Haifischhaut, Biokeramiken, gewaltige Stadiondachkonstruktionen oder ultraleichte Karosserien – rund 70 Prozent aller technischen Innovationen basieren auf neu entwickelten Werkstoffen. Ingenieurinnen und Ingenieure sind unaufhörlich auf der Suche nach idealen Werkstoffen oder maßgeschneiderten Werkstoffkombinationen für bestimmte Einsatzbereiche, zum Beispiel Automobile, Flugzeuge oder Smartphones.

Die grundlegenden Voraussetzungen schafft das Werkstoffdesign: Hier werden neben reinen Werkstoffen vor allem innovative Kombinationen erprobt, in denen unterschiedliche Materialien so miteinander verbunden werden, dass ein maßgeschneidertes Produkt mit Charakteristika beider Ausgangsstoffe entsteht. So werden beispielsweise im Verbund mit Holzfasern neue Metalle hergestellt, die extrem leicht sind und keine Wärme leiten.

Ein weiterer Forschungsbereich beschäftigt sich mit der Werkstoffherstellung: Gläser, Keramiken und unterschiedliche Metalle werden passgenau entwickelt, um zum Beispiel intelligente Oberflächen, biokompatible Materialien oder Werkstoffe für den Leichtbau zu produzieren.

Ein dritter Fokus des Werkstoffingenieurwesens liegt auf innovativen Verarbeitungsprozessen für neue Werkstoffe, beispielsweise in der Verbesserung von Fahrzeugkonzepten oder der Herstellung maßgeschneiderter Maschinen zur Ur- und Umformung. Bei der Optimierung von Herstellungs-, Verarbeitungs- und Recyclingprozessen findet nicht nur die Effizienz besondere Beachtung, sondern auch die Umweltverträglichkeit: Abgase werden reduziert, Abfallprodukte wiederverwertet und Energie zurückgewonnen.

Bei der Entwicklung neuer Werkstoffe steht neben der Funktionalität also auch immer der sorgsame Umgang mit vorhandenen Ressourcen im Fokus der Forschung.

Wer bei Werkstofftechnik an schmutzige Hallen und grobe Handarbeit denkt, liegt nicht völlig falsch. Doch in erster Linie wird hier Hightech-Forschung betrieben: Werkstoffingenieurinnen und -ingenieure experimentieren in hochspezialisierten Laboren. Topmoderne Computersimulationsprogramme ermöglichen es ihnen, realitätsgetreu, kosteneffizient und ressourcenschonend zu forschen. Dabei stehen nicht nur Metalle wie Stahl und Aluminium im Mittelpunkt. Besonders in Feldern wie der Medizintechnik gewinnen mineralische Werkstoffe an Relevanz.

Die Expertise an der RWTH ausgebildeter Werkstoffingenieurinnen und -ingenieure reicht von metallischen über mineralische Werkstoffe bis zur Prozesstechnik. Um der fachlichen Breite gerecht zu werden, bietet das Bachelorprogramm keine Spezialisierungen an; im anschließenden Masterstudium können Studierende aus einer Fülle von Vertiefungsrichtungen wählen.

Quelle: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen vom 24.06.2019

  • Studienfeld(er)
    Materialwissenschaften; Werkstofftechnik
  • Schwerpunkt(e)
    Glas und Keramik; Transportphänomene; Werkstoffchemie; Werkstoffphysik; Werkstofftechnik Metalle; Werkstoffverarbeitung Umformen oder Gießen
  • Zulassungsmodus
    Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
  • Studienbeginn
    nur Wintersemester
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment im Bereich Georessourcen und Materialtechnik.
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Zugangsbedingungen
  • Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
  • Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
    • einem Probestudium
    • einer Eignungsprüfung
Zugangsbedingungen
Internetseite
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  • Vorlesungszeit
    02.11.2020 - 12.02.2021
    Für Studierende ab dem 2. Semester aufwärts: 26. Oktober bis 12. 2.2021
  • Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt.
    Stand: 28.08.2021

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