Betrachtet wurden rund 562.000 Schülerinnen und Schüler zwischen sechs und 23 Jahren, die eine kostenpflichtige Privatschule besuchten und deren Eltern das Schulgeld in der Steuererklärung des Jahres 2016 angaben. Das entspricht etwa 57 Prozent aller Kinder, die in Deutschland eine Privatschule besuchen. Nicht in der Betrachtung enthalten sind diejenigen, die kein Schulgeld zahlen mussten oder dieses nicht steuerlich geltend gemacht haben.
Dabei liegen Privatschulen im Trend. Im Schuljahr 2018/19 besuchten rund 1,0 Millionen Schülerinnen und Schüler von insgesamt 10,8 Millionen eine Privatschule. 1992/93 war der Anteil dagegen noch halb so hoch. Entsprechend hat sich auch die Anzahl der Privatschulen in diesem Zeitraum um etwa 2.600 erhöht. Das ist laut dem Statistischen Bundesamt vor allem auf den Aufholprozess der ostdeutschen Bundesländer seit der Wiedervereinigung zurückzuführen.
In der Höhe des Schulgeldes gibt es nach Bundesländern große Unterschiede. Während beispielsweise im Rhein-Kreis Neuss jährlich durchschnittlich 7.400 Euro je Kind gezahlt wurden, waren es im Landkreis Unterallgäu lediglich rund 400 Euro. Das liegt daran, dass es oftmals Unterschiede im Landesrecht gibt, was die staatlichen Zuschüsse angeht. Privatschulen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erhalten nur dann Zuschüsse in vollem Umfang, wenn sie kein Schulgeld erheben. Daher verzichten dort viele Privatschulen auf Gebühren. Wo doch Gebühren erhoben werden, fallen diese entsprechend hoch aus, um dies zu kompensieren.
[PA]
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