Hochschulkarte

Supervision und Beratung

Universität Bielefeld „Universität Bielefeld Luftaufnahme“ von N7legion - Eigenes Werk Eigene Aufnahme. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Universität Bielefeld (Foto: „Universität Bielefeld Luftaufnahme“ von N7legion - Eigenes Werk Eigene Aufnahme. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Supervision und Beratung, Master

Studienort, Standort
Bielefeld
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Master of Arts
Regelstudienzeit
6 Semester
Akkreditierung
Ja
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
weiterbildend
Studienformen
Teilzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Weitere Informationen
Anmerkungen zum Studiengang
Studienort: Bielefeld sowie regionale Treffen in Studiengruppen
\

Nächster Beginn: Sommersemester 2018 (alle eineinhalb Jahre)

Was ist "Supervision"?

Supervision (lateinisch für Über-Blick) ist eine Form der Beratung für Mitarbeiter. Supervisionen werden von einem Supervisor, der zumeist eine entsprechende Qualifikation oder Zusatzausbildung hat, geleitet. Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen lernen in der Supervision, ihr berufliches oder ehrenamtliches Handeln zu prüfen und zu verbessern. Dazu vereinbaren die Teilnehmer mit dem Supervisor Ziele. Inhalte sind die praktische Arbeit, die Rollen- und Beziehungsdynamik zwischen Mitarbeiter und Klient, die Zusammenarbeit im Team oder auch in der Organisation. Supervision wird hauptsächlich im medizinischen, sozialen, pädagogischen und therapeutischen Bereich genutzt (Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Erzieher, Ärzte, Pflegepersonal, Psychotherapeuten, Lehrer, Pfarrer etc.), und zunehmend auch in der Wirtschaft (Führungskräfte). Eine zunehmend wichtige Rolle spielt die Supervision weiterhin im akademischen Bereich, wo sie regelmäßig im Forschungskontext angewendet wird.

Je nach Zielvereinbarung liegt der Fokus auf Methodenkompetenz, Werten und Normen, Persönlichkeitsmerkmalen, Gefühlen, Gedanken und Verhalten, persönlicher Entwicklung, Spiritualität, Zielen und Strategien, Beziehung zwischen Supervisand und Klient, Zusammenarbeit im Team bzw. in der Organisation, Schnittstellen und Synergien, Rollenerwartungen und Rollenverhalten, Diagnose von Klienten (Fallsupervision), Aufbau- und Ablauforganisation, Macht und Verantwortung, Entscheidungsprozessen, Information und Dokumentation, Qualitätsmanagement, (Sozial-)Politik, Rolle von Berufsanfängern, Einführung und Integration neuer Mitarbeiter, Führung, nachbarschaftlichen Beziehungen, Beziehungen zu Interessengruppen, Zusammenarbeit mit dem Träger. Nicht zuletzt ist die Beziehung zwischen Supervisor und Supervisand(en) wichtig und auch oft modellhaft Thema. Supervision beinhaltet oft auch Elemente von Psychotherapie und Organisationsentwicklung.

Fokus und Inhalt sind eng mit dem Setting verknüpft.

