Hochschulkarte

Politikwissenschaft

Friedrich-Schiller-Universität Jena Jan-Peter Kasper/FSU Friedrich-Schiller-Universität Jena (Foto: Jan-Peter Kasper/FSU)

Politikwissenschaft, Master

Studienort, Standort
Jena
Internetseite
Abschluss
Master
Abschlussgrad
Magistra/Magister Artium
Zielgruppe
Absolventen eines ersten berufsqualifizierenden Abschluss in Politikwissenschaft sowie in Studiengängen mit einem starken politikwissenschaftlichen Schwerpunkt.
Regelstudienzeit
4 Semester
Akkreditierung
Ja
Mastertyp nach Kultusministerkonferenz
konsekutiv
Studienformen
Teilzeitstudium; Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Anmerkungen zum Studiengang
Bewerbungsfrist: 31. Mai

Was ist "Politik"?

Politikwissenschaft (auch Politische Wissenschaft, Wissenschaft von der Politik, Wissenschaftliche Politik oder Politologie) ist als Integrationswissenschaft ein Teil der modernen Sozialwissenschaften und beschäftigt sich mit dem wissenschaftlichen Lehren und Erforschen politischer Prozesse, Strukturen und Inhalte sowie den politischen Erscheinungen und Handlungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Politikwissenschaft zählt von ihrer Entwicklung als Wissenschaftsdisziplin im weiteren Sinne auch zu den Staatswissenschaften. Mit Nachbardisziplinen wie der Soziologie, der Rechtswissenschaft, der Geschichtswissenschaft, den Wirtschaftswissenschaften und der Psychologie erschloss sie sich inzwischen einen interdisziplinär angelegten Untersuchungsgegenstand, der über den Staat und seine Institutionen als Forschungsgegenstand hinausreicht.

Das Fach wird in verschiedene Teilbereiche untergliedert. Grundlegend ist die Differenzierung zwischen den Bereichen Politische Theorie (einschließlich Politische Philosophie und Ideengeschichte), Vergleichende Politikwissenschaft (früher Vergleichende Regierungslehre oder Vergleichende Analyse politischer Systeme) und Internationale Beziehungen (einschließlich Internationale Politik). Im Fall eines breiter angelegten Lehrangebots, wie es an manchen Universitäten betrieben wird, werden beispielsweise zusätzlich die Teildisziplinen System- bzw. Regierungslehre, Politische Soziologie, Politische Ökonomie, Politische Methodenlehre, Verwaltungswissenschaft, öffentliches Recht und Politikfeldanalyse oder in jüngerer Zeit Geschlechterforschung unterschieden.

Die Politikwissenschaft befasst sich mit dem gesellschaftlichen Zusammenleben der Menschen und untersucht, wie dieses Zusammenleben geregelt ist und geregelt werden kann. Ihr Gegenstandsbereich reicht demnach grundsätzlich über eine Beschäftigung mit der Tagespolitik hinaus. Ihr Untersuchungsinteresse erfordert die Analyse von grundlegenden Prinzipien, Zusammenhängen und von Ursache- und Wirkungsmechanismen des menschlichen Zusammenlebens in seinen unterschiedlichen Formen. Dabei berücksichtigt sie u. a. institutionelle, prozedurale, sachlich-materielle und politisch-kulturelle Gesichtspunkte. Ein besonderes Augenmerk richtet die moderne Politikwissenschaft auf die Frage, wie staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure agieren, wie politische Entscheidungsprozesse ablaufen, wie Machtverhältnisse entstehen und auf gesellschaftliche Strukturen einwirken.

Schon in der Antike beschäftigte sich die politische Philosophie und Staatsphilosophie (s. a. Chanakya) nahezu normativ-ontologisch mit der Frage, wie das Zusammenleben der Menschen am besten gestaltet werden könne. Dies lässt sich bis zu den altgriechischen Philosophen – vor allem auf Platon (Politeia - Der Staat) und Aristoteles – zurückführen und ist bis heute Gegenstand der philosophischen und ideengeschichtlichen Politischen Theorie. Als normative Wissenschaft wurde die Politikwissenschaft auch nach ihrer Gründung als akademische Disziplin in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 verstanden und konzipiert („Demokratiewissenschaft“). Die deutsche Tradition policeywissenschaftlicher und kameralwissenschaftlicher Forschung war vom 19. bis 20. Jahrhundert abgebrochen. Im Verbund mit der Rechtswissenschaft entstand die Politikwissenschaft zunächst als Teil der Staatswissenschaften, zu denen sie auch heute noch gezählt werden kann, obwohl der Staat und seine Funktionen nicht mehr ihr ausschließliches Untersuchungsobjekt ist.

Ausgehend von der Entwicklung des Faches in den Vereinigten Staaten wurde die Politikwissenschaft seit den 1960er Jahren methodisch stärker vom Aufkommen des Behavioralismus sowie von den sozialwissenschaftlich orientierten empirisch-analytischen Methoden beeinflusst. Damit einher ging eine zunehmende Orientierung des Faches hin zu positivistischen Fragestellungen.

