Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (kurz: MatWerk, auch: Werkstoffwissenschaft) ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit der Erforschung und Entwicklung von Materialien und Werkstoffen befasst; aus Werkstoffen werden technisch relevante Bauteile hergestellt.

Die Begriffe Materialwissenschaft und Werkstoffkunde (auch als Werkstofftechnik oder Werkstoffwissenschaft[1] bezeichnet) sind eng miteinander verknüpft: Die Materialwissenschaft mit einer eher naturwissenschaftlich geprägten Herangehensweise beschäftigt sich mit der Herstellung von Materialien und deren Charakterisierung von Struktur und Eigenschaften, während die Werkstofftechnik die ingenieurwissenschaftlich orientierte Werkstoffentwicklung sowie die entsprechenden Verarbeitungsverfahren und das Betriebsverhalten von Bauteilen im Einsatz beinhaltet. Beide Teilgebiete umfassen Forschungsaktivitäten der verschiedensten Materialklassen und Werkstoffentwicklungsketten.

Ein wesentliches Merkmal der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ist die Berücksichtigung des strukturellen Aufbaus der Werkstoffe und der davon abhängigen mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften. Dies umfasst die Charakterisierung, Entwicklung, Herstellung und Verarbeitung von Konstruktionswerkstoffen und Funktionsmaterialien.

In Deutschland kann man an über 37 Hochschulen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik studieren. Durch die hohe Interdisziplinarität des Fachgebiets gibt es:

eigenständige interdisziplinäre Studiengänge Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (bzw. Werkstoffwissenschaft)
naturwissenschaftliche Studiengänge mit Vertiefungs-/Studienrichtungen Materialwissenschaft
ingenieurwissenschaftliche Studiengänge mit Vertiefungs-/Studienrichtungen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik
Am Anfang des Studiums steht in der Regel die Grundlagenausbildung in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern im Vordergrund. Dazu gehören insbesondere anorganische Chemie und physikalische Chemie, Physik (insbesondere Experimentalphysik), Festkörperchemie, Höhere Mathematik, Messtechnik, Technische Mechanik und Thermodynamik.

Danach werden in der Regel Kenntnisse der theoretischen, experimentellen und technologischen Aspekte der einzelnen Werkstoffgruppen erweitert und vertieft. Dazu zählen Aufbau der Materialien, Herstellung und Verarbeitung, Materialprüfung und -charakterisierung, Modellierung, Simulation und Bauteil- und Systemverhalten. Struktureigenschaftsbeziehungen oder Thermodynamik und Kinetik, Werkstoffauswahl und -anwendung. Nicht technische Einheiten etwa zu den Grundzügen der Wirtschaftswissenschaft oder zur Projektorganisation, aber auch technisches Englisch sowie Exkursionen, Studienprojekte und Industriepraktika vervollständigen die Ausbildung.

Quelle: Wikipedia

  • Studienfeld(er)
    Nanomaterialien; Werkstofftechnik; Werkstoffwissenschaften
  • Schwerpunkt(e)
    Biowerkstoffe; Chemie; Kunststofftechnik; Leichtbau; Materialanalytik; Materialkunde; Metallische Werkstoffe; Nichtmetallische Werkstoffe; Oberflächentechnik; Werkstoffe
  • Zulassungsmodus
    Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
  • Studienbeginn
    Sommer- und Wintersemester
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    - Allgemeine Hochschulreife - Fachgebundene Hochschulreife (Universität) in Technik oder Wirtschaft - Qualifizierte Berufstätige ohne Abitur unter bestimmten Voraussetzungen
  • Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
    Weitere Informationen zu Zugangs- und Zulassungsbedingungen
Zugangsbedingungen
  • Meisterprüfung und/oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung
  • Mehrjährige Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung mit fachlicher Nähe zum Studienfach
    • einem Beratungsgespräch an der Hochschule
    • einem Probestudium
    • einer Eignungsprüfung
Vorbereitende Kursangebote
Ja
Teilnahme an BASICplus ? offene Studienplattform für die berufsbegleitende und durchgängige Aus- und Weiterbildung in den Ingenieurfächer. Mehr Informationen unter https://www.tu-ilmenau.de/basicplus/
Internetseite
weitere Informationen zu "Studieren ohne Abitur"
  • Vorlesungszeit
    11.10.2021 - 04.02.2022
    Die Vorlesungszeit bezieht sich auf das Wintersemester 2021/22.
  • Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
    16.05.2021 - 15.10.2021
  • Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
    16.05.2021 - 15.10.2021
  • Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
    16.05.2021 - 15.10.2021
  • Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
    16.05.2021 - 15.10.2021
  • Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt.
    Stand: 27.03.2021
Sebastian Tost
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  • Kontaktvermittlung zu Einrichtungen der Hochschule
  • Vorbereitung auf den Beruf
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