Hochschulkarte

Romanistik

Universität Erfurt Universität Erfurt Universität Erfurt (Foto: Universität Erfurt)

Romanistik, Bachelor (2-Fach-Bachelor)

Studienort, Standort
Erfurt
Internetseite
Nur Nebenfach
Ja
Abschluss
Bachelor (2-Fach-Bachelor)
Abschlussgrad
Bachelor of Arts
Lehramt für
Grundschulen
Lehramt der Sekundarstufe I an allen Schulformen
Lehramt für die beruflichen Fächer der Sekundarstufe II
Regelstudienzeit
6 Semester
Akkreditierung
Nein
Studienformen
Vollzeitstudium; Teilzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Weitere Sprachen
Französisch; Spanisch
Anmerkungen zum Studiengang
Eine Fächerkombination mit Literaturwissenschaft ist ausgeschlossen.

Sofern eine Ausbildung für ein Lehramt angestrebt wird, ist der Schwerpunkt Französisch obligatorisch; es werden die fachwissenschaftlichen Grundlagen für das Unterrichtsfach Französich erworben.

Zudem muss ein zweites für das betreffende Lehramt relevantes Bachelor-Fach studiert werden; verpflichtend ist dabei

- für das Lehramt an Grundschulen (Lehramtstyp 1): Primare und Elementare Bildung (inkl. der Grundlegungsfächer Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachkunde),

- für das Lehramt an berufsbildenden Schulen (Lehramtstyp 5):eine berufliche Fachrichtung als Erstfach (optional: Bautechnik, Elektrotechnik, Metalltechnik, Gesundheit, Körperpflege, Pflege oder Sozialpädagogik), nachzuweisen durch ein entsprechendes, an einer anderen Hochschule erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium.

Was ist "Romanistik"?

Romanistik oder romanische Philologie beschäftigt sich mit Geschichte und Gegenwart der aus dem Latein hervorgegangenen romanischen Sprachen und Literaturen. Dies umfasst auch die Kulturen der durch die Romanisierung bzw. Latinisierung entstandenen Sprachgebiete Europas sowie der durch Kolonisation hinzugekommenen Gebiete in Übersee, vor allem in Amerika und Afrika.

In diesem Zusammenhang spricht man von der Romania antiqua bzw. der Romania nova[1]. Ehemals romanisierte Gebiete, in denen heute keine romanischen Sprachen gesprochen werden – im heutigen Großbritannien, Südwestdeutschland, auf dem Balkan –, bezeichnet man als Romania submersa. Grundlage der romanischen Sprachen ist nicht das geschriebene, klassische, sondern das gesprochene Latein, das man traditionell Vulgärlatein nennt und das daher nur schwierig aus schriftlichen Quellen zu rekonstruieren ist.

Die Romanistik umfasst somit vor allem das Französische, Italienische, Spanische, Portugiesische und Rumänische, aber auch die kleineren romanischen Sprachen wie Katalanisch, Galicisch, Okzitanisch, Rätoromanisch, Ladinisch, Friaulisch und Sardisch. Da die Abgrenzung von Sprachen und Dialekten äußerst schwierig ist, schwankt auch in den Handbüchern die Zahl der romanischen Sprachen zwischen zehn und sechzehn. Zweifel gibt es beispielsweise bei der Bezeichnung des Asturischen, des Aragonesischen, des Gaskognischen und des Korsischen als separate Sprachen. Das Franko-Provenzalische wird nur in verschiedenen Dialekten gesprochen, hat aber keine Standardsprache und keine Literatur herausgebildet. Zum Gegenstandsbereich der Romanistik gehören auch die romanisch basierten Kreolsprachen.

Wegen der Entstehung der romanischen Sprachen gilt die Romanistik als Vorbild der historisch-vergleichenden Kulturwissenschaft: Alle romanischen Sprachen sind Tochtersprachen des Lateinischen. Anders als bei anderen Ursprachen ist das Lateinische (wenn auch nicht das Vulgärlateinische) sehr gut dokumentiert. Daher gehörte die Beschäftigung mit der gesamten Breite der romanischen Sprachen zu den Eigenheiten des Universitätsfaches Romanistik, das sich zunächst als eine historische Sprachwissenschaft konstituierte. Außerhalb Deutschlands ist dieses Modell nie in größerem Maß übernommen worden, in den verschiedenen romanischen Ländern etablierten sich Einzelphilologien des Französischen, Italienischen usw., aber keine romanische Philologie. Deshalb und wegen der zunehmenden Spezialisierung des Wissens tritt die ursprüngliche Beschäftigung mit allen romanischen Sprachen im Rahmen einer Disziplin zunehmend in den Hintergrund und macht einer intensiveren Beschäftigung mit den romanischen Sprachen (als Einzelphilologien) Platz. In oft kontrovers geführten wissenschafts- und berufspolitischen Diskussionen nähern sich damit die Teilfächer der Romanistik immer mehr den Nationalphilologien, wie sie in den verschiedenen romanischen Ländern etabliert sind, an. Man spricht dann auch von Rumänistik, Italianistik, Französistik (auch: Franko- oder Galloromanistik), Hispanistik und Lusitanistik. Die Romanistik leistet auch einen Beitrag zur Kreolistik.