Ziel der modernen empirischen Politikwissenschaft ist es, aus der Beschäftigung der Gesellschaft und ihren Strukturen Zusammenhänge zu bestimmen, die das Zusammenleben von Menschen erklären und beschreiben. Dieser Zweig des Faches ist stark methodisch geprägt und arbeitet sowohl quantitativ als auch qualitativ. Eine abschließende Wertung der Untersuchungsergebnisse muss hierbei entfallen. Damit orientiert sich dieser prominente Zweig des Faches analytisch und methodisch an den Naturwissenschaften und wird im Allgemeinen nach wie vor wesentlich durch US-amerikanische Entwicklungen und Innovationen geprägt. Dies betrifft vor allem die analytische Stringenz (Einsatz mathematischer Modelle, die sogenannte Theorie der rationalen Entscheidung) sowie methodische Rigorosität (Einsatz statistischer Verfahren).

Etwas anders stellt sich das Fach im Bereich der modernen theoretischen bzw. normativen Politikwissenschaft dar, der größtenteils mit dem eher geisteswissenschaftlich orientierten Teilfach der Politischen Theorie zusammenfällt: In Anknüpfung an die lange normative Tradition der Politischen Wissenschaft, werden hier gesellschaftliche Werthaltungen auf ihren normativen Gehalt hin analysiert und vor dem Hintergrund ideen- und philosophiegeschichtlicher Kontexte diskutiert und bewertet. Dabei bedient man sich beispielsweise der Methode der analytisch-hermeneutischen Textinterpretation oder anderer qualitativer Verfahren. Die Beschäftigung mit Werturteilen steht dementsprechend mitunter im Zentrum der Politischen Theorie als Teilfach der Politikwissenschaft. Im Besonderen gilt dies für die Politische Philosophie als betont normativer politischer Theorie.

Quelle: Wikipedia

Studienfeld(er) / Schwerpunkt(e)

Studienfeld(er)
Politikwissenschaft
Schwerpunkt(e)
Außenpolitik und Internationale Beziehungen; Europäische Studien; Internationale Organisationen und Globalisierung; Politische Systeme; Politische Theorie und Ideengeschichte; Vergleichende Politikwissenschaft

Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsmodus
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Studienbeginn
Sommer- und Wintersemester
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Nachweis eines abgeschlossenen berufsqualifizierenden Hochschulstudiums, das in einem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Fach Politikwissenschaft steht (entsprechend einem Bachelorstudium mit Studienleistungen im Umfang von mindestens 180 Leistungspunkten nach dem European Credit Transfer and Accumulation system). Nachweis einschlägiger Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft (oder äquivalenter Leistungen in einem verwandten Fach, sofern ausreichende Bezüge zur Politikwissenschaft sowie entsprechendes Grundlagenwissen und methodische Kenntnisse erkennbar sind, können auch Bewerber mit vorwiegend soziologischem, philosophischem, rechts-, geschichts- kultur- oder regionalwissenschaftlichem Hintergrund zugelassen werden). Wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung der berufsqualifizierende Abschluss noch

nicht vorliegt, muss der gegebene Leistungsstand (ausweislich der Dokumentation von mindestens

140 LP in dem für den Master-Studiengang qualifizierenden Studium) vorgelegt werden.



Gute Englischkenntnisse sind nachzuweise, zumindest eine gute Lesefähigkeit im

Englischen entsprechend der Niveaustufe B 2 des European Framework.

Ausländische Studienbewerber nicht-deutscher Muttersprache müssen Kenntnisse auf dem Niveau DSH-Prüfung Stufe 2 , TestDaF 4x4 oder ein Äquivalent nachweisen.
Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen

Hochschulweit geltende Fristen und Termine

Vorlesungszeit
15.10.2018 - 08.02.2019
siehe auch www.uni-jena.de/semestertermine.html
Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
Bitte beachten Sie die unterschiedliche Bewerbungsfristen für Masterstudiengänge: Informationen unter http://www.master.uni-jena.de/Bewerbung/Bewerbungsfristen.html
Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
Bitte beachten Sie die unterschiedliche Bewerbungsfristen für Masterstudiengänge: Informationen unter http://www.master.uni-jena.de/Bewerbung/Bewerbungsfristen.html
Einschreibefrist Studienanfänger für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
bei Hochschule erfragen
Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
bei Hochschule erfragen
Einschreibefrist für die Rückmeldung
Einschreibefrist für Hochschulwechsler
bei Hochschule erfragen (abhängig von Zulassungsbeschränkung ja/nein)

Kontakt/Ansprechpartner

Friedrich-Schiller-Universität Jena\ \ Institut für Politikwissenschaft
Hausanschrift
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Telefon
03641 / 945434
Telefax
03641 / 945432
Ansprechpartner weiterführendes Studium
Ansprechpartner
Prof. Torsten Oppelland, Dr. Sven Leunig

Weitere Ansprechpartner findest du hier!


Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt. Stand: 10.10.2018

Studentenservice

Den gesamten Studentenservice findest du hier!

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung