Der Bundeswettbewerb Mathematik fördert den mathematischen Nachwuchs. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen neun bis 13 (Foto: Rawpixel.com) Der Bundeswettbewerb Mathematik fördert den mathematischen Nachwuchs. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen neun bis 13 (Foto: Rawpixel.com)
Jubiläum

50 Jahre Bundeswettbewerb Mathematik

Der Bundeswettbewerb Mathematik feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. 1970 rief der Stifterverband den Schülerwettbewerb zur Förderung des mathematischen Nachwuchses ins Leben. Der Wettbewerb hat sich in den letzten Jahren besonders zum Ziel gesetzt, die Teamfähigkeit zu stärken und Mädchen in der Mathematik zu fördern. Anfang Dezember werden die Aufgaben für das Jahr 2021 veröffentlicht. Schüler aller Klassenstufen können teilnehmen.
 


Der Wettbewerb besteht jedes Jahr aus drei Runden. In der ersten Runde können Schüler einzeln oder in einer Gruppe von bis zu drei Personen teilnehmen. Zwar sind alle Klassenstufen zugelassen, aber von den Anforderungen her richten sich die Aufgaben an die Klassen neun bis 13. Preisträger der ersten Runde sind berechtigt, an der zweiten teilzunehmen. In den beiden Hausaufgabenrunden werden jeweils vier Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen der Elementarmathematik, also Geometrie, Kombinatorik, Zahlentheorie und Algebra gestellt. Für die schriftliche Ausarbeitung haben sie dann zwei bis drei Monate Zeit. Wer in der zweiten Runde erfolgreich ist, wird zur letzten Runde, dem sogenannten Kolloquium, eingeladen. Dort führen die Teilnehmer ein einstündiges Fachgespräch mit einem Mathematiker oder einer Mathematikerin aus Universität und Schule. Die Preisträger dieser Runde sind dann Bundessieger. Diese werden mit Beginn des Studiums in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen und erhalten ein Stipendium und Unterstützungsangebote. Darüber hinaus gibt es Sonderpreise.
 


Zum diesjährigen Jubiläum hat der Stifterverband Informationen und Statistiken zum Wettbewerb veröffentlicht: Demnach ist die Anzahl der teilnehmenden Mädchen über die Jahre stetig gestiegen. Mittlerweile machen sie ein Drittel des Teilnehmerfeldes aus. Den Rekord für die meisten Bundessiege hält ebenfalls eine Mathematikerin. Von 2007 bis 2013 gewann Lisa Li aus Münster gleich sieben Mal. Die beiden einzigen deutschen Gewinner der renommierten Fields-Medaille für Mathematik, Gerd Faltings und Peter Scholze, waren zuvor Bundessieger beim Wettbewerb. Scholze erhielt für seine Arbeit in der Arithmetischen Geometrie letztes Jahr auch das Bundesverdienstkreuz. Mathe-Fans können sich ebenfalls an den kniffligen Fragen des Wettbewerbs versuchen: 2016 erschien das Buch "Bundeswettbewerb Mathematik – die schönsten Aufgaben".

Zum Jubiläum gibt es auf der Jubiläumsseite des Wettbewerbs drei Aufgaben, die Interessierte bis Mitte November lösen und einschicken konnten. Die kreativsten Lösungen sollen bald veröffentlicht werden. Träger des Bundeswettbewerbs Mathematik ist Bildung & Begabung, das Zentrum für Begabtenförderung. Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Stifterverband finanziert. Die Kultus- und Schulbehörden der Länder unterstützen den Wettbewerb und ihre teilnehmenden Schüler.
 

[PA]

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