Nervös vor dem Bewerbungsgespräch? Pointer hat fünf Tipps, wie du den Termin souverän meisterst (Foto: LinkedIn Sales Solutions/Unsplash.com) Nervös vor dem Bewerbungsgespräch? Pointer hat fünf Tipps, wie du den Termin souverän meisterst (Foto: LinkedIn Sales Solutions/Unsplash.com)
5 Tipps

So meisterst du das Bewerbungs­gespräch für die Ausbildung

Jedes Vorstellungsgespräch läuft anders ab, aber wenn du dich als Bewerber an einige grundlegende Dinge hält, kann im Ernstfall nicht viel schief gehen. Mit der richtigen Vorbereitung bist du auf der sicheren Seite. Pointer verrät, wie das Vorstellungsgespräch für die Ausbildung abläuft, welche Stolperfallen es zu vermeiden gilt und wie du clever antwortest.
 


Ankommen und Smalltalk

Als erstes wird dich dein Gesprächspartner begrüßen und dir ein paar lockere Smalltalk-Fragen stellen: Auf Nachfragen wie "Haben Sie gut hergefunden?" solltest du kurz und positiv antworten. Hier zu erzählen, dass du verschlafen und die erste Bahn verpasst hast, ist in den meisten Fällen unangebracht. Bedanke dich auf jeden Fall auch noch einmal für die Einladung zum Gespräch.

In der Kennenlern-Phase mit Wissen glänzen

Wer gut vorbereitet ist, hat im Bewerbungsgespräch gute Karten. Informiere dich genau über das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst – zum Beispiel auf der Website, dem Facebook-Profil der Firma oder bei LinkedIn. Der Arbeitgeber will sichergehen, dass du dir ein Bild über das Unternehmen und die Stelle gemacht hast und die Ausbildung nicht bei nächstbester Gelegenheit abbrichst. Überlege dir genau, warum du dich ausgerechnet für dieses Unternehmen entschieden hast. Schreib dir dazu als Vorbereitung auf, was du über das Unternehmen erfahren hast und wie deine Stärken, Praktika und Interessen dazu passen.
 


Äußere dich nicht negativ über dein Umfeld

In der Kennlern- Phase werden häufig auch die anwesenden Personen vorgestellt. Es wird ausgeführt, wie die ausgeschriebene Stelle beschaffen ist und was beziehungsweise wen das Unternehmen dafür sucht. Bei Schulabgängern sind Fragen zur Schullaufbahn und zu relevanten Fächern und Noten zu erwarten. Hier solltest du darauf achten, dich über Lehrer, Kurse und Mitschüler, die du nicht mochtest, bedeckt zu halten. Rücke lieber in den Vordergrund, was dir gefallen hat und wer dich besonders unterstützt hat.

Selbstpräsentation

Nach der Vorstellung des Unternehmens wird der Bewerber für gewöhnlich aufgefordert, etwas über sich zu erzählen. Der Arbeitgeber möchte wissen, welche Persönlichkeit das Gegenüber mitbringt. Hier geht es um die Gründe für den Berufswunsch. Du kannst auch etwas zu deinen Hobbys und Zukunftsplänen erzählen.

Vermeide dabei, deine Berufswahl wie einen Zufall oder eine letzte Notlösung aussehen zu lassen. Betone lieber, dass du eine bewusste Entscheidung für die Branche getroffen hast und dass du dich informiert und Beratungsangebote wahrgenommen hast. Hobbys sind vor allem dann interessant, wenn sie deine soziale Kompetenzen widerspiegeln oder einen Bezug zur Branche oder Anforderungen für die Stelle haben. Nicht so ideal wäre daher eine Antwort wie: "Ich liege gerne den ganzen Tag im Bett und spiele Videospiele".
 


Am Ende selbst Fragen stellen

Am Ende des Vorstellungsgespräches hast du die Möglichkeit, selber Fragen zu stellen. Anhand der Rückfragen beobachtet der Personaler, ob du dem Gespräch aufmerksam gefolgt bist. Rückfragen an das Unternehmen signalisieren dein Interesse.

Ungünstig sind hier Fragen, die du mit einer kurzen Recherche selbst hättest beantworten können. Falls ein Unternehmen auf seiner Webseite bereits detailliert die jeweiligen Abteilungen auflistet oder bekannt gibt, dass an zwei Tagen Berufsschule stattfindet, wären solche Fragen kein Gewinn. Du könntest dich aber zum Beispiel über bestimmte Bereichen erkundigen, die dich besonders interessieren.

Der Abschied

Nach dem Ende des Gesprächs solltest du nicht sofort erleichtert im Stuhl zusammensacken. Verkneife dir auch saloppe Kommentare wie: "Gut, dass jetzt alles vorbei ist" oder: "Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht mehr mit einer Antwort von Ihnen gerechnet." Beides wirkt nicht besonders belastbar. Bedanke dich stattdessen für das freundliche Gespräch und verabschiede dich. Sofern es nicht erwähnt wurde, kannst du auch noch nachhaken, bis wann die Rückmeldung zum Vorstellungsgespräch erfolgt.
 

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.