Wer Komposition studiert, möchte originär Musik schaffen und entscheidet sich damit zugleich in den allermeisten Fällen für eine freiberufliche Tätigkeit. Ob es hier um eigenständige neue Werke für den Konzertsaal, Musik im medialen Kontext oder um die künstlerische Aussage auf einem veröffentlichten Tonträger geht, immer befinden sich die Komponierenden in einem hoch ambitionierten konkurrierenden Umfeld mit ebenso hohen künstlerischen und handwerklichen Anforderungen. Das Studium der Integrativen Komposition vermittelt einen dazu befähigenden Qualifikationsstand.
Dieser Studiengang berücksichtigt in ganz besonderer Weise das die klassischen Kompositionsrichtungen zunehmend übergreifende Anforderungsprofil zeitgenössischer Kompositionen.

Der Studiengang besteht aus vier künstlerischen Fächern, von denen man sich für eines als sein zentrales künstlerisches Fach (ZKF) entscheidet, und dies während des gesamten Studiums beibehält. Die Grundlagen, Denk- und Arbeitsweisen der anderen Fächer lernt man für jeweils ein Jahr als integrative künstlerische Fächer (IKF) kennen.

Künstlerische Fächer
• Instrumentale Komposition
meint das Erstellen von Partituren für MusikerInnen, die diese dann spielen sollen. Dies soll unter Berücksichtigung und in Kenntnis der technischen und strukturellen Errungenschaften der Musik nach 1945 geschehen und die ästhetischen Diskurse reflektieren, wie sie etwa von Komponisten wie Xenakis, Lachenmann, Cage, oder Grisey u.v.a.m geführt wurden,
• Elektronische Komposition
beinhaltet die Gestaltung des Klangs selbst als kompositorischen Akt sowie die finale Gestaltung des klanglichen Endergebnisses mit elektronischen Mitteln. Da hier auf InterpretInnen und deren physische, physiologische und psychologische Beschränkungen verzichtet werden kann, sind genuin instrumentale Strukturen und Gesten eher die Ausnahme. Elektronische Komposition versteht sich historisch in der Tradition der musique concrete von Schaeffer, oder Bayle sowie der elektronischen Musik von Koenig oder Stockhausen. Der Bereich der Live-Elektronik bildet ein Bindeglied zwischen der elektronischen Komposition und der instrumentalen Komposition. Weitere wichtige KomponistInnen dieses Genres sind z. B. Trevor Wishart, Francisco Lopez oder Francis Dhomont.
• Komposition und Visualisierung
hier geht es um die Verbindung von Musik und (Bewegt)bild auf kompositorischer Ebene: Wieweit, und mit welchem Ergebnis lassen sich kompositorische Massnahmen aus der musikalischen Komposition (instrumental oder elektronisch) auf die Bildwelt übertragen und umgekehrt? Hier ist eine gewisse Begabung in beiden Feldern notwendig und wünschenswert. Beispiele finden sich u. a. im Werk von Norman McLaren oder oft auch unter dem Stichwort Visual Music.
• Popkomposition
Im Fokus steht das Schaffen von Popmusik als eigenständige Kunstform. Die konkreten Ausdrucksformen sind vielfältig und im ständigen Wandel begriffen, wie es die bisherige Geschichte der Popmusik eindrucksvoll dokumentiert hat. Singer-SongwriterInnen, der AutorInnen orchestraler Werke in verschiedensten musikalischen oder musikalisch-medialen Zusammenhängen oder der eher elektronisch arbeitende ProducerInnen im Studio sind Beispiele des möglichen Spektrums. Zum Unterrichtskonzept gehört die Einbindung regelmäßiger Workshops mit KomponistInnen, TexterInnen, ProduzentInnen, InterpretInnen und ausführenden MusikerInnen.

Quelle: Folkwang Universität der Künste vom 04.04.2019

  • Studienfeld(er)
    Komposition
  • Schwerpunkt(e)
    Elektronische Komposition; Instrumentale Komposition; Komposition und Visualisierung; Popkomposition
  • Zulassungsmodus
    Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
  • Studienbeginn
    nur Wintersemester
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Nachweis der Hochschulreife oder Nachweis einer hervorragenden künstlerischen Begabung. Eine Eignungsprüfung wird durchgeführt. Bewerbungsfrist (nur zum Wintersemester möglich): 15.03. des jeweiligen Jahres
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Zugangsbedingungen
  • Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
  • Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
Zugangsbedingungen
Berufsausbildung mit fachlicher Nähe zum Studium von mind. 2 Jahren und anschließende berufliche Tätigkeit von mind. 3 Jahren im erlernten Beruf.
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