Hochschulkarte

Romanistik interkulturell

Johannes Gutenberg-Universität Mainz „Domus Universitatis Mainz“. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons. Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Foto: „Domus Universitatis Mainz“. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons.)

Romanistik interkulturell, Master

Studienort, Standort
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Master of Arts
Zielgruppe
Der Masterstudiengang "Romanistik interkulturell" vermittelt komplexe sprach- und literaturwissenschaftliche Sachverhalte und Prozesse der romanischen Kulturräume insbesondere auch in transkultureller Perspektive. Die Vermittlung von Inhalten zielt dabei auf einen Ausbau der Sprach-, Medien- und Lehrkompetenz. Durch die kulturwissenschaftliche Komponente bleibt dabei stets die Einbindung sprachlicher Erscheinungen und Texte in die jeweiligen historischen und kommunikativen Zusammenhänge im Blick. Im Masterstudiengang ?Romanistik interkulturell? an der JGU können die Studierenden in einem romanistischen Fach (Französisch, Spanisch oder Italienisch) zwischen den Schwerpunktbereichen Literatur- und Sprachwissenschaft wählen, jeweils unter dem Blickpunkt der Interkulturalität mit interdisziplinären, teilweise medienorientierten Bausteinen. Bereits erworbene Kenntnisse in einem romanistischen Kernfach sollen erweitert sowie durch praktische Kompetenzen aus dem Bereich der Kultur- und Sprachvermittlung vertieft werden. Zudem will der Studiengang Fachkenntnisse und Methodenkompetenz in einer weiteren romanischen Sprache oder Literatur vermitteln und den Zugang zur aktuellen romanistischen Forschung eröffnen.
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Nein
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Weitere Sprachen
Spanisch; Französisch; Italienisch; Portugiesisch
Anmerkungen zum Studiengang
Das Modulhandbuch ist unter www.romanistik.uni-mainz.de/190.php abrufbar.

Wenn Ihr Bachelor- Abschlusszeugnis bis Bewerbungsschluss noch nicht vorliegt: Wenn Sie das Bachelor-Abschlusszeugnis bis Bewerbungsschluss noch nicht vorlegen können, aber bereits mindestens 135 Leistungspunkte nachweisen können, reichen Sie eine Bescheinigung über sämtliche bislang erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen einschließlich der dadurch bislang erreichten Durchschnittsnote ein. Diese Bescheinigung muss von der zuständigen Hochschule ausgestellt sein (Original oder amtlich beglaubigte Kopie). Die Durchschnittsnote und die bislang erbrachten Leistungspunkte müssen von der zuständigen Hochschule ausgewiesen sein. Sofern eine Zulassung und Einschreibung erfolgt, können Sie das Bachelor-Abschlusszeugnis bis zum Ende des ersten Mastersemesters nachreichen.

Was ist "Romanistik"?

Romanistik oder romanische Philologie beschäftigt sich mit Geschichte und Gegenwart der aus dem Latein hervorgegangenen romanischen Sprachen und Literaturen. Dies umfasst auch die Kulturen der durch die Romanisierung bzw. Latinisierung entstandenen Sprachgebiete Europas sowie der durch Kolonisation hinzugekommenen Gebiete in Übersee, vor allem in Amerika und Afrika.

In diesem Zusammenhang spricht man von der Romania antiqua bzw. der Romania nova[1]. Ehemals romanisierte Gebiete, in denen heute keine romanischen Sprachen gesprochen werden – im heutigen Großbritannien, Südwestdeutschland, auf dem Balkan –, bezeichnet man als Romania submersa. Grundlage der romanischen Sprachen ist nicht das geschriebene, klassische, sondern das gesprochene Latein, das man traditionell Vulgärlatein nennt und das daher nur schwierig aus schriftlichen Quellen zu rekonstruieren ist.

