit solchen der Musikpädagogik verbindet.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Musikwissenschaft
Schwerpunkt(e)

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Bachelor- oder gleichwertiger Abschluss in Musikwissenschaft oder Musik (Lehramt) oder einem fachlich eng verwandten Studiengang mit einem fachwissenschaftlichen und fachpraktischen Anteil im Umfang von mind. 30 Leistungspunkten; Nachweis von Kenntnissen der englischen Sprache auf dem Sprachniveau B1 sowie der besonderen Motivation und musikpraktischen Fähigkeiten.
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.10.2018 - 09.02.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
15.05.2018 - 15.07.2018
im Online-Verfahren
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
15.08.2018 - 30.09.2018
im Online-Verfahren
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
gem. Zul.-Bescheid
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
Einschreibefrist für die Rückmeldung
01.07.2018 - 31.07.2018
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
gem. Zul.-Bescheid
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen

Kontakt/Ansprechpartner

Universität Osnabrück, Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Hausanschrift
Heger-Tor-Wall 9, 49069 Osnabrück
Telefon
0541 / 969-4510
Telefax
0541 / 969-4775
Ansprechpartner weiterführendes Studium
Ansprechpartner
Prof. Dr. Dietrich Helms

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Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt. Stand: 25.11.2018

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