Die Erforschung der Supervision ist eine junge Disziplin und noch nicht lange an Universitäten und Forschungseinrichtungen verankert (z. B. FU Amsterdam, Kassel, Würzburg, Krems, Salzburg, EAG Hückeswagen, zak Basel). So steht die Forschung, aber auch die Theorieentwicklung noch in den Anfängen. Eine fundierte, eigenständige und allgemein anerkannte Supervisionstheorie liegt nicht vor. Eine übergreifende Praxeologie fehlt. Nach einer Dokumentation der internationalen Forschungslage („Supervision auf dem Prüfstand“) gibt es bislang nur wenige kontrollierte Studien. Von einer generellen Wirksamkeit aller Supervisionsverfahren ist bisher nicht auszugehen, und schulenspezifische Wirksamkeitsstudien gibt es bislang nur vereinzelt. Wirkungen auf der Ebene des Supervisandensystems sind (unspezifisch) nachgewiesen: die Supervidierten geben an, von Supervision zu profitieren, Teamkommunikation verbessert sich, Problembewusstsein wächst. Nachgewiesen wurden positive Veränderungen der Kommunikationsstrukturen in einer Supervisionsgruppe, was eine neue Forschungsperspektive auf Supervisionsprozesse eröffnet (Diskursanalyse) und die Annäherung von Methoden der Wirkungsforschung schulischer und supervisorischer Lernprozesse nahelegt. Burnoutprophylaktische Wirkungen auf der Ebene des Klienten/Patientensystems sind bislang, anders als vielfach angenommen, noch nicht nachgewiesen worden. Zahlreiche Studien zeigen: die Akzeptanz in den verschiedenen Feldern ist sehr unterschiedlich, in sozialpädagogischen Bereichen ist sie gut, in klinischen und gerontologischen Bereichen ist sie nicht sehr hoch. So werden in drei Multicenterstudien (D-A-CH) von den befragten Schwestern, Pflegern, Altenhelfern bei ihren Supervisoren mangelnde Feldkompetenz (z. B. Institutionswissen) und Fachkompetenz (pflege- und gerontowissenschaftliche Kenntnisse) beklagt (nur knapp 30 % der Supervisoren wurden in diesem Bereich als feld/fachkompetent attribuiert!). Es besteht also ein großer Forschungsbedarf, um Supervision als Instrument der Qualitätssicherung zu bestätigen. Initiativen hierzu wurden in jüngster Zeit unternommen.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Beratung; Supervision
Schwerpunkt(e)

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Zulassungsvoraussetzungen:

Ein abgeschlossenes erstes und mindestens sechssemestriges Hochschulstudium,



eine mehrjährige (in der Regel minestens dreijährige), einschlägige Berufspraxis,



eine bescheinigte Teilnahme an 30 Sitzungen (je 90 Min.) Supervision, arbeitsbezogene Beratung, Coaching, Organisationsberatung in mindestens zwei unterschiedlichen Settings (Einzel-, Gruppen-, Teamsupervision, Coaching, Organisationsberatung),



ein Nachweis über anerkannte, einschlägige Fort- und Weiterbildungen in den Gebieten Psychologie, Soziologie und Pädagogik im Umfang von mindestens 300 Stunden. Sie sollten den Erwerb von Personenkompetenz (z. B. Selbsterfahrung), Gruppenkompetenz (z. B. Gruppendynamik, Gruppenanalyse und/oder Gruppenpädagogik), Rollenkompetenz, Lehrkompetenz, Beratungs- und Therapiekompetenz, Organisationskompetenz zum Gegenstand haben. Die Fort- und Weiterbildungen sollten vor Aufnahme des weiterbildenden Masterstudiums weitestgehend abgeschlossen sein.
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Studienbeitrag

Studienbeiträge
Anmerkung zum Studienbeitrag

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
08.10.2018 - 01.02.2019
Beginn des Semesters: 01.10.2018 Ende des Semesters: 31.03.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
01.06.2018 - 15.07.2018
Es gibt keine abweichenden Fristen für sog. "Altabiturienten". Bewerbungen über hochschulstart.de können ggf. schon früher erfolgen.
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.08.2018 - 31.08.2018
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.08.2018 - 30.09.2018
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
01.06.2018 - 15.07.2018
Die Bewerbung für Bachelor-Studiengänge muss über Uni-Assist erfolgen.
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
01.06.2018 - 15.07.2018
Die Bewerbung für Bachelor-Studiengänge muss über Uni-Assist erfolgen.
Einschreibefrist für die Rückmeldung
Circa Juli/August 2018
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
01.08.2018 - 15.09.2018
Die Fristen gelten, sofern keine Einschreibung in ein erstes Fachsemester geplant ist. Für den Master of Education gilt eine andere Frist: 01.06.2018 bis 15.07.2018
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen
abhängig vom gewünschten Fach

Kontakt/Ansprechpartner

Uni Bielefeld\ \ Fak. f. Erziehungswissenschaft \ \ AG 7
Hausanschrift
Postfach 100131, 33501 Bielefeld
Telefon
0521 / 106-00
Telefax
0521 /
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Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt. Stand: 25.11.2018

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