Die Romanistik teilt sich in zwei Hauptgebiete auf: romanische Literaturwissenschaft und romanische Sprachwissenschaft. Literatur- und Sprachwissenschaft erweitern sich zu einer umfassenden Kulturwissenschaft.

Die romanische Sprachwissenschaft bildet Hypothesen über den genauen Prozess der Entstehung der romanischen Sprachfamilie. Sie versucht, die Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen den romanischen Sprachen typologisch zu erfassen. Darüber hinaus erfasst die Disziplin die Beschreibung des Varietätengefüges (Dialekte, Sprachniveaus und -register), der Sprachstruktur und -geschichte jeder einzelnen romanischen Sprache. In der jüngeren Vergangenheit versucht die romanische Sprachwissenschaft verstärkt, Anregungen aus der allgemeinen Sprachwissenschaft, besonders der Pragmatik, der kognitiven Linguistik sowie der Syntax, aufzunehmen.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Französisch; Französisch (Lehramt); Spanisch
Schwerpunkt(e)
Französisch; Spanisch

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
nur Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Studieren ohne Abitur: Zugangsbedingungen und Kontakt

Zugangsbedingungen
Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
  • einem Beratungsgespräch an der Hochschule
  • einem Probestudium
Anmerkung
Informationen zur Gleichwertigkeit beruflicher Fortbildung für den Hochschulzugang und zum Probestudium: unter https://www.uni-erfurt.de/studium/studierendenangelegenheiten/bewerbung/formulare-und-fristen/ \ Dem Probestudium muss eine umfassende Beratung an der Universität vorausgehen.
Kontakt Studieren ohne schulische HZB
Hausanschrift
Nordhäuser Straße 63, 99089 Erfurt
Postanschrift
900221, 99105 Erfurt
Telefon
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Ansprechpartner
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Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.10.2018 - 09.02.2019
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
01.06.2018 - 15.07.2018
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.06.2018 - 30.09.2018
- für Master-Studiengänge: 01.04. - 15.07.2018
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
01.06.2018 - 30.09.2018
- Master-Studiengänge: entsprechend dem Bescheid der Universität Erfurt (ggf. bis zum Beginn der Vorlesungszeit)
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
- zulassungsfreie Bachelor-Fächer, Magister-Studiengang Katholische Theologie: bis 30.09.2018 - zulassungsbeschränkte Bachelor-Fächer und Fächer mit Eignungsfeststellungsverfahren: bis 15.07.2018 - für Master-Studiengänge: 01.04. - 15.07.2018
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
01.06.2018 - 15.07.2018
Einschreibefrist für die Rückmeldung
01.06.2018 - 01.07.2018
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
- zulassungsfreie Bachelor-Fächer, Magister-Studiengang Katholische Theologie: 01.06. - 30.09.2018 - zulassungsbeschränkte Bachelor-Fächer: gemäß Frist im Zulassungsbescheid - Master-Studiengänge: entsprechend dem Bescheid der Universität Erfurt
Fristen für Auswahlverfahren oder Eignungsprüfungen
1. Bachelor-Studiengang (für Bewerber/innen für das WiS 2018/19) a) Eignungsprüfung: Kunst: Abgabe einer Mappe mit künstlerischen Arbeiten bis 11.06.2018, danach Einladung am 22.06.2018 durch das Fachgebiet Kunst zur Eignungsprüfung am 09.07.2018; Musikerziehung: 04.06.2018 (Anmeldung zur Teilnahme bis spätestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin), Musikvermittlung: 05.06.2018 (Anmeldung zur Teilnahme bis spätestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin), Sport- und Bewegungspädagogik: Eignungsprüfung am 29.06.2018 (Anmeldung zur Teilnahme bis 16.06.2018) b) Eignungsfeststellungsverfahren (EFV): Kommunikationswissenschaft: Anmeldung zur Teilnahme am EFV vom 01.06. - 15.07.2018 (Ausschlussfrist) 2. Master-Studiengänge - Geschichte und Soziologie/Anthropologie des Vorderen Orients in globaler Perspektive: Anmeldung zur Teilnahme am Auswahlverfahren für das WiS bis 15.07.2018 (Ausschlussfrist) - Gesundheitskommunikation: Anmeldung zur Teilnahme am Auswahlverfahren für das WiS bis 15.07.2018 (Ausschlussfrist) - Kinder- und Jungendmedien: Anmeldung zur Teilnahme am Auswahlverfahren für das WiS bis 15.07.2018 (Ausschlussfrist), - Kommunikationsforschung: Anmeldung zur Teilnahme am Auswahlverfahren für das WiS bis 15.07.2018 (Ausschlussfrist), für das WiS bis 15.07.2018 (Ausschlussfrist), - Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte: Anmeldung zur Teilnahme am Auswahlverfahren für das WiS bis 15.07.2018 (Ausschlussfrist)

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