Hochschulkarte

Gesundheits- und Pflegewissenschaften

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg „UniplatzHalle“ von OmiTs - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Foto: „UniplatzHalle“ von OmiTs - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Master of Science, 120 LP

Studienort, Standort
Halle
Internetseite
Abschluss
Master of Science, 120 LP
Abschlussgrad
Master of Science
Zielgruppe
Absolventen eines ersten berufsbefähigenden Hochschulstudiums (mindestens Bachelor mit 180 LP) der Gesundheits- oder Pflegewissenschaft, der Gesundheits-, Pflege oder Medizinpädagogik, des Gesundheits- oder Pflegemanagements, der Hebammenwissenschaften, der Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Psychologie und Soziologie sowie weiterer inhaltlich vergleichbarer Studiengänge. Außerdem muss der Nachweis einer Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf mit mindestens dreijähriger Ausbildungsdauer vorliegen.
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Ja
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Anmerkungen zum Studiengang
Ein-Fach-Master

Was sind "Pflegewissenschaft"?

Pflegewissenschaft beschäftigt sich mit Fragen der Gesundheits- und Kranken-, Kinderkranken-, Alten- und Heilerziehungspflege. Sie greift auf Erkenntnisse der Medizin, Gesundheitswissenschaft, Soziologie, Psychologie, Biologie, Philosophie, Theologie und Geschichte zurück.

Die Wurzeln der Pflegewissenschaft liegen im US-amerikanischen Raum: Der erste Studiengang wird dort auf das Jahr 1907 datiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sorgte in den USA die von der Russell Sage Foundation unterstützte und von Esther Lucille Brown herausgebrachte Studie Nurses for the future für neue Impulse,[1] indem sie über die mangelhafte pflegerische Versorgung in den USA berichtete und ausdrücklich die Verweisung der Ausbildung an die Universitäten forderte. Dementsprechend entstanden zunächst Studiengänge zur Pflegepädagogik und zum Pflegemanagement. Zeitlich deutlich versetzt bildeten sich dann originär pflegewissenschaftliche Studienangebote, entstanden Forschungsinstitute und entsprechende Fachzeitschriften. 1952 eröffnete Hildegard Peplau den Wissenschaftsdiskurs um Pflegetheorien und Pflegemodelle.

Von den USA ausgehend gelangte die Akademisierungs-Bewegung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in Europa an: In Heidelberg begannen 1946 Gespräche zur Einrichtung eines Pflegestudienganges an der Universität Heidelberg. Diese führten 1953 zur Gründung der Schwesternschule der Universität Heidelberg. Der Wunsch nach einer akademischen Ausbildung scheiterte jedoch, nicht zuletzt am Widerstand der Schwesternorganisationen. In der DDR existierten erste pflegebezogene Studiengänge an der Humboldt-Universität zu Berlin und in Halle/Wittenberg bereits ab den 1960er Jahren, wenngleich mit einer stärkeren pädagogisch-didaktischer oder medizin-naturwissenschaftlicher Prägung. Auch in Großbritannien und den skandinavischen Ländern wurden verhältnismäßig früh mit dem Aufbau von Pflegestudiengängen begonnen.

Ab der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre entstanden auch in der Bundesrepublik Deutschland pflegebezogene Studiengänge, zum Teil in Verbindung mit anderen Fachbereichen – wie beispielsweise die Besetzung des Lehrstuhls „Pflege- und Sozialwissenschaften“ an der Fachhochschule Osnabrück durch Ruth Schröck im Jahr 1987. In Ermangelung anderer Möglichkeiten war es zum damaligen Zeitpunkt üblich, dass die Lehrbeauftragten einen pflegewissenschaftlichen Abschluss aus den USA oder Großbritannien innehatten oder anderen wissenschaftlichen Disziplinen entstammten (z. B. Soziologie, Psychologie, Pädagogik). An dieser Situation hat sich – trotz inzwischen vielfältiger Studienabschlüsse und Promotionsmöglichkeiten – auch heutzutage nicht viel geändert.