Die Romanistik umfasst somit vor allem das Französische, Italienische, Spanische, Portugiesische und Rumänische, aber auch die kleineren romanischen Sprachen wie Katalanisch, Galicisch, Okzitanisch, Rätoromanisch, Ladinisch, Friaulisch und Sardisch. Da die Abgrenzung von Sprachen und Dialekten äußerst schwierig ist, schwankt auch in den Handbüchern die Zahl der romanischen Sprachen zwischen zehn und sechzehn. Zweifel gibt es beispielsweise bei der Bezeichnung des Asturischen, des Aragonesischen, des Gaskognischen und des Korsischen als separate Sprachen. Das Franko-Provenzalische wird nur in verschiedenen Dialekten gesprochen, hat aber keine Standardsprache und keine Literatur herausgebildet. Zum Gegenstandsbereich der Romanistik gehören auch die romanisch basierten Kreolsprachen.

Wegen der Entstehung der romanischen Sprachen gilt die Romanistik als Vorbild der historisch-vergleichenden Kulturwissenschaft: Alle romanischen Sprachen sind Tochtersprachen des Lateinischen. Anders als bei anderen Ursprachen ist das Lateinische (wenn auch nicht das Vulgärlateinische) sehr gut dokumentiert. Daher gehörte die Beschäftigung mit der gesamten Breite der romanischen Sprachen zu den Eigenheiten des Universitätsfaches Romanistik, das sich zunächst als eine historische Sprachwissenschaft konstituierte. Außerhalb Deutschlands ist dieses Modell nie in größerem Maß übernommen worden, in den verschiedenen romanischen Ländern etablierten sich Einzelphilologien des Französischen, Italienischen usw., aber keine romanische Philologie. Deshalb und wegen der zunehmenden Spezialisierung des Wissens tritt die ursprüngliche Beschäftigung mit allen romanischen Sprachen im Rahmen einer Disziplin zunehmend in den Hintergrund und macht einer intensiveren Beschäftigung mit den romanischen Sprachen (als Einzelphilologien) Platz. In oft kontrovers geführten wissenschafts- und berufspolitischen Diskussionen nähern sich damit die Teilfächer der Romanistik immer mehr den Nationalphilologien, wie sie in den verschiedenen romanischen Ländern etabliert sind, an. Man spricht dann auch von Rumänistik, Italianistik, Französistik (auch: Franko- oder Galloromanistik), Hispanistik und Lusitanistik. Die Romanistik leistet auch einen Beitrag zur Kreolistik.

Die Romanistik teilt sich in zwei Hauptgebiete auf: romanische Literaturwissenschaft und romanische Sprachwissenschaft. Literatur- und Sprachwissenschaft erweitern sich zu einer umfassenden Kulturwissenschaft.

Die romanische Sprachwissenschaft bildet Hypothesen über den genauen Prozess der Entstehung der romanischen Sprachfamilie. Sie versucht, die Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen den romanischen Sprachen typologisch zu erfassen. Darüber hinaus erfasst die Disziplin die Beschreibung des Varietätengefüges (Dialekte, Sprachniveaus und -register), der Sprachstruktur und -geschichte jeder einzelnen romanischen Sprache. In der jüngeren Vergangenheit versucht die romanische Sprachwissenschaft verstärkt, Anregungen aus der allgemeinen Sprachwissenschaft, besonders der Pragmatik, der kognitiven Linguistik sowie der Syntax, aufzunehmen.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Allgemeine Literaturwissenschaft; Allgemeine Sprachwissenschaft; Romanistik
Schwerpunkt(e)
Französisch/Literatur; Französisch/Sprache; Italienisch/Literatur; Italienisch/Sprache; Spanisch/Literatur; Spanisch/Sprache

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
1. Zugangsvoraussetzungen für den Masterstudiengang ?Romanistik interkulturell?: Nachweis eines Bachelorabschlusses im Fach Romanistik oder eines gleichwertigen Studienabschlusses an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland; hiervon müssen mindestens 60 Leistungspunkte im Fach Romanistik mit der Spezifizierung in der Philologie von RK1 erworben sein.

2. Nachweise über erforderliche Sprachkenntnisse:

I. Nachweis von Lateinkenntnissen im Umfang des Latinums, entweder durch das Zeugnis der Hochschulreife oder durch die staatliche Ergänzungsprüfung gemäß der Landesverordnung über die Ergänzungsprüfungen in Lateinisch und Griechisch vom 13. Juli 1983 (GVBI. S. 191) in der jeweils gültigen Fassung.

