Hochschulkarte

Tanzwissenschaft

Hochschule für Musik und Tanz Köln „Hochschule für Musik und Tanz Köln“ von HOWI - Horsch, Willy - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons. Hochschule für Musik und Tanz Köln (Foto: „Hochschule für Musik und Tanz Köln“ von HOWI - Horsch, Willy - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons.)

Tanzwissenschaft, Master of Arts

Studienort, Standort
Abschluss
Master of Arts
Abschlussgrad
Master of Arts
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Nein
Studienformen
Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch

Was ist "Tanzwissenschaft"?

Tanzwissenschaft ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem vielschichtigen Phänomen Tanz in seiner historischen, kulturellen und sozialen Entwicklung. Tanzwissenschaft ist eine geisteswissenschaftliche Disziplin, die eine enge Verbindung zur Musik-, Theater- und Kulturwissenschaft aufweist.

Tanz tritt in allen historischen und kulturellen Kontexten auf. Trotz seiner Flüchtigkeit ist Tanz ein Wissensspeicher von Körperkonzepten und Bewegungen. Dabei stellt die Flüchtigkeit der Tanzbewegungen hohe Anforderungen an die Methoden der Tanzwissenschaft. Sie ist interdisziplinär angelegt und bezieht andere Einzelwissenschaften sowie bildende und darstellende Kunst ein.

Thematische Schwerpunkte der Tanzwissenschaft sind u. a. die Tanzgeschichte, die Bewegungs- und Aufführungsanalyse, Tanznotationen und ästhetische Theorien des Tanzes vor allem im Rahmen der kulturwissenschaftlich orientierten Tanzwissenschaft. Teilbereiche der Tanzwissenschaft sind außerdem in Sozialwissenschaften angesiedelt: hierzu gehören Untersuchungen zur Tanzpädagogik, Tanz als soziales Phänomen und Tanztherapie. Die Erforschung des Tanzes als populäre Kultur und in anderen kulturellen und globalen Kontexten wurde zunächst und primär aus ethnologischer und anthropologischer Perspektive erforscht. Verbindungen zu den Naturwissenschaften werden über die Erforschung von motorischen und neurologischen Aspekten tänzerischer Bewegung hergestellt. Die zunehmende Etablierung von Tanzwissenschaft als universitäre Disziplin in Deutschland führt zu einem verstärkten Austausch und dem Auflösen disziplinärer Grenzen.

In Deutschland befanden sich der Tanz und die sich in Ansätzen entwickelnde Wissenschaft vom Tanz im Bereich der Ausbildung zunächst in einer Symbiose. Laban und Kurt Jooss hatten im Rahmen der Tänzerkongresse 1927 (Magdeburg) und 1928 (Essen) ein Exposé erarbeitet mit dem formulierten Ziel, eine „Zentrale Fortbildungsstätte für Bühnentanz und Bewegungswissenschaft“ aufzubauen.[3]

1961 wurde in Köln von Aurel von Milloss in der Staatlichen Hochschule für Musik Köln, Abteilung Musikalisches Theater, das Institut für Bühnentanz eingerichtet. Es bestand aus einer Fachschule für Bühnentänzer, die verwaltungsmäßig der Rheinischen Musikschule der Stadt Köln angegliedert wurde, und einer Hochschule für künstlerischen Tanz. Letztere hatte fünf Abteilungen oder Studienrichtungen für ein jeweils viersemestriges Studium, und eine davon war die Abteilung für Tanzwissenschaft. Auch die „Wissenschaftliche Forschung und Kodifikation auf allen Gebieten des Tanzes (Sammlung und Archivierung einschlägigen Materials einschl. Bibliothek, Filmothek und Diskothek)“, so ein Prospekt, gehörte zu den Aufgaben des neuen Hochschulinstituts. Zu Beginn unterrichteten neben Milloss und Oscar Fritz Schuh acht weitere Dozenten (fünf von ihnen promoviert) und acht Gastdozenten. Da für diese Studienrichtungen – wie damals üblich – Studiengebühren anfielen und die Zahl der Studenten gering war, konnte sich der Hochschulbereich des Institutes nicht langfristig halten. Die wissenschaftlichen Fächer wurden in stark reduziertem Umfang in der Ausbildung der Tänzer weiterhin gelehrt, so ab Mitte der 1960er Jahre beispielsweise von Kurt Peters (Tanzgeschichte, Kulturgeschichte, Kinetographie) und Gerhard Zacharias.

In der DDR forderte Kurt Petermann im Jahr 1977 einen systematischen Aufbau der Tanzwissenschaft und sah dafür drei Möglichkeiten: entweder an einer Universität (Berlin oder Leipzig) in der Sektion Gesellschaftswissenschaft als eigener Bereich, oder an der Theaterhochschule „Hans Otto“ als wissenschaftliche Abteilung des Choreographiestudiums, oder durch Ausbau des von ihm geleiteten Tanzarchivs zur zentralen Forschungsstelle für Tanzwissenschaft, mit dem Ziel, „[...] den Anschluß an die internationale Entwicklung nicht [zu] verlieren, sondern entsprechend unserem sozialistischen Gesellschaftssystem durch künstlerische Höchstleistungen diese mit[zu]bestimmen.“[4] An der Theaterhochschule Leipzig gab es 1986 und 1988 für jeweils vier Studenten die Möglichkeit, sich für einen Studiengang Theaterwissenschaften mit der Spezialisierung Tanzwissenschaft einzuschreiben, der den Abschluss „Diplomtheaterwissenschaftler (spezialisiert für Tanzwissenschaft)“ anbot.[5] Nach der Wende 1991 wurde er zum Nebenfach herabgestuft[6] und ging 1992 im Zuge der Aufteilung und Auflösung der Hochschule nach dem Sächsischen Hochschulstrukturgesetz ganz verloren.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Tanz
Schwerpunkt(e)

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Örtliche Zulassungsbeschränkung,zwingend mit NC
Studienbeginn
nur Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Zugangsvoraussetzung ist in der Regel ein Bachelorabschluss in den Fächern Tanz, Theater- oder Musikwissenschaft oder ein Bachelorabschluss in einem kultur- oder sozialwissenschaftlichen Fach, das eine Spezialisierung auf tänzerische Körperkultur ermöglicht hat. Im Fall eines künstlerisch orientierten BA-Abschlusses kann die Zulassung unter Auflagen für den Besuch weiterer Lehrveranstaltungen der Tanzwissenschaft im BA-Tanz geschehen.

Sehr gute deutsche und englische Sprachkenntnisse werden vorausgesetzt.

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
03.04.2018 - 13.07.2018
http://www.hfmt-koeln.de
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
01.03. für WS 01.10. für SoSe: Zum Sommersemester finden nur Eignungsprüfungen für die Studiengänge: Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen Musik und Evgl. und Kath. Kirchemusik, Master Orchesterzentrum, Jungstudium und PCC statt.
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
entfällt
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
Termin wird nach bestandener Eignungsprüfung mitgeteilt.
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
entfällt
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
entfällt
Einschreibefrist für die Rückmeldung
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
Termin wird nach bestandener Eignungsprüfung mitgeteilt.
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen
Die Eignungsprüfungen finden voraussichtlich im Mai/Juni statt.

Kontakt/Ansprechpartner

Hochschule für Musik und Tanz
Hausanschrift
Unter Krahenbäumen 87, 50668 Köln
Telefon
0221 / 912818-0
Telefax
0221 /
Ansprechpartner weiterführendes Studium
Ansprechpartner
Prof. Dr. Yvonne Hardt

Weitere Ansprechpartner findest du hier!


Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt. Stand: 10.10.2018

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