Ein Korrepetitor (auch Repetitor oder Solorepetitor) spielt am Klavier statt des Orchesters, wenn Sänger, Chöre, Instrumentalisten, Tänzer oder Schauspieler ein Stück neu lernen oder wiederholen, ihre Rollen einstudieren oder Szenen geprobt werden (Oper, Operette, Ballett usw.), und gibt darüber hinaus in Einzelproben korrigierende musikalische Hinweise. Der die Probenpläne koordinierende und für die Einstudierung der Sänger und die Einteilung der übrigen Korrepetitoren verantwortliche Korrepetitor eines Theaters heißt Studienleiter.

Ein professioneller Korrepetitor sollte − wie ein Dirigent − in der Lage sein, auch umfangreiche Orchesterpartituren inklusive historischer Notenschlüssel und transponierender Instrumente zu lesen und gleichzeitig spieltechnisch umzusetzen. Das Partiturspiel ist jedoch in der heutigen Theaterpraxis nur bedingt erforderlich, weil für die zu probenden Stücke in der Regel Klavierauszüge vorliegen. In Ausnahmefällen allerdings muss der Korrepetitor auch transponieren können. Die klangliche Darstellung der jeweiligen Orchesterpartie im Klavierauszug geschieht unter einer zwangsläufigen Reduzierung des Notentextes, die allerdings flexibel der jeweiligen Probensituation entsprechend gehandhabt werden muss – daher sind Grundkenntnisse in den Bereichen Musiktheorie, Komposition und Improvisation sehr hilfreich.

Während im professionellen Bereich das Klangergebnis möglichst authentisch sein soll, ist die Art der Selektierung beziehungsweise Reduzierung im Laienbereich ein wichtiges methodisches Probenwerkzeug (siehe: Chorprobe). Oft übernimmt der Korrepetitor auch Teilaufgaben des Dirigenten oder Chorleiters, indem er zum Beispiel bei einer szenischen Opernprobe die Sänger und seinen Kollegen am Klavier dirigentisch koordiniert bzw. selbst vom Klavier aus Einsätze auf die Bühne gibt. Außerdem sind die Fähigkeit zur stimmlichen Markierung der Gesangspartien und damit Kenntnisse über die Aussprache der italienischen und französischen Sprache notwendig (ab und zu auch des Englischen, Russischen oder noch seltenerer Sprachen wie des Tschechischen) – einerseits, um etwa auf einer Probe fehlende Sängerkollegen musikalisch zu ersetzen und Stichworte zu singen, andererseits, um einem Sänger bei der Einstudierung seiner eigenen Partie problematische Stellen vorzusingen und somit musikalisch bzw. aussprachemäßig unmittelbar nahezubringen.

Quelle: Wikipedia

  • Studienfeld(er)
    Korrepetition
  • Vorlesungszeit
    03.04.2018 - 06.07.2018
    bei Hochschule erfragen
  • Bewerbungsfrist für Fächer mit Zulassungsbeschränkung
    01.10.2017 - 01.10.2017
  • Anmeldefrist für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung
    01.10.2017 - 01.10.2017
  • Bewerbungsfrist für EU-Ausländer
    01.10.2017 - 01.10.2017
  • Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Ausländer
    01.10.2017 - 01.10.2017
  • Die Informationen über die Hochschulen und deren Studienangebote werden durch Zugriff auf den Hochschulkompass der HRK erzeugt.
    Stand: 27.03.2021
Alexander Hesse
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