Im selben Zeitraum entstanden auch außerhalb Fachhochschulen und Universitäten Institutionen, die sich der Förderung der Pflegewissenschaft und -forschung verschrieben haben. Zu nennen sei nur das aus einer Stiftung hervorgegangene Agnes-Karll-Institut für Pflegeforschung des DBfK. Im Jahre 1991 konnte das Institut eines der ersten Forschungsprojekte im Kernbereich von Pflege abschließen: Der Pflegeprozeß am Beispiel von Apoplexiekranken – Eine Studie zur Erfassung und Entwicklung ganzheitlich-rehabilitativer Prozeßpflege, die über die Dauer von drei Jahren vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert und unter der Leitung von Monika Krohwinkel durchgeführt wurde.

1988 erschien mit der Zeitschrift Pflege aus dem Huber Verlag (Bern) erstmals ein deutschsprachiges Wissenschaftsperiodikum für die Pflege.

Im Oktober 1997 wurde Marianne Arndt, die ihre Weiterbildung zur Unterrichtsschwester an der Schwesternschule der Universität Heidelberg absolviert hatte, von der medizinischen Fakultät Charité der Humboldt Universität zu Berlin die Lehrbefähigung für das Fach Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Pflegeethik verliehen. Hiermit wurde die erste Pflegewissenschaftlerin an einer deutschen Hochschule habilitiert. Am 27. Oktober 1999 wurde an der Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum der akademische Grad eines Doktors der Pflegewissenschaft (Doctor rerum curae, Dr. rer. cur.) verliehen.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Gesundheitswissenschaft; Pflegewissenschaft
Schwerpunkt(e)
Ethik, Wissenschaftstheorie und Forschungsmanagement; Evidence-basierte berufsspezifische klinische Expertise; Evience-based Practice; Forschungsmethoden; Gesundheits- und Wohlfahrtssysteme im internatioanlen Vergleich; Juristische Themenfelder; Qualitätsmanagement

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
Studienbeginn
nur Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
01.04.2019 - 13.07.2019
Unterbrechungen: alle gesetzlichen Feiertage
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
01.12.2018 - 15.01.2019
für grundständige Studiengänge nur zu höheren (geraden) Fachsemestern (2.,4. usw.); für einige Master nur zu höheren (geraden) Fachsemestern (2.,4.);
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.12.2018 - 31.03.2019
Bei den grundständigen Studiengängen nur für Evangelische Theologie (Kirchliches Examen/ Diplom) zum 1., 2.,3. usw.Fachsemester, bei allen anderen grundständigen, zulassungsfreien Studiengängen nur für höhere (gerade) Fachsemester möglich. Bewerbungsfrist für zulassungsfreie Master: 28.2.2019
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.12.2018 - 31.03.2019
Bei den grundständigen Studiengängen nur für Evangelische Theologie (Kirchliches Examen/ Diplom) zum 1., 2.,3. usw.Fachsemester, bei allen anderen grundständigen, zulassungsfreien Studiengängen nur für höhere (gerade) Fachsemester möglich. Bewerbungsfrist für zulassungsfreie Master: 28.2.2019
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
Bewerbungsfrist für Master: 31.10.2018 Die Bewerbung erfolgt über www.uni-assist.de.
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
für grundständige Studiengänge; Bewerbungsfrist für Master: 31.10.2018) Die Bewerbung erfolgt über www.uni-assist.de.
Einschreibefrist für die Rückmeldung
01.12.2018 - 31.01.2019
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
siehe Bewerbungs- und Einschreibfristen
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen
siehe Studiengänge

Kontakt/Ansprechpartner

Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften
Hausanschrift
Magdeburger Straße 8, 06112 Halle
Telefon
0345 / 557-4457
Telefax
0345 /
Ansprechpartner weiterführendes Studium
Ansprechpartner
Christina Galander

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