Wäre es nicht beängstigend, wenn man keine Rohstoffe mehr hätte, um ein Smartphone herstellen oder keine Energie mehr, um es aufladen zu können? Man würde buchstäblich den Kontakt zur Außenwelt verlieren…

Für unseren gewohnten Lebensstandard ist es unverzichtbar, dass der Ressourcenbedarf weiterhin gedeckt werden kann und Strom aus den Steckdosen kommt. Gleichzeitig darf aber der Umwelt nicht noch mehr geschadet werden als bisher. Wir brauchen also zukunftsfähige Strategien zur Energie- und Rohstoffversorgung – eine verantwortungsvolle und auch extrem spannende Aufgabe für zukünftige Ingenieurinnen und Ingenieure! Der nachhaltigen Bereitstellung von ausreichenden Energiequellen einerseits und der umweltverträglichen Gewinnung und Nutzbarmachung der dazu benötigten Rohstoffe andererseits widmet sich der Studiengang Nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung.

Um den Rohstoffbedarf der Menschheit dauerhaft zu decken, müssen die Methoden zu Aufsuchung und Abbau von sogenannten Primärrohstoffen verbessert werden. Doch auch mit einer verbesserten Technik können nicht unendlich lange unendlich viele Rohstoffe abgebaut werden. Die verfügbaren Ressourcen sind begrenzt. Umso wichtiger ist es,Technologien zur Rückgewinnung von Rohstoffen voranzutreiben - hier ist Recycling ein zentrales Stichwort. Mit den so gewonnenen Sekundärrohstoffen können dann zum Beispiel neue Produkte hergestellt werden.

Im Zentrum der Energieversorgung steht immer ein geeigneter Rohstoff. Dabei spielen die bei vielen in Verruf geratenen fossilen Energieträger eine genauso wichtige Rolle wie die erneuerbaren Energien. Kohle, Gas oder Öl auf der einen und Biomasse, Sonne, Wind oder Wasser auf der anderen Seite – sie alle leisten ihren Beitrag für eine sichere Grundversorgung. Durch den immer näher rückenden Ausstieg aus der Kernenergie bedarf es einer guten Mischung aus kontinuierlich verfügbaren Ressourcen und diskontinuierlichen Energiequellen.

Neben dem Grundlagenstudium bietet der Studiengang drei Vertiefungsrichtungen, mit denen Studierende ab dem dritten Semester ihren individuellen Interessen folgen und ihre fachlichen Kompetenzen ausbauen können:
• Bergbau
• Recycling
• Energie

Über das Programm der Vertiefungsbereiche hinaus steht im Wahlpflichtbereich ein großer Fächerkatalog zur Verfügung, mit dem persönliche Schwerpunkte gesetzt werden können.

Neben theoretisch orientierten Fächern werden praktische Veranstaltungen angeboten, die wichtige Einblicke und Kontakte in die berufliche Praxis bieten. Hierzu gehört beispielsweise auch ein 40-tägiges Praktikum, das in deutsche Unternehmen, aber auch in den internationalen Markt führen kann. Ergänzt wird das Studienprogramm durch spannende Exkursionen, zum Beispiel nach Australien, Kanada oder Brasilien.

Quelle: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen vom 16.04.2019

  • Studienfeld(er)
    Bergbau; Energietechnik; Entsorgungstechnik
  • Zulassungsmodus
    Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
  • Studienbeginn
    nur Wintersemester
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment im Bereich Georessourcen und Materialtechnik.
Zugangsbedingungen
  • Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
  • Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
    • einem Probestudium
    • einer Eignungsprüfung
  • Vorlesungszeit
    02.11.2020 - 12.02.2021
    Für Studierende ab dem 2. Semester aufwärts: 26. Oktober bis 12. 2.2021
  • Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt.
    Stand: 28.08.2021

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