II. Nachweis von Sprachkenntnissen in der Sprache von RK2 auf dem Niveau des Europäischen Referenzrahmens B1. Der Nachweis erfolgt durch den erfolgreich abgeschlossenen ?Sprachprakti-schen Eingangstest? des Romanischen Seminars an der JGU. Folgende Sprachzertifikate der staatlichen Kulturinstitute werden jeweils als Äquivalent anerkannt:

a. Französisch: Diplôme d'Études en Langue Française (DELF B1)

b. Spanisch: Diploma de Español Lengua Extranjera (DELE Inicial B1)

c. Italienisch: Certificazione di Italiano come Lingua Straniera (CILS UNO-B1)

Der Sprachnachweis darf zum Zeitpunkt des Beginns des Masterstudiums nicht älter als zwei Jahre sein. Über Anerkennung weiterer offizieller Sprachzertifikate entscheidet der Prüfungsausschuss.

Wenn die Nachweise über die Sprachkenntnisse nicht vorliegen, kann eine Einschreibung unter der Bedingung erfolgen, dass die erforderlichen Nachweise bis zum Ablauf des ersten Fachsemesters (31. März bzw. 30. September) nachgereicht werden. Wird der Nachweis nicht innerhalb der genannten Frist gegenüber dem Prüfungsausschuss geführt, ist eine Fortführung des Studiums nicht mehr möglich. Die Immatrikulation wird ohne weitere Mitteilung aufgehoben.

Zusätzlich zu diesen Nachweisen wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über sehr gute aktive und passive Kenntnisse in der entsprechenden Schwerpunktsprache verfügen, die zum Anfertigen von schriftlichen und mündlichen Studien- und Prüfungsleistungen in dieser Sprache befähigen.

3. Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische

Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an

Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen.

4. Bei ausländischen Studienbewerber/innen aus nichtdeutschsprachigen Ländern ist der Nachweis von Deutschkenntnissen auf dem Niveau der "Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)" erforderlich.

5. Weitere Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang "Romanistik interkulturell" ist, dass der Prüfungsanspruch für diesen Studiengang noch nicht verloren ist.
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.10.2018 - 16.02.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
01.06.2018 - 15.07.2018
Vorgezogene Bewerbungsfristen für Master: SoSe bis 15.11./WiSe bis 15.5.. Losverfahren für grundständige Fächer (WiSe 01.09.-30.09.; SoSe 01.03.-31.03.): www.studium.uni-mainz.de/losverfahren-bewerbung u. Master (WiSe 01.08.-31.08.; SoSe 01.02.-28.02.): www.studium.uni-mainz.de/losverfahren-master.
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.06.2018 - 01.09.2018
Bitte beachten Sie die vorgezogenen Bewerbungsfristen für Masterstudiengänge (auch zulassungsfreie): SoSe bis 15.11./ WiSe bis 15.5.
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
gem. Zul.-Bescheid
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
siehe Bewerbungsfrist; Der Bewerbung muss eine Anerkennungsbescheinigung der Zeugnisse beiliegen, die spätestens sechs Wochen vor der Bewerbungsfrist beantragt werden muss.
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
siehe Bewerbungsfrist; Der Bewerbung muss eine Anerkennungsbescheinigung der Zeugnisse beiliegen, die spätestens sechs Wochen vor der Bewerbungsfrist beantragt werden muss.
Einschreibefrist für die Rückmeldung
(Zahlungseingang)
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
gem. Zul.-Bescheid
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen
Fristen für Eignungsprüfungen (http://www.studium.uni-mainz.de/fristen-und-termine-bewerbung): (Freie) Bildende Kunst: für das SoSe 31.10. und für das WiSe 30.04.; alle Studiengänge der Hochschule für Musik: für das SoSe 01.11. und für das WiSe 01.04., Sport/Sportwissenschaft: siehe unter www.sport.uni-mainz.de, Master Konferenzdolmetschen und Master Translation: 15.5.

Kontakt/Ansprechpartner

Johannes Gutenberg-Universität\ \ Romanisches Seminar
Telefon
+49 (0)6131 / 39-22432
Telefax
+49 (0)6131 /
Ansprechpartner weiterführendes Studium
Ansprechpartner
Dr. Wolf Lustig

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Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt. Stand: 10.10.2018

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