Das Kolosseum ist das größte je gebaute Amphitheater der Welt. Bei einer Reise nach Rom solltest du es besuchen (Foto: Viacheslav Lopatin) Das Kolosseum ist das größte je gebaute Amphitheater der Welt. Bei einer Reise nach Rom solltest du es besuchen (Foto: Viacheslav Lopatin)
Antike, Sonne, Köstlichkeiten

Wochenendtrip nach Rom

Du planst eine Reise in eine europäische Stadt? Du hast Lust auf Sonne, Sightseeing und ein anderes Lebensgefühl? Dann ab mit dir nach Rom! Die italienische Hauptstadt gibt es schon seit 753 vor Christus. Heute findest du dort eine Mischung aus kulturellen Schätzen, beeindruckenden Bauwerken und dem ganz besonderen italienischen Flair. Außerdem gibt es Pizza und Pasta en masse. Es gibt also gute Gründe für einen Wochenendtrip in die ewige Stadt.
 


Wann und wie?

Wann du nach Rom reist, hängt wahrscheinlich von deinen Semesterferien und deinem Urlaub von der Arbeit ab. Informiere dich auch über die aktuelle Corona-Situation und die geltenden Regeln für die Reise und vor Ort. Das Wetter wird in Italien schon ab März sehr schön. Doch gerade zu Ostern und Pfingsten ist es in der Stadt sehr voll. Im Sommer steigen die Temperaturen über 30 Grad und das ist in einer Großstadt nur schwer auszuhalten. Von Dezember bis Februar ist in Rom Regenzeit. Somit empfehlen sich Frühling oder Herbst für deinen Trip.

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom, für eine einfache Reise bietet sich aber das Flugzeug an. Das dauert nicht besonders lange und ist günstig. Vom Flughafen Fiumicino brauchst du etwa 45 Minuten in den Stadtkern von Rom. Falls du in Süddeutschland wohnst, lohnt es sich auch, nach Zugverbindungen zu sehen. Aus München kannst du beispielsweise in ungefähr zehn Stunden mit der Bahn nach Rom fahren. Bei beiden Möglichkeiten lohnt es sich, früh zu buchen, da die Preise mit der Zeit steigen.
 


Transport

Das U-Bahn-Netz in Rom ist eher mittelmäßig ausgebaut. Kein Wunder, schließlich stoßen die Arbeiter bei den Bauarbeiten immer wieder auf verschüttete Gebäudeteile aus der Antike. Dafür gibt es aber ein Busnetz, das allen touristischen Ansprüchen genügt. Ein Einzelticket für den öffentlichen Nahverkehr kostet 1,50 Euro und die Tageskarte 7 Euro. Mehr Informationen zu den Ticketpreisen und -optionen findest du hier. Aufregender und deutlich schöner ist es, dir eine Vespa zu mieten. Die gibt es schon ab 50 Euro pro Tag. Allerdings solltest du ein sicherer und mutiger Fahrer sein, denn der Verkehr in Rom ist nicht zu unterschätzen.

Pizza, Eis & mehr

Italien ist für seine Küche auf der ganzen Welt bekannt. Wer kann bei Pizza und Nudeln in allen möglichen Formen schon Nein sagen? In Rom findest du außerdem an jeder Straßenecke ein Eiscafé, wo du italienisches Gelato kaufen kannst. In der Gelateria Della Palma gibt es zum Beispiel über 150 Sorten Eis. Zugegeben, das entspricht wahrscheinlich nicht der italienischen Tradition, ist aber dennoch ein Erlebnis wert. Auch Tiramisu, Tramezzini und italienischen Kaffee solltest du dir nicht entgehen lassen.
 


Sehenswürdigkeiten

Um nach dem ganzen guten Essen wieder fit zu werden, bieten sich lange Spaziergänge durch die verwinkelten Gassen und über die schönen Plätze Roms an. Dabei entdeckst du die eine oder andere Attraktion bestimmt ganz automatisch. Dennoch folgen jetzt die Must-sees für deinen Aufenthalt in Rom.

Kolosseum

Das größte je gebaute Amphitheater der Welt steht seit 1950 Jahren. Zur Zeit der Römer wurden hier Gladiatorenkämpfe und Feste abgehalten, bei denen 50.000 Zuschauer im Kolosseum Platz fanden. Heute ist die Fassade teilweise demoliert, weil sie den Bewohnern der Stadt einst als Steinbruch für ihre Häuser diente. Dennoch ist das Gebäude von außen beeindruckend. Noch imposanter wirkt es, wenn man das Innere und somit die durchdachte Baukunst der Römer in Augenschein nimmt. Die Tickets solltest du vorher im Internet kaufen. Ein Audioguide oder eine Führung empfiehlt sich, denn erst so verstehst du den ganzen Umfang des ausgeklügelten Theaters.
 


Forum Romanum

Was einst das wichtigste Zentrum des römischen Reiches war, ist nun eine riesige archäologische Ausgrabungsstätte, die du besichtigen kannst. Auch hier ist eine Führung oder zumindest ein Reiseführer eine gute Idee, denn sonst siehst du vielleicht nur alte Steine und kannst dir wenig darunter vorstellen. Für den Besuch gibt es Kombi-Tickets, mit denen du auch das Kolosseum besichtigen kannst.

Trevi-Brunnen

Der barocke Springbrunnen "Fontana di Trevi" steht mitten in den Straßen Roms. Vielleicht kannst du seine Wassermassen hören, bevor du ihn siehst. Deine Reise ist auf jeden Fall nicht komplett, bevor du eine Münze über deine Schulter in das Wasser geworfen hast. Dieser Brauch soll garantieren, dass du noch einmal nach Rom zurückkehrst. Auch abends, wenn er angestrahlt wird und noch mächtiger erscheint, ist der Brunnen einen Besuch wert.
 


Pantheon

Ebenso gratis wie der Besuch des Trevibrunnens ist ein Rundgang im Inneren des Pantheon. Die gewaltige Kirche mit der monumentalen Kuppel ist eines der am besten erhaltenen Gebäude des antiken Roms. Es wurde im Jahre 126 nach Christus erbaut. Kaum vorstellbar, wie die Menschen damals so etwas errichten konnten. Die Kuppel ist übrigens in der Mitte offen. Wenn es regnet, bleibst du hier also nur am Rand trocken.
 


Vatikanstadt

Die Vatikanstadt ist der kleinste Staat der Welt. Wenn du hier zu Besuch bist, kannst du Postkarten mit vatikanischen Briefmarken verschicken. Das Herzstück der Vatikanstadt ist der Petersdom. Die Basilika ist das geistige Zentrum der katholischen Kirche und die Residenz des Papstes. An Prunk fehlt es hier nicht. Das Innere des Domes ist voll mit Gold und Marmor. Die Besichtigung ist umsonst. Allerdings kostet es etwas, wenn du von der Kuppel aus den Blick über Rom genießen möchtest. Für deinen Besuch solltest du ausreichend Zeit einplanen, denn die Schlange vor der Sicherheitskontrolle ist immer sehr lang. In der Vatikanstadt gibt es außerdem die vatikanischen Museen und die Sixtinische Kapelle.
